Zupfmuster lesen

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G-Dur
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Zupfmuster lesen

Erstellt: von G-Dur » 08.02.2011, 21:17

Hallo,

steh gerade total auf dem Schlauch, hab mir bei wikibooks die Zupfmuster angeschaut.

Aber irgendwie bin ich zu blöd sie zu verstehen, :( :cry:
was bedeuten die Zahlen z.B. in diesem Muster?

http://de.wikibooks.org/wiki/Gitarre:_Z ... chtel-Takt

Danke schon mal für eure Hilfe.
LG G-Dur

Gast

Erstellt: von Gast » 08.02.2011, 21:20

hi,

wenn ihc mich nicht irre, stehen die zahlen einfach nur dafür, welche saite du in welchem bund abdrücken sollst.

lg guppy

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mjchael
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Erstellt: von mjchael » 09.02.2011, 00:34

Stimmt genau.

Greife einfach mal die Akkorde, und mache das Zupfmuster, das davor steht.

Dann schau dir mal an, in welchem Bund die einzelnen Finger sind. Du wirst sehen, die Bünde, in denen die Finger sind, stimmen genau mit den Ziffern überein.

Ich mache aber nochmal einen Artikel darüber.

Gruß Mjchael

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kiron
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Zupfmuster lesen

Erstellt: von kiron » 09.02.2011, 07:58

Hallo!

Ich möchte da mal einhacken.
Wenn ich jetzt das Beispiel aus den Link hernehme und den C-Dur Akkord
greife dann greife ich normalerweise ja auch mit den Ringfinger im zweiten
Bund auf der D-Seite also den Ton e. Hier währe es ja jetzt so das ich
diesen Bund garnicht greife oder wenn ich den normalen C-Dur Akkord greife
dann hat hat der Mittelfinger im zweiten Bund gar keine Auswirkung sondern wird
nur gesetzt da einfach der normale C-Dur Akkord gegriffen wird.

Denn wo die 1 und die 3 steht werden ja auch beim C-Dur Akkord die Saiten
gegriffen das ist ja richtig so. Ist es normal das beim Zupfen die Akkorde
normal gegriffen werden aber einzelne Finger eigentlich gar nicht gebraucht werden würden.

Sehe ich das so richtig.
Danke schon im voraus für jede Hilfe.

gruss
Kiron

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phunky
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Erstellt: von phunky » 09.02.2011, 08:02

Moin,

das kommt schon vor. Ein Akkord besteht ja (in der Regel) aus drei Tönen. Deine GItarre hat aber sechs Saiten. "Brauchen" tust Du die also nicht unbedingt alle. Natürlich kann es auch sein, dass alle gegriffenen Saiten gezupft werden, muss aber nicht, das hängt allein von Lied und Zupfmuster ab.

Man gibt in der Regel aber den vollständigen Akkord an, denn den kann man ja eh (oder sollte ihn lernen ;)) und wenn da nur zwei Saiten im Tab stehen würden, müsstest Du beim Greifen erstmal selbst drauf kommen "Ah, das ist ja ein C-Dur ohne Ringfinger", steht da C-Dur im Tab weißt Du's gleich.

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mjchael
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Erstellt: von mjchael » 09.02.2011, 08:36

Absolut richtig erklärt ()/

Man muss (wenn wir beim Beispiel des C-Dur-Akkord bleiben) den Ton E (D-Saite 2. Bund) nicht unbedingt greifen. Bei sehr anspruchsvollen Zupfmustern und Solospiel kann das jedoch mal von Vorteil sein.

Allerdings schadet es normalerweise nicht, wenn man den Finger trotzdem aufsetzt, obwohl man diesen eigentlich nicht für das Zupfmuster braucht. Es ist mitunter einfacher, den ganzen C-Dur-Akkord zu greifen, als in jedem Fall nachzuprüfen, ob man auf einen Finger verzichten kann.

