Suche Westerngitarre (Ibanez AEG8E-BK o. FENDER CD-60 CE BK)

Hilfe und Tipps zum Gitarrenkauf
von Fenner9
#204430
Hallo,
ich bin neu hier im Forum und hab gleich mal eine Frage:

Ich suche eine Westerngitarre mit Tonabnehmer und Cutaway. Ich hab mir schon mal 2 Gitarren rausgesucht die mir gefallen würden:
FENDER CD-60 CE BK
https://www.thomann.de/de/fender_cd60_ce_bk.htm

IBANEZ AEG8E-BK
https://www.thomann.de/de/ibanez_aeg8ebk.htm

Jetzt die Frage: Welche von den beiden Gitarren ist besser ( hat jemand Erfahrungen) oder könntet ihr mir eine andere Westerngitarre empfehlen die auch im preislichen Rahmen von ca. <300 Euro liegt ( am besten noch unter 200 :D ).
Die Gitarre sollte vll. auch vom Klang her ausreichend sein um 1-2 Lieder live zu spielen.

lg Fenner
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von Simse
#204439
Ohne deinen Hintergrund ist es schwer eine Empfehlung auszusprechen. Das solltest du beachten.
Wenn wir nix von dir wissen, können wir nicht gut empfehlen.
Dazu ist es meist sehr hilfreich wenn man den Fragebogen ausfüllt. Ist nur 2 Minuten Arbeit für dich und wir können dir besser helfen.
von Fenner9
#204446
Danke für den Tipp:


1. Besitzt du bereits eine Gitarre?
[ ] Nein
[x] Ja, und zwar (Marke, Typ): Yamaha Pacifica, Hohner HC


1.1 Besitzt du bereits einen Gitarrenverstärker?
[ ] Nein
[x] Ja, und zwar (Marke, Typ): Hughes & Kettner 15-DFX


2. Was für eine Gitarre suchst du?
[ ] E-Gitarre (elektrisch)
[ ] Konzertgitarre (akustisch)
[x] Westerngitarre
[ ] Semi-Akustik (beides)


2.1 Falls "E-Gitarre" - welche Gitarrenform bevorzugst du?
[ ] ST-Modelle
[ ] T-Modelle
[ ] LP-Modelle
[ ] SG-Modelle
[ ] Heavy Gitarren
[ ] Jazz-Modelle
[ ] egal
[ ] keine Ahnung


2.2 Falls "Westerngitarre" - welche Gitarrenform bevorzugst du?
[ ] Dreadnought
[ ] Jumbo
[ ] Roundback
[ ] egal
[x] keine Ahnung


3. Wo spielst du Gitarre?
[x] zu Hause
[x] im Proberaum
bald vll.. auch live auf der Bühne


4. Wieviel Geld hast du eingeplant auszugeben?
[ ] Euro insgesamt, davon
150-250 Euro für Gitarre
[ ] Euro für Gitarrenverstärker
[ ] keine Ahnung, wie das verteilt werden soll(te)


5. Was für Musik beabsichtigst du zu spielen (1= eher mehr, 2 = eher selten)?
Kann ich jetzt nicht genau beantworten, aber auch ein paar Stücke von Neil Young, ich spiele ja eher E-Gitarre

6. Hast du schon mal in einem Gitarrengeschäft ein paar Gitarren in die Hand genommen?
[ ] Nein
[x] Ja, und zwar (Marke, Typ, falls bekannt): oben genannt
[ ] Mir hat am besten gefallen (Marke, Typ, falls bekannt):


7. Würdest du dich selbst bezeichnen als
[ ] blutiger Anfänger
[ ] Anfänger mit etwas Erfahrung
[x] Amateur mit etwas Erfahrung
[ ] fortgeschrittener Amateur
[ ] ambitionierter, erfahrener Gitarrist
[ ] Fortgeschrittener Gitarrist


8. Wie lange spielst du schon Gitarre?
[ ] einige Tage/Wochen
[ ] einige Monate
[x] länger und zwar: 4-5 Jahre
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von Simse
#204457
Vielen Dank :)

Ich sehe du hast schon etwas Erfahrung und bist kein blutiger Einsteiger.
Die Gitarren die du verlinkt hast sind aber im untersten Einsteigerbereich anzusiedeln wenn sie auch noch ein ordentlichen Tonabnehmer haben sollen. Viel Qualität kann man da nicht erwarten, aber trotzdem eine ordentliche Verarbeitung.

