Gitarre lernen ohne Lehrer

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Löwe
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Gitarre lernen ohne Lehrer

Erstellt: von Löwe » 30.12.2010, 22:49

Ich habe mir mal ein paar Gedanken zu dem Thema gemacht:

Viele der ambitionierten Gitarrenbegeisterten sind ja hier im Alter, in dem man zur Schule geht.

Vielleicht kommt daher oftmals eine Aversion gegen einen Lehrer bei so etwas Tollem wie beim Gitarre spielen.

Man will sich vielleicht nicht wieder bevormundet fühlen, gerade noch bei einem Hobby oder- sogar eben bei so einer Begeisterung für das Instrument.

Aber: Das Verhältnis zwischen einem Menschen, der Gitarre lernen möchte und einem Gitarrenlehrer ist meist ein ganz anderes als ein normales Lehrer-Schüler-Verhältnis in der Schule.

Erstmal suchst Du Dir ja selbst den Lehrer, kommst also mit ganz anderen Vorsaussetzungen dorthin.

Und dann kannst Du jederzeit sagen: Gefällt mir nicht, ich suche mir einen anderen.

Auerdem ist viel mehr Eigenarbeit erforderlich als in der Schule, damit es klappt mit dem Gitarrespieln - und das ist ja auch richtig so, denn eigentlich bist Du ja der Motor für Dein Gitarre spielen und nicht irgendein Lehrer oder irgendein Zwang.

Der Lehrer soll Dir ermöglichen, Deinen Weg zu gehen.
(Sollte meiner bescheidenen Meinung nach ja auch in der Schule so sein *seufz*)

Du gehst hin und sagst: Ich möchte das und das machen. Vorschläge, wie ich dorthin komme?

Der Lehrer macht Dir Vorschläge.

Du entscheidest, nachdem Du Dich damit auseinandergesetzt hast (vielleicht sogar ein paar Schritte dahin gegangen bist: sprich, ein paar Wochen/Tage das getan hast, was der Lehrer vorschlug):

Nein, das nicht.

Oder Du sagst gleich (ohne es auszuprobieren): Hm, also ich sehe keinen Grund das so zu machen, auch wenn Sie es mir jetzt erklärt haben. Gibt es noch einen anderen Weg?

Oder Du sagst: Klasse, hört sich gut an. So kann ich mir das vorstellen.

Usw.

Also: Nur Mut zu einem Lehrer. Versuche, klare Vorstellungen zu entwickeln, was Du möchtest und was Du nicht möchtest.
Lerne, Wünsche zu finden und zu äußern, was Deinen Lernweg angeht.

Es ist Dein Weg mit der Gitarre.

Und vielleicht hilft ein Lehrer ja wirklich dabei, daß es wirklich ein langer Weg wird.

Sicher, man kann auch mit vielen Informationsquellen und Begeisterung und Lernwillen usw. selbst und allein viel auf der Gitarre erreichen.

Aber man kann auch einen Lehrer nehmen.

Wenn es nur die Angst vor einem neuen "Unterricht- wie- in- der- Schule-Gefühl" Dich davon abhält, einen Lehrer zu suchen, dann möchte ich Dir Mut machen, Neues zu entdecken und auch in dieser Richtung ein wenig zu wachsen.

Ein recht alter :shock:
Löwe (wenn man mich mal mit einem 15-jährigen Menschen vergleicht :-) )
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Gast

Erstellt: von Gast » 30.12.2010, 22:55

schön gesagt :)

obwohl, ich bezweifel, dass sich der / die 15jährige so einen langen Text durchliest :lol:





(Spaß)

Gast

Erstellt: von Gast » 30.12.2010, 22:55

Also ich fand es gut, dass ich die ersten vier Jahre Unterricht hatte, denn da hab ich die Grundlegen gelernt, was ich allein niemals geschafft hätte, und das sind halt Sachen auf denen man aufbauen kann. Also die erste Zeit ist Untericht nicht verkehrt, aber wenn man die Grundlagen hat, kann man auch gut alleine weitermachen.

Löwe
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Erstellt: von Löwe » 30.12.2010, 23:00

mihu hat geschrieben:schön gesagt :)

obwohl, ich bezweifel, dass sich der / die 15jährige so einen langen Text durchliest :lol:





(Spaß)


Vielleicht bleibt ja beim Überfliegen der eine oder andere Satz hängen?-
Spaß beiseite (oder so)

Ich weiß ja, ich weiß... im Forum liest man für gewöhnlich nicht so gern
so lange Sachen.