Die Akkordwechsel sollten einem zu der Zeit, wo man Zupfmuster übt schon so in Fleisch und Blut übergegangen sein, dass sie nahezu automatisch ablaufen. Und da ist es halt einfacher, den Finger einfach mitzugreifen. Und sollte man sich aus Versehen mal Verzupft haben, so stimmt der falsche Ton dann zumindest von der Harmonie her, so dass der Fehler nicht gleich auffällt.

Nicht zuletzt muss man die Lieder, die man begleitet ja nicht um jeden Preis zupfen, sondern man kann sie auch mit einem Schlagmuster begleiten. Und da braucht man dann den Finger wieder.

In der Übungsserie kommen noch Zupfmuster vor, bei denen man fast alle Saiten zupft (,dann wenn man noch einen Wechselbass macht). Und die Akkordfolge bleibt zumindest für die Übungen immer gleich, so dass es in diesem Falle immer ein Vorteil ist, alle Finger eines Akkordes aufzusetzen.

Dir werden aber im Gitarrenalltag noch Zupfmuster und Akkordfolgen begegnen, wo es günstiger sein wird, eben nicht alle Finger aufzusetzen. Das wird dir aber bei diesen Zupfmuster von alleine deutlich werden. (vgl. C/H ein paar Lektionen weiter, wo laut Harmonielehre der Ton E (D-Saite 2. Bund) mit zu dem Akkord passen würde.)

Die Übung ist eine kleine Vorübung für das Tabulatur-Lesen.

Gruß Mjchael

G-Dur
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Erstellt: von G-Dur » 09.02.2011, 11:04

Danke noch mal für die schnelle Hilfe. Hätt ich auch selber drauf kommen können, aber manchmal hat ma halt a Brett vorm Kopf gelle. :D
LG G-Dur

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AlBundy
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Erstellt: von AlBundy » 09.02.2011, 11:27

Es ist als Anfänger aber auch kein Wunder, wenn man hier mal die Zahlen die in manchen Lehrbüchern für die Finger gelten und dann wieder im selben Buch für Bünde gelten durcheinanderwirft.....

Ein bisschen Erfahrung fehlt halt! :lol:

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mjchael
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Erstellt: von mjchael » 10.02.2011, 13:02

Ich habe die Tabulaturen für die einzelnen Zupfmuster noch einmal neu gezeichnet.

Bild

Bild
Darüber hinaus habe ich eine kleine Einführung in das Lesen und Interpretieren der Tabulatur gegeben.

Lese es dir einmal durch, und sage mir, ob du mit der Erklärung klar kommst, oder ob ich da noch was verbessern sollte.

http://de.wikibooks.org/wiki/Gitarre:_Einf%C3%BChrung_ins_Zupfen#Lesen_der_Gitarren-Tabulatur

Gruß Mjchael
Zuletzt geändert von mjchael am 12.02.2011, 19:46, insgesamt 1-mal geändert.

G-Dur
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Erstellt: von G-Dur » 10.02.2011, 19:46

:D =(=))= ))-))

Deine Erklärung ist genial, Mjchael. So versteht man auf Anhieb wie´s gemeint ist.

()(/( Danke für deine Mühe.
LG G-Dur

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kiron
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Zupfmuster lesen

Erstellt: von kiron » 12.02.2011, 17:59

Vielen Dank Michael, auch ich habe es jetzt verstanden.
Danke für deine Mühe. =(=))=

gruss
Kiron

Beb!
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Erstellt: von Beb! » 06.07.2011, 17:38

hallo leute!
habe da mal eine frage kann mir jmand das erklären verstehe das einfach nich!
bin noch am anfang und über google versteh ich das auch nich.
bdanke mich aber schon mal im voraus für die hilfe =)

lg Beb!

