Anfängerin und total verwirrt

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RockstarJunior
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Anfängerin und total verwirrt

Erstellt: von RockstarJunior » 30.01.2011, 21:57

Also ich habe erst vor ein paar Tagen mit dem spielen begonnen und stehe schon vor der ersten Verzweiflung.
Ich muss mir das spielen leider aus finanziellen Gründen (Schülerin und in musikalischer Sicht keine Unterstützung meiner Eltern) zwangsweise selbst beibringen, habe jedoch keine Ahnung welche Bücher, DVD's wirklich was bringen.
Online Texte und YouTube videos verwirren mich total, da alles auf rechts gezeigt wird und ich Linkshänder bin und mein kleiner Finger und der Ringfinger haben ein Eigenleben entwickelt.
Hilfe!

Gast

Erstellt: von Gast » 30.01.2011, 22:04

da alles auf rechts gezeigt wird und ich Linkshänder bin


stell dir vor, du sitzt vor dem Spiegel... dann funktioniert es mit Videos eigentlich ganz gut.
Tabs lesen müsste auch gehen, ist kein Unterschied.
Bei Akkorddiagrammen muss eine Linkshänderin allerdings jedesmal umdenken, die sind "rechtsrum" aufgeschrieben. Da musst du leider durch.

Ganz allein ist ziemlich schlecht. Wenn du ein paar grundsätzliche Sachen kannst und auch weißt, wie man die Infos liest (wie z.B. Tabs), dann geht es auch allein, aber am Anfang ist es wirklich blöd.
Such dir einen Kumpel aus der Schule oder sonst irgendjemand, der dir die ersten paar Sachen zeigen kann. Oder überzeug deine Eltern wegen Gitarrenunterricht :) Da ist ein bisschen deine Initiative gefragt.

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RockstarJunior
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Erstellt: von RockstarJunior » 30.01.2011, 22:14

Naja, das mit dem Überzeugen ist so eine Sache... das versuch ich seit knapp 5 Jahren erfolglos, sowohl beim Schlagzeug als auch bei der E-Gitarre.
Mein zweites Problem ist, dass ich niemanden (mehr) kenne der Gitarre spielt.

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AlBundy
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Erstellt: von AlBundy » 31.01.2011, 06:33

Ich kann Dir schon mal sagen, dass es völlig normal ist, wenn die Fingerkoordination am Anfang, bzw. im ersten Jahr noch nicht so gut funktioniert und Du Dir wegen dem Eigenleben bei Ringfinger und kleinem Finger keine Sorgen zu machen brauchst.

Unterricht wäre gut, aber vielleicht ist auch das Lagerfeuerdiplom in den Wikibooks erstmal was für Dich!

http://de.wikibooks.org/wiki/Gitarre:_Lagerfeuerdiplom

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Greenkeeper
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Erstellt: von Greenkeeper » 31.01.2011, 07:06

Und Du solltest Dir überlegen, ob Du, wenn Du noch ganz am Anfang bist, nicht doch auf Rechtshändergitarre umstellst.

Jimi Hendrix hat das als Linkshänder so gespielt und ich mach das auch :lol: :lol: :lol:
Es vereinfacht vieles. Wie fast alle Linkshänder wirst Du das Umlernen 101 Mal schneller hinbekommen als das reine Rechtshänder (die auch Anfänger sind) umgekehrt lernen würden.
Du wirst im Kreise anderer Anfänger merken, das Du mit der linken Hand (die dann ja die Greifhand ist) wesentlich schneller spielen kannst aber dafür mehr Probleme mit der rechten Anschlaghand und mit der Koordination zwischen links und rechts hast. Das legt sich aber recht schnell. Ansonsten hat das Umlernen nur Vorteile mit sich gebracht.
Grüße
Lars

Gast

Erstellt: von Gast » 31.01.2011, 09:08

...nicht doch auf Rechtshändergitarre umstellst.

