Eure erste Übungseinheit...

Gitarrenlehrer, Musikschule, VHS, usw.
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von galdo
#211174
Hallo zusammen,

wie ihr sicher schon mitbekommen habt, habe ich gestern meine erste Gitarre erhalten und natürlich musste ich gleich üben :)

Das nicht alles perfekt läuft am Anfang war ja zu erwarten, aber ich möchte euch folgendes Erlebnis schilder, und gleich eine Diskussion anstoßen, wie ihr euer erstes Erlebnis an der Gitarre in Erinnerung habt? Wie waren eure ersten Tage und Wochen mit dem neuen Instrument?

Nachdem ich alle Kabel angeschlossen und die Funktionsweiße aller Komponenten gecheckt habe - es hätte ja auch was defekt sein können, machte ich mich auf das Gerät zu stimmen. Prompt bin ich auf die erste Schwierigkeit gestoßen. Am Stimmgerät wurde nichts angezeigt - also ich lag komplett daneben. Erstmal in beliebige Richtung gedreht und siehe da es erscheinte ein E. So ging das dann weiter - A, D, G, H, e - beim hohen E hatte ich dann etwas Angst, dass mir irgendwann die Saite reißt, aber noch ist sie ja dran.

Die erste Frage auf die ich also kam, kann man Gitarren auch Oktavenweit falsch stimmen - Tendenz eher nein - ich war beruhigt. Einmal alle Saiten nochmal angespielt und Stimmung überprüft - passt und hört sich sogar schon ganz gut an :)

Also Lehrbuch aufgeschlagen und erstmal Anschlag gepaukt - Abschlag über alle Saiten, mal mit mal ohne Greifhand und auch mal mit Saitenwechsel zwischendrin. Bis auf ein Schnarren vor allem, wenn mit zwei Fingern ein Bund Abstand dazwischen ist eigentlich ganz gut. OK - die Wechsel zwischen den Saiten sind noch ein wenig träge, aber das wird wohl noch mit der Zeit.

Bei den Pausen hab ich aber richtige Probleme festgestellt. Ich kann das noch nicht so richtig einschätzen, wann ich jetzt den Finger von der Saite nehmen kann, ohne dass es schnarrt. Das wird mich wohl noch eine Weile beschäftigen, bis das in Fleisch und Blut übergeht.

Zu guter letzt hab ich mir dann zur Vorbereitung auf die heutige Übungssessions schon mal den D-Dur und A-Dur Akkord angesehen. Heute werde ich den Griffwechsel üben.

Alles in allem kann ich noch nicht so richtig einschätzen, ob die letzte Session jetzt erfolgreich war oder nicht - aber eins hab ich gelernt: So eine Gitarre ist ein recht komplexes Instrument. Bis man sowohl beim Anschlag als auch auf dem Griffbrett einigermaßen ein Gefühl bekommt, wird eine Weile ins Land ziehen.

Ich wäre - gerade von den Anfängern, aber auch von den langjährigen Spielern - sehr an euren Erfahrungen interessiert.

Viele Grüße
Galdo
von mxo
#211176
du gibst ja gleich vollgas ))-)) !

zum stimmen: eine ganze oktave wirst du die saite definitiv nicht falsch stimmen... denn wenn du zu hoch bist reisst die saite irgendwann, und zu tief - naja das merkst du wirklich ;-)

ich weiß noch als ich meine erste elektrische gitarre bekam, an den ersten beiden tagen ist mir die hohe e - saite ungefähr 3 mal gerissen, ich hatte einfach absolut kein gefühl dafür.

aber da kann ich dich echt beruhigen, das spielgefühl kommt schnell.

und jetzt der satz den alle anfägergitarristen hassen:
üben, üben, üben......

ich weiß es klingt doof, aber wenn du so weitermachst wie du angefangen hast, dann wirst du sehr schnell ein ziemlich gutes spielgefühl bekommen.

grüße
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von phunky
#211177
Meine erste Übungseinheit war das Stimmen der Gitarre mittels einer Stimmpfeife. Hab ich nicht hinbekommen.

Ansonsten erinnere ich mich nicht mehr so präzise, ist ja doch schon ein bisschen her.
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von howdy71
#211180
Mein Gitarrenlehrer hat nach dem Erklären der Gitarre und den Stimmen, direkt mit Akkorden angefangen. Das habe ich allerdings nicht hinbekommen, am Anfang 2 - 4 Finger simultan zu koordinieren.

