Fingerstyle erlernen

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AlBundy
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Erstellt: von AlBundy » 28.01.2012, 20:29

Ich denke ab da, wo Du in den 7ten Bund wechselst, passt es nicht mehr so ganz, ist aber ja nicht schlimmm..... Sorry...

Meins hört sich auch nicht viel besser an, vielleicht nehme ich es mal auf.... :-)))

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JeSter
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Erstellt: von JeSter » 29.01.2012, 14:12

Quark hast recht, ist ganz und gar nicht schlimm :) Freu mich über Kritik, bringt mir mehr als Lob :) (obwohl man sich darüber auch freut :D)
Wie übt man denn eigentlich am besten Fehlerfrei zu spielen. Selbst einfache Sachen krieg ich oftmals nicht fehlerfrei hin. Es gibt längere Stücke die ich gern aufnehmen würde, aber es scheitert daran das, je länger die Stücke dauern, im gleichen Maße die Fehlerqoute zunimmt :-(

langsamer spielen ist auch nicht unbedingt der schlüssel. Da ich mich oft einfach vergreife, eben auch wenn ich gaaaanz langsam spiele....wahrscheinlich muss man die Lieder erst so 2000mal gespielt haben, langsam, bis es fehlerfrei kommt :-/

Bei akkordgeschrammel hab ich nicht das problem, vor allen weil strumming viel mehr fehler verzeiht.

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mjchael
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Erstellt: von mjchael » 02.02.2012, 20:59

@JeSter
Dein Nonsuch Classical Guitar ist wirklich schön locker gespielt. Es gibt bestimmt immer noch was zu feilen, aber es kommt gut rüber. Bist da auf einem echt guten Weg. :D

Über deine Spanishe Romance kann ich genau das gleiche sagen. Die kleinen Patzer hörst du ja selber, aber beim zweiten mal sind die an einer anderen Stelle, so dass es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis es perfekt fließt. Ich finde es schön, dass du versuchst mit Ausdruck zu spielen. Ein echter Klassikprofi hätte noch einiges mehr zu bemerken, aber wir sind hier ja im Hobbybereich, und was du dir da zusammenspielst ergibt ein wirklich nettes kleines Repertoire.

Weiter so ()/


Was Asturias angeht, so schnappe dir mal ein gutes Tab Da es klassisch ist, und gemeinfrei ist (kein Copyright), gibt es davon genug im Netz. Das schöne an dem Stück ist, dass es auch ganz nett klingt, wenn man es noch nicht ganz kann, und erstmal nur das spielt und zusammenstellt, was man halbwegs bewältigen kann, und die Abschnitte mit den schwierigeren Fingersätze einfach mal überspringt. Man muss es nicht unbedingt bis zum Ende spielen. Mir persönlich gefällt halt nur der erste Teil, und den Zweiten hört man sich halt auch mit an, auch wenn er mich nicht ganz so vom Hocker haut.

Schau mal hier für den Einstieg:
http://www.gitarre-spielen-lernen.de/fo ... 11747.html

Gruß Mjchael

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capo53
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Erstellt: von capo53 » 02.02.2012, 21:08

Hallo JeSter, sehr schön gespielte Lieder, wirklich.

Mir persönlich gefällt deine Ode an die Freue auf der Lakewood aber noch viel besser! Und das, obwohl ich selber Alhambra spiele (allerdings eine W2, die aber auch in Zeder).

Mir gefallen deine YT Videos sehr, sehr gut.

Und ich finde die Idee gut, regelmässig die eigenen Erfolge zu dokumentieren (in Form von Videos). Da gehört schon ein wenig Mut dazu ...

LG capo53

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JeSter
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Erstellt: von JeSter » 05.02.2012, 20:49

Erst jetzt gesehen das es Antworten gab :-)

Danke Mjchael für deine Einschätzung. Stimmt ja, ich versuche immer irgendwie mit Ausdruck zu spielen, bzw. ich meine damit die Geschwindigkeit zu variieren um den Stück etwas mehr Note zu geben.

Zwar sind die Taktlängen und die Noten in der Geschwindigkeit immer vorgegeben, aber denke die eigene Interpretation bzw. die Dynamik lässt da viel Spielraum (zB. für Phrasierungen).

Deswegen sagte mein Gitarrenlehrer auch immer das ich nie mit Metronom üben sollte.
Spielt man die Spanische Romanze wirklich taktgenau in der gleichen Gescwhindigkeit, mit der gleichen Lautstärke, so ist das Stück einfach langweilig und mechanisch.

Ich habe gerade ein Stück von Recuerdos gefunden, wo der Interpret es sogar in einem komplett anderen Fingersatz spielt, und viel in der Geschwindigkeit variiert- für mich die beste Version die ich davon gehört habe.

Will ich euch nicht vorenthalten --> http://www.youtube.com/watch?v=_MmsHpUf ... r_embedded gespielt von Milos Karadaglic

Und danke für den Link mit Asturias, habe ich noch gar nicht in den Untiefen des Forums entdeckt. Ich werd mich mal dran machen - Übe gerade sowieso von meinen Lehrer einige Flamenco Techniken und arbeiten uns durch ein Buch ...Mein Lehrer das hat Flamenco Spiel echt drauf :/

Haben angefangen mit der spanischen cadence, soleare, also betonungen auf 3,6,8,10,12 im 12er Takt.
ayuando, also nur daumen und index. Ligadotechniken (hammerons pulloffs) in allen variationen und in schneller geschwindkeit --> schwierig, gerade best. pulloffs in best. lagen. Arpeggien bin ich glücklicherweise relativ fit, sodass ich nun Malaguenas übe und tremolo mit 2 Finger spiele (index und middle auf e-saite)

Bald kommen dann Rasgueados, compas, apoyando, picado, falseta, alzapúa, tremolo, farruca, tarantas.
Wenn ich das dann beherrsche kann ich versuchen Tango, Rumba zu spielen,...also noch einiges ;D

Danke Capo53 für dein Blumen :) immer gern gesehen.

Grüße Hendrik

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mjchael
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Erstellt: von mjchael » 05.02.2012, 22:18

Achte bei deinen ganzen Phrasierungen aber darauf, dass du im Takt bleibst. Hör dir noch mal deine Spanische Romanze an, und achte mal darauf, wo du 4 statt 3 Noten gespielt hast. Das darf natürlich nicht passieren :D Bzw. das sind die Patzer, von denen ich meinte, dass sie dir aufgefallen sein sollten.

Was die unterschiedliche Dynamik und das geschickte Beschleunigen und Abbremsen angeht, das wird mit dem Begriff Agogik (Führung) bezeichnet, und ist eigentlich die Domaine des Dirigenten.

Wenn du Fingerstyle übst, und die Folk- bzw. Travis-Pattern, dann versuche diese echt einmal ganz stur und steif zu spielen. Bis zur Perfektion gleichmäßig. Und das dann noch mit verschiedenen Tempi. Wenn dir das gelingt, dann wird das Spielen auf einmal wieder viel lockerer, weil die Bewegungsmuster einfach sitzen, und du dann mit diesen Spielen kannst.

Also beim ersten Üben ruhig etwas genauer beim Zeitmaß bleiben.
Was den Flamenko angeht, so würde ich da auch gerne noch etwas lernen.
Aber man kann nicht alles haben.
Scheinst einen ziemlich guten Lehrer zu haben.

Schau bzw. Hör dir ruhig mal die Stücke aus dem Melodiepicking-Kurs auf den Wikibooks an, und picke dir da (buchstäblich) einfach mal ein oder zwei Stücke raus, die dich interessieren. Hab mir dabei viel Mühe gegeben. Und die meisten sind wirklich sehr einfach gesetzt, so dass man sie schnell drauf bekommt, und auch schnell auswendig hin bekommt.

Gruß Mjchael

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JeSter
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Erstellt: von JeSter » 06.02.2012, 00:03

Das ist mein Lehrer, hat nen großes Repetoire, von bass über E-Gitarre zur klassischen Gitarre. Wie gut er mit der Stromgitarre ist, kann ich nicht beurteilen, aber sein Allegro Frederico Moreno Torroba find ich schon klasse.

Da auf Sound Galerie gehen

Du hast recht, bei der spanischen Romanze hab ich teilweise nen Anschlag vorm bass zuviel gemacht. Bin gerade dabei den durteil zu lernen, es klappt mittlerweile schon ordentlich, bekomme zumindest alles mal hin ohne das es schrammt. Allerdings das ganze Lied fehlerfrei durchzuspielen....puuh,...ka wie das die ganzen Profis schaffen...

Agogik, danke, genau. Mein Lehrer meint, Musik besteht aus 3 Teilen. Der Technik, dem Audruck/Interpretation udn Agogik (wenn ich jetzt nichts verwechsel).

Du hast natürlich recht, bevor ich anfange solche Mittel in mein Spiel zu integrieren, sollte ich natürlich in der Lage sein auch sauber und gleichmäßig zu spielen wo es angebracht ist.
Deswegen spiel ich mein Repertoire auch immer mal wieder durch. Was ich oft übe ist Dust in the Wind, ein Stück welches ich auch nie ganz fehlerfrei durchspielen kann :-/

In manchen Büchern von hal Leonard stehen auch die bpm dran. So spiele ich manchmal zB. Freude Schöner Götterfunken und lass dabei son online metronom laufen auf 100bpm um gleichmäßig zu spielen.

Danke nochmal für dein Hinweiß auf die Wikibooks, werd da nochmal stöbern. Momentan ist nur so das ich soviel Material habe und gar keine Zeit finde alles abzuarbeiten. Habe momentan 6 versch. Hal leonard Hefte + das Übungsmaterial vom Lehrer + alte Sachen.
Hast du nen ganz speziellen Tip was ich mir genau angucken sollte?
Ansonsten werd ich mir dein Asturias mal vornehmen.

Der Tag ist einfach zu kurz, zumal muss ich zwischendurch pausieren um das gelernte "abzuspeichern."

Grüße Hendrik

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mjchael
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Erstellt: von mjchael » 06.02.2012, 12:00

8.An die Freude (mit Travis-Picking) einfach, weil du eh schon beides kannst.

12.Whiskey in the Jar

16.Die Moldau (Smetana)

18.Jamaica Farwell

19.Joshua Fit The Battle Of Jericho

Nicht alle, sondern reinhören, und bei Gefallen raussuchen.

ein Stück welches ich auch nie ganz fehlerfrei durchspielen kann :-/


NOCH NICHT ;)
Wird aber noch kommen!

Gruß Mjchael

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