Klanglich werden sie auf der Bühne nicht das beste bieten, aber durchaus brauchbar sein nehm ich an.
Der rein akustische Klang wird dich auch nicht vom Hocker reissen. Massive Decken können da mehr aus dem Klang machen.
Gute Klänge bei laminierten Decken gibts auch, ist immer etwas Geschmacksfrage. Wenn dir das ausreicht ist es völlig ok :)

Die Tonabnehmer bei beiden Gitarren sind ordentliche Geräte mkit denen du keine großen Probleme kriegen solltest.

Feedback ist eine Sache die du beachten solltest auf der Bühne. Gerade bei akustischen Gitarren. Daher ist es von Vorteil wenn dir die Elektronik eine Funktion bietet um das in den Griff zu kriegen. Meine Ibanez EW20ASE hat dazu einen Anti-Feedback-Regler (100 - 300 Hz) und einen Phase-Reverse-Schalter.

Momentan würde ich von den beiden die Ibanez favorisieren, da ich weiß dass die Saitenlage und die Qualität der Gitarren immer sehr gut ist.

Optik: Natürlich (fast) das wichtigeste auf der Bühne. Schwarz solls sein? Das grenzt die Auswahl gut ein, denn da gibts nicht so viele Modelle in deiner Preisklasse ;)
Mögliche weitere in Frage kommende Gitarren:
https://www.thomann.de/de/cort_sfx1_bk.htm -- Cort ist auch bei günstigen Gitarren sehr gut
https://www.thomann.de/de/epiphone_sststdsna.htm -- Der Shadow Tonabnehmer ist wirklich top. Aber bei Epiphone wird immer wieder von Qualitätsschwankungen berichtet, also die Gitarre GANZ genau prüfen beim Kauf
https://www.thomann.de/de/epiphone_pr_5_ce_eb.htm
https://www.thomann.de/de/takamine_eg260c_bk.htm -- Takamine ist auch nie zu verachten
https://www.thomann.de/de/fender_cd140sce_bk.htm -- mit massiver Decke, aber generell ist Fender im Akustikbereich nicht so stark wie bei den E-Gitarren meine ich
http://www.hieber-lindberg.de/product_i ... tarre.html -- Yamaha hat immer ein gutes Preis-Leistungsverhältnis

Hoffe ich konnte dir soweit schonmal weiterhelfen und dir ein paar Möglichkeiten aufzeigen.

Dreadnoughts sind die Schlachtschiffe, und auf Bühnen (wenn man sich viel bewegen will) die sperrigsten. Jumbos können da schon handlicher sein, aber klanglich trotzdem viel bieten.
Habe auch schon mal eine Yamaha APX500 getestet. Die hat einen viel dünneren Korpus und klingt akustisch wenig überzeugend, aber über die Anlage kam sie echt gut rüber.

Richtig gut werden die Gitarren im Preissegment 300 - 600 €.
Tanglewood, LAG, Crafter, Baton Rouge etc. sind auch super Marken
http://www.hieber-lindberg.de/product_i ... ought.html
http://www.schlaile.de/Tanglewood_TSFCE ... 38028.html
http://www.schlaile.de/Vgs_V_2_A_CE_F_P ... 58340.html -- eher unbekannte, aber auch ordentliche Marke
http://www.schlaile.de/Baton_Rouge_L6_B ... 23679.html -- die Gitarre eines Bekannten, klanglich auch sehr überzeugend
Zuletzt geändert von Simse am 02.01.2011, insgesamt 2-mal geändert.
von Fenner9
#204462
Wow :D , danke für die schnelle Antwort.
Ich schau mir die Gitarren nachher mal an, ich mus jetzt noch weg. Sieht aber sehr hilfreich aus.

lg Fenner
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von Simse
#204465
Da geb ich dir recht, aber die ist leider ohne Cutaway und Tonabnehmer. 2 Vorgaben die er gemacht hat ;)
Und anscheinend favorisiert er schwarz. :) Mal sehen was er noch sagt...
von catmini
#204467
als onstage gitarre sind ovation hervorragend geeignet, kenne aber nicht die unterste preisklasse von denen.
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von Hustle
#204476
Simse hat geschrieben:Da geb ich dir recht, aber die ist leider ohne Cutaway und Tonabnehmer. 2 Vorgaben die er gemacht hat ;)
Und anscheinend favorisiert er schwarz. :) Mal sehen was er noch sagt...

stimmt :lol:
Mit dem Pickup bei der Cort kann ich noch dienen:

https://www.thomann.de/de/cort_earth_70 ... itarre.htm


Das Cutaway gibts aber nicht dazu.
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von Frank-vt
#204604
Solltest du in einen Laden gehen (eigentlich sowieso ein "Muß"), spiele auf jeden Fall Baton Rouge mit an, die haben für unter 200,- (ohne TA) ebenfalls schon massive Decken und einen schönen warmen, vollen Klang. Im Gegensatz dazu klingen nach meinen Erfahrungen Fender, Yamaha und Takamine sowieso meist erheblich heller.
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von Simse
#204652
Liegt vielleicht auch an der Zederndecke :) Fichte klingt meist etwas heller und brillianter als Zeder.
von Fenner9
#204701
Nochmal danke für die Antworten.