Wir haben dann erstmal mit einfachen Melodien (Single Notes) angefangen. Nach ca 2 Wochen waren die Finger viel beweglicher und die ersten Akkorde konnten in Angriff genommen werden!
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von Harry83
#211201
Genau wie Howdy, habe ich mit einfachen Singlenote Riffs angefangen. Zuvor sollte ich das Intro von Enter Sandman üben. Doch da wollten meine Finger noch nicht so, wie ich wollte. Es dauerte ein paar Wochen, bis ich es dann konnte. Mittlerweile bin ich so weit, dass ich mir jetzt alles selber beibringe. Unterricht habe ich abgemeldet, da ich mit dem Lehrer überhaupt nicht mehr klar gekommen bin.

Beim Stimmen hatte ich anfangs auch "Angst" das mir eine Saite reißt. Doch ich hatte "Glück"! Beim Stimmen ist nichts passiert. Dafür aber beim Üben, was aber vermutlich an der Klampfe für 99 € lag.
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von Gitarrenquäler
#211214
Hi,

dürfen Akustiker auch?

Ich hab quasi zwei erste Mal (ach wär das schön, wenn das überall ginge ne second-chance...) =)=)=

Erstes Erstesmal:
Gitarre und Buch und Stimmgerät gekauft, Gitarre gestimmt, klingt ja schon geil, Buch aufgeschlagen, erste Akkorde geübt (D A G) und auch schon erste Liedchen damit begleitet - naja klang erstmal sehr schräg, aber schon nach wenigen Üben kam zumindest soviel dabei raus, dass ich wusste: JAAA, das will ich, mehr davon.

Dann:
Zweites Erstesmal :P :
Der Wunsch nach Unterricht - recherchiert, Mitglied im Forum geworden, noch mehr recherchiert - Gitarrenlehrer genommen, Probestunde und :shock: wir üben erstmal mit Metronom das saubere Anschlagen einer einzigen Saite. Aber das wollte ich ja so, Spielen lernen nach Noten, mit Musiktheorie und allem was dazu gehört. Und auch hier gibt es am Anfang riesige Schritte. Kann ICH nur empfehlen.

Grüße, Christof
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von googlemeister
#211216
Meine erste Übung war im 5ten Bund 1-2-3-4 über alle Saiten. Es folgten diverse Variationen die ich als Hausaufgaben aufbekommen habe und auch die ersten Grundakkorde. Dann 2-3 Schlagmuster gelernt, paar Rhytmusübungen für die rechte Hand. Es kam ziemlich schnell dann die Am Pentatonik im 5ten Bund mit Alternate Picking was man dann mit Licks, Bendings u.s.w fortführen konnte u.s.w. Dann zur Abwechslung nochmal einen neuen Akkord mit schwierigerem Schlagmuster, schnelleren Akkordwechseln, Dämpfungstechniken, Barre im A- und E-Shape, Rhytmusübungen mit Barre Wechsel. Rhytmus mit Wechsel zwischen den Grundakkorden und Barre´s. Zwischendurch wurden Powerchords, Slides, HammerOn- Pull-Off und tja so nimmt das seinen lauf ;)

Das erste halbe Jahr hats natürlich Spaß gemacht dennoch war es erstmal schwierig die Motivation hoch zu halten. Man hat halt soviele Baustellen die ich zwar immer noch habe aber ich muss die reine Technik nicht mehr von 0 an lernen. Ich kann mir einen Song nehmen und wenn ich will den auch spielen weil einfach die Basics da sind. Schnelligkeit, Sicherheit, Rhytmus, Timing, Technik etc. sind natürlich weiterhin Baustellen und das hört auch nie auf aber dennoch hindert mich keine dieser Techniken irgendwas nicht zu spielen. Aller Anfang ist schwer, wenn du da aber durch bist wirste schon sehen wie geil das ist ;)
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von Harry83
#211220
Gitarrenquäler hat geschrieben: JAAA, das will ich, mehr davon.
So ungefähr ging es mir auch! Eigentlich wollte ich nur 2 Lieder spielen können. Knocking On Heavens Door und House Of The Rising Sun. Gut! Im Unterricht habe ich das nicht gelernt. Das habe ich mir selber beigebracht. Aber nachdem ich die Akkorde dazu konnte, wollte ich immer mehr und mehr! Heute schreibe ich sogar schon eigene Sachen. Dazu lerne ich einen Song, und schreibe diesen solange um, bis was eigenes dabei rauskommt. Als Inspiration sozusagen.
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von AlBundy
#211222
an meine ersten Versuche in der Jugend kann ich mich schon nicht mehr erinnern.

