Fingerstyle erlernen

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Wodi
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Fingerstyle erlernen

Erstellt: von Wodi » 23.03.2011, 14:24

Guten Tag,
ich bin neu hier ( >60J., männl., Rentner, spielte vor langer, langer Zeit "Schlaggitarre) und möchte Euch gleich mit einer Frage überfallen: ich suche einen Zugang zum Fingerstyle (Fingerpicking, Folkpicking o.ä.)-Gitarrespiel. Da bei mir nach der langen Zeit der Abstinenz immer noch, erstaunlicherweise, die Grundbegriffe vorhanden sind, würde ich gerne autodidaktisch vorgehen. Kann mir jemand von Euch bei diesem Wiedereinstieg helfen, wie ich am besten vorgehen kann? Welche Literatur od. ähnl. käme in Frage, bzw. habt ihr einen anderen guten Vorschlag? Hilfreich wären auch Tipps zum "Aufwärmen" von li. u. re. Hand.
Im voraus besten Dank für Eure Antworten
Wodi

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phunky
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Erstellt: von phunky » 23.03.2011, 14:34

Moin,

also, die Themen sind hier natürlich alle schon irgendwo vergraben. Schau mal ein paar Sektionen tiefer, da schraubt gerade in diesem Moment Mjchael eine Workshop zusammen ;) Und in dem Forenbereich findest Du auch noch mehr zu dem Thema.

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mjchael
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Erstellt: von mjchael » 23.03.2011, 14:39

Fange mal hier an, und arbeite dich von da weiter!

Einführung ins Zupfen
Auch wenn du vieles schon kannst, mache es ruhig einmal durch.
Es sind Kleinigkeiten dabei, die dennoch recht interessant sein können.
Wenn du schon die Grundlagen hast, wirst du es natürlich im Bruchteil der Zeit durch haben, die ein Anfänger braucht.

Einstieg ins Folkpicking
dies ist eine Einführung in des 3-Finger-Picking.

Es sind nur 12 Lektionen, aber die bauen weitestgehend kontinuierlich aufeinander auf, so dass du dir schon mal einen kleinen Grundstock erarbeiten kannst.

Wenn du das hast, dann kommen bestimmt weitere Tipps.
(Wir haben hier noch ein paar Workshops, und Link- und Büchertipps, mit denen man sein Wissen erweitern kann.)

Gruß Mjchael

Wodi
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Erstellt: von Wodi » 23.03.2011, 15:18

Hallo Phunky und Mjchael,
vielen Dank für Eure schnellen Antworten. Das ist doch schon mal was! Ich will versuchen mich auf diesem Weg Schritt für Schritt einzuarbeiten und denke, daß ich dabei genau so viel Freude haben werde wie früher.Bei Unklarheiten werdet Ihr wieder von mit hören.
Grüße
Wodi

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Moonlight
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Erstellt: von Moonlight » 23.03.2011, 15:59

Hallo Wodi,
nach deinem Auffrischungskurs könnte ich dir Von Anfang an Bd.1 von Ulli Bögershausen empfehlen.

Auch Hans Westermeier bietet mit seinen "Picking Basics" Material für deine Zielrichtung.

Gruß Iris
It's the player, not the instrument....

Gast

Erstellt: von Gast » 23.03.2011, 16:08

Ohne jetzt direkt Antworten auf die Fragen geben zu können, außer:
Ich wünsch dir viel Geduld. die du brauchen wirst. Ich (fast 58) hab sehr lange gebraucht, um allein den Daumen zu separatem Handeln zu überreden.
Aber es lohnt sich, da sich im Fingerstyle an klanglicher Vielfalt eine große neue Welt auftut nach deinem Strummen.
Also immer schön am Ball bleiben.

Was ich aber eigentlich sagen wollte:
Ich freu mich immer, wenn ein "etwas betagterer" *gg* Gitarrist sich am Instrument zurückmeldet und sich vor allem nicht vor neuen Spielbereichen scheut. Klasse !

Wodi
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Erstellt: von Wodi » 23.03.2011, 16:29

Hallo Moonlight,
Hans Westermeier hatte ich bei einem Besuch im Musikladen schon mal ins Auge gefasst, aber nach meinen ersten Recherchen hier im Forum denke ich, zuerst einmal damit zu beginnen.
Hallo Bushi,
Dir vielen Dank für Deine motivierenden und aufmunternden Worte!, aber ich halte es mit, ich weiß nicht von wem der Spruch stammt:
Lerne, als würdest Du ewig lebe, lebe so, als wäre jeder Tag Dein letzter.

und ich denke, daß es auch mit dem Gitarrespielen nochmal was wird.

Grüße an Euch beide
Wodi

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Christophorus
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Erstellt: von Christophorus » 24.03.2011, 08:26

Grüß dich Wodi,

Schaust du mal hier: Remarc Gitarrenvideos
Remarcs Gitarrenwebsite

Da bin ich total der Fan von!

Viel Spass,
Christophorus )()(
Hier bitte keine Fahrräder abstellen!

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JeSter
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Erstellt: von JeSter » 24.03.2011, 09:45

Fingerpicking/style ist auch der Bereich der mich beim Gitarrespielen am meisten reizt. Wenn ich Lieder spiele, so lagerfeuergescrhummel, dann klingt es ohne dabei zu singen einfach kacke.

Das was Sungha Jung, Ulli, Tommy Emmanuel und Ewan Dobson (gerade Ewan hats mir angetan :)) dahinzaubern ist für mich das erstrebenswerteste. Hab mir nun auch Von Anfang an von Boergerhausen bestellt.
Zwischenzeitlich lern ich weiter Classical Gas von Mason Williams.

Ich wohne zur Zeit in Münster, kennt hier jmd einen guten Fingerstyle Lehrer. Oder beherrscht das jeder gute Gitarrenlehrer, so das ich das bei jedem Berufsgitaristen lernen kann?!