Aber wenn es gerade wichtig für einen ist, das Thema? Dann vielleicht doch.

Danke für das "schön gesagt". :-)
Alt-Löwe *seufz*
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Löwe
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Erstellt: von Löwe » 30.12.2010, 23:06

rexie hat geschrieben:Also ich fand es gut, dass ich die ersten vier Jahre Unterricht hatte, denn da hab ich die Grundlegen gelernt, was ich allein niemals geschafft hätte, und das sind halt Sachen auf denen man aufbauen kann. Also die erste Zeit ist Untericht nicht verkehrt, aber wenn man die Grundlagen hat, kann man auch gut alleine weitermachen.

Manche probieren diesen Weg aber eben aus den oben genannten Gründen nicht aus.

Und hören dann auf, weil es vielleicht mit Lehrer gegangen wäre.

Sie hören auf- obwohl es, wie gesagt, eben mit einem Gitarrenlehrer ganz anders sein kann als im normal-Unterrichtsgefühl in der Schule
(und so was kann wirklich abschreckend sein, wenn man sich Gitarrenunterricht so vorstellt...).

Vielleicht gibte s ja auch so einen doofen Unterricht, nicht jeder Gitarrenkehrer sagt einem zu- aber da kann man ja dann geeeehen.

Man hat jede Freiheit!

Eben auch die Freiheit, mit einem Lehrer Gitarre zu lernen (oder ohne Lehrer... je nachdem :-))) )

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Willaberkannnich
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Erstellt: von Willaberkannnich » 30.12.2010, 23:14

Also ich finde es ganz natürlich das es kein normales Schüler/Lehrer Verhältniss ist bzw, sein sollte. Denn man bezahlt ja dafür, und dafür hat der lehrer auch nach der eigenen Pfeiffe zu Tanzen. So sehe ich das, und so würde ich das auch erwarten wenn ich einen Lehrer hätte. Und im Umkehrschluß: Als Lehrer muß man sehr flexibel sein, sonst sollte man das auch besser sein lassen mit dem Unterrichten.

Aber manchmal ließt man das hier ja auch hin und wieder in einem Frust-Post, das der ein oder andere Gitarrenlehrer den eigenen Schülern seinen eigenen Geschmack aufzwängt und so garnicht auf den Schüler eingeht. Da sollte man dann als Schüler zusehen das man zu einem anderen Lehrer geht.

Gast

Erstellt: von Gast » 30.12.2010, 23:30

Willaberkannnich hat geschrieben:...das der ein oder andere Gitarrenlehrer den eigenen Schülern seinen eigenen Geschmack aufzwängt und so garnicht auf den Schüler eingeht. Da sollte man dann als Schüler zusehen das man zu einem anderen Lehrer geht.

ja, auf jeden Fall. Geht ja gar nicht, was man manchmal hier so liest.

Allerdings kann man vom Gitarrenschüler (jedenfalls wenn er kein kleines Kind mehr ist) auch ein bisschen Mühe erwarten, was das Aussuchen von vernünftigem Unterricht betrifft. Bei Gitarren oder Amps werden ja auch zig verschiedene Modelle durchprobiert - also! Ein bisschen Durchhaltevermögen sollte schon sein (oder nennen wir es: die Hoffnung, dass es auch besser werden kann^^.)

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simon100
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Erstellt: von simon100 » 31.12.2010, 18:04

mihu hat geschrieben:
obwohl, ich bezweifel, dass sich der / die 15jährige so einen langen Text durchliest :lol:



Stimmt! =)=)=

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Erstellt: von James.Whisler » 31.12.2010, 18:15

Naja, dass man nicht so gern zu einem Lehrer gehen möchte, liegt nicht an der "Angst" und der Verbindung zum Schul-lehrer.

Viel mehr möchte man eigene Wege gehn und das spielen und lernen wie man es selber will...^^

BloodyHand
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...

Erstellt: von BloodyHand » 01.01.2011, 02:33

hatte keine lust mir das ganze durch zu lesen hoffe ich weiß um was es ungefähr geht ...

und will nur sagen ...


mir läufts super grade ohne lehrer versteh ich was nicht krieg ich hier hilfe und meinen Buch geh ich Unterricht so zu sagen ... Nur das es nicht spricht XD Dann hab ich noch so ein anderes Buch das zeigt mir durch Fotos wie ich die Akkorde greifen kann ... Durch Tabs lest es sich auch dann Gut spielen ...

man kann immer wenn man halt nur will :P
Alles kann gefüllt und gestopft werden drotzdem wird alles irgendwann auslaufen .

