Wie lernt ihr,bzw was lernt ihr bei euren Gitarrenlehrer?

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freaksoundz
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Wie lernt ihr,bzw was lernt ihr bei euren Gitarrenlehrer?

Erstellt: von freaksoundz » 20.01.2011, 18:58

Hey!
Mich würde gerne interessieren wie bei euch der Unterricht aussieht,was ihr lernt,wie ihr lernt,etc.
Ich würde mich freuen wenn einige von euch,ihre Erfahrungen aus dem Unterricht,vorallem aus den Anfangstagen berrichten würden.

Ich hab mitte September mit regelmässigen E-Gitarre"lernen"angefangen.
Begonnen mit den Buch von Bernd Brümmer GEGL,sowie die ersten 4-5 Chords über den Beginners Course von Justin Sandercore.
Nach gut 3 Monaten regelmässigen üben(täglich ca 1 Stunde) mittels dieser 2 Lernmedien,und das herantasten an das Instrument,kam ich zur Kenntniss dass es Spass macht ein tolles Hobby gefunden zu haben.
Aber leider blieben einige Fragen offen,die mir das Buch nicht beantworten konnte,und die Kenntniss dass ich nicht so ganz der Autodiktat bin machte ich mich auf die Suche nach einen Lehrer.

Gesucht,gefunden,bei den probier ich es einmal.
Nun habe ich meine ersten 3 Einheiten(je 1 Stunde) bei ihm verbracht.

Woche1:
Das kennenlernen und vor allem die wichtige Frage:"Welchen Stil bevorzuge ich?,meine Interessen..."
Antwort:Die Rockgitarre,und alles was man dafür braucht"
Gesagt getan,los gehts.
Kurz im Computer gestöbert,da kam schon die erste Seite aus dem Drucker.
Alternate Picking,auf einer Saite über mehrere Saiten.
dann folgte der erste Pattern aus der Moll Pentatonik.
Er spielt vor,und dann ich...Ich dachte,mann was ist das?Das schaffe ich nicht,bin ich der erste Mensch?
Dann kamen die Worte:"Ganz laaangsam....,die Geschwindigkeit kommt von alleine,wichtig ist dass die Töne klingen"usw,usw...
Den Abschluss machte das Kapitel Chords....
Herausgesucht wurde der Song Hey Joe.
Er zeichnete mir die benötigten Chords auf,und wir probierten sie gemeinsam...
Und zack war die erste Stunde vorbei...
Aber ich hatte das Gefühl,hey das war cool,und ich habe eine Aufgabe.
Und schon saß ich die ganze Woche vor diesen Übungen,und merkte dass es von Tag zu Tag besser geht...

Woche2:
Die ersten 10 min das gelernte,nochmals durchgegangen,und auf eventuelle Fehler aufmerksam gemacht.
Dann wieder Pickingübungen,die nächsten 2 Patterns der Mollpentatonik.
Kleine Licks,die sich mit der Pentatonik verknüpfen,und ein neuer Song mit Moll- Chords zum Begleiten:Black Magic Woman inkl. den g-Moll...(Barre!)

Woche3:
Die ersten 10 min wie oben,und eventuelle Probleme besprochen.
Greif Übungen um die Greifhand zu dehnen(sehr hart) immer in Kombination mit Altenate Picking.
Und die ersten Licks mit Bendings...


So,so ist mein Stand nach 3x Unterricht...
Ich bin auch um einiges motivierter was das Gitarre spielen anbelangt,da ich natürlich auch zeigen mag,was ich die ganze Woche gemacht habe.Es ist defintiv andres lernen,als ich es bis jetzt gemacht habe.
Und die Stunde ist an sich immer in 3 Kategorien eingeteilt,zz sind es Picking,Technik,Chords.
Ich habe mitbekommen dass die Meisten Technikübungen aus den Buch Rock Guitar Secrets von Peter Fischer stammen(Anfängerfreundlich?).
Aber eine Sache interessiert mich:
Will mich der Lehrer austesten?
Ich meine im Sinne von,will er mal austesten mit welchen Übungen ich besser klar komme und mit welchen weniger?
Teilweise bin ich ein wenig überfordert,da dies alles Übungen sind die ich zum ersten mal kennenlerne,obwohl ich aber merke dass es durch regelmässiges üben immer besser wird.
Aber,in der 2.Stunde einen Barrechord einbauen(Black Magic Woman),obwohl ich noch mit den offenen Chords von Hey Joe zu tun habe um es wirklich flüssig zu spieln und zu greifen?
Bendings in den ersten Stunden?
Welches Lernsystem steckt dahinter?
Zugegeben,Black Magic Woman habe ich erstmal ausgelassen zu üben...
Er meinte,kein Problem,ich kann ruhig vorerstmal die übungen machen mit denen ich mir leichter tue....