@Topic:
Wenn morgen das Buch ankommt und ich es am Wochenende mal angeschaut habe, kann ich dir eine Rezession zu schreiben wenn du magst. (Von Anfang an)

mfg

Wodi
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Erstellt: von Wodi » 24.03.2011, 14:02

Hallo Christophorus,
hab schon mal in Deine Lektionen reingeschnuppert; sieht wirklich klasse aus!
Ich denke, da lässt sich für mich was machen.

Grüße und Danke
Wodi :D

Wodi
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Erstellt: von Wodi » 24.03.2011, 14:06

Hi Jester,
wäre toll, wenn Du das mit der Rezension machen könntest.
Gruß
Wodi

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sispo
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Erstellt: von sispo » 25.03.2011, 09:33

Moin Wodi,

Tipss hast ja schon einige bekommen.

Mir gings ähnlich wie dir. Ich hab nächstes jahr auch die 6 davor und quasi auch erst wieder angefangen (siehe Anmeldedatum). ich kann dir nur eins sagen, Hau Rein, macht irre Spaß =(=))=

Wodi
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Erstellt: von Wodi » 25.03.2011, 22:00

Hallo an Alle,
habe mir heute den Westermeier angeschafft und mit den ersten Übungen begonnen. So, wie es aussieht ist es genau das richtige für mich. Ich werde Euch über meine, wenn auch langsamen Fortschritte auf dem Laufenden halten.
Viele grüße
Wodi )()(

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JeSter
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Erstellt: von JeSter » 29.03.2011, 23:42

Hallo, ich wollte nicht extra nen neuen Thread eröffnen weil meine Fragen eigentlich gut hierhin passen.

Und zwar: Spiele seit nem Jahr Westerngitarre mit Unterbrechungen (Sohn ist geboren, Studium neben vollzeitjob, andere Hobbies, und die Frau/freunde wollen ja auch noch bedient werden ;))
Hab mir das autodidaktisch beigebracht soweit es mir möglich war. Wollte zwar immer nen Lehrer, aber finde hier in Münster leider keinen der Kapazitäten frei hätte (würde gern zu jmd professionelles wenn ich schon 70euro/monat ausgebe)

Nach und nach, als ich viele Youtube videos gesehen habe, stand fest das fingerstyle der größte anreiz für mich wäre.
Hatte bis dahin nur die gängigen akkorde gelernt wie D, C, G, A, E, Am, Em, und daneben dann noch paar spez. akkorde die man so in best. liedern sieht (Wonderwall zB.)

Dann immer mal wieder angefangen classical gas zu üben, allerdings ist das wohl vom schwieriegkeitsgrad etwas zu hoch :D

Hab mir jetzt noch das einsteiger buch von Anfang an von uli Börgershausen besorgt, allerdings frag ich mich ob ich nicht erstmal irgendwelche elementaren dinge vorher lernen sollte, oder können sollte, bevor ich mich nur auf fingerstyle konzentriere. barres bspw. klappen nicht flüssig, aber klingen sauber. Bin relativ ungelenkig glaub ich, und meine Haltung auch nichtd as Wahre

Also wie gesagt, würd gern nen Lehrer haben, aber bei einem guten bin ich noch auf der Warteliste, entscheidet sich wohl im Mai ob ich nen spot bekomme.

Also nochmal im Klartext, soll ich lieber erst Liedbegleitung üben, anschlagstechnik, pentatoniken etc um nen Grudnstock zu erlernen oder einfach mit fingerpicking weitermachen? Nebenbei versuche ich mir harmonielehre beizubringen mit nem Buch.

Achja, hab mal nen Video gemacht bis dahin wo ich das lied spielen kann, leider nicht allzu weit, aber ist irgendwie schwer alles richtig zu machen und die tabs vernünftig zu lesen und adaptieren ;D Vielleicht fällt dem einen oder anderen was auf wg. Haltung etc. (glaube ich mache scheiss mit dem kleinen Finger der spielhand^^)

http://www.youtube.com/watch?v=V-GUhpYb5UA

Danke für feedback!

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phunky
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Erstellt: von phunky » 30.03.2011, 08:03

Naja, was dagegen spricht ist, dass man sich anfänglich halt sehr auf beide Hände konzentrieren muss, wogegen sich ein einfaches Strumming sicher leichter automatisieren lässt.

Aber das finde ich nicht sooo gravierend. Es gibt genug Gitarreschulen die mit dem Spiel von Einzelsaiten anfangen, sei es nun für die E-Gitarre oder die Konzertgitarre.

Ich bin der Meinung, wenn man die grundlegenden Akkorde gut greifen und wechseln kann, dann kann man ruhig auch mit der Zupferei anfangen. Muss ja nicht gleich sowas schwieriges sein. Wichtig ist bei Zupfmustern, dass man es schafft sie quasi automatisch ablaufen zu lassen. Daher erst mal ein bisschen einfache Begleitung und wenn das dann flüssig läuft, kann man sich auch mal mit Melodieelementen beschäftigen. Wär so meine Idee. Mag aber sein, dass es auch andersrum geht.

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mjchael
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Erstellt: von mjchael » 30.03.2011, 09:03

mjchael hat geschrieben:Fange mal hier an, und arbeite dich von da weiter!

Einführung ins Zupfen
...
Einstieg ins Folkpicking
...


Das wäre auch bei dir die erste Adresse, die ich dir vorschlagen würde.
Wir haben hier einen getoppten Artikel
Wichtig: Liedbegleitung (Anschlag / Zupfen) - Grundlagen
Der enthält viele kleine und größere Lektionen, die nach Schwierigkeitsgrad sortiert wurden.

Was die Akkorde angeht:
A D G C Em Am
so hast du alle Akkorde vom Lagerfeuerdiplom gelernt.

