Saitenlage Gitarre

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galdo
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Saitenlage Gitarre

Erstellt: von galdo » 26.02.2011, 11:22

Hallo zusammen,

ich hatte ja schonmal das mit den Furschen in den Fingern erwähnt - um Klarheit zu bekommen, hab ich nun die Saitenlage mal ausgemessen und möchte nun von euch in Erfahrung bringen, ob das normal ist, oder ob ich mal zum Techniker muss:

Abstand Saiten zum Griffbrett:

- am Körper 5mm
- am Steg 2mm

zu den Bundstäbchen sind etwas mehr als 1mm abzuziehen.

Betrachtet man nun die Saiten von der tiefen E zur hohen e, stellt man fest, dass der Abstand zum Griffbrett einigermaßen gleichbleibend ist - allerdings (was auch Sinn macht) die hohen 3 Saiten natürlich von oben betrachtet nicht so weit raußstehen.

Ist der Abstand Griffbrett - Saite normal und auch die Verschiebung zwischen "vorne" und "hinten"? Was sagt ihr dazu?

Sollte meine Klampfe besser zur Technik, oder ist das alles normal und im grünen Bereich? Sind meine "zerstörten" Finger eher auf meine Spieltechnik zurückzuführen?

Danke
Galdo

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phunky
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Erstellt: von phunky » 26.02.2011, 11:38

Kommt mir für eine E-Gitarre einen Tick zu hoch vor. Kommt aber natürlich auch auf die Bundstäbchen an. Bei Jumbo-Größen hast Du natürlich zum Griffbrett mehr Luft. Entscheidend ist aber auch eher der Abstand zu den Bundstäbchen.

Man sollte die Saiten ja auch nicht bis zum Griffbrett durchdrücken, auch wenn der Anfänger das gerne macht ;) Es ist vollkommen ausreichend wenn man die Saiten so weit drückt, dass sie auf dem Bundstäbchen aufliegen und nicht schnarren. Alles was man dann weiter drückt ist in verschiedener Hinsicht nicht so gut. Die Intonation verschlechtert sich, die Bundstäbe leiden und die Finger wenden mehr Kraft an als nötig.

Gast

Erstellt: von Gast » 26.02.2011, 12:05

Am Sattel ? 2 mm ist etwas heftig. Kleiner 1mm wäre besser.
Generell muß man da schon die Libelingssaiten drauf haben, erst dann die Saitenlage einstellen.
5mm ist gut, bei manchen ist es 4.
Ideal ist ein Griffbrett, welches bei den höheren Saiten niedriger ist und bei den Bassaiten höher.
Bei guten Gitarren ist das Griffbrett "bassaitig" zwischen dem 4.- 12. Bund etwas tiefer, geht dann zum 12. etwas höher wieder auf 4-5 mm. Sinn: Die Schwingungsbäuche der Saiten sind dort größer. Vorteil: Niedrigere Gesamtsaitelage von 0,5- 3mm möglich.
Winni

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galdo
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Erstellt: von galdo » 26.02.2011, 12:39

Danke für eure Kommentare - noch ne Frage, die nicht so 100% hierher passt :)

Wann sollte man denn eurer Meinung nach Saiten wechseln? Woran stellt man das denn fest - warten bis eine reißt ist wohl eher nur suboptimal!

Danke nochmals
Galdo

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Ytse Jam
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Erstellt: von Ytse Jam » 26.02.2011, 12:44

Es gibt Gitarrsiten die lassen mit Absicht ihre Saiten verdrecken um diesen dumpfigen Ton zu bekommen.
Es gibt auch welche die wechseln direkt nach jedem Gig die Saiten...
Es gibt widerum auch welche die wechseln dann wenn sich der Grind unter der Saite sich sammelt.
Und dann noch welche die mit einem Rhytmus (zb alle 2-3monate) wechseln.

Alles abhängig von einem selbst wann man sie wechselt =)

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phunky
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Erstellt: von phunky » 26.02.2011, 13:29

Ganz genau. Wechsel die Saiten wenn Du meinst es ist nötig. Ich wechsel eher öfter mal, weil ich diesen brillanten Klang frischer Saiten sehr mag. Aber so lange Du mit Klang und Bespielbarkeit einverstanden bist, lass sie drauf. Wenn nicht, mach frischen Draht drauf.

