Diskussionen zum [Wörkshop] Advanced Chords/Spelling/Colorto

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derDachs
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Diskussionen zum [Wörkshop] Advanced Chords/Spelling/Colorto

Erstellt: von derDachs » 13.03.2011, 13:27

Hier kann nach Herzenslust über den Workshop "Advanced Chords/Spelling/Colortones" diskutiert werden, um Verständnisfragen zu klären oder auch Kritik zu üben.
Ein einfaches "ich versteh das nicht, fänd ich schade!"

mfG derDachs

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mjchael
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Erstellt: von mjchael » 13.03.2011, 15:25

Das System ist mir soweit klar, und ich kann es auch nachvollziehen. Und wenn man es nachvollziehen kann, dann ist das eine klasse Übersicht.

Ich denke aber einige Leute können es ohne eine etwas eingehendere Erläuterungen nicht so ohne weiteres nachvollziehen.

Vielleicht sollte man einmal erklären, warum einige Intervalle wichtiger sind als andere.

Ich hätte vielleicht einen Ansatz, der da weiterhelfen könnte. Ich werde mal einen "hinführenden" Workshop schreiben, der einem deutlicher macht, warum die Aufstellung von dir so toll funktioniert.

Gruß Mjchael

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mjchael
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Erstellt: von mjchael » 14.03.2011, 14:01

Ein paar Anmerkungen:
Post 1
Fachwörter sollten eingeführt, übersetzt, und kurz erläutert werden.
Advanced Chord Creation / Spelling / Color tones / Quality Tones

Einige Fachwörter sollten dort, wo es sinnvoll ist, und dem Verständnis dient, eingedeutscht werden. Ebenfalls sollten deutsche Begriffe verwendet werden, wenn der englische Begriff kein Mehr an Informationen bietet.
Beispielsweise: jonischer Modus = Durtonleiter
Scale = Skala (vgl. "Ursprungsskale"
In vielen Fällen arbeite ich einfach mit Klammern.
Beispielsweise: jonischer Modus (entspricht der Dur-Tonleiter)

Einige Schritte sollte man einfach einmal durchführen, anstelle es nur anzureißen, denn die Zusammenhänge sind vielen Lesern einfach nicht klar. Viele meiner Kritikpunkte betreffen dem Stil und nicht den Inhalt. Also wie man etwas verständlicher ausdrücken könnte.

Du vergleichst die Tonarten nur mit der Dur-Tonleiter. Ist es nicht auch sinnvoll, einige Modi mit den Molltonarten zu vergleichen?
Um herauszufinden welche Color-Tones / Quality-Tones einen bestimmte Modalität ausmachen ist eine Gegenüberstellung mit der Ursprungsskala ( die Dur-Tonleiter bzw. der ionische Modus mit dem selben Grundton, oder auch die reine Moll-Tonleiter bzw. der äolische Modus mit dem selben Grundton) nötig.

Dur-Tonleiter hat nur reine oder große Intervalle.
(Bei Akkorden taucht die gr. Septime als j7 auf.)
C D E F G A H C
lydischer Modus: hat eine übermäßige Quarte (4#)
(Bei Akkorden taucht die überm. Quarte oft als deren Oktave 11# auf)
C D E F# G A H C
mixolydischer Modus: hat eine kleine Septime (7 bzw. b7)
C D E F G A Bb C

Die reine Molltonleiter hat eine kleine (Moll-)Terz (b3), eine keine Sexte (6b) und eine kleine Septime (7b)
C D Eb F G Ab Bb C
(bei Akkorden taucht die Mollterz 3b nur als "m" auf.
Die kl. Septime taucht nur als 7 auf, und nicht wie es richtiger wäre als 7b)

Im Gegensatz zum äolischen Modus (entspricht der reinen Moll-Tonleiter)
dorischer Modus: hat eine große Sexte (6)
C D Eb F G A Bb C
(Bei Akkorden taucht die gr. Sexte oft als deren Oktave 13 auf)

prygischer Modus: hat eine kleine Sekunde (2b)
C Db Eb F G Ab Bb C
(Bei Akkorden taucht die kl. Sekunde oft als deren Oktave 9b auf)

Der locrische Modus hat außer dem Grundton und der Quarte nur kleine bzw. verminderte Intervalle.