Es fehlen jetzt noch weitere wichtige 6 Akkorde
F Dm E H7 G7 D7
Die werden dir im Folkdiplomvermittelt.

Und im Folkdiplom findest du eich einen Einstig in das Zupfen.

Und dir werden eine Reihe von Techniken (Verzierungen) beigebracht, die du später für Fingerstyle gut gebrauchen kannst.

Gruß Mjchael

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karioll
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Erstellt: von karioll » 30.03.2011, 09:07

Ich habe mir das Video angesehen, also den Einstieg hat JeSter schon lange hinter sich.

Hi, JeSter, wenn du tatsächlich erst ein Jahr lang spielst, dann übst du wohl viel? Es geht ja alles schon ganz schön automatisch. Wo du hin willst, hast du ja geschrieben. Das schaffst du bestimmt, zumal du dir einen Lehrer suchen willst. Ich würde sagen, ein klassisch orientierter Gitarrenlehrer ist die richtige Wahl. Zupfmuster können natürlich alle Gitarrenlehrer. Und alle Lehrer - egal mit welchem Schwerpunkt - können dich eine Zeit lang begleiten. Aber du willst keinen Blueser oder Rocker, sondern einen Klassiker. Zumindest später, wenn es an die Feinheiten geht.

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JeSter
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Erstellt: von JeSter » 30.03.2011, 09:48

Danke für die antworten!

@Mjchael: Also E udn H7 kann ich auch noch, jetzt wo ich es lese ;D
D7 hab ich jetzt durch Classical gas gelernt, da brauchte ich den griff wo ich diesen Ton am ende hoch spiele (siehe im Video) wo man das arpeggio (!?)) spielt. erst C-dur, dann e und h im ersten bund drücken (quasi f) dann d7, dann diesen affengriff G-dur.
Dm hab ich gelernt als ich mir mal nen Lied von Everlast angeguckt habe, whats it like.

g7 kenn ich gar nicht, werd ich mir angucken, und ja, barres wechseln werd ich wohl können müssen auf dauer.

Einführung ins Zupfen hab ich mir angeguckt, aber nicht durchgearbeitet, weiss nicht ob es Sinn macht, bzw ob ich nicht was anderes machen soll (also vielleicht hab ich das können schon)

Wenn du allerdings das Video gesehen hast und trotzdem sagst ich solls durcharbeiten, dann glaub ich Dir und werds machen ;D

@Karioll:
Ja, spiele seit nem Jahr ca. mal 1-2 monate kaum, aber ansonsten immer irgendwas geschrammelt. Also spielen geht schon relativ automatisch, aber denke darf man auch nicht überbewerten da ich oft immer dieses Lied probiert habe, das da ne gewisse routine reinkommt ist ja dann normal. Hab dann nebenbei noch bisschen e-gitarre getestet, aber nur so sachen wie Thunderstroke geübt oder Pulp fiction ;D

Will aber lieber acoustic spielen können, was mich auch zu deiner nächsten bemerkung führt.An nen Classic lehrer hab ich jetzt gar nicht so dran gedacht weil ich auf jeden fall steelstring fingerpicking spielen möchte. Mag zwar den Sound einer konzertgitte, aber würd doch lieber auf western üben, gerade weil auch halsbreite ne andere ist etc.
Habe auch gelesen das in der Klassik die Haltung ne andere ist usw.

Aber wäre ne Überlegung wert :)

Danke nochmal an alle!

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karioll
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Erstellt: von karioll » 30.03.2011, 10:16

Hi, JeSter,

Ob es ein reiner Klassik-Lehrer sein muss, weiß ich nicht, bin selber kein Lehrer.

Also, als ich bei google "Gitarrenlehrer Münster" eingab, gab es einige Treffer. Man kann sich auch auf ne Warteliste setzen lassen. Kannst dem Lehrer ja per E-Mail deinen Link senden und fragen, ob er dir in der Richtung weiterhelfen kann.

Viel Glück!

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JeSter
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Erstellt: von JeSter » 30.03.2011, 11:20

jo, bin bei dem in Warteschlange wie ich oben schrieb.
Entscheidet sich im Mai...
Deswegen lern ich auch in Pausen etc Harmonielehre etc. damit ich nicht meine Unterrichtzeit mit theorie "verschwenden" muss.

http://www.gitarrenunterricht-muenster.de/info.html

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Erstellt: von karioll » 30.03.2011, 11:28

oje, hab den Satz mit der Warteschlange überlesen, habe nur gelesen...keine Kapazitäten frei...
Sorry. Na denn, Viel Spaß im Mai!

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mjchael
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Erstellt: von mjchael » 30.03.2011, 17:39

@JeSter
mjchael hat geschrieben:Fange mal hier an, und arbeite dich von da weiter!

Einführung ins Zupfen
Auch wenn du vieles schon kannst, mache es ruhig einmal durch.
Es sind Kleinigkeiten dabei, die dennoch recht interessant sein können.
Wenn du schon die Grundlagen hast, wirst du es natürlich im Bruchteil der Zeit durch haben, die ein Anfänger braucht.


Ich habe mir deine Version von "Classical Gas" angesehen, und würde mal sagen, dass es dir bestimmt nichts schaden wird, wenn du die Lektionen noch einmal durchmachst. Wende die Zupfmuster gezielt auf einigen Liedern an, damit du es nicht nur grob weißt, wie es geht, sondern damit du es auch wirklich in die Finger bekommst. Dein Timing wird sich dadurch verbessern.

Daneben sind (wie oben schon gesagt) noch einige andere Tipps mit enthalten, die dich bestimmt weiterbringen können. Nebenbei ist da auch die Plektrum-Version von "House of the rising Sun" mit enthalten, die ich unbedingt ins Repertoire aufnehmen würde.