R@Bb!t
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Erstellt: von R@Bb!t » 01.01.2011, 10:19

Hi,
Ich hab 4 1/2 Jahre Unterricht in ner Musikschule gehabt.
Aber da hatte mir mein Gitarren-lehrer das Spielen auf einer Konzertgitarre beigebracht.
Dan hatte ich aus i-einen Grund keine lust mehr.... -.-
Dan hatte ich mit E-Gitarre angefangen, da wahr ich auch erst bei nem Lehrer, aber der wahr nur auf so Blues und Jazz aus und ging sehr streng nach CD und Buch.
Dan hatte ich keine lust mehr.... :D
Jetzt vor ein paar Wochen habe ich wieder mit E-Gitarre angefangen, aber diesmal ohne Unterricht.
Ich hab mir mehrere Gitarrenschulen (in Form von Büchern) im Internet angeschaut, und habe mir auch die kommentare zu den Büchern angeschaut, und die Bücher, die die anderen Empfohlen haben und mich auch begeistert haben, habe ich mir dan in einem Musikladen zurücklegen lassen, wen sie sie auf Lager hatten.
Ich hab mich dan für das buch von Bernd Brümmer "Garantiert E-Gitarre Lernen" entschieden.
Ich komme mit dem Buch auch sehr gut zurecht, und mache bis jetzt auch vorschritte, weil ich auch durch die paar järchen Unterricht ein paar Grundlagen noch kannte.
Ich weiß jetzz ned, aber ich denke mal das es schwerer sein wird, wen man ohne jede Erfahrung sich am Anfang vor so ein Buch hockt und mit dem buch anfängt.
Ich würde die ersten paar Jahre Gitarren unterricht schon leuten vorschlagen, weil es einem dam wesentlich leichter fällt, so ein Buch im nachhinein zu bearbeiten ^^

Gruß Jannik
Und wieder ein Beitrag mehr ! *.*
Und ein bisschen mehr an Erfahrung gesammelt ! *.*

Gast

Erstellt: von Gast » 01.01.2011, 13:59

juppi, viel Erfolg mit den Büchern. Dass deine früheren Lehrer nicht auf dich und deine Interessen eingegangen sind, ist deren Fehler, sicher nicht deiner; das ist natürlich immer ein Problem. Gut, dass sie dir die Lust nicht völlig ausgetrieben haben! (Könnt mich ärgern über solche Leute... :twisted: )

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Erstellt: von Löwe » 01.01.2011, 14:10

James.Whisler hat geschrieben:Naja, dass man nicht so gern zu einem Lehrer gehen möchte, liegt nicht an der "Angst" und der Verbindung zum Schul-lehrer.

Viel mehr möchte man eigene Wege gehn und das spielen und lernen wie man es selber will...^^


Und genau das unterscheidet ein erwachsenes Verhältnis zu einem Lehrer zu dem, was einem in der Schule aufgedrückt wird.

Du hast Dir ein schönes Hobby gesucht, oder anders gesagt: Du hast Dir ein Instrument ausgesucht, willst es lernen, und zwar auf Deine Weise.

Da hat ein Lehrer, falls Du Dir einen suchst, Deinen Weg zu unterstützen. Nicht seine Ideen umzusetzen.

Genau darum gehts in dem langen Beitrag oben.

Das Verhältins zwischen Gitarrenlehrer und Lerner ist ein völlig anderes- und wenn Du Dich nicht wohlfühlst, gehst Du eben wieder.

Der Lehrer ist für Dich da, nicht Du für den Lehrer. (So sollte es in der Schule meiner Meinung auch sein- sonst werden solche Aversionen gegen alles Möglcihe aufgebaut- siehe: Gitarrenlehrer-Thema)
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Erstellt: von Löwe » 01.01.2011, 14:17

mihu hat geschrieben:juppi, viel Erfolg mit den Büchern. Dass deine früheren Lehrer nicht auf dich und deine Interessen eingegangen sind, ist deren Fehler, sicher nicht deiner; das ist natürlich immer ein Problem. Gut, dass sie dir die Lust nicht völlig ausgetrieben haben! (Könnt mich ärgern über solche Leute... :twisted: )


Die Erwachsenen müssen eben noch viel lernen, vielleicht brauchen sie dazu Jugendliche, dioe wissen, was sie wollen.