Aber so ziemlich genau vor drei Jahren habe ich eine alte Gitarre bei mir zu Hause rumstehen sehen - und hab mir einen Tab von "Heart of Gold" ausgedruckt. Versucht die Gitarre zu stimmen - ist natürlich kaum gelungen und losgelegt.

Das Ergebnis: ich wurde belächelt oder ausgelacht - in drei Tagen hängt er die Gitarre wieder an den Nagel usw. -> das hat mich noch mehr angespornt.....

Da fehlt natürlich noch einiges, aber ich kann jetzt nicht ws in 3 Jahren passiert ist in knapp 2 Zeilen schildern....

Mitglied im Forum bin ich nicht sofort sondern wie ich glaube erst ein paar Monate später geworden.... siehe auch Anmeldedatum.... :cool:

usw. usf.... =)=)=
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von Harry83
#211224
AlBundy hat geschrieben:Das Ergebnis: ich wurde belächelt oder ausgelacht - in drei Tagen hängt er die Gitarre wieder an den Nagel usw. -> das hat mich noch mehr angespornt.....
Das kenne ich auch nur zu gut! "Das ist nur so eine Phase! Oder: Das lernt der nie!° Sch... war! Ich habe es gelernt, und bin heute besser als die, die das zu mir sagten!
von Buldoce
#211226
Bei mir war es so das ich von meinem Onkel vor ein paar Jahren eine Akkustikgitarrer zum üben geschenkt bekommen habe, mit Peter Burschs Buch habe ich dann angefangen, nach 2-3 WOchen aber aufgegeben, wahrscheinlich auch weil mir die Liedauswahl usw. nicht gefielen.

Im September 2010 habe ich dann Nägel mit Köppen gemacht und habe mir einen Gitarrenlehrer gesucht. Hier macht es super spass, weil er wirklich die Dinge mit mir durchgeht die ich lernen will bzw. den Weg geht den ich gehen möchte.

Problem:
Derzeit habe ich das "Problem" das ich den Fortschritt nicht wirklich erkenne. Ist das bei euch auch so? Ich meine wir machen immer wieder neue Sachen und ich nach und nach lerne ich unterschiedliche Techniken, aber dadurch das in jeder Stunde was neues kommt, wo man quasi wieder bei 0 anfänfgt, hat man das Gefühl echt nicht weiter zu kommen. Sieht man wahrschienlich erst wenn man ältere Sachen spielt die früher problematisch waren, oder?
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von Gitarrenquäler
#211228
Buldoce hat geschrieben: Sieht man wahrschienlich erst wenn man ältere Sachen spielt die früher problematisch waren, oder?
Genau so! Zumindest geht es mir so.
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von phunky
#211243
Buldoce hat geschrieben:Derzeit habe ich das "Problem" das ich den Fortschritt nicht wirklich erkenne. Ist das bei euch auch so? Ich meine wir machen immer wieder neue Sachen und ich nach und nach lerne ich unterschiedliche Techniken, aber dadurch das in jeder Stunde was neues kommt, wo man quasi wieder bei 0 anfänfgt, hat man das Gefühl echt nicht weiter zu kommen. Sieht man wahrschienlich erst wenn man ältere Sachen spielt die früher problematisch waren, oder?
Das ist vollkommen normal. Du wirst eventuell Phasen haben, in denen Du das Gefühl hast, dass Du sogar schlechter wirst. Davon darf man sich nicht beeindrucken lassen.

Generell sollte man seinen Lernfortschritt nicht zu oft überprüfen. Nicht denken "Ach, gestern habe ich das aber besser hin gekriegt". Das kommt halt vor. Ein bisschen hat ja auch Tagesform damit zu tun. Das geht mir auch heute noch so. An manchen Tagen läuft es weniger rund als an anderen.