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galdo
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Erstellt: von galdo » 26.02.2011, 21:54

Ich hab noch die original Saiten drauf - ich werd das denk ich mal demnächst in Angriff nehmen.

Danke für eure Hilfe
Galdo

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Volare
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Erstellt: von Volare » 27.02.2011, 07:40

Immer noch die Originalseiten? Und du spielst schon seit 2 Monaten? Das tut mir ja in der Seele weh :( Du musst dringend die Saiten wechseln. Wenn du die neuen hast, vergleiche die mal mit den alten. Die sind bestimmt schon total verrostet und verdreckt, mit Hautpartikeln und Schweiß. Ich muss normalerweise meine Saiten nach 3-4 Wochen wechseln, bei 2 Stunden täglichem Üben.

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Ytse Jam
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Erstellt: von Ytse Jam » 27.02.2011, 08:39

Volare hat geschrieben:Immer noch die Originalseiten? Und du spielst schon seit 2 Monaten? Das tut mir ja in der Seele weh :( Du musst dringend die Saiten wechseln. Wenn du die neuen hast, vergleiche die mal mit den alten. Die sind bestimmt schon total verrostet und verdreckt, mit Hautpartikeln und Schweiß. Ich muss normalerweise meine Saiten nach 3-4 Wochen wechseln, bei 2 Stunden täglichem Üben.


Das liegt höchstwahrscheinlich daran das du immer "feuchte" Hände hast^^
Ich hab sehr trockene Hände und die Saiten von meinen E-Gitarren sind schon gut 3 Monate drauf wenn nicht sogar länger (keine Elixier Saiten außer bei meiner Western Gitarre =) ). Und ich übe/spiele auch jeden Tag sehr lang.
Ich kenn genug Menschen die schwören auf verdreckte Saiten, kann ich zwar auch nicht ganz verstehen aber ist halt so.

Gruß Ytse Jam

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Erstellt: von felixsch » 27.02.2011, 11:15

Ytse Jam hat geschrieben:Ich kenn genug Menschen die schwören auf verdreckte Saiten, kann ich zwar auch nicht ganz verstehen aber ist halt so.

:shock:

Ich spiel meine Saiten, die z.Z. drauf sind jetzt schon 3 Wochen, aber auch nur weil ich pleite bin^^ Ich hab auch eigentlich immer recht feuchte Hände und wechsel eingentlich jede Woche..

Dinge, an denen du erkennst, dass du Saitenwechseln solltest:

1. Die Saiten überdem Griffbrett werden im vergleich mit denen hinterm Sattel rostig.
2. Wenn du mit dem Fingernagel unter der Saite durchfährst, hast du schmutz dran.
3. Die Saiten klingen dumpf.
4. Eine oder mehrere Saiten reißen ^^

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galdo
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Erstellt: von galdo » 27.02.2011, 13:11

Volare hat geschrieben:Immer noch die Originalseiten? Und du spielst schon seit 2 Monaten? Das tut mir ja in der Seele weh :( Du musst dringend die Saiten wechseln. Wenn du die neuen hast, vergleiche die mal mit den alten. Die sind bestimmt schon total verrostet und verdreckt, mit Hautpartikeln und Schweiß. Ich muss normalerweise meine Saiten nach 3-4 Wochen wechseln, bei 2 Stunden täglichem Üben.


Naja - ganz so schlimm ists bei mir normalerweise nicht was schwitzige Finger angeht. Aber du hast natürlich recht - nach zwei Monaten kann man den alten Schrott schon mal entsorgen.

Spielzeit so bisher grob berechnet etwa 90 bis 100h...