Du wirst die Übungen bestimmt schneller fertig haben, als jemand, der gerade mit dem Zupfen anfängt. Man kann die Lektionen gut nebenher noch machen.

Gruß Mjchael

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Erstellt: von JeSter » 30.03.2011, 18:24

Alles klar, besten Dank - werd mich da mal durchackern und versuche dann hier einen Platz zu ergattern (geht leider keiner dran). http://www.bukov.de/Bukov/
Klassische Lieder machen sicherlich spass zu spielen So pagani :)
Find ja den Style von ewan dobson so toll!

besten dank nochmal an alle und die Tips!

Halte euch auf dem laufenden!

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mjchael
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Erstellt: von mjchael » 30.03.2011, 20:01

:D Wenn dir Ewan Dobson gefällt, dann ist ein professioneller Unterricht bestimmt das Richtige für dich.
Was der spielt ist schon sehr anspruchsvoll.

Gruß Mjchael

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Erstellt: von Wodi » 04.04.2011, 14:32

Hallo,
wie bereits berichtet, habe ich mit Hans Westermeiers "Picking Basics" begonnen, bin aber im Grunde genommen, ziemlich gelangweilt, da da ganze Heft fast ausschließlich aus einzelnen Pattern besteht, die dann auch miteinander kombiniert gespielt werden. Das "Melodypicking", worauf es mir hauptsächlich ankommt, wird nur am Ende kurz gestreift. Wie ich inzwischen gesehen habe, hat Mjchael bei Wikibooks auch einen Workshop mit Melodiepicking, den ich mir mal genauer ansehen werde, und der, wie ich meine, als ehestes in die von mir angestrebte Richtung geht, oder hat jemand von Euch noch einen anderen Vorschlag?
Viele Grüße
Wodi :cry:

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JeSter
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Erstellt: von JeSter » 05.04.2011, 13:40

Huhu,
habs geschafft und bekomme am Dienstag meinenersten Unterricht bei Bukov! :)
Er steht selber sehr auf fingerpicking, gerade auf Steelstring!
Freu mich riesig, das wird sicher gut!

Hallo Woodi, habe das Buch on Uli Bögershausen angefangen durchzuarbeiten.
Sind so einzelne Übunngen wo man bestimmte Tonfolgen pickt im wechsel mit em, am, c-dur und/oder mit dem kleinen Finger auf der b-seite varianz reinbringt. Dazu lernt man die richtige Basseite pass3end zu benutzen (also entweder e,a,d) Das ganze mündet dann weniger in einem Lied als in einer melodiösen Tonabfolge. Mir macht es sehr spass, weil es genau das ist was ich mir erhofft habe, allerdings kann ich mir gut vorstellen das es für viele ziemlich dröge ist. Aber "stupide" Trainingsmethoden monoton immer wieder zu wiederholen macht mir auch "spass" :)

Wodi
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Erstellt: von Wodi » 06.04.2011, 15:23

Hallo Jester,
danke für Deine Kurzbewerung zu "Boegershausen". So, wie es aussieht, ist er vom System her genauso aufgebaut wie der "Westermeier". Was mir Probleme bereitet, ist das Anwenden der Patterns als Begleitung bei Songs, die ich sonst mit ganzen Akkorden begleitet habe. Jedenfalls werde ich mit dem Melodiepicking-Workshop von Mjchael und dem oben erwähnten "Picking Basics" weitermachen. Irgendwann wird es wohl klappen.
Viele Grüße
Wodi )()(

Ps. Frage an diejenigen, die den "Westermeier" kennen:
sollte man die Nummern der einzelnen Pattern auswendig wissen, oder reicht es, wenn man sie spielen kann??????

RAc
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Erstellt: von RAc » 06.04.2011, 22:45

Wodi hat geschrieben:Hallo Jester,
danke für Deine Kurzbewerung zu "Boegershausen". So, wie es aussieht, ist er vom System her genauso aufgebaut wie der "Westermeier". Was mir Probleme bereitet, ist das Anwenden der Patterns als Begleitung bei Songs, die ich sonst mit ganzen Akkorden begleitet habe. Jedenfalls werde ich mit dem Melodiepicking-Workshop von Mjchael und dem oben erwähnten "Picking Basics" weitermachen. Irgendwann wird es wohl klappen.
Viele Grüße
Wodi )()(

Ps. Frage an diejenigen, die den "Westermeier" kennen:
sollte man die Nummern der einzelnen Pattern auswendig wissen, oder reicht es, wenn man sie spielen kann??????


Hallo,

bitte sieh das Konzept der Patterns nicht in irgendeiner Form als gottgegeben an. Patterns sind eine Krücke, um die rechte Hand daran zu gewöhnen, mit dem Daumen konstante rhythmische Muster zu spielen, während die Finger darüber eine Melodie spielen. Das Konzept ist relativ schwer in den Kopf zu kriegen, aber wenn es erst Mal drin ist, kannst Du die Krücken getrost wegwerfen; irgendwann wirst Du Dich (hoffentlich) noch nicht mal mehr daran erinnern, daß es mal sowas wie picking patterns gab (dann spielst Du einfach beide Stimmen wie sie gerade passen).

In sofern ist die Nummer (die sowieso komplett willkürlich vom Westermeier vergeben ist; außer ihm kenne ich niemanden, der Muster nummeriert) irrelevant. Belaste deinen Kopf nicht mit solchen Nebenkriegsschauplätzen. Wichtig: Arbeite daran, den Rhythmus mit dem Daumen sauber zu kriegen (Metronom!), und wenn Du mit Mustern arbeitest, fange früh an, sie zu variieren. Anfängerpicking heißt den Wechselbaß so fest zu kriegen, daß er völlig von Allein geht - und fortgeschrittenes Picking heißt, sich sukzessive wieder von der Starrheit des Wechselbaß zu lösen.