Jimi Hendrix hat das als Linkshänder so gespielt

falsch. Hendrix hat als Linkshänder seine Gitarre so gespielt, wie es für einen Linkshänder passt: mit rechts gegriffen und mit links angeschlagen. Die Saiten waren entsprechend auch andersrum aufgezogen als bei einer Rechtshändergitarre. Er hat nur er ein Rechtshändermodell dafür benutzt, was bei der asymmetrischen Strat ziemlich auffällt, aber entscheidend ist ja, wie rum man die Gitarre hält, nicht wie sie aussieht :)

Ich denke nicht, dass Umlernen oder andersrum angewöhnen sinnvoll ist. Dafür ist man ja Linkshänder, um die Sache mit links anzugehen statt mit rechts. Aber jeder wie er will.

Gast

Erstellt: von Gast » 31.01.2011, 09:23

Schau mal auf die Karte, da sind einige aus dem Forum in deiner Nähe. Vielleicht kann dir einer die ersten Takte zeigen? Oder dir Tabs erklären?

Es kann auch gut sein, dass du in deiner nächstgelegenen Bibliothek Gitarrenlehrbücher findest, die du zuerst für 4 Wochen leihen kannst, bevor du eins kaufst. Dann kannst du probieren, ob eins dabei ist, was für dich taugt.

http://www.gitarre-spielen-lernen.de/fo ... de=viewmap
(Maßstab mit dem Schieberegler vergrößern, dann tauchen die Namen auf)

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Duesterlady
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Erstellt: von Duesterlady » 31.01.2011, 09:41

mihu hat geschrieben: Die Saiten waren entsprechend auch andersrum aufgezogen als bei einer Rechtshändergitarre. Er hat nur er ein Rechtshändermodell dafür benutzt, was bei der asymmetrischen Strat ziemlich auffällt, aber entscheidend ist ja, wie rum man die Gitarre hält, nicht wie sie aussieht :)


Da habe ich doch glatt mal eine Verständnis-/Grunsatzfrage zu:

Wo ist eigentlich der wesentliche Unterschied zwischen Links- und Rechtshändermodellen? Außer in der Optik? Also z.B. bei Western- und Konzertgitarren, die ohne Cutaway ja symetrisch sind? Eigentlich könnte man doch einfach die Saiten in umgekehrter Reihenfolge aufziehen und "Links" spielen oder?
Wenn das bei Jimi Hendrix geht, warum dann nicht auch bei anderen? Würde mich wirklich mal interessieren.

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Hustle
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Erstellt: von Hustle » 31.01.2011, 10:20

am Sattel wird wohl das Hauptproblem entstehen. Und zwar sind die Fräsungen dann falschrum. Wenn du beispielsweise die hohe E Saite für unten aufziehen willst, schwabbelt die im Sattel nur so hin und her, weil die Fräsung ja für die tiefe E Saite ist.
Müßtest also den Sattel wechseln lassen und das kostet je nach Material 20-80€ inkl. Einbau. Weitere Probleme wären dann nevernde Potiknöpfe und Tremolos (E Gitarre) die dich beim Spielen behindern und ein Schlagbrett auf der falschen Saite.
Generell Ist es aber mit Wechsel des Sattels möglich als Linkshänder falschrum ne rechtshänder Gitarre spielen.

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Greenkeeper
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Erstellt: von Greenkeeper » 31.01.2011, 13:36

@ mihu: Danke für die Korrektur mit Hendrix.

Und zu dem mit dem Umlernen: Als ganz kleiner Junge, als ich noch mit Flöte spielen beschäftigt war, hatte meine deutlich ältere Schwester eine Akustikgitarre - Rechtshändermodell, weil sie Rechtshänderin war. Instinktiv hielt ich den Hals nach rechts und hatte dann die hohen Saiten oben. (irgend ein bekannter Blueser, Albert King oder Robert Johnson (? - kann mich irren) hatte das wohl auch so gemacht, aber das wußte ich kleiner Wurm damals noch nicht) Meine Schwester jedenfalls war davon so verwirrt, das sie mir nix beibringen konnte und ich verlor irgendwann die Lust.

Als ich dann als Jugendlicher nochmal "richtig" anfing und auch anfangs Gitarrenunterricht (in einer Gruppe) hatte (einiges von dem kommt mir jetzt wieder in Erinnerung und hilft mir - sagenhaft, was man sich doch alles merkt) war es wieder das gleiche Problem: Es ist einfach eine zusätzliche Schwierigkeit, wenn alle Mitspieler beim Gruppenunterricht und der Gitarrenlehrer Rechtshänder sind und man als Anfänger, wo man so schon genug mit allem anderen zu tun hat auch noch ständig seitenverkehrt gucken muss.