Die Töne welche Unterschiede aufweisen (Alliterationen = Vorzeichen bei den Intervallen) sind die Töne welche dem Modus seine Qualität geben.
  • Durterz (3, die bei Akkorden üblicherweise nicht auftaucht)
  • Mollterz (taucht bei Akkorden als "m" auf)
  • lydische Quarte (4# bzw. deren Oktave 11#)
  • mixolydische Septime ( 7 bei Dur-Akkorden. Von der bildet man keine Oktave)
  • dorische Sexte (6 bzw. deren Oktave 13 bei Mollakkorden)
  • phrygische Sekunde (2b bzw. deren Oktave 9b bei Moll-Akkorden)
  • locrische Quinte (5b beim halbverminderten Akkord. Bildet ebenfalls keine Oktave)


Die Listen mit den Modes befolgen eine Rangordnung, welche Farbe Priorität hat um zbs zu sagen "Ich habe eine j7 und keine b7 somit bin ich Ionisch oder im lydischen, aber nicht im mixolydisch Modus"


dies bedeutet nicht, dass man die Töne mit hoher Priorität um jeden Preis spielen muss. Je nach Stilistik kann man in einem Akkord auch mal eine 7 weglassen.


Spacing hat gegenüber dem Spelling Vorrang

Der Satz ist nicht ganz klar. Da ich noch nicht weiß, was du mit Spelling meinst, kann ich mit der Info nichts anfangen.

Spacing dagegen erklärst du hinterher sehr verständlich.
Frage: Was ist hier der Unterschied zwischen Spacing und Voicing?

Toncluster - benachbarte Töne sind eine kleine oder große Sekunde voneinander entfernt

Toncluster sind doch mindestens 3 Töne, im Sekundenabstand. Eine einfache Sekunde wird doch üblicherweise nicht als Cluster bezeichnet.

Die generellen Regeln hast du zu stakatohaft dargestellt.
Mann muss immer schon wissen, worum es in den Sätzen geht, damit man weiß, was da steht.
Nur dann brauch ich den Artikel eigentlich nicht.
Der Repetitorienstil ist vielleicht nicht so günstig.
Eine Ausformulierung ist zwar für dich als Autor etwas umständlicher, aber dem Leser wird es viel einfacher gemacht, die Informationen aufzunehmen.

Es ist einfach nur anstrengend, sich die Informationen herauszufiltern.

Der Vorgang für die Konstruktion des Akkordes ist nicht wirklich verständlich geschrieben

So, das war der erste Post. Mal sehen, ob mir die Sache bei den anderen Posts deutlicher wird.
Hebe ich mir aber noch ein wenig auf.
Gruß Mjchael

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Erstellt: von sabger » 14.03.2011, 18:16

schön das sich hier zwei gefunden haben die sich verstehen
ich bin zu doof um überhaupt zu begreifen was uns derdachs hier vermitteln möchte
wahrscheinlich mangels grundkenntnisse
weiss nicht ob ich der einzige autodidakt hier bin
aber ich bin einer :-)
und am besten verstehe ich wenn es an hand von beispielen erklärt wird
die ganzen tabellen sind für mich böhmische dörfer
nun ist es natürlich mein versäumnis nicht das grundwissen zu haben um das zu verstehen
was der dachs in mühevoller arbeit hier niederschreibt
sorry
möchte aber anmerken das ich es echt grossartig finde
wie grad ihr beiden versucht
uns euer wissen zu vermitteln
danke
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mjchael
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Erstellt: von mjchael » 15.03.2011, 12:48

@Sabgar

Mache einfach mal folgendes:
Schreibe dir mal die C-Dur-Tonleiter auf ein Rechenblatt. Halte dabei aber die Abstände ein.
C _ D _ E F _ G _ A _ H C sind die Töne mit denen man über den C-Dur-Akkord improvisiert.
D _ E F _ G _ A _ H C _ D sind die Töne mit denen man über den Dm-Akkord improvisiert.
E F _ G _ A _ H C _ D _ E sind die Töne mit denen man über den Em-Akkord improvisiert.