Besser ist es regelmäßig, aber in längeren Abständen, so mindestens zwei, vielleicht sogar besser drei oder vier Wochen, zu schauen was man eben vor vier Wochen so gemacht hat. Dann merkt man auch, dass man besser geworden ist und nicht stagniert. Und wenn man regelmäßig übt, kann man sich gar nicht dagegen wehren besser zu werden ;-)
von Buldoce
#211245
Ja, denke auch das dies so ist. Interessant finde ich das mein Gitarrenlehrer kein bestimmtes Lehrbuch bevorzugt, sondern individuelle Musisktücke auswählt, die wir einstudieren, in der unterschiedliche Techniken, Akkorde oder Themen enthalten sind, die ich durch das Einstudieren des Songs erlerne. Dadurch fallen mir die einzelnen Lektionen gar nicht auf und es ist immer interessant und abwechslungsreich.
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von MOS2000
#211327
Hi Galdo,

Du hast quasi meine ersten Tage mit beschrieben. :D
Bei mir war allerdings erst mal der Amp kaputt...mußte deshalb ne "Akustikwoche" mit der elektrischen einlegen. War auch ganz nett, aber nicht befriedigend...nunja. Inzwischen ist alles komplett.

Stimmen war bei mir kein Problem.
Mit einem erfahrenen Freund zusammen hatte ich eine absolute Basic-Runde in Sachen Gitarre gemacht (Saitenlage angepasst, Position der Humbucker leicht korrigiert usw...), und mit dem kleinen Korg-Stimmgerät (Korg CA-40) war das 1. eigene Stimmen in ca. 2 Minuten erledigt. Meine Gitarre hält die Stimmung übrigens super...ich werfe das Gerät zwar jeden Tag an, aber eigentlich hat sich nicht wirklich was verstellt. Maximal bei einer bis zwei Saiten muss ich minimalst nachkorrigieren.

Aus reinem Interesse ziehe ich aber bestimmt bald mal neue Saiten auf, damit ich das auch mal gemacht habe...will ohnehin ein wenig weg von den _ganz_ dünnen Strippen die im Auslieferungszustand drauf waren.

Ich habe mir auch Literatur zugelegt...
Und das Buch das für mich momentan absolut am meisten hergibt ist von Bernd Brümmer "Garantiert E-Gitarre lernen". Ich habe mir auch noch eine Ausgabe von "Guitar TV" und "Rock Guitar Basics" zugelegt, aber die sind direkt zu Beginn für mich viel zu komplex (Gleich Akkorde, sofort Noten, dann auch gleich alles mit Pausen usw...mir ist da das Frustlevel viel zu hoch, weil da zu Beginn erst mal überhaupt gar nichts geklappt hat.). Der Brümmer baut sehr schön auf, mit Abschlag im 4/4tel, dann greifen, dann greifen in Kombination mit Leersaiten, dann Pausen dazwischengestreut und schliesslich gehts zu Achtelnoten im 4/4tel....zunächst nur Abschlag...da bin ich jetzt gerade. Und es macht Laune, weil man die Achtel eigentlich viel leichter lernt als die vorherige Lektion eines Licks mit Leersaiten, greifen und Pausen...aber auch das hat heute gut geklappt...bei 96bpm immerhin. Vom Tempo auf der DVD habe ich mich damit schon entfernt. Akkorde kommen erst im hinteren Drittel des Buches. Wenn ich das dann durch habe, dann bin ich wohl reif für die Anderen Bücher.

Gestern gings mir nicht so gut - ich habe mal einen Tag ausgesetzt und siehe da...es ging heute gleich viel besser. Habe eigentlich alle Lektionen vom Beginn bis zu meinem jetzigen Stand ziemlich fehlerfrei hinbekommen. Auch mal einen Tag Pause machen hilft bei mir also ungemein...steht auch in vielen Büchern, aber man muss es selbst erleben, damit man es glaubt.