Ich nehme mal an, das diejenigen, die hier schreiben (auch mihu) alle keine Linkshänder sind. Ihr könnt diese Schwierigkeiten also gar nicht richtig nachfühlen. Viele Linkshänder sind aufgrund der alltäglichen Probleme, das alles im Alltag auf Rechtshänder zugeschnitten ist, von der Entwicklung des Gehirns im Vorteil, man gewöhnt sich tendenziell leichter um als Rechtshänder.

Von daher kann ich aus eigener Erfahrug nur den Ratschlag geben, sich als brutaler Anfänger wirklich gut zu überlegen, ob man sich nicht auf Rechtshändergitarre umstellt. Man hat am Anfang, wo sowieso alles schwierig ist, eine zusätzliche kleine Schwierigkeit. Hat man aber die ersten Anfänge überwunden, wird alles danach leichter.

Und auch bei den Gitarren hat man eine größere Auswahl und meist auch günstigere Preise.

Wie gesagt: Es ist sicher nicht für jede und jeden Linkshänder das Beste. Aber für viele sicherlich, so das man darüber am Anfang gründlich nachdenken sollte.

Je mehr man nämlich schon auf "Linkshänder" gelernt hat, um so schwieriger wird der Umstieg und um so weniger lohnt er sich. Deshalb sollte man die Entscheidung wirklich ganz am Anfang treffen.

Nur meine Meinung. Aber immrhin bin ich in diesem einen Punkt wohl erfahrener, als die meisten hier. Als ich nämlich nach 25 Jahren Pause jetzt wieder angefangen habe, nahm ich (nach wie vor Linkshänder) die Gitarre sofort instiktiv so wie ein Rechtshänder in die Finger, also so wie ich mich vor 25 Jahren eingewöhnt hatte.

Ich bin heilfroh, jetzt nicht auch noch die zusätzlichen Schwierigkeiten zu haben, wieder "auf links" anzufangen.

Gast

Erstellt: von Gast » 31.01.2011, 13:42

am Sattel, wie Hustle sagt, und auch am Steg könnte es einen Unterschied machen, an den Stellen sind die Rechts- und Linksgitarren eben nicht symmetrisch.
Bei E-Gitarren lässt sich am Steg für jede Saite ein Saitenreiter einstellen, das ist dann kein Problem. Konzert- und Westerngitarren haben aber diese Plastik-Einlage, und zwar ist die schräg eingesetzt - manchmal kommt für die G-Saite noch so eine verstezte Stelle hinzu. Du siehst das Problem: bei umgedreht gehaltener Gitarre ist der Steg dann falschrum schräg ;) Wenn ich mal davon ausgehe, dass der Steg schon absichtlich so hingebaut wurde^^, wird es andersrum nicht mehr oktavrein klingen, die Saite ist ja (am extremsten bei den äusseren Saiten bis zu 2 mm) länger oder kürzer in der Gesamtlänge.

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Gitarrenquäler
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Erstellt: von Gitarrenquäler » 31.01.2011, 14:02

Duesterlady hat geschrieben:Da habe ich doch glatt mal eine Verständnis-/Grunsatzfrage zu:

Wo ist eigentlich der wesentliche Unterschied zwischen Links- und Rechtshändermodellen? ....


Steg und Sattel wurden ja schon erwähnt. Weiterhin ist bei einigen akustischen hochwertigeren Gitarren auch die Verleistung im Korpus auf die Spielweise abgestimmt, ich glaube, dass das etwas mit den Zugkräften etc. zu tun hat.
Man kann sich ja z.B. mal die Bausätze für Gitarren zum Selberbauen ansehen (im I-Net), da gibt es dazu ne Menge gute Bilder.

Gast

Erstellt: von Gast » 31.01.2011, 14:35

Greenkeeper hat geschrieben:Es ist einfach eine zusätzliche Schwierigkeit, wenn alle Mitspieler beim Gruppenunterricht und der Gitarrenlehrer Rechtshänder sind und man als Anfänger, wo man so schon genug mit allem anderen zu tun hat auch noch ständig seitenverkehrt gucken muss.