Wenn du die Tabelle fertig hast, dann trage mal oben in die Spalte über der C-Dur-Tonleiter die Intervalle ein.
1 _ 2 _ 3 4 _ 5 _ 6 _ j7 1
Für die Septime (7) nimmst du am besten die j7, die man auch bei Akkorden nimmt.

Bestimme nun die Intervalle der anderen Akkorde und trage die ein
1 2b 2 3b 3 4 _ 5 6b 6 7b j7 1
Bei der kleinen Septime 7 nimmst du lieber das eindeutige 7b was Verwechslungen vorbeugt.

zwischen der 4 und der 5 müssen zwei Werte eingetragen werden 4#/5b
1 2b 2 3b 3 4 4#/5b 5 6b 6 7b j7 1

Schneide dir mal alle Reihen aus, und sortiere diese Reihen mal so, dass möglichst zwischen den einzelnen Zeilen nur ein Unterschied besteht.

Beispiel:
zwischen der C-Reihe und D-Reihe
C _ D _ E F _ G _ A _ H C
D _ E F _ G _ A _ H C _ D
unterscheiden sich die Terzen und die Septimen.
also hast du hier zwei Unterschiede.

zwischen der F-Reihe und D-Reihe
F _ G _ A _ H C _ D _ E F
D _ E F _ G _ A _ H C _ D
unterscheiden sich die Terzen die Quarten und die Septimen.
also hast du hier drei Unterschiede.

Sortiere die mal so, dass zwischen den einzelnen Zeilen möglichst wenige Unterschiede bestehen.

Das was du dabei rausbekommst, ergibt für dich eine neue Tabelle.


Nun vergleiche mal die Unterschiede. Was sind Dur-Akkorde (3) was Moll-Akkorde (3b).
Welche Intervalle tauchen bei allen Dur-Akkorden auf, welche gar nicht.
Wie sieht das bei den Moll-Akkorden aus?

Welcher Intervall tauchen nur einmal bei den Dur-Akkorden auf (und bestimmt daher die Funktion)
Welche Intervalle taucht bei Moll-Akkorden nur einmal auf.

Intervalle die bei allen Akkorden vorkommen, sagen relativ wenig über eine Akkordfunktion aus. Daher sind sie für einen Modus recht uninteressant.

Intervalle, die nur bei einigen Akkorden vorkommen schränken die Möglichkeiten ein, und haben daher funktionale Bedeutung für einen Modus.

Intervalle, die nur einmal vorkommen haben eine starke Funktionale Bedeutung.

So bekommt man eine Priorität für einzelne Intervalle heraus. Diejenigen die selten vorkommen haben eine höhere Priorität, als diejenigen, die häufig auftauchen.

Allerdings gilt das nur für einen einzelnen Akkord bzw. einen einzelnen Modus.
Von daher mag die Aufstellung etwas kurzsichtig sein, denn man verwendet aber immer einige Akkorde im Zusammenspiel.

Ich habe gesagt, das die Quinte bei einem Akkord relativ wenig über dessen Funktion aussagt.
So sagt mir das H beim G-Dur-Akkord nichts darüber aus, ob G-Dur eine Subdominante, Tonika oder Dominante ist. Wenn jedoch noch ein C mit auftaucht, dann weiß ich, dass der Intervall H in der Tonart C-Dur ein Leitton ist, und das in der Tonart G-Dur der Grundton C vom C-Dur-Akkord ein Strebeton ist. Also muss man in dem Fall die Wertigkeit des Grundtons bei C-Dur und die Quinte beim G-Dur aufwerten, wenn die zwei zusammen vorkommen.