Die Sache mit dem "Schnarren": Also das ist mal besser, mal schlechter...hab noch nicht so ganz genau herausgefunden woran es liegt - ich denke mal Anfänger schlagen die Saite auch schnell einfach noch falsch an (zu fest, zu "steil"), wenn sie nicht nur seitlich schwingt, dann schepperts eben auch gerne mal. Ich werde mir demnächst mal wetwas weichere pleks holen und schauen was damit passiert. Jedenfalls habe ich das Gefühl "wenn ich absolut sauber spiele, dann scheppert und schnarrt auch nix!" - Blöderweise bin ich von einer richtig sauberen Spielweise sehr weit weg....in jedem Move sind immer noch Schwankungen. Sowas kommt dann erst mit der Routine über die Zeit. Hoff ich jedenfalls...manchmal klappts ja schon ganz gut.

Was ich noch wissen wollen würde:
Am Anfang bekommt man unheimlich viel für den Zeigefinger gezeigt, dementsprechend ist der auch ganz schön durch :) - Im Gegensatz zu "Schmerz" stellt sich bei mir aber so eine Art "Taubheit" ein...ist das ebenfalls normal, schon ein Zeichen für Hornhautbildung?
Ich habe jetzt seit meinem angegebenen Datum täglich sao ca 60-120 Minuten geübt, bin also weit entfernt von dem was manche hier als Übungszeitraum angeben.
Aber mein Zeigefinger ist an der Spitze eigentlich wirklich absolut "stumpf"...wenn ich 5 Minuten spiele, dann spür ich gar nix mehr. Irgendwie ist das ein wenig beunruhigend.
Allerdings wird er auch nicht schwarz oder stinkt faulig...daher denke ich mal es ist nicht so arg. Ich habe immer schon viel mit den Händen gearbeitet und daher gabs bis jetzt auch keine Blase und / oder Blut oder sowas

Ums mal zusammenzufassen:
Meine Starttage bestehen weniger aus "Akkorden" als aus Technik mit dem Plektrum, Schlagtechnik eben - und immmer im Zusammenspiel mit dem Metronom (das sich ständig einer neugierigen Katze erwehren muss :D). Wenn man sich dann am Amp noch ein nettes Delay einstellt, dann klingts manchmal schon richtig nach Musik, wenn auch noch nicht besonders voluminös, da ja bislang nur einzelne Saiten gespielt werden, aber ich merke definitiv in meiner linken Hand ganz viel Veränderung...sie "knackt kaum noch, fühlt sich ein wenig "geschwollen" an und ist viel kräftiger geworden. Wenn ich links eine Faust mache, dann spür ich das vor allem.

Akkorde schaue ich mir in den anderen Büchern mal an oder gucke in YouTube um wenigstens mal 2-3 Töne hinzubraten die dann echt nach "Rock" klingen, aber _spielen_ mit Akkorden, also die Finger auf verschiedenen Saiten passend zum Timing umgreifen, am Ende noch mit Pausen..., davon bin ich noch meilenweit entfernt. Nur "Bruder Jacob" geht (== nur ein Akkord, also auch kein Umgreifen :D)

Ich will auch mal einen Schnuppertag bei einem Gitarrenlehrer einlegen, aber das ist nicht so einfach...unter der Woche jeden Tag arbeiten, am Wochenende ist dann Beziehung angesagt (die ist momentan in Indien, daher habe ich ständig so viel Zeit...ab Freitag holt mich da aber die Realität wieder ein :) - zum Glück...) Ich muss also erst mal einen Teacher finden der hier auch in den Abendstunden unterrichtet (ich wohne ein wenig ländlich, da liegen die nicht zuhauf unter den Brücken rum... ;)).

Meine Motivation ist jedenfalls immer noch ziemlich hoch - Tendenz: Weiter steigend.
Das Board hier hilft auch ungemein, weil ich echt fast auf jede Frage ne Antwort finde...danke mal dafür an alle...außerdem ist es einfacher sich zu motivieren, wenn es andere parallel auch versuchen. Ist so ein wenig wie ein Teamgedanke...
Hoffe meine Gedanken können Dich ein wenig aufheitern und sorgen dafür, dass Du auch weiter mitmachst...denn wir:
Üben! Üben! Üben!