Ich nehme mal an, das diejenigen, die hier schreiben (auch mihu) alle keine Linkshänder sind. Ihr könnt diese Schwierigkeiten also gar nicht richtig nachfühlen.
...

Von daher kann ich aus eigener Erfahrug nur den Ratschlag geben, sich als brutaler Anfänger wirklich gut zu überlegen, ob man sich nicht auf Rechtshändergitarre umstellt. Man hat am Anfang, wo sowieso alles schwierig ist, eine zusätzliche kleine Schwierigkeit. Hat man aber die ersten Anfänge überwunden, wird alles danach leichter.

Und auch bei den Gitarren hat man eine größere Auswahl und meist auch günstigere Preise.
...

Ich bin heilfroh, jetzt nicht auch noch die zusätzlichen Schwierigkeiten zu haben, wieder "auf links" anzufangen.

Hm. Ich kann es nicht nachfühlen. Dachte nur, die Jahrhunderte, da Linkshänder sich "anpassen" und "richtig herum" (also um-)lernen mussten, sind zum Glück vorbei. Und ich dachte auch, Linkshänder ist man nicht aus Zufall oder weil man Bock drauf hat, sondern es hat einen bestimmten Grund und ich würde darauf Rücksicht nehmen.

- Ich hab gelesen (glaube es war ein link hier irgendwo im Forum), dass "umgelernte" Linkshänder irgendwann an eine Grenze stoßen und nicht mehr weiterkommen.
Okay, so Aussagen sehe ich auch wieder kritisch (wer will das nachweisen, woran will man das festmachen - man hat keinen Vergleich, wie sich derselbe Mensch "anders" hätte entwickeln können) und mir fällt sofort ein, dass man dasselbe über viele Rechtshänder genauso sagen kann: dass sie eine Grenze stoßen und nicht mehr weiterkommen ;) Trotzdem... es ist eine Aussage von Fachleuten und Linkshändern selbst; sie steht im Gegensatz zu deiner Behauptung, wieviel besser es mit dem Umlernen doch geht; sie hält mich davon ab, das Umlernen einfach mal so gutzuheißen.

- Schlechte Gitarrenlehrer und Kurse gibt es immer. Kein Argument. Bei mir lernen Linkshändergitarristen und da bin ich es, der als Lehrer versucht sich umzustellen und drauf einzugehen.
Schwierigkeiten am Anfang haben auch alle, egal ob rechts oder links :) Kein Argument. (Siehe dieses Forum, wenn es irgendwie an Beispielen mangeln sollte :D )

- Linkshändermodelle: das war zu Hendrix' Zeiten vielleicht noch ein Argument, aber jetzt schon lange nicht mehr. Klar gibt es leider unfairerweise mehr Auswahl für Rechtshänder, aber du findest in jedem Sortiment und in jeder Preisklasse auch was für Leftis. Es ist heute überhaupt kein Problem mehr, eine Linkshändergitarre zu kaufen. Und wenn es ein paar Euro mehr kostet, das ist meist kein großer Unterschied - neulich bei der Hohner Akustik: 99,- rechts, 104,- links. Trotzdem unfair und eigentlich unverschämt, dieser Preisunterschied, aber was solls, das kann sich jeder leisten. Also wer das nicht mitgekriegt hat, muss irgendwie ein paar Jahrzehnte verpasst haben.

https://www.thomann.de/de/cat.html?gf=li ... lle&oa=pra
https://www.thomann.de/de/cat.html?gf=li ... ren&oa=pra
https://www.thomann.de/de/cat.html?gf=li ... ren&oa=pra

Silvax
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Re: Anfängerin und total verwirrt

Erstellt: von Silvax » 31.01.2011, 14:46

RockstarJunior hat geschrieben:Also ich habe erst vor ein paar Tagen mit dem spielen begonnen und stehe schon vor der ersten Verzweiflung.
Ich muss mir das spielen leider aus finanziellen Gründen (Schülerin und in musikalischer Sicht keine Unterstützung meiner Eltern) zwangsweise selbst beibringen, habe jedoch keine Ahnung welche Bücher, DVD's wirklich was bringen.
Online Texte und YouTube videos verwirren mich total, da alles auf rechts gezeigt wird und ich Linkshänder bin und mein kleiner Finger und der Ringfinger haben ein Eigenleben entwickelt.
Hilfe!