Ein guter Tipp, wenn sich die Finger anfangen zu verknoten: Spiele nur die Baßstimme mit dem Daumen (wieder Metronom!) und füge Stück für Stück Melodienoten ein - mit dem Daumen aber nie aufhören zu uhm-pah en!

Willkommen in der wunderbaren Welt des Fingerstyle! ;-)
A chicken crossing the road is poultry in motion.

Löwe
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Erstellt: von Löwe » 24.05.2011, 19:00

Hallo Wodi, hallo Jester,

der Bögershausen geht ganz kleinschrittig vor. Aber nicht vergleichbar mit Westermeier. Das sind keine Pattern, wie im Westermeier. Westermeier reizt mich noch nicht, eben weil er über Pattern arbeitet.
Bögershausen scheint bestimmt trotzdem manchen dröge, aber für mich ist es schon musikalisch reizvoller als der Westerhausen.

In Übungen werden Dinge kleinschrittig geübt, die später in 2 Spielstücken vorkommen, aber die Übungen sind meist relativ abgeschlossene Musikstücke.

Ich bin erst am Anfang, aber mir macht es Spaß.
Da ich aus der Klassik komme, machen mir Wiederholungen von wenigen Takten einzelner Töne nichts aus- aber manchem mag das dröge vorkommen, auch durch die Kleinschrittigkeit, weil teilweise nur Winzigkeiten von einer zur anderen Übung verändert werden.

Mir gefällt das Buch. (Ulli Bögershausen "Von Anfang an", Band 1 )

Aber man sollte bereits wissen, wie man greift, die Gitarre hält, man sollte schon ein wenig Akkorde greifen können und/oder Fesselfingerübungen gemacht haben (damit man die Griffe gleich greifen kann und mit der Dehnung gleich klarkommt- obwohl die ersten Übungen wirklich auch dahingehend einfach sind), Noten sollte man auch schon können, auch im Zusammenhang mit der Gitarre umsetzen können.

EDIT: Man sollte auch schon wissen, wie man zupft (bzw. für Klassiker: den (nicht angelegten) Wechselschlag/Tirando können).
Wie man die Finger da "halten" muß, wir dnicht erklärt. EDIT Ende.

Dann aber kann es sehr viel bringen, mit dem Buch zu arbeiten, denke ich.

Auf der CD sind die Stücke alle langsam, manche auch in einer zweiten Version schnell eingespieltgespielt, es gibt vor jedem Stück Vorzähler.

Fazit: Durchdacht, aber für absolute Anfänger nicht geeignet, dann nur mit Lehrer.

Viele Grüße,
Löwe
Beruflich vielbeschäftigt und dauermüde. Sorry für Rechtschreibfehler.

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JeSter
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Erstellt: von JeSter » 25.05.2011, 15:00

Wollte mich ja zwischendurch mal melden wie es so weiter geht. Hab ja am 05.04. meinen ersten Unterricht gehabt. Allerdings war das nur ne Probestunde und wir haben eigentlich kaum was gemacht. Den richtigen ersten hatte ich dann am 12.04 und seit dem wöchentlich.

Also insgesamt 7 mal bisher (soviel schon wow^^)

Er musste / muss erstmal meine haltung korrigieren. Klassische Haltung auf einer relativ tiefen sitzbank, sodass ich keine Fußbank brauche und auch ökonomischer sitze. (und nicht vornübergebeugt)

Spielhand ist auch extremst unlocker und muss mich immer wieder in der Haltung korrigieren. Daumen hinten an den Gitarrenhals, leider anfangs noch schwierig auf einer 43er griffbrett dreadnaught. Jetzt auf ner lakewood mit 46er Griffbrett fast(!) kein problem mehr. Bin aber trotzdem noch relativ oft weit oben mit dem Daumen.

Zu den Übungen:

Ich hab immer mal wieder Übungen wo ich Bassläufe spielen soll oder Melodien spielen muss. Meist zum aufwärmen. Daneben noch Tabs richtig lesen und geschwindigkeiten einhalten. Alles ohne Metronom, aber er achtet peinlich genau das ich im takt bleibe.

Das erste Lied was ich gelernt habe in den 7 Wochen war:
- Freude schöner Götterfunken, dann
- I know where i´m going (beide behandeln quasi das Alternate picking) danach kam das
- intro von Dust in the wind und gleichzeitig
- Skip to my Lou , beide festigen den Travis Pick.

Jetzt gestern habe ich dann 2 neue bekommen und zwar Freight Train, lustiges Lied auch im Travis Pick spielbar, allerdings hat hier der kleine Finger viel zu tun, so muss man in den ersten beiden takten schon 4mal mit dem kleinen wechseln.
Das andere Lied nennt sich Colorado Blues und ist wie der Name schon sagt nen Blues, daneben hab ich noch blues pattern bekommen und fingerübungen.
Nebenbei arbeite ich noch in Ulis Anfängerbuch und bin nun bei kapitel 2 angekommen wo es um hammer on und pull offs geht.
Die Youtube Lektion vön Bögershausen 1 und 2 mit spider übung mach ich noch so dazwischen.
Ansonsten strumme ich noch und mach dann viel perkusiv um akkorde nicht zu verlernen, lerne hier und da die akkorde und Anschlagstechniken bekannter Lieder und spiel manche sachen nach von Marty Schwartz (yt tutorials, wirklich gut), zB. Bluegrass oder Barres gedämpft und percusiv etc.

Spiel atm wohl sowas um die ~3 stunden pro Tag oder auch mehr.
Am 09.05. knapp nach 4 Wochen hab ich Freude schöner Götterfunken auch mal aufgenommen @ jutub :)
Wobei wenn ich es mir jetzt angucke find ich doch noch viele fehler :D

Aber sonst hab ich keins...wenn ich demnächst kond.mciro habe (rode nt3) und audiointerface von focusrite habe, nehm ich mal was neeus auf.

http://www.youtube.com/watch?v=F4REX7dMJxU

bis dann! Grüße Hendrik

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Erstellt: von JeSter » 24.06.2011, 23:10

Hallo!
Ich bins mal wieder, ich missbrauche mal einfach den Thread um weiterhin meine "Lernforschritt" zu posten.