Manche Erwachsene aber haben schon gelernt, vielleicht schon als Jugendliche. Und ich glaube, es geht beiden Seiten damit besser.

Ich wäre jedenfalls nicht glücklich, wenn ich Lehrer wäre und mein Schüler nur lernen würde, weil ich ihn irgendwie zwinge und bevormunde.
Oder wenn er immer mit Aversion zu mir kommt.

Wem tut sowas denn gut? Weder dem Lehrer noch dem, der zu mir kommt, um seinen eigenen Weg zu finden.

Und trotzdem hält sich sowas. Vielleicht, weil noch nicht genug Jugendliche wissen, was sie wollen und das auch gegenüber ihren Lehrern ausdrücken können.

(Und diese Jugendlichen werden dann vielleicht auch solche Lehrer, später, die dann wieder die Schüler bevormunden?- wenn sie denn Lehrer werden... =)=)=

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Effy
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Erstellt: von Effy » 01.01.2011, 21:53

Ich kann aus Eigenerfahrung sagen, dass Gitarre spielen lernen ohne Lehrer sehr viel schwerer ist. Man merkt selber nicht was für Fehler man macht und nimmt vielleicht unbewusst Umwege. Seitdem ich Gitarrenunterricht nehme geht es viel schneller :)..
aber wie gesagt man muss sich eben den Lehrer für sich finden.
Ich habe das Glück auf einer Wellenlänge mit meiner Lehrerin zu sein und den gleichen Musikgeschmack zu haben.
Und wenn man einen Lehrer erwischt, der einem etwas aufzwingen will sollte man "Stop" sagen
und wenn das nichts bring zu einem anderen gehen. Schließlich zahlt man dafür!

Ich finde auch nicht, dass man es mit Schule vergleichen sollte. Da sind die Lehrer ja meist selber unmotiviert!..
Aber wenn ich sehe wie leidenschaftlich meine Lehrerin spielt will ich es auch können und sie motiviert mich!
Das ist ein ganz anderes Verhältnis.

Löwe
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Erstellt: von Löwe » 02.01.2011, 09:33

Da hst Du ja einen Glücksgriff getan.

Aber vielleicht kann man das wirklich als ein Kriterium für sich nehmen: Wenn der Lehrer oder die Lehrerin begeistert ist von dem, was sie macht, dann hat sie schon mal eine Menge Punkte.

Viele können sich eben nicht vorstellen, daß es anders als in der Schule sein soll.

Aber es kann anders sein. Und das ist doch dann vielleicht DIE Chance.

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Lightbody
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Erstellt: von Lightbody » 05.01.2011, 22:01

R@Bb!t hat geschrieben:Ich würde die ersten paar Jahre Gitarren unterricht schon leuten vorschlagen, weil es einem dam wesentlich leichter fällt, so ein Buch im nachhinein zu bearbeiten.


Ja klar, aber irgendwie ist da ja auch jeder anders - ich hatte mal eine Probestunde Klavierunterricht vor einigen Jahren, und hatte das Gefühl, dass wenn ich mir das ganze nicht selbst erarbeite, ich mich nicht so wohl fühle, wie wenn man von den ersten schief klingenden tönen zu den ersten anfängerliedern kommt.

aber da ist ja auch jeder anders :-)

ich finde den start mit den büchern persönlich sehr gut, ich benutze 2 bücher und dazu den justinguitar online kurs. so hat man immer abwechslung und weiss woran man arbeiten kann.

jeder so, wie er am besten seine motivation einbringen kann :)

Grüße
Lightbody
We'll do it all - everything - on our own...

perteges
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Erstellt: von perteges » 06.01.2011, 12:43

Ich lerne auch ohne Lehrer - mit diversen Büchern und dem justinguitars Online Kurs.
(Ich habe aber als grössten Kritiker meinen Junior zur Seite :) )
Da ich schon einige Jährchen Musik mache, fällt es mir (bis eben auf den rein technischen Part) relativ leicht. Die Technik muss halt geübt werden...

Um einen vernünftigen Übungsplan zu erarbeiten, habe ich mir vom PPV Verlag das Buch Guitar-Fitness geholt, ich finde es hilfreich um einigermassen strukturiert zu arbeiten.