Chords:
E A D G B E
-----------
Ab 4 6 6 5 4 4
Fm 1 3 3 1 1 1
C - 3 2 0 1 0
F/G 3 – 3 2 1 –
F 1 3 3 2 1 1
G 3 2 0 0 3 3
Am - 0 2 2 1 0
D/F# 2 – 0 2 3 2
G/F 1 – 0 0 3 3
Em 0 2 2 0 0 0
Dm - - 0 2 3 1
Eb - 6 8 8 8 6
Dm - 5 7 7 6 5
Fsus4 1 3 3 3 1 1
Bb 6 8 8 7 6 6

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Roddy
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Erstellt: von Roddy » 06.07.2011, 19:17

Eine Alte Dame Ging Bananen Essen
Das ist der Merkspruch für die Saiten.


Und nun ein Beispiel für den Akkord C:
Da steht in Deiner Liste C - 3 2 0 1 0

(hohe Saiten)
E |0 Saite leer (also kein Finger rauf)
B |1 Zeigefinger im ersten Bund
G |0 Saite leer
D |2 Mittelfinger im zweiten Bund
A |3 Ringfinger im dritten Bund
E |X Saite wird nicht mitgespielt
(tiefe Saiten)

Fange mal hier an zu lesen, das wird Dir gut tun.

http://de.wikibooks.org/wiki/Gitarre:_Bevor_wir_beginnen

Da kannst Du eine Menge lernen.

Viel Spaß dabei !

Und wenn Du wieder Fragen hast, einfach fragen!

Beb!
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Erstellt: von Beb! » 06.07.2011, 19:49

Es ist ja nun nich so dass ich gar nich spielen kann wenn ich zb. auf ultimate guitar gehe dann die akkorde lese dann kann ich auch danach spielen nur das lesen solcher zahlen ist einfach nur nich mein ding denke ich. milow und songs wo ich nicht zupfen muss sind ja ganz ok . nur alles andere kann ich nich ich meine mir fällt es einfacher klaviernoten zu lesen als zupfmuster aber ich denke mit ein wenig übung bekomme ich auch das hin.

bedanke mich aba für die nette hilfe =)

Lg Beb!

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Volare
findet den Ausgang nicht
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Erstellt: von Volare » 06.07.2011, 22:03

Die Zahlen die dort stehen, Beb, sind keine Zupfmuster sondern geben die Bünde an in denen die Akkorde gespielt werden. So etwas wie x 2 4 4 4 2 (als Beispiel wäre das B) sind die Kurzschreibweise für Akkorde. Alternativ hätte man den Akkord auch so schreiben können:

Code: Alles auswählen

E| x
A| 2
D| 4
G| 4
B| 4
E| 2

Aber wenn man so viele Akkorde auflistet macht es natürlich viel mehr Sinn die in der Kurzschreibweise zu schreiben. Mit Zupfmustern hat das nichts zu tun.

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mjchael
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Erstellt: von mjchael » 06.07.2011, 22:05

Wenn du besser Gitarre nach Noten spielen kannst (wenn du möglicherweise vorher einen klassisch ausgerichteten Gitarrenunterricht hattest), dann versuche doch Guitar-Pro oder Powertab-Dateien zu bekommen. Die liefern dir neben der Tabulatur auch die Noten.

Aber alles (Notenlesen wie Tabulaturlesen) ist echt nur reine Übungssache.
Gruß Mjchael

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lilan
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Erstellt: von lilan » 19.09.2011, 20:03

mjchael hat geschrieben:Ich habe die Tabulaturen für die einzelnen Zupfmuster noch einmal neu gezeichnet.

Bild

Bild
Darüber hinaus habe ich eine kleine Einführung in das Lesen und Interpretieren der Tabulatur gegeben.

Lese es dir einmal durch, und sage mir, ob du mit der Erklärung klar kommst, oder ob ich da noch was verbessern sollte.

http://de.wikibooks.org/wiki/Gitarre:_Einf%C3%BChrung_ins_Zupfen#Lesen_der_Gitarren-Tabulatur

Gruß Mjchael


Ich habe es gelesen und es ist wirklich sehr gut erklärt und sehr anschaulich,aber etwas habe ich immer noch nicht kapiert:
Also der Akkord ,der über der Tabulatur steht, steht der jetzt nur für die Töne eines Taktes des Zupfmusters,die zusammengefasst wurden? Ich muss den akkord nicht greifen? Was die Finger greifen,steht ja als Ziffern in der TAbulatur?
Hab ich das jetzt richtig verstanden? :?