Hab ja nun seit 2 Monaten Gitarrenunterricht und so langsam geht es besser. Einzelne Saiten zu treffen in den ersten 3 Bünden geht blind schon ganz gut (also einzelne Finger ohne akkorde zu greifen). Meine linke greifhand ist glaub ich noch bisschen verkrrampft, aber alles in allen gehts :-)

Letzte Woche mit meinen Vater auf dem The Wall Konzert in Düsseldorf gewesen, und was soll ich sagen, es war hammer!

Habe dann die Woche mal versucht mir Is there anybody out there von Pink Floyd anzueignen.
Das ganze findet ihr hier, wer mal schauen will. Hab noch Fehler drin und so slides über mehrere Bünde klappen noch nicht gut weil ich sowas sonst nie mache :D

Naja here we go: http://www.youtube.com/watch?v=ZzMvNaFp8ZY

mfg Hendrik

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Erstellt: von Roddy » 25.06.2011, 00:39

Wau! Finde ich richtig gut!

Schön gespielt und das Lied ist eh klasse!

Hast Du Dir ein Buch von Pink Floyd gekauft für die Lieder, oder hast Du die Tabs ausm Internet?

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JeSter
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Erstellt: von JeSter » 25.06.2011, 00:45

Danke :-)
Tabs ausm inet, und dann die falschen Sachen korrgiert via Guitar Pro 6 :-)
Gab auch nen nen Video auf jutube wo die Tabs standen, zwar auch nicht ganz richtig, aber immerhin.

Son Tabbuch von pink Floyd wäre echt cool, haben schöne Songs.

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mjchael
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Erstellt: von mjchael » 25.06.2011, 08:57

Es macht Spaß, deine Fortschritte zu sehen.
Hab ich dir schon den Tipp mit unsrem 3-Finger-Picking-Workshop gegeben?
Einiges ist für dich inzwischen nur noch ein Auffrischen von dem, was du schon kannst.

Da sind ein paar echt sehr einfache Etüden dabei, die trotzdem ein wenig was her machen.

Dann hätte ich noch einen Melodiepicking-Workshop der genau auf das Dreifingerpicking aufbaut.

Sind ein paar ganz einfache Sachen mit bei, aber es wird dann auch schon echt interessant.
Beispielsweise die "Ode an die Freude" mit Travis-Picking hat schon was :)

Gruß Mjchael

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karioll
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Erstellt: von karioll » 25.06.2011, 14:47

hi, JeSter!
Bin begeistert!

So ein live-Konzert ist immer was ganz Besonderes. Find auch toll, dass du zusammen mit deinem Vater hin gehst und dich dann sooo inspirieren läßt!
Durch Übung kannst Du der Natur ein Schnippchen schlagen (Mahatma Ghandi)

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Roddy
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Erstellt: von Roddy » 25.06.2011, 16:14

Hallo Jester, ich hab Dir eine PN geschrieben.

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JeSter
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Erstellt: von JeSter » 25.06.2011, 18:54

Hallo!

@Mjchael: Danke für dein Feedback und dein Interesse!
Die erste Übung, den 3-Finger Workshop hab ich mir angeguckt und überflogen, allerdings behandel bzw. ich ähnliche Sachen bei meinen Lehrer . Und da ich ja bis zur nächsten Stunde immer alles können muss von der vorherigen Woche bin ich mit Fingerübungen schon gut ausgelastet.

Den Melodiepicking Workshop werd ich mir aber auf alle Fälle genauer ansehen.
Interessante Sachen dabei, wobei mir Travis Pick momentan erstmal genug ist. Hab damit schon Skip to my Lou, Freight Train und Dust in The Wind und Eleven von Westermeier allerdings in dem Takt von Dust in The wind (also erster Ton viertelnote, rest achtel) erstmal genug ;-)
Man muss die Sachen ja auch noch pflegen wiederholen damit man die nicht vergisst.

Spiel gerade Nonsuch, son altenglischer Tanz, sind quasi keine akkordarpeggien soweit ich das beurteilen kann. Macht auf jeden Fall spass und man lernt gut hammer ons.

@Karioll: Jau bin damals als Kind schon durch ihn auf Pink Floyd aufmerksam geworden, damals wollten wir dann zusammen in den Film The Wall, aber da durfte ich nicht rein, war damals erst 10 jahre oder so :D (bin mittlerweile 29)
Jetzt als "Entschädigung" hat mein Vater mich zum Konzert eingeladen ;-)

Würd gern auch Goodbye Blue Sky lernen, aber ka ob das nicht etwas zu schwer ist, mal sehen...Vor allen die Stellen wo man den Basslauf spielt mit Viertel noten aber die Melodie i Achtel?! Vieleicht kann mal Mjchael sagen ob das (zu) schwer ist. ,-)
http://www.youtube.com/watch?v=Wm5_3ZeHEz4

@Roddy: Hast Post ;-)

mfg Hendrik

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Erstellt: von Gast » 25.06.2011, 20:05

Ich kann dir das auch sagen: Jaaa es ist noch ein paar Stufen zu schwer für dich. Aber durch Übung kommst du auch irgendwann dort hin.

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JeSter
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Erstellt: von JeSter » 13.10.2011, 23:32

Um mal wieder den Thread aus der Versenkung zu holen...
Hab heute mal wieder was aufgenommen, kann das Stück zwar schon seit dem Sommer, aber finde es passt in die Reihenfolge der letzten beiden Stücke die ich hochgeladen habe was den Schwierigkeitsgrad angeht, gut rein.