VG Tom

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phunky
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Erstellt: von phunky » 06.01.2011, 12:51

Ich habe auch nie einen Gitarrenlehrer gehabt. Zu der Zeit als ich anfing, war das einfach nicht drin. Azubi, wenig Geld. Ich war mal bei so einem Volkshochschulkurs, aber nur zwei Mal, das erste und das letzte Mal ;-)

Aber ich hatte zum Glück einige versierte Gitarristen in meinem Umfeld (hoch lebe das Haus der Jugend), die mir einiges zeigen konnten. Ich glaube allein mit Bursch (der lag bei uns zuhause rum) wäre ich wohl nicht dabei geblieben. Ist halt etwas anderes, wenn einem jemand etwas zeigt.

Ansonsten ist beim Selbststudium sicher die Selbstdisziplin ein großes Thema. Hat man die nicht, wird's ganz schwer. Hat man sie, kann man sicher auch mit Lehrbüchern und Videos einiges erreichen.

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bowmen
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Erstellt: von bowmen » 06.01.2011, 13:42

Klar kann man sich das Gitarrespielen auch selbst beibringen.
Die Betonung liegt auf -kann- und sicher wird das auch vielen sehr gut gelingen.
Aber es gehört, meiner Meinung nach, sehr viel dazu.

- Selbstdisziplin
- Ergeiz, Motivation
- ein gewisses Talent
- die Fähigkeit eigene Fehler zu erkennen

Wenn diese Voraussetzungen (es gibt wohl sicher noch mehr) alle erfüllt sind, dann bin ich sicher das der/diejenige das Spielen in einer gewissen Zeit sehr gut lernen wird.
Aber es es wird (vermutlich) etwas länger dauern bis sich gewisse Erfolge einstellen.
Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel.

Warum dann einen Lehrer?

Weil wir dann nicht soviele arbeitslose Musiker hätten ?! :cool:

Spaß beiseite, sicher nicht.

Unter der Voraussetzung, daß man nicht ein Kind ist das zum Musikunterricht gezwungen wird (soll auch vorkommen), denke ich man muß den Musikunterricht in einer Musikschule und den Unterricht an einer normalen Schule trennen.

Normale Schule = Zwang (Schulpflicht usw....)

Musikschule = Freiwillig, Hobby, soll Spaß machen......
Letztlich zahlt man auch dafür.

Vergleichen wir es mal mit dem Sport, ist vielleicht nicht so weit hergeholt.
Ich kann mir bestimmte Sportarten selbst beibringen, will ich aber richtig gut werden, brauche ich irgendwann mal einen Trainer der mich weiter bringt.
Das hat jetzt nichts mit Talent oder der Fähigkeit sich etwas selbst beizubringen zu tun, sondern einfach damit, daß jemand da ist der mit mir und an mir arbeitet um Fehler an mir zu erkennen, der vielleicht neue Fähigkeiten an mir entdecken und fördern kann usw.....

Warum dann nicht mit einem Lehrer?

- evtl. nicht genug Geld dafür?
könnte ich in heutigen Zeiten sehr gut verstehen.
Wäre aus meiner Sicht, eines wenige Argumente gegen einen Lehrer.

- keine Lust auf jemanden der einen Vorschreibt das zu tun was nötig ist um das ganze Richtig zu lernen?
Sollte das der Fall sein, muß eh seine Einstellung zu dem Thema überdenken, denn gewisse Grundlagen müssen auch beim Selbststudium gelernt werden.

- der Ergeiz eine Sache selbst in die Hand zu nehmen um sich selbst zu beweisen - Ich kann das auch alleine!-
Dies wohl eines der Hauptargumente gegen einen Lehrer. Wer es kann, soll es so tun und wenn es klappt hat der/diejenige großen Respekt verdient.
Leider wird es aber auch viele geben die dann an einem gewissen Punkt abbrechen.

Sicherlich gibt es noch vieles mehr das man hierzu schrieben kann.......


Ich denke es muß jeder selbst heraus finden welche Methode besser für einen selbst ist.

Ich für meinen Teil habe gemerkt, daß es mit dem richtigen Lehrer (und den kann jeder selbst aussuchen, nicht wie in einer "normalen" Schule) viel mehr Spaß macht, es schneller voran geht, man in kürzerer Zeit sehr viel mehr lernt usw.....

Was ja nicht heißt, daß man nur und ausschließlich mit dem Lehrer lernt.
Man kann sich ja trotzdem jede Menge YouTube Videos, Onlinekurse usw. reinziehen.
Die richtige Mischung machts einfach.

Soweit meine Meinung dazu.