Also an sich würde mir die CORT SFX-1 BK schon sehr gut gefallen aber ich werd auch noch mal in den Laden gehen und ein paar andere anspielen wie die oben genannte Baton Rouge.
Die YAMAHA FX370C TBS scheint an sich vom Klang her auch nicht schlecht zu sein aber leider gefällt mir die Sunburst-Optik nicht so ganz :D ; da nehm ich dann doch lieber Schwarz oder Natur.

Nochmal eine andere Frage: Hat jemand Erfahrungen damit wenn den Tonabnehmer erst nachträglich einbauen zu lassen? Hab aber gehört da könnte der Klang sehr darunter leiden wie generell bei Gitarren mit Tonabnehmern.

lg Fenner
von catmini
#204703
der nachträgliche einbau wird mit etwa 100-300 euro und mehr zu buche schlagen, je nachdem welche tonabnehmer verbaut werden sollen. das rentiert sich also eigentlich nur bei hochwertigen gitarren!
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von Simse
#204734
Hat jemand Erfahrungen damit wenn den Tonabnehmer erst nachträglich einbauen zu lassen? Hab aber gehört da könnte der Klang sehr darunter leiden wie generell bei Gitarren mit Tonabnehmern.
Wer erzählt bitte so einen Bockmist? :shock: Nu hab ich aber die Faxen dicke, grrrrrr.
Halte ich für ein unhaltbares Gerücht der "Klang-ist-Gott/Gitarre-ist-ein-Heiligtum-Fraktion".
Hab noch keinen selbst nachträglich eingebaut, aber das mach ich durch meine berufliche Erfahrung im Umgang mit Holz locker wett. :)

An der Gitarre geht weder was kaputt, noch wird der akustische Klang in Mitleidenschaft gezogen!
Ich seh einen Tonabnehmer als Aufwertung und nicht als Abwertung. Wer das nicht tut, okay, ist nicht mein Bier :) Zum einen bekommt man dadurch auf der Bühne Bewegungsfreifraum, zum anderen kann man auch im Heimstudio schon viel mit einem Tonabnehmer anfangen. Die meisten der Systeme sind auch nur noch geringfügig feedbackanfällig und so gut wie rauschfrei. Hochwertige Tonabnehmer kommen auch schon mal in richtigen Studios zum Einsatz.

Die Hersteller (Shadow, B-Band, Schertler, Fishman, L.R.Baggs, Dimarzio, Schaller, Seymour Duncan, Takamine, Taylor, etc.) bieten viele unterschiedliche Systeme an. Da ist i.d.R. immer etwas dabei was den eigenen Ansprüchen, Vorlieben und dem Budget entspricht. Jedes System gibt es von Ultrabillig bis Deluxe-hoch-10. Der Qualität entsprechend eben.

Hier nur mal ein kleine Auswahl von den Tonabnehmersystemen für Akustikgitarren:

Easy und günstig: Tonabnehmer auf der Decke
- Tonabnehmer (Transducer) zum auf die Decke kleben mit einer knetartigen Masse die sich wieder rückstandsfrei entfernen lässt)
- Für spontane Einsätze
- klanglich muss man selbst den optimalen Punkt auf der Decke finden
- Kabel könnte im Weg sein.
- Arbeiten an der Gitarre: minimal
- es gibt Videos auf youtube wie man solche Abnehmer in ähnlicher Weise nachbauen kann
- Einbauschwierigkeit: easy

Medium-price: Tonabnehmer im Schalloch
- wird ins Schalloch eingesetzt
- klanglich ist man auch hier wieder auf "Experimentierfahrt"
- Klangcharakter noch nicht ganz natürlich
- hochwertigerer Klang als bei der "Aufklebmethode"
- Kabel könnte stören
- Arbeiten an der Gitarre: minimal
- Einbauschwierigkeit: easy

Teurer und hochwertiger: Tonabnehmer unterm Steg
- Der Preamp ist zugleich der Gurtpin. Das Loch des Gurtpins muss evtl. vergrößert werden.
- Der Nanoflex wird unter der Steg eingelegt, In den Stegschlitz wird ein 3mm kleines Loch gebohrt
- Batteriefach wird innerhalb der Gitarre mit Klettband angebracht
- Sehr natürlicher Klang
- Arbeiten an der Gitarre: mittel
- Einbauschwierigkeit mittel: Für komplette Laien undurchführbar ohne geeignetes Werkzeug und Werkzeugerffahrung. Ja, auch richtig bohren will gelernt sein :) Einbaukosten beim Gitarrenbauer ca. 50€