Für den ein oder anderen Zupfer der anfängt sicherlich interessant...
Und zwar habe ich die letzten Stücke immer mit dem Standardfingersatz gespielt:
Daumen für die Basssaiten (E,A,D) und ZMR für g,b(h)e.

Die Herausforderung n diesem Stück ist die Benutzung eines etwas anderen Fingersatzes und zwar spiele ich hier mit dem Daumen nur die ersten beiden Basssaiten E und A.
D,g,b wird von ZMR gespielt. Im Laufe des Arrangements wechsel ich wieder in den alten Fingersatz da ich die hohe e-Saite spielen muss. Man lernt hier also gut das wechseln von versch. Fingersätzen.

Bei allen weiteren Stücken die ich gelernt habe bzw. seitdem lerne muss ich oftmals die Fingersätze wechseln.

http://www.youtube.com/watch?v=nvG2Ojdp ... ideo_title

Viele Grüße Hendrik

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mjchael
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Erstellt: von mjchael » 13.10.2011, 23:57

Die Fermate (Verzögerung bzw. Verlängerung eines Taktes) zwischen den Abschnitten finde ich unpassend.
Aura-Lee ist ein gesungenes Lied. Vom Text her würde man keine Pause machen, wo du sie gespielt hast.
Die Fermate trägt nichts zum Stück bei, und sollte von daher nicht gemacht werden.

Ansonsten: Schaue dir mal zum Spaß diese Version an:
http://de.wikibooks.org/wiki/Gitarre:_M ... -_Aura_Lee (Beschreibung)

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/c ... ra_Lee.mid (Midi Picking kommt nach 35 sek.)

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/c ... ra_Lee.pdf (Tab/Noten als PDF)

http://www.gitarre-spielen-lernen.de/fo ... tml#100196 (in der Powertab-Sammlung)

Gruß Mjchael

Soulman
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Erstellt: von Soulman » 14.10.2011, 00:04

Ich kann nur von meinen eigenen Erfahrungen berichten: Wirklich angefangen habe ich mit den Akustikstücken von Willy Astor. Falls du Interesse hast kann ich dir vielleicht mit der Suche nach Noten helfen ;)

Seine Akustikserie ist betitelt mit "Sounds of Islands".
Kannst ja auch mal auf YouTube suchen.
Das schöne es ist sind alle möglichen Schwierigskeitsgrade enthalten, teilweise auch einführung in alternative Tuning durch diverse Stücke.

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JeSter
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Erstellt: von JeSter » 14.10.2011, 00:20

ah ok, danke für den Hinweis. Tatsächlich wird es laut Tabs im 4/4 Takt gespielt und fast durchgehend in Achtelnoten. Die Pausen und verlangsamungen hab ich slebst reininterpretiert. Dachte so gewinnt das Stück etwas an dynamik. Zumal ich sowieso nicht singe.

Wenn ihr aber sagt das es kacke klingt, werd ich es nochmal neu spielen =)

@Soulman, Danke für den Hinweis, werd mal im netz nach gucken ob was interessantes bei ist. Werd nur atm von meinem Lehrer mit Material erschlagen. Was ich noch machen muss/bzw auswenig lernen muss.

Easy lonesome Blues, The Unforgiven, House of rising Sun, Babe i´m gonna leave you, Behind Blue eyes, Under the Bridge, Tears in heaven, Kerry Polka (cooles irishes Folklied, allerdings wird es auf geschw. höher als 140 schwierig sauber/fehlerfrei zu spielen :D), Stairway to heaven, Five hundred miles.
Daneben noch 2 Picking bücher mit Techniken zum lernen.

EDIT; @Mjchael: Habs mir gerade mal angeuckt. Erinnert mich an Dust in The Wind, in der ganzen Version, da kommt auch D/F# vor bzw. Travis Pick. Allerdings interssant mit dem Barrégriff. Hab bisher nur Streets of London gelernt o F-Barré vorkam.

Aber schön arrangiert. Ich werds mir am Wochenende mal genauer ansehen.

Hab heute von halb 5 nach der Arbeit bis jetzt Gitarre gespielt...trotz hornhaut schmerzen so langsam meine fingerkuppen...und das mit 11er saiten^^
Zuletzt geändert von JeSter am 14.10.2011, 00:28, insgesamt 1-mal geändert.

Soulman
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Erstellt: von Soulman » 14.10.2011, 00:28

Mh von auswendiglernen halte ich ja nicht so viel, ich spiel aber auch nur für mich und nicht für irgend welche anderen Leute :D Wenn die Stücke schwieriger werden und man sich wirklich mit ihnen auseinandersetzt wiederholt man es sowieso so oft, dass man dann einfach weiß was man zu tun hat ohne nachzudenken.

Wenn du dein Tempo so beibehältst hast du bald Zentimeter dicke Hornhaut.

Ein wohlgemeinter Tipp am Rande: Spiel nicht zu viel. Den Fehler hab ich gemacht und dann ging nach einiger Zeit die Motivation etwas flöten...

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JeSter
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Erstellt: von JeSter » 14.10.2011, 00:33

Hehe, auswendig lern ich die Sachen nur um auch mal woanders bei Kollegen oder so die Sachen spielen zu können. Ansonsten spiel ich von tabs ab mit nem Notenständer.

Und ne, ist heute wohl ne Ausnahme das ich soviel gespielt habe. So oft kommt das nicht vor :)
Motivation ist bisher auch noch nicht flöten gegangen, alleine schon deswegen nicht weil es jedesmal nen erhebenes Gefühl ist ein schönes Stück Gitarrenbaukunst in den Händen zu halten.