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Feierabendklampfer
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Erstellt: von Feierabendklampfer » 06.01.2011, 14:00

Hi!

also ich mein'

Gitarre ist eines der wenigen Instrumente das mann zur Not auch alleine lernen kann, aber mit Lehrer geht es natürlich schneller. Vielleicht nicht in eine Richtung die man selber möchte. Das ist vielleicht auch das Geheimnis dass neue Gitarrenstile entstehen wenn jemand versucht sich auf dem Ding auszudrücken ohne dass ihn der Ballast der vergangenen Generationen drückt.
Einen dicken Arsch braucht es alleine aber auch weil man um die Theorie, die Herr Bach im 17ten Jahrhundert für uns ausgearbeitet hat nicht herum kommt, falls man mit anderen zusammen Musik machen will. Da ist es doch gut mal von anderen Stilen zu lernen.
Der Anfang mit Gitarre geht ja im Gegensatz zu anderen Instrumenten relativ schnell aber die meisten Künstler sagen ja man muss die Theorie (das was schon da war) zuerst lernen um es dann später für einen eigenen Stil über Bord werfen zu könen.
Das haben allerdings die Allerwenigsten durchgehalten, The Edge von U2 z.B.

Mann kann also überhaupt nichts falsch machen, ob mit oder ohne Lehrer. Doch ohne Zeit und Übung geht gar nichts.

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Erstellt: von phunky » 06.01.2011, 14:05

Feierabendklampfer hat geschrieben:...
die meisten Künstler sagen ja man muss die Theorie (das was schon da war) zuerst lernen um es dann später für einen eigenen Stil über Bord werfen zu könen.
Das haben allerdings die Allerwenigsten durchgehalten, The Edge von U2 z.B.
...


Wie meinst Du das? Was hat der durchgehalten, oder nicht? Die Theorie zu lernen? Ich versteh den Satz irgendwie nicht.

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Erstellt: von Feierabendklampfer » 06.01.2011, 14:18

Hi!

etwa so:

am Anfang ohne Lehrer geht man doch sehr spielerisch und kreativ mit dem Instrument um weil keiner einem sagt nee mach das so ...und sitz gerade....und lern das erstmal...
und dann lernt man das ganze Zeugs und wenn man einigrmaßen fit ist so zu spielen wie andere hat man vergessen aus den Ideen der Anfangszeit eine andre neuere Spielweise zu kultivieren. Was natürlich auch Zeit und Übung erfordert und nur wenige schaffen es selbst ihren Stil heraus zu arbeiten. Das sind eben die MEISTER.

Ich persönlich bin immer noch glücklich es soweit geschafft zu haben damit mir andere Stile selbst draufzuschaffen kann.
Klampfergruß

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Erstellt: von phunky » 06.01.2011, 14:24

Und The Edge hat sich einen Stil herausgearbeitet oder nicht? Ich bin nicht so der U2-Experte, seit Zeiten von "Achtung Baby" habe ich die nur noch sehr sporadisch wahrgenommen. Nur als ich mal "It might get loud" sah, dachte ich mir, dass das eigentlich ziemlich simples Zeug ist, was der so spielt. Mit Unmengen von Effekten drauf natürlich.

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Erstellt: von Feierabendklampfer » 06.01.2011, 15:09

phunky hat geschrieben:Und The Edge hat sich einen Stil herausgearbeitet oder nicht? Ich bin nicht so der U2-Experte, seit Zeiten von "Achtung Baby" habe ich die nur noch sehr sporadisch wahrgenommen. Nur als ich mal "It might get loud" sah, dachte ich mir, dass das eigentlich ziemlich simples Zeug ist, was der so spielt. Mit Unmengen von Effekten drauf natürlich.


Es gibt natürlich noch andere Beispiele aber hier wird es doch deutlich. In der Mitte der Achziger war es Mode mit Gitarre viele Töne zu fiedeln um sich künstlerisch auszudrücken Und dann kommt einer der spielt nur drei Töne schickt sie duch jede Menge Echogeräte und es passt trotzdem. Kein Gitarrenlehrer hätte damals was drauf gegeben Dir sowas beibringen zu wollen.
Du darfst Kunst nicht verwechseln mit schneller, höher, weiter, es muss mich berühren.
Im Film "it might get Loud" werden solche Fragen übrigens erörtert...wenn man genau hinhört.

Heute spiele ich in meiner Feierampband auch Lieder die wir ohne U2 nicht so spielen würden. Begleitung drei Töne ind Verbindung mit Bass und Gesang entwickelt sich die Harmonie. Solo 4 Töne oktaviert die musikalische Spannung macht ebenfalls der Bass aus. Man kann sich voll auf den Groove legen und es rockt.