Vielen tausend DAnk auch :D lilan

Und was ist melodie-picking?
Get over your hill and see,what you find there,with grace in your heart and flowers in your hair.
"After the Storm"by Mumford and Sons

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mjchael
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Erstellt: von mjchael » 19.09.2011, 20:30

lilan hat geschrieben:...Also der Akkord ,der über der Tabulatur steht, steht der jetzt nur für die Töne eines Taktes des Zupfmusters,die zusammengefasst wurden?

Du scheinst hier das richtige zu meinen.
Der Akkord über der Tabulatur steht für einen gegriffenen Akkord.
Das Zupfmuster besteht in der Regel nur aus den Akkordtönen des gegriffenen Akkordes.
In der Regel heißt, dass es mit unter Ausnahmen gibt, und weitere Akkord-fremde Töne mit hinzu rutschen.
Das könnte bei einem Hammering oder Pull-Off geschehen. Dieses ist aber eine Technik um die man sich später kümmert. Man orientiert sich aber dann immer noch weitestgehend an den ganz normal gegriffenen Akkord.
Ich muss den akkord nicht greifen?

Töne von Saiten, die nicht gezupft werden müssen nicht unbedingt gegriffen werden.
Doch in den meisten Fällen empfinde ich es als wesentlich einfacher, den ganzen Akkord zu greifen, und ihn so lange zu halten, bis ein neuer folgt. Dann muss ich mir nicht jedesmal um den Fingersatz Gedanken machen.
Wenn mich später mal bei Anspruchsvolleren Begleitungen ein voll gegriffener Akkord doch stört, kann ich den dann später immer noch anders (mit weniger Fingern) greifen.

Was die Finger greifen,steht ja als Ziffern in der TAbulatur?

Da du meist den vollen Akkord greifst, nimmst du auch den Fingersatz, den du vorher gelernt hast.
Üblicherweise steht in einer Tabulatur nicht mit dabei, was für Finger du nehmen sollst. Da musst du dich auf deine Erfahrungswerte verlassen. Du kannst dich auf allgemeine Fingersatzregeln stützen, die ebenfalls im Folkdiplom beschrieben werden. Ich müsste mich aber schwer täuschen, wenn ich im Folkdiplom nicht immer wieder Hinweise zum Fingersatz gegeben hätte.

Und was ist melodie-picking?

Wenn du mal sicher im Zupfen bist, kannst du mitunter hier und da noch einen weiteren Akkord-fremden Ton mit in das Zupfen integrieren. Es gibt da ganz schöne melodiöse Sachen, wie das Intro von Dust in the Wind.

Du kannst solche zusätzlichen Töne so weit steigern, dass du richtige Melodien in dein Zupfmuster integrieren kannst.
Gehe mal auf die Startseite des Buches Gitarre, oder auf die Startseite des Folkdiploms (Link findest du ganz oben) und klicke da mal Melodiepicking an.
Höre dich da einfach mal ein wenig rein. (Es gibt zu allen Sachen ein Midi-File)
Ist zwar noch eine Nummer zu hoch für dich, aber du siehst, wohin es dich führen kann.

Ich hoffe es ist dir einiges klar geworden.
Gruß Mjchael

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lilan
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Erstellt: von lilan » 19.09.2011, 21:25

mjchael hat geschrieben:Ich hoffe es ist dir einiges klar geworden.
Gruß Mjchael


Oh ja,sehr viel klarer . Wieder einen Sandkorn im grossen weiten Gitarren-Universum kapiert.Vielen vielen Dank. )()( lilan
Get over your hill and see,what you find there,with grace in your heart and flowers in your hair.

"After the Storm"by Mumford and Sons

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