Also meine damit das es schon ungemein motiviert ne schöne Gitarre (nicht unbedingt ne teure) in die Hand zu nehmen und zu spielen =)

Trotzdem danke für den Tip ;-)

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JeSter
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Erstellt: von JeSter » 27.01.2012, 16:04

Hallo und mal wieder hole ich den Thread aus der Versenkung,...dient ja mittlerweile eher meine Fortschritte zu dokumentieren, als dem eigentlichen Thema.
Deswegen mein erstes Anliegen. Da ich seit meines ersten Gitarrenunterrichts letztes Jahr bis jetzt hier kontinuirlich schreibe und der ein oder andere vielleicht interessiert ist die Fortschritte zu sehen oder was "man" in der Zeit schaffen kann (oder was auch immer ;o), könnte (würde) ich die Quintessenz und meine Werdegang in einem extra Thread festhalten.

Somit müsste ich nicht immer auf diesen hier zurückgreifen. Ob ich hier sowas machen sollte und wenn, im welchen Unterforum er dann am besten aufgehoben ist, können sich ja die Mods hier zu melden :-)
ich würde dann meinen Fortschritt und welche techniken/Stücke ich wann gelernt habe etc. dokumentieren. geht dann eher ins klassiche auf Konzertgitarre/Flamenco/Steelstring fingerpicking

Kurzer Rücklick:
Gitarrenunterricht seit April/Mai 2011 auf Steelstrinng, fingerpicking
Pause im Nov/Dez 2011.
Jan 2012 wieder aufgenommen aber nur noch im 2 Wochen Rythmus und auf Konzertgitarre unterwegs.
Hier mal 2 Stücke die ich die letzten tage aufgenommen habe auf der neuen Konzertgitarre (Alhambra 4P).
Die Spanische Romanze habe ich angeregt durch den Thread "was übt ihr zurzeit" angefangen zu lernen vor ein paar Tagen.
Alles nix besonderes!

http://www.youtube.com/watch?v=V_Qe5a4eUwY Nonsuch altenglischer tanz
http://www.youtube.com/watch?v=x3ff2mZd ... re=related Spanish Romance Part I

Grüße Hendrik

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AlBundy
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Erstellt: von AlBundy » 27.01.2012, 20:22

Hi, der Anfang von Deiner spanischen Romanze ist echt gelungen und ich dachte, Du kannst es besser als ich, aber dann hast Du leider einige rhytmische Fehler gemacht, weil Du schneller spielst als Du es kannst - kenne ich..... :lol: Spiele es langsamer und dann ist es auch schöner und besser. Trotzdem finde ich sehr gut, für die Zeit, die Du spielst.

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JeSter
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Erstellt: von JeSter » 27.01.2012, 21:48

hm das ich schneller und langsamer spiele mache ich eigentlich bewusst, weil ich dachte das es das Stück unterstreichen würde. Wo genau meinst du wäre es unpassend?

so wie der Typ hier bspw. http://www.youtube.com/watch?v=Q0AJUoR5cmc

Trotzdem danke für die Blumen und die Kritik :)
Was ich kacke finde, das ich so oft die hohe e-saite nicht richtig runter gedrückt bekomme bei den barre+überstreckung in 11. Bund. Vielleicht muss ich nochmal die Saitenlage optimieren

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Roddy
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Erstellt: von Roddy » 28.01.2012, 12:47

Also ich bin auch ziemlich begeistert von Deinem erlernten Können!
Wirklich beneidenswert, so schnell komme ich nicht vorran!

Die spanische Romanze würde mich auch noch mal irgendwann reizen, aber ich hab noch genug mit Asturias am Hut.
Hast Du das mal probiert?

Was ich fragen wollte, ich kanns nicht direkt sehen, spielst Du mit Fußbank oder Gitarrenstütze?

Ich hab in letzter Zeit Schmerzen mit dem Rücken, wenn ich die Fußbank benutze und hab mir gerade eine Gitarrenstütze gekauft, die aber wieder zurück geht, weil sie nicht wirklich passt, sie ist etwas zu hoch. Hatte das Tappertmodell genommen.

Würd mich mal interessieren, was Du benutzt.

Gruß, Roddy

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JeSter
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Erstellt: von JeSter » 28.01.2012, 15:52

Asturias würde ich gerne probieren, ein wirklich schönes Stück und gehört zu den klassischen Stücken die ich auf jeden Fall mal können will, allerdings dachte ich das es noch viel zu schwierig ist?!?! Aber weiss nichts genaues. Habe von hal Leonard ein Flamenco Übungsbuch, da wird auch Leyenda gelehrt (ist ja quasi Asturias).

Ich spiel mit Gitarrenstütze, und zwar die von Gitano, quasi das billigste Modell von Thomann. Die werd ich aber nun durch den Ergoplay austauschen, die normale Version. Die Gitano Stütze fand ich nicht wirklich empfehlenswert. Man kann weder die Höhe einstellen noch den Neigungswinkel.
Die hier leg ich mir dann zu:
https://www.thomann.de/de/tappert_ergoplay.htm

Seh gerade das du tappert modell hattest, war es dann dieses Ergoplay?

Fußbank hab ich noch nie benutzt. Vorher saß ich sonst auf nen Fenderhocker und hatte den linken Fuß dann auf den ersten Ring vom Hocker.

Danke für dein Lob, du spielst aber auch noch nebenbei E-Gitarre oder?! Dann is ja klar das Du klassich nicht so schnell nachkommst :-)

Grüße!

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Erstellt: von Roddy » 28.01.2012, 19:51

Oh ne, hab ich verwechselt, ist nicht das Tappert Modell sondern das Tröster Modell.

Das Tappert würde ich denn nun auch ausprobieren. Das Tröster hat zwar 4 Saugknöpfe, aber es ist einfach zu hoch.

Ja, eigentlich spiele ich hauptsächlich E-Gitarre, aber ich mag halt auch sehr gerne mal ein wenig Klassik spielen. Doof irgendwie, wenn man immer zuviel auf einmal möchte :)

Das ist typisch Roddy :-/

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