Alles in allem bereue ich es nicht mir einen Privatlehrer gesucht zu haben,da ich mich super mit ihm verstehe,er super spieln kann und das lernen mmn besser und motivierender ist als aus einen Buch,für mich zumindest.

Was meint ihr?
Wie ist es bei euch so?
LG

Gast

Erstellt: von Gast » 20.01.2011, 19:23

mein unterricht:

erste zeit

- grundlagen lernen
- emoll mit downpicking
- irgendwann kam immer langsam noch alternate picking und lagenwechsel hinzu
- hammerings und pull offs
- slides
- kleine riffs

zeit danach

- wenn ich will, kann ich nen song auf cd mitbringen. mein lehrer könnte ihn mir dann raushören ... das will aber weder er, noch ich. ich lerne keine kompletten songs im unterricht, dafür hab ich zeit zu hause.
selbst raushören und ggf. nachfragen ist angesagt. das ohr schulen, das will mein lehrer.

was mir mein lehrer dann zeigt?

- wenn ich nicht selbst draufkomme, sagt er mir, in was für einer tonart ein song ist
- fast jeder song hat was "besonderes", was man dann eben an diesem song übt
- zum song improvisieren
- sammeln paar licks und riffs für meine sammlung :P (gibts so ziemlich alles: fingerpickings, figuren aus all along the watchtower etc..)
- gibt mir ein anstoß zum selbstmachen
- bisschen theoretisches zeug (tonleitererweiterungen und sowas..)


zwischendurch natürlich immer wieder ein paar technikübungen bzw. -variationen. wobei da vor allem zählt, dass man das zu hause übt - kontinuierlich. dazu muss mir mein lehrer eigentlich nicht viel zeigen.


man könnte jetzt fast meinen, ich würde gar nichts im unterricht "lernen", weil wir eben vor allem keine ganzen songs spielen oder gar elernen.

was mir dann trotzdem so spaß macht?

- jede woche meinen gitarrenlehrer spielen zu sehen. egal, ob er auf der akustischen (hat klassische ausbildung) oder auf der elektrischen gitarre. er kann so ziemlich alles und das gefällt mir auch so gut.
es ist egal, was ich gerne machen würde, mein gitarrenlehrer hat genug geduld mit mir und gibt sich mühe, mir alles gut zu zeigen und teilweise auch aufzuschreiben, aber alles wird mir nicht vorgekaut :)


edit: akkorde haben wir natürlich auch gelernt. wobei auch viel von mir und vom internet kam, denke ich. man nimmt einfach viel auf, wenn man liest und gitarre spielt. wenn man dann noch die richtige technik dazu gezeigt bekommt ist das top.

nach der ganzen zeit bin ich echt froh, alles auf diese weise erlernt zu haben und das mit meinem lehrer war ein wahrer glücksfall :-)

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Harry83
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Erstellt: von Harry83 » 20.01.2011, 20:14

Ich nehme zwar keinen Unterricht mehr, kann aber mal meine Erfahrungen mitteilen:

Ich habe gleich mit der E-Gitte angefangen.
Zuerst brachte ich mir die erste Akkorde noch selber bei. Doch schon nach kurzer Zeit merkte ich, dass ich ohne Lehrer nicht weiterkomme. Also ging ich zu einer privaten Musikschule. 35€ im Monat waren ok!
Zuerst lernte ich die Bestandteile der Gitarre kennen. Darauf folgten etliche Wochen mit Fingerübungen. Ich war damals schon kurz davor aufzugeben. Aber ich hielt durch! Nachdem meine Finger einiger Maßen dehnbar waren, kamen die ersten Riffs. Und ich wurde immer besser.
Zuletzt geändert von Harry83 am 04.03.2011, 16:38, insgesamt 1-mal geändert.
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Erstellt: von drebes » 21.01.2011, 11:49

Hallo Harry,

die Fingerübungen von denen Du sprachst - sind das die üblichen, die hier öfter erwähnt werden?
(Spinne, Tonleitern, etc) oder hattest Du da aus der Musikschule mehr?
Ich habe enorme PRobleme meine alten Knoch da hin zu biegen wo sie hin sollen, daher suche ich immer mehr Möglichkeiten.

THX
Mathias

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Harry83
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Erstellt: von Harry83 » 21.01.2011, 19:57

drebes hat geschrieben:die Fingerübungen von denen Du sprachst - sind das die üblichen, die hier öfter erwähnt werden?(


Ja! Genau die meine ich. Die Spinne sowie die Tonleitern rauf und runter zu spielen, ist unerlässlich, wenn man irgendwann richtig spielen will.
Zuletzt geändert von Harry83 am 04.03.2011, 16:39, insgesamt 1-mal geändert.
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Erstellt: von freaksoundz » 21.01.2011, 20:56

Habe ich richtig gelesen oder hast du dich vertippt.
Zeigefinger erster Bund und kl.Finger achter Bund? :shock:
Mein Lehrer zeigte mir übungen ZF erster bund,KF fünfter Bund.Und das ist schon recht heftig,da muss ich mich richtig anstrengen dabei.Mehr braucht man nicht,bzw mehr ist ungewöhnlich...