Bei der Tabelle von derDachs werden die Intervalle, die für einen Modus bzw. für eine Akkordfunktion besonders wichtig sind, an die erste Stelle gestellt, und die weniger wichtigen nach hinten.

Um einen bestimmten Modus hervorzuheben, sollte man also versuchen, ein paar von den vorderen Intervallen mit einzubauen. Plump gesagt, hört es sich überhaupt nicht modal an, wenn du von den Tönen einer modalen Tonleiter nur die aussuchst, die zur Pentatonik gehören. Die Leit- und Strebetöne sind diejenigen, welche die Würze der Skala ausmachen.

Natürlich geht derDachs noch ein wenig weiter, da er die modalen Skalen nicht nur in dem Kontext einer bestimmten Tonart verwendet, sondern er verwendet die Intervalle auch dafür, wenn man die entsprechende Skala in einem ungewohnteren Zusammenhang spielt.

Ich hoffe, dass ich bis hierhin derDachs richtig verstanden habe.

Einige Zusammenhänge sind mir in der Tabelle noch nicht klar, da ich die Tabelle noch nicht vollständig analysiert habe. Ich weiß zwar im groben, wie die Sortierung funktioniert (hoffe ich zumindest), kann sie aber im einzelnen noch nicht richtig nachvollziehen.

Ich habe den Nachteil, dass ich Sachen erst lernen kann, nachdem ich sie verstanden habe. Reines Auswendiglernen funktioniert bei mir nicht.
Da nehme ich mir lieber einen Zettel und Stift, und rechne mir die Sachen noch mal nach.
Daher brauche ich aber etwas länger.

Gruß Mjchael

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Erstellt: von mjchael » 16.03.2011, 02:02

:arrow: Kleines Beispiel
Habe ein Powertab erstellt

:arrow: Beispiel Nr.2
kleine Schönheitskorrektur bei der Abfolge. 4x3 sieht besser aus als 3x4.

Habe ein Tux-Guitar erstellt (bei dem kann man die Akkorde besser bezeichnen, denn das ist bei Powertab nicht so ganz einfach, denn das Programm kennt keine 4# oder 11#.)

Stimmt das Tab bei A-mixo?
Die 2 auf der 3 irritiert mich ein wenig.
Aber da sich für mich Etüde eh nicht besonders anhört (ist ja auch mehr nur eine Fingerübung) kann ich nicht entscheiden, ob es ein Tippfehler ist, oder so gehört. Also weiß ich nicht ob ich aus der 2 nicht lieber eine 0 machen sollte.

Gruß Mjchael

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Erstellt: von mjchael » 16.03.2011, 03:08

Von Hell nach Dunkel

  • C-Ionisch klingt dunkler als C-Lydisch
  • C-Mixolydisch klingt dunkler als C-Ionisch

Na, da kann man teilweise anderer Ansicht sein. Da das Lydische gut zu melancholischen Stimmungen passt, hört es sich zumindest für meine Ohren dunkler an, als der jonische Modus. Kann aber bei mir von Lied zu Lied wechseln.

Die Tonfolge habe ich mal vollständig durch alle Modi ausgeführt, und nicht nur bei zwei Modi belassen.

  • das Wandern der Halbtöne nach links erhöht also den Grad der Dunkelheit
  • somit stellt die Rechtswanderung eine Erhöhung der Helligkeit dar

Das ist sachlich falsch!

C D E F# G A B C C-lydisch
C D E F G A B C C-ionisch
C D E F G A Bb C C-mixolydisch
C D Eb F G A Bb C C-dorisch
C D Eb F G Ab Bb C C-äolisch
C Db Eb F G Ab Bb C C-phrygisch
C Db Eb F Gb Ab Bb C C-locrisch

Hier geht nichts nach rechts oder nach links.
Der Satz würde stimmen, wenn du hier mit dem Quintenzirkel arbeiten würdest.
Tust du aber nicht. Also habe ich mir erlaubt, den umzufromulieren, damit er sachlich richtig ist.
  • je mehr Töne von oben nach unten erniedrigt werden, desto dunkler hört sich der Modus an.
  • je mehr Töne von unten nach oben erhöht werden, desto heller hört sich der Modus an.