:D

Liebe Grüße
MOS2000
von Ziap
#211332
MOS2000 hat geschrieben: Was ich noch wissen wollen würde:
Am Anfang bekommt man unheimlich viel für den Zeigefinger gezeigt, dementsprechend ist der auch ganz schön durch :) - Im Gegensatz zu "Schmerz" stellt sich bei mir aber so eine Art "Taubheit" ein...ist das ebenfalls normal, schon ein Zeichen für Hornhautbildung?
Ich habe jetzt seit meinem angegebenen Datum täglich sao ca 60-120 Minuten geübt, bin also weit entfernt von dem was manche hier als Übungszeitraum angeben.
Aber mein Zeigefinger ist an der Spitze eigentlich wirklich absolut "stumpf"...wenn ich 5 Minuten spiele, dann spür ich gar nix mehr. Irgendwie ist das ein wenig beunruhigend.
Allerdings wird er auch nicht schwarz oder stinkt faulig...daher denke ich mal es ist nicht so arg. Ich habe immer schon viel mit den Händen gearbeitet und daher gabs bis jetzt auch keine Blase und / oder Blut oder sowas
MOS2000
Habe ich auch sehr stark natürlich am Zeigefinger und am kleinen Finger. Weil ich die recht häufig und gerne benutze. Die Taubheit ist natürlich erstmal ungewohnt und lässt Böses erahnen aber im Endefekt nichts schlimmes.

Viel übler fand ich den Schmerz an der Haut des Nagelbetts wenn man den kleiner Finger recht senkrecht auf legt z.B bei G-Dur, das war echt unangenehm aber nach 1-2 Wochen war das auch kein Thema mehr.

Wenn die ersten Hautfetzen abfliegen solltest du merken dass dein Finger noch voll in Takt ist. Und wer brauch schon die Nervenenden da oben wenn man Gitarre spielen kann? ;)
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von galdo
#211357
Danke für eure Berichte! Es bereitet mir totale Freude, sie zu lesen und zu wissen, dass sich andere genauso quälen / gequält haben (alles positiv).

Noch ne persönliche Anmerkung zum Buch (Garantiert E...):
Ich bin jetzt am Ende des zweiten Kapitels mit dem 1. Durchlauf. Etwas zäh fand ich die ganzen Rythmus-Übungen (4tel und 8tel im 4/4 Takt), allerdings war ich dann bei den Pausenübungen leicht überfordert was das abdämpfen der Saite anging.
Als er das erste mal die Licks eingeführt hat (mit Saiten- und Fingerwechsel) war ich dann schon sehr angetan. Und das Lied am Ende des Kapitels find ich sehr gut. Da klappt auch die Leadstimme schon ganz ordentlich und auch schon fast in Orginaltempo.

Solche Songs könnten ruhig öfter kommen - ich hoffe das steigert sich noch, wenn man mal mehr kann!

Beim den Akkorden (D und A) hab ich noch totale Probleme was den sauberen Klang aller Saiten angeht - meine Finger sind einfach zu dick und passen nicht auf das Griffbrett :(
Ich Dämpfe vor allem immer die hohe e-Saite mit meinem
Ringfinger ab...

Heut ist wohl haushaltstechnisch bedingt (muss ja auch mal sein) ggf. erstmal ne Pause angesagt. Ansonsten werd ich jetzt erstmal die Akkorde + Wechsel und Kapitel 2 im Buch wiederholen und üben...

Galdo
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von mjchael
#211386
Wenn ich mich richtig erinnere hat mein Bruder (ein Jahr jünger) eine Spielzuggitarre geschenkt bekommen, und ich habe es geschafft, auf einer Saite "Alle meine Entchen" zu spielen.
Und das war schon eine Leistung, da ich nur ein wähnendes Erahnen davon hatte, dass man ein paar Bünde überspringen musste, weil es ja auch am Klavier so was wie schwarze Tasten gab.

Bei den Pfadfindern habe ich die ersten Akkorde gelernt. Das "Trimm-Dich-Lied" war das erste Stück auf einer Saite, das man mir beigebracht hatte. Ich habe dann zu Geburtstag oder zu Weihnachten eine Gitarre geschenkt bekommen. Mit einem Klebebild für die ersten Finger, und einem Lehrheft, dass ich selber durchgearbeitet habe. Ob die ersten Akkorde bei den Pfadfindern vorher oder nachher waren, weiß ich nicht mehr. Hinterher habe ich in der Schule an einer Gitarren-AG weitere Akkorde und die ersten Zupfstückchen gelernt. Ich bin aber kaum über einfache Akkordbegleitung und ein paar sehr einfache Zupfmuster herausgekommen.