Gast

Erstellt: von Gast » 21.01.2011, 20:58

1-6 is noch unbequem möglich, aber 1-7 oder gar 1-8.. niemals.

Gast

Erstellt: von Gast » 21.01.2011, 21:11

er hat ja nicht geschrieben, dass der Finger an der Hand bleibt :shock:

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Erstellt: von felixsch » 21.01.2011, 21:27

Also, ich hab ja das erste Halbe Jahr Unterricht auf der klassischen Gitarre genommen, nach 1 Jahr dann zur Steelstring, dann zur Elektrischen. Aber ich hab mich das 1. halbe Jahr extremst schwer getan (hab z.B. über 2 Wochen gebraucht, um die Leersaiten mit den Daumen anzuschlagen :shock: ). Von dem her wundert es mich, das dein Lehrer dir schon in der 2. Woch Barreakkorde aufgegeben hat :shock:

Zu meinem jetztigen Unterricht (was jetzt erstmal unintressant für dich sein wird):

Zur Zeit verbringe ich viel Zeit mit Theorie, Gehörbildung, etc. da ich mich schon langsam auf die Aufnahmeprüfung am Jazzkonservatorium vorbereite (du siehst, alles wird besser: vor 2 Jahren 2 Wochen für Leersaiten gebaraucht, jetzt vorbereitung fürd Jazzstudium ;) )

Aber mal zu meinen Anfängen auf der E-Gitarre:

Da ich ja schon etwas Vorkenntnisse hatte, haben wir in der ersten Woche (meines E-Gitarrenunterrichts, ich hab schon ein halbes Jahr klassisch und ein viertel Jahr Steelstring gespielt) "Johnny B. Good" gespielt, danach "Blues you can Use" bisschen bearbeitet und dann Zeugsl von Stevie Ray Vaughan, schließlich n' paar Bottleneck Sachen gemacht.


Also, lass dich von den "Startproblemen" nicht aufhalten, die hat jeder :)


Viel Spaß bei deinem neuem Hobby! :-)))


Felix

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Erstellt: von galdo » 22.06.2011, 18:21

Ich hab mich nun endlich durchgerungen mir einen Gitarrenlehrer zu suchen - ich habe in einer Woche meine Probestunde und bin total gespannt :)

Das wollt ich nur mal loswerden
Galdo

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Erstellt: von Harry83 » 22.06.2011, 18:24

Na dann: Viel Spaß! :)
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Jannii
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Erstellt: von Jannii » 22.06.2011, 19:20

Weiß net, ob das hier weiterhilft, aber ich nehm Unterricht auf der klassichen Gitarre an einer Musikschule für moderne Musik.

1. Stunde:
Kennenlernen, Musikgeschmack und Wissen getestet... Erste Fingerübung für korrekte Haltung der Greifhand.

2. Stunde:
Akkordwechselübung mit Sliden und einen Fahrplan für mich aufgestellt.

Ich fands cool, nächste Stunde morgen, mal sehen was da kommt ;)
LG Jannii

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Erstellt: von galdo » 29.06.2011, 20:22

Sodele - erste Stunde ist rum und ich muss sagen - ich bin entzückt ;)

1. Stunde lief so wie bei Jannii
- Musikgeschmack und interessen abgefragt
- Trainingskonzept erklärt
- Haltungsmängel besprochen
- Einige Übungen gezeigt

Bin gespannt wie es sich so entwickelt.
Galdo

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Raffael Piemont
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Erstellt: von Raffael Piemont » 29.06.2011, 22:52

Ich hab eigentlich keinerlei System im Unterricht.

Ich sage immer einfach, worauf ich Bock habe und dann machen wir das.

Manchmal wares Blues scalen, sehr oft komme ich mit Songs die wir zusammen raushören und aufschreiben.. wenn ich fragen zu irgendetwas habe frage ich. Manchmal kommt er mit irgendwelchen kleinen Stücken zum spielen. Eine Zeit lang haben wir es mit Musiktheorie versucht.. aber der Versuch über mehrere Monate ist jämmerlich gescheitert (incl. alles was mit Noten zu tun hatte)

nächsten Freitag (ich spiele 2 1/2 Jahre und seit mehr als einem halben Jahr auf ner steelstring) werde ich mal nach Plektrum technik fragen und bottleneck techniken.

Im Endefekt hab ich in manchen Bereichen stärken aber in manchen Basicdingen total Defitzite.
Manchmal kommt es vor, hab einen dreckingen Spielstil (unsauber) wird aber kaum besser.. nur mit sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr viel konzentration (die Gitte die ich hab ist nicht leicht zu spielen, aber toll im klang).

Soviel zur Musikschule!^^
Pasta- solo basta- Schmackhafter Zauber dampfender Paradiese!

O Sole mio!

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