Hi,

da ich selber vor ähnlichem Problem stand kann ich Dir sagen wie ich voran gekommen bin.
Mein größtest Wissen habe ich erhalten:

- http://www.guitar-tv.de/ (Das Buch von Reinhold ist m.E. für Anfänger Gold wert)
- hier im Forum bekommst Du ebenfalls sehr viel Informationen
- YouTube Anfängervideos

Das wichtigste aber ist Du brauchst echt "Geduld". Das ist meiner Meinung nach das A und O in der Gitarrenwelt. Ich bin so ein Freak bei dem muß immer alles gleich sofort klappen aber auch ich mußte erkennen dass es beim Gitarrenspiel nicht so ist. Das Tolle ist echt wenn man viel ausprobiert und regelmäßig Pausen macht dass man die Akkorde usw. irgendwann tatsächlich einfach so drauf hat. Viele Gitarrenspieler bringen sich das Spielen selber bei.

Du lernst ja unter anderem auch wie die Saiten heißen, somit ist es auch bei Videos eigentlich egal ob die Leute mit rechts oder links greifen, weil die Saiten sind die selben. Mir selber ist das einmal garnicht aufgefallen dass ein YouTube Spieler Linkshändler gewesen ist.

Kleiner Tip, wenn die Finger schmerzen mach ruhig Pause. Weil sowas kann schnell dazu führen dass man keine Lust mehr auf Gitarre hat, ging mir damals so. *g*
Irgendwann tuts nicht mehr weh und dann machts soviel Spass dass kann dann zur Sucht werden. )()(

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RockstarJunior
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Erstellt: von RockstarJunior » 31.01.2011, 15:38

Erstmal danke für die viele Antworten.
Ein Buch will ich auf jedenfall mal ausprobieren.
Gibt's auch gescheite DVD's?
Und gibt es Tricks wie man mit einem Pick nicht so schnell ausversehen auf die andere Saite kommt? Mir passiert das nämlich ständig sobald ich beim Greifen wechseln will.

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Greenkeeper
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Erstellt: von Greenkeeper » 31.01.2011, 16:03

@mihu: Danke für Deine ausführliche Antwort. Gibt mir zu denken. Hast Du irgendeinen link für die Meinung, das das Umlernen nicht so gut sein soll ?

Ähnliches sagte man eine Zeitlang ja auch beim Schreiben. Meine Mutter war auch Linkshänderin, bekam dann in der Schule aber vom Lehrer (lange Zeit ist das her) solange mit einem Holzlineal auf die linke Hand geschlagen, bis sie anfing, rechts zu schreiben. Sowas ist natürlich kacke. Ganz früher war das jedoch so. Und das hat sicher auch psychologisch oder sonstwie negative Spuren hinterlassen.

Aber das ein freiwilliges Umlernen auch so negativ sein soll ?

Naja, ich würde das ja aufgrund meines Basiswissens über unser Gehirn glauben, wenn man so gut wie Paco de Lucia ist und ihn übertrumpfen will, :lol: aber ob sich das im Hobbybereich jemals so auswirken wird ?

Wäre schön , wenn irgend jemand hier zu diesem interessanten Thema was in Erfahrung bringen könnte.

Bei mir war es jedenfalls so, das ich das von mir aus freiwillig und gerne damals umgestellt habe und ich mir jetzt einen Knoten in die Arme machen würde, wenn ich es wieder andrs herum probieren müßte.

Ich hab auch früher beim Flöte oder Posaune spielen nie bemerkt, das es mir Nachteile gebracht hätte, das ich "ganz normale" Rechtshänderinstrumente benutzte. Und da war ich ziemlich gut.

Bis ich an meine Grenzen an der Gitarre stoße, wird es sicher noch lange dauern. Meine Fortschritte sind im Moment (noch) so erfreulich, das ich überhaupt keine Chance hätte, meine Linkshändereigenschaft als Ausrede zu benützen.

Aber man sollte dieser Frage wirklich noch mal nachgehen. Ich denke mal, eine Entscheidung ist individuell zu treffen, weil auch jeder Mensch verschieden ist: Dem einen wird es überhaupt nicht schwerfallen, die Gitarre anders herum zu nehmen, für den nächsten wird das vielleicht zum Riesenproblem.