Ich habe mir Lehrbücher und Lehr-Langspielplatten aus der Stadtbibliothek ausgeliehen, und so bekam sammelte ich mir eine nach der anderen Fähigkeit an. Tja, die Informationsfülle, die uns heute durchs Internet zur Verfügung gestanden haben, gab es damals noch nicht.

Da wurden noch Texte mit der Hand, oder wenn man den Luxus hatte mit der Schreibmaschine geschrieben, und die Akkorde drübergeschrieben.

Bei den Pfadfindern wurde aber viel gesungen, und da habe ich viele Lieder gelernt.

Heute bringe ich den Leuten in wenigen Monaten das bei, wofür ich selbst Jahre gebraucht habe. :lol:

Inzwischen habe zig Schüler von mir mit dem Griffwechsel von D nach A angefangen,
Den einfachen 4/4-Schlag gelernt
und "Er hält die ganze Welt in seiner Hand (Spiritual)" gesungen.
Die ersten Hörproben für das Stimmen gemacht. (Oft eher ein Ratespiel ;) )
Grobe Fehler beim Stimmen kennengelernt (Am Wirbel zu drehen, und nicht die Saite anzuzupfen, um die Veränderung gleich zu hören..)

Bis die Leute einigermaßen Stimmen können dauert es meist.
Um das Stimmen und das Lernen, wie man richtig stimmt, drücken sie sich gerne.

Aber was erzähle ich das alles...
Das was ich beim Lagerfeuerdiplom aufgeschrieben habe, wende ich genau so in meinem Unterricht an.

Gruß Mjchael
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von rotz
#211545
Ich begann vor ca. 10 Jahren, allerdings nur für ein halbes Jahr und bin seit letzten Februar wieder dabei :D .
Ich bekam von meinem Stiefvater eine alte Konzertgitarre, ohne Stimmgerät und kaufte mir einfach vom Bursch das erste Buch und spielte mit einer verstimmten Gitarre die ersten paar Kapitel. Irgendwann sah ich bei einem Händler eine gebrauchte Aria für 800 Schilling (ca. 55 Euro), schlug zu und begann mit ein paar Kumpels in den Proberaum zu gehen. Nach kurzer Zeit wanderten 2 von meinen Kumpels nach Amerika, das war dann das Ende meiner kurzen Gitarrenlehre. Bevor einer meiner Kumpels nach Amerika flog schenkte er mir seine Ephi Les Paul, die allerdings wenig beachtung bekam, bis... 10 Jahre später ich das Teil dank meiner Freundinn in die Hand nahm. Prompt war ich wieder vom Virus Gitarrenspielen befallen. Da sich meine Freundinn auch dafür interessierte brachte ich ihr die ersten Basics bei. Das war im Februar letzten Jahres. Mein alter Verstärker klang so schlecht dass ich ihm prompt gegen einen Marshall MG15fx eintauschte (böse Zungen werden meinen, dass es kein upgrade ist) und legte mir eine SG zu. Seitdem gehe ich wieder mit ein paar Leuten spasshalber Proben und hab mir auch eine Hagstrom Viking zugelegt.
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von Willaberkannnich
#211566
Also mein erster Anfang geschah aus der Freude es einfach mal auszuprobieren im Sommer 2008. Hab mir einfach eine 35€ Western-Gitarre der Marke Bakers bei ebay bestellt. Als die bei mir ankahm wußte ich selbst als Anfänger das das Teil der letzte Müll ist (am 12. Bund den Zeigefinger zwischen Saite/Bünde schieben können ist eben eine Unmissverständliche "Botschaft"). Das Teil hab ich sofort wieder eingepackt und zurückgeschickt, und mir dann eine Woche später eine Antonio Hermosa AH-8 Konzertgitarre gekauft. Naja, und ab dann habe ich 3 Monate mit Peter Bursch verbracht und ab dann ging es bis heute alleine weiter. Etwa zu dem Zeitpunkt kam dann auch die erste E-Gitarre ins Haus, eine Yamaha 012 samt Marshall MG10CD gekauft.
Bei mir kam der "Appetit" erst beim "Essen", ich war bis dahin total Unmusikalisch (zumindest Äusserlich). Aber heute kann ich mir ein dasein so ganz ohne Musik zu machen kaum mehr vorstellen.
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