Komplettset: System mit EQ und Preamp in der Zarge, Tonabnehmer unterm Steg und extra Minimikro
- Sehr hochwertiges System, da mit zusätzlichem Mikro der Ton abgenommen wird
- Sehr natürlicher Klang, mehr Vielfalt da man Mikro und Stegtonabnehmerklang mischen kann
- Der Preamp muss in die Zarge eingearbeitet werden. Dazu wird eine Aussparung eingefräst
- Für den Tonabnehmer unterm Steg muss auch ein Loch in den Stegschlitz gebohrt werden
- Feedback kann durch die zusätzlichen Features wie "PhaseReverse" "NotchFilter" oder "FeedbackFrequenz" noch besser im Zaum gehalten werden
- Je nach Ausstattung und Güte dieser Systeme gibts es solche Komplettsets auch um einiges günstiger
- Arbeiten an der Gitarre: hoch
- Einbauschwierigkeit: hoch - Anfänger oder Werkzeuglaien sollten das lieber vom Gitarrenbauer machen lassen

Das höchste der Gefühle ist jedoch immer noch eine sauber und mit gutem Equipment mikrofonierte Gitarre. Da geht immer noch nichts drüber.

Des weiteren gibt es Preamps die nicht in der Zarge sondern unterm Rand des Schallochs angebracht werden. Z.B. diese hier
https://www.thomann.de/de/shadow_megasonic22.htm
https://www.thomann.de/de/shadow_sonic_nanomag.htm

Aber nun zum wichtigeren Teil:
Das Loch in der Zarge hat m.M.n. KEINE, aber auch GAR KEINE, Auswirkung auf den akustischen Klang, da hauptsächlich die Decke der Klanggeber ist. Der Boden hat den nächstgrößeren Anteil, dann erst die Zargen mit ca. 5-15%. Obwohl 15% auch fast noch zu hoch geschätzt ist.
Und nun rechne dir mal aus wie hoch wohl die Auswirkung eines 9 cm² großen Loches sein wird bei einer Zargenfläche von CA. 1.800 cm² (Die 1.800 sind ein gerundeter Wert, überschlagen anhand der Aussenmaße einer Dreadnought) :)
Das ist ein Verlust von ca. 0,5 % Fläche bei einem Klangelement das eh nicht Hauptklanggeber ist. Also liegt der reelle Klangverlust bei fast 0!
SO! :D


Dass es statisch irgendeine Auswirkung auf die Zarge hat sei auch mal dahingestellt. Und SOOOO HOCH ist die Druck- und Biegekraft in dem Zargenbereich nun auch wieder nicht. Die Teile werden mit 99%iger Wahrscheinlichkeit vorgeformt und nicht auf Spannung eingebaut. Da wird weder was reißen, aufplatzen oder einknicken wenn man da nachträglich ein Loch in die Zarge fräßt.

Über die 3mm-Stegschlitzbohrung will ich erst gar nicht reden. Ich sag nur Stegpinlöcher sind ja auch Löcher im Steg und Decke ;)

Tonabnehmer die in die Stegeinlage gelegt werden haben auch keinen Einfluss auf den akustischen Klang. Die Schwingungsübertragung wird ja nicht unterbrochen.
Habs selber ausprobiert (hab den Streifen unter der Stegeinlage beim Saitenwechsel mal entfernt) und konnte keine Veränderung feststellen. Der Streifen ist ja auch nur hauchdünn.

Einzig bei den im und am Schalloch angebrachten Tonabnehmern ließe ich mich auf eine Diskussion ein wenn mir jemand verwertbare Messungen des Schingungsverlustes der Decke zeigen kann sobald so ein Teil angebracht wird. Ansonsten ist auch dieses Thema für mich nicht sehr diskussionswürdig.

Pfuuuuh, tat das gut das endlich mal loszuwerden :D

Kann man das vielleicht pinnen? Ich werd das nie wieder so zusammenbekommen :D :D
Zuletzt geändert von Simse am 25.01.2012, insgesamt 1-mal geändert.
von Fenner9
#204770
Gut, jetzt bin ich erst mal um einiges schlauer :) ( den Beitrag würd ich mir kopieren falls nochmal jemand so ein dummes Gerücht hier einbringt :D )
Ich werd jetzt demnächst nochmal in den Laden fahren und wenn möglich die Cort und Baton Rouge anspielen und vll. noch ein paar Andere.

lg Fenner
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