Aber nachdenken sollte man als linkshändiger Totalanfänger über das Thema m.E. schon.

Liebe Grüße
Lars

@ PS: Das mit dem Pick und die Saiten verfehlen ist entweder ein typischer Anfängerfehler oder ein typischer Linkshänderfehler =)=)= Kommt bei mir auch noch sehr häufig vor, vor ein paar Wochen noch andauernd.

Manchmal hört es sich - gerade bei Riffs aber sogar saugut an, wenn man zwischendurch mal die falsche Leersaite anschlägt. Billy Gibbons von ZZ Top hat daraus eine Kunstform und sogar eine Art "Erkennungsmerkmal" gemacht.

Ich hab es versucht in den Griff zu bekommen, das Pick sehr kurz zu fassen, die Hand an der Brücke abzustützen und langsamer, dafür aber möglichst sauber zu spielen. Und eben stupide nach Fehlern so lange zu wiederholen , bis es klappt. Hat man die Bewegung der Greifhand sicher drauf, kann man zur Hilfe auch auf die Schlaghand schauen.
Man braucht letztlich nur Hartnäckigkeit und Geduld.
Irgendwann wird die Bewegung in 3D vom Hirn gespeichert und ab da klappt es besser.
Die Koordination ist auch nicht so viel schwieriger wie Federball spielen. Da hauen die Anfänger bekanntlich auch immer neben den Ball und alle anderen, die das Spiel schon halbwegs beherrschen, die können nicht begreifen, wie man überhaupt daneben hauen kann.

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RockstarJunior
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Erstellt: von RockstarJunior » 31.01.2011, 16:27

Greenkeeper hat geschrieben:Ich hab es versucht in den Griff zu bekommen, das Pick sehr kurz zu fassen, die Hand an der Brücke abzustützen und langsamer, dafür aber möglichst sauber zu spielen. Und eben stupide nach Fehlern so lange zu wiederholen , bis es klappt. Hat man die Bewegung der Greifhand sicher drauf, kann man zur Hilfe auch auf die Schlaghand schauen.
Man braucht letztlich nur Hartnäckigkeit und Geduld.
Irgendwann wird die Bewegung in 3D vom Hirn gespeichert und ab da klappt es besser.
Die Koordination ist auch nicht so viel schwieriger wie Federball spielen. Da hauen die Anfänger bekanntlich auch immer neben den Ball und alle anderen, die das Spiel schon halbwegs beherrschen, die können nicht begreifen, wie man überhaupt daneben hauen kann.

Danke für den Tipp, werd's gleich mal ausprobieren!

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Erstellt: von RockstarJunior » 01.02.2011, 21:08

Kennt sich jemand mit diesem Buch aus?

E-Gitarre lernen leicht gemacht
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Beschreibung:
Der ideale Einstieg in das E-Gitarrenspiel!

Diese Gitarrenschule vermittelt dem angehenden Gitarristen die wichtigsten Grundlagen seines Instrumentes und der Musik in einfachen Schritten. Alles Wissenswerte wird leicht verständlich erklärt und sofort in der Praxis angewendet.

E-Gitarre lernen leicht gemacht ist in drei aufeinander abgestimmte Lernabschnitte eingeteilt:

- Akkordspiel und Liedbegleitung

- Einzeltonspiel und Powerchords

- Musiktheorie und Grundlagen

Im Kapitel über Powerchords erfahren E-Gitarristen alles Wichtige über diese unverzichtbare Spieltechnik.<

felixsch
Pro
Beiträge: 2586
Registriert: 23.10.2010

Erstellt: von felixsch » 01.02.2011, 21:12

Hört sich gut an und hat auch sehr gute Bewertungen...

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Kevenborstel
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Erstellt: von Kevenborstel » 01.02.2011, 22:40

Das Buch "E-Gitarre lernen leicht gemacht" kostet bei www.weltbild.de nur 3.99 € inklusive Versand ! . Nun, für den Preis kann man nicht allzuviel falschmachen. :cool:

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Erstellt: von RockstarJunior » 01.02.2011, 22:41

Jo, hab's auch gleich mal bestellt, bin für jede noch so kleine Hilfe/Erklärung dankbar :D

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