Galdo

Macbeth
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Erstellt: von Macbeth » 01.03.2011, 08:55

Liebe Gitarrenfreunde und -freundinnen,

klinke mich mal frech in den Fred ein und stelle eine Frage zum Thema Saitenlage:

Bin ja noch totaler Anfänger (wenn auch vielleicht nicht mehr ganz blutig...) und versuche mich hie und da am F, sowohl dem kleinen, wie auch dem großen. Es ist aber so, dass ich es (noch?) kaum schaffe, beim kleinen F die H- und e-Saite vernünftig abzudrücken. Beim großen F ist es ähnlich... Liegt das an mir oder an der Saitenlage meiner Gitte? Spiele ich das "F" im dritten Bund, geht es viel besser. Manchmal nehme ich einfach meinen Kapo, um mir das spielen zu erleichtern. Setze ich den ein, klappt es auch mit dem F wesentlich besser. Ist es normal, dass das Barré im ersten Bund so schwierig ist oder kann es sein, dass die Saitenlage zu hoch ist? War am Wochenende mal in einem großen Musikladen in Fellbach und habe (u.a.) auch damnach gefragt. Dort wurde mir gesagt, die Saitenlage sei in Ordnung (er war ganz begeistert...).

Vielen Dank!

Oliver )()(

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Erstellt: von felixsch » 01.03.2011, 11:50

Ich glaub, es liegt an dir, wenn der im Laden sagt, die Saitenlage sei in Ordnung ;) Barree ist am Anfang immer sehr schwer, das muss man halt einfach üben. ;)

avun

Erstellt: von avun » 01.03.2011, 11:56

Ob die Saitenlage nicht stimmt kannst du ja auch ermitteln wenn du die Saiten leer und einzelnd anspielst! Wenn es schnarrt müsste man die Saitenlage korigieren.

Barré-Akkorde sind aber auch in den ersten Bünden besonders schwer, dort braucht man mehr Kraft und eine bessere Technik als z.B. im 5ten Bund.

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Belial
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Erstellt: von Belial » 01.03.2011, 14:09

Kleiner Tipp zur Saitenlage:

Wenn man eine Saite im 1. & letzten Bund gleichzeitig drückt, sollte der Abstand am 12. Bund zwischen Saite & Bundstäbchen 1/2 - 1 mm betragen. Darunter bzw. darüber liegen die Saiten niedrig bzw. zu hoch.
--- A dream unchased is a life at waste. Never let them conquer your pride. ---

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Erstellt: von felixsch » 01.03.2011, 14:21

Belial hat geschrieben:Kleiner Tipp zur Saitenlage:

Wenn man eine Saite im 1. & letzten Bund gleichzeitig drückt, sollte der Abstand am 12. Bund zwischen Saite & Bundstäbchen 1/2 - 1 mm betragen. Darunter bzw. darüber liegen die Saiten niedrig bzw. zu hoch.


Hier ein kleiner Videotipp

Macbeth
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Erstellt: von Macbeth » 01.03.2011, 15:24

Danke für die Infos!
Ich glaube ja auch, dass es an mir liegt....
Ist eigentlich nachvollziehbar, dass man in den oberen Bünden mehr Kraft braucht als weiter unten. Manchmal klingt das F sogar halbwegs.
Werde heute abend mal versuchen - wie angesprochen - die Saitenlage zu messen und anschließend wieder berichten.
Grüßle, Oliver

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korgli
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Erstellt: von korgli » 01.03.2011, 16:03

Salü

Guck mal hier.

http://www.guitar-tv.de/index.php?id=196

Ich hab ja kein Problem. Aber nachdem ich es mal bei einer klampfe machte, war ich echt überrascht. Geht einfach.
Wenn du zuviel gefeilt hast. Einfach mit Sekundenkkleber auffüllen und halt nochmal ran.
Sei einfach VORSICHTIG.

fredy

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Erstellt: von Macbeth » 01.03.2011, 19:50

So, hab' mir jezt mal so eine Lehre gebastelt wie der Herr aus dem Film und getestet. Das Ergebnis:

1. Bund: Abstand tiefe E-Saite > einfache Seite der Lehre, aber < doppelte Seite
2. Bund: Abstand tiefe E-Saite > doppelte Seite

Beim Abdrücken der Saiten am 1. Bund (Kapo) und letzten Bund:

8. Bund: Abstand tiefe E-Saite < doppelte Seite der Lehre
12. Bund: Abstand wenig > einfache Seite der Lehre, geringer als am 8. Bund

Aus meiner Sicht sieht es so aus, als sei die Saitenlage in den oberen Bünden nicht ganz optimal, im Übrigen aber in Ordnung. In Zahlen kann ich meine Messungen natürlich nicht ausdrücken, weil ich die Lehre selbst nicht vermessen kann.

Wie seht Ihr das?

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