Mit rechts und links würde stimmen, wenn du es folgendermaßen dargestellt hättest:

Man betrachte
Der Grundton bleibt in allen Tonleitern das C. Die Töne der einzelnen Skalen werden nur nach dem Quintenzirkel sortiert.
Gb Db Ab Eb Bb F C G D A E B F# = Ausschnitt des Quintenzirkels
__ __ __ __ __ _ C G D A E B F# = C-lydisch
__ __ __ __ __ F C G D A E B _ = C-ionisch
__ __ __ __ Bb F C G D A E _ _ = C-mixolydisch
__ __ __ Eb Bb F C G D A _ _ _ = C-dorisch
__ __ Ab Eb Bb F C G D _ _ _ _ = C-äolisch
__ Db Ab Eb Bb F C G _ _ _ _ _ = C-phrygisch
Gb Db Ab Eb Bb F C _ _ _ _ _ _ = C-locrisch


Jetzt wandern die Erniedrigungen der Töne von rechts nach links bzw. die Erhöhungen von links nach rechts.

In dem Falle wäre ich zuerst bei einer Tonart geblieben
F G A B C D E = F-lydisch
C D E F G A B = C-ionisch
G A B C D E F = G-mixolydisch
D E F G A B C = D-dorisch
A B C D E F G = A-äolisch
E F G A B C D = E-phrygisch
B C D E F G A = B-locrisch

jetzt hätte ich das von hell nach dunkel erläutert.
dunkler werden
F-lydisch ==> C-ionisch ==> G-mixolydisch ==> D-dorisch ==> A-äolisch ==> E-phrygisch ==> B-locrisch
heller werden
F-lydisch <== C-ionisch <== G-mixolydisch <== D-dorisch <== A-äolisch <== E-phrygisch <== B-locrisch

Allerdings wäre jetzt rechts und links vertauscht. Dennoch entspricht diese Darstellung am ehesten dem, was man beim Leser als Vorwissen voraussetzen kann.

dann hätte ich die Intervalle eingeführt
F G A B C D E = 1 _2 _3 #4 _5 _6 j7 = F-lydisch
C D E F G A B = 1 _2 _3 _4 _5 _6 j7 = C-ionisch
G A B C D E F = 1 _2 _3 _4 _5 _6 b7 = G-mixolydisch
D E F G A B C = 1 _2 b3 _4 _5 _6 b7 = D-dorisch
A B C D E F G = 1 _2 b3 _4 _5 b6 b7 = A-äolisch
E F G A B C D = 1 b2 b3 _4 5 b6 b7 = E-phrygisch
B C D E F G A = 1 b2 b3 _4 b5 b6 b7 = B-locrisch
und alles erklärt, was es mit den Intervallen auf sich hat.

Danach hätte ich alles nach C umgerechnet, und einen Bezug zwischen den Intervallen und den Tönen der Kirchentonarten mit C als Grundton hergestellt.
C D_ E_ F# G_ A_ B_ C = 1 _2 _3 #4 _5 _6 j7 = F-lydisch
C D_ E_ F_ G_ A_ B_ C = 1 _2 _3 _4 _5 _6 j7 = C-ionisch
C D_ E_ F_ G_ A_ Bb C = 1 _2 _3 _4 _5 _6 b7 = G-mixolydisch
C D_ Eb F_ G_ A_ Bb C = 1 _2 b3 _4 _5 _6 b7 = D-dorisch
C D_ Eb F_ G_ Ab Bb C = 1 _2 b3 _4 _5 b6 b7 = A-äolisch
C Db Eb F_ G_ Ab Bb C = 1 b2 b3 _4 5 b6 b7 = E-phrygisch
C Db Eb F_ Gb Ab Bb C = 1 b2 b3 _4 b5 b6 b7 = B-locrisch

von unten nach oben verschwinden folgende Töne
Gb Db Ab Eb Bb F
von unten nach oben kommen folgende Töne hinzu
G D A E B F#
Man geht deshalb von unten nach oben, damit die Töne so wie im Quintenzirkel angeordnet werden.

und dann alle Töne nach den Quintenzirkel sortiert
Gb Db Ab Eb Bb F C G D A E B F# = Ausschnitt des Quintenzirkels
__ __ __ __ __ __ C G D A E B F# = C-lydisch
__ __ __ __ __ F C G D A E B _ = C-ionisch
__ __ __ __ Bb F C G D A E _ _ = C-mixolydisch
__ __ __ Eb Bb F C G D A _ _ _ = C-dorisch
__ __ Ab Eb Bb F C G D _ _ _ _ = C-äolisch
__ Db Ab Eb Bb F C G _ _ _ _ _ = C-phrygisch
Gb Db Ab Eb Bb F C _ _ _ _ _ _ = C-locrisch

Das ist zwar etwas aufwendiger, aber so hätte man Schritt für Schritt nachvollziehen können, was da eigentlich passiert.

===========================================

Das grundsätzliche Problem ist, dass man vorher schon wissen muss, auf was du mit deinem Artikel heraus willst, um überhaupt zu verstehen, was da steht. Aber wenn man das weiß, dann braucht man den Artikel eigentlich nicht mehr.

So ein Schreibstil, wie du ihn hier praktizierst, kann man als Repetitorium (Wiederholung von Wissensstoff) verwenden, aber den Stil sollte man nicht anwenden, wenn man das Wissen erst vermitteln möchte.

Wenn man erreichen möchte, dass ein Leser das Ganze versteht, und nachvollziehen kann, dann darf man nicht so viel Vorwissen voraussetzen, sondern man muss ihn da abholen, wo er steht.

Ich habe keine Musik studiert, verstehe aber ungefähr, was da steht. Aber nur, weil ich als interessierter Dilettant die Schritte, die ich oben erläutert habe, alle selbst einmal durchgeführt hatte. Sonst hätte ich rein gar nichts verstanden. Trotz dieses Vorwissens ist es einfach extrem mühselig, den Artikel zu analysieren.

Gruß Mjchael

derDachs
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Hi

Erstellt: von derDachs » 17.03.2011, 11:20

Danke erstmal für die vielen Anmerkungen.

Natürlich hat sich in Beispiel Nr2 ein Schreibfehler eingeschlichen, auch auf der 3 ist eine 0.
Hab dies aber berichtigt.


Die Bezeichnung, Ionisch Phrygisch usw. , hat nichts mit Englischer bezeichnung zu tun.
In der allgemeinen Musiklehre bennent man das Dur/Moll System welches aber aus den Modi: Ionisch Dorisch Phrygisch Lydisch Mixolydisch Aeolisch Lokrisch bestehen.
Die Benennung Dur/Moll System beruht auf der Tatsache, das man in der Klassik in den Anfängern der Musik, die Akkorde durch Terzschichtung erschuf. Dabei kamen 3 Durakkorde und 3 Mollakkorde und ein verminderter Akkord heraus, welcher sich aber als 5.Stufe ohne Grundton verstehen lässt.
Es wäre falsch nun einfach den Ionischen-Modus, die Mutterskala, als Durtonleiter zu bezeichnen.
Da es schon allein in diesem System 3 Durtonleitern gibt und wir auch das Rad nicht jedesmal neu erfinden wollen.
Vor allen dingen ist es mit Vorsicht zu betrachten, den Leuten jedesmal wider vorzukauen, ob nun durch Klammern oder anders, was Ionischer Modus bedeutet.
Das ist auch schon sehrgut in deinen Grundlagenkursen vermittelt worden.


Du vergleichst die Tonarten nur mit der Dur-Tonleiter. Ist es nicht auch sinnvoll, einige Modi mit den Molltonarten zu vergleichen?


Da man sich irgendwann entschieden hat, die Ionische Skale als Mutterskla zu bezeichnen, macht dies keinen Sinn und würde nur für Verwirrung sorgen.
Es wird immmer mit der Mutterskale verglichen.

Dies würde sonst zu ähnlicher Verwirrung führen wie deutsch "H" und englisch "B"
Dann müsste man ja schonwieder frage mit welcher skale wurde den verglichen, wenn man einen zu spielenden Modus bennennt. Auch ist dieser Vorgang im Notensystem begründet.

Natürlich ist es nachher gängige Praxis den kürzesten weg anzugegeben, somit würde man eher sage Aeolisch §7 als Ionisch b3 b6 7.
Für die Qualitätenreihenfolge ist aber die Mutterscale wichtiger.



Hier geht nichts nach rechts oder nach links.
Der Satz würde stimmen, wenn du hier mit dem Quintenzirkel arbeiten würdest.
Tust du aber nicht. Also habe ich mir erlaubt, den umzufromulieren, damit er sachlich richtig ist.


Das ist falsch, die Vorzeichen in geschriebener Notation wandern von rechts nach links und nicht von oben nach unten. Wir betrachten hier ja Skalen und vergleichen sie miteinander.
Somit ist Visuel Rechts/Links korrekt.

Spacing bedeutet übrigens wie weit die einzelnen Töne eines Voicing voneinander entfernt sind. (Terz,Quarte, Sekunde) meinetwegen auch Quinte.
Spelling - bedeutet es eben einem Akkord ´mit weiteren Tönen einzufärben.
Voicing ist ein gern verwendeter Begriff der nix anderes bedeutet als die verteilung der einzelnen Stimmen durch Spacing und in welcher Stimme ein bestimmter Ton sich befindet.

Spacing hat dem Spelling gegebüber Vorrang im Bezug auf die Prioritätentabelle, da es keine Sinn macht wenn ich auf die Prioritäten poche, aber es auf Grund des Spacing nicht klingt.

Auch Toncluster ist ein allgemeiner Begriff für gebündelte Sekunden.

Keine meiner Ausführungen habe ich mir selbst erdacht, sie entspringen der Kompositionslehre, worauf dieser Artikel ja auch abzielt.

Zu diesem Thema wirst du sonst im Netz auch schwer etwas finden, da man hierfür einem guten Kompositionlehrer schon einiges hinlegen muss und auch die allgemeine Musiklehre verstanden haben sollte.
Wo ist die Konstruktion des Akkordes unverständlich?
Man darf dies alles nicht nur lesen, man muss versuchen es Nachzuvollziehen nur so kann man verstehen, daß jede vereinfachte schreibweise, wieder zu Lücken führen würde.
Es sind Regeln zur akkorderstellung angegeben, die so der gängigen Praxis und der überzeugung von Komponisten und Musikern entsprechen.
Auch gibt es hier keine Regel die man noch hinzufügen kann um daß man einen Mehrwert erlangt.
Es ist die kleinstmögliche Information an Regeln um das gesamte Spektrum zu erfassen.

Für den reinen Nachspieler von Songs wird das alles natürlich nichts bringen
, da man im allgemeinen jeden Song mit drei Akkorden begleiten kann.
Nur ist dies alles meist sehr entfernt vom Klang der ursprünglich Komposition.

mfG derDachs

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sabger
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Erstellt: von sabger » 17.03.2011, 12:19

hi ihr beiden
ich habs aufgegeben
das ist eine andere liga
viel spass noch
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mjchael
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Re: Hi

Erstellt: von mjchael » 18.03.2011, 21:31

Es wäre falsch nun einfach den Ionischen-Modus, die Mutterskala, als Durtonleiter zu bezeichnen.

Von deinem Ansatz her schon. Wäre es aber nicht günstig für den Lernenden, an dem anzuknüpfen, was er schon weiß? Der Vergleich des ionischen Modus mit der Dur-Tonleiter und dem äolischen Modus mit der Molltonleiter ist ja schließlich nicht aus der Luft gegriffen. Das Tonmaterial ist schließlich das selbe, und von daher könnte man vergleichend aufbauen.

Spacing bedeutet übrigens wie weit die einzelnen Töne eines Voicing voneinander entfernt sind. (Terz,Quarte, Sekunde) meinetwegen auch Quinte.
Spelling - bedeutet es eben einem Akkord ´mit weiteren Tönen einzufärben.
...

Es wäre schön, wenn du diese Aufstellung noch in deinen Beitrag einfügen würdest.
Das macht es den Lesern einfacher.


Keine meiner Ausführungen habe ich mir selbst erdacht, sie entspringen der Kompositionslehre, worauf dieser Artikel ja auch abzielt.

Zu diesem Thema wirst du sonst im Netz auch schwer etwas finden, da man hierfür einem guten Kompositionlehrer schon einiges hinlegen muss und auch die allgemeine Musiklehre verstanden haben sollte.
...

Da viele der Leser nicht über dein Vorwissen verfügen, und auch die Musiklehre nur auf einem einfachen Niveau beherrschen, ist es meiner Ansicht nach sinnvoll, ihnen da kleine Hilfestellungen zu geben. Leider hatte kaum einer von unseren Lesen den Vorzug, einen guten Kompsitionslehrer zu haben.

Du siehst ja selbst, an welchen Stellen sich Missverständnisse aufbauen, weil eben doch die Kluft von dem, was zu vermittelst, und das was die Leser wissen, zu groß ist.
Man erkennt einfach nicht so leicht wo die Anknüpfungspunkte sind, und wird schnell mal von seinem eigenen Vorverständnis aufs Kreuz gelegt.

* das Wandern der Halbtöne nach links erhöht also den Grad der Dunkelheit
* somit stellt die Rechtswanderung eine Erhöhung der Helligkeit dar

Ok, dass habe ich jetzt auch verstanden. Hier hatte mir eine Visualisierung gefehlt.

C D_ E_ F# G_ A_ B_ C = C-lydisch
C D_ E_ F_ G_ A_ B_ C = C-ionisch
C D_ E_ F_ G_ A_ Bb C = C-mixolydisch
C D_ Eb F_ G_ A_ Bb C = C-dorisch
C D_ Eb F_ G_ Ab Bb C = C-äolisch
C Db Eb F_ G_ Ab Bb C = C-phrygisch
C Db Eb F_ Gb Ab Bb C = C-locrisch

Es ist die kleinstmögliche Information an Regeln um das gesamte Spektrum zu erfassen.

Genau darin liegt das Problem für den Leser. Als Repetitorium (Zusammenfassung) ist die Tabelle ideal. Nur vorher muss man halt schon wissen, wie es zu der Tabelle kommt.

Der Weg rückwärts, vom komprimierten Wissen zur praktischen Anwendung ist halt schwer, wenn man nicht vorher schon einige Vorlesungen genossen hat.

Gruß Mjchael

derDachs
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Hi

Erstellt: von derDachs » 19.03.2011, 12:09

Mit kleinstmögliche Information, meine ich nicht die Tabelle, sondern wie man die Akkorde baut.
Die Anweisung ist in akkurate Aussagen gegliedert, die keiner weiteren Information bedürfen wenn man sie so wie beschrieben ausführt.
Der Workshop betrifft auch den Akkordbau bzw die Kreativität.
Es sollte nicht vermittelt werden, warum diese Tabelle so ist wie sie ist, weil es festehendes Material ist um im jeweiligen Modus Klänge zu erzeugen.

die Erläuterung "Spacing/Spelling" füge ich ein...


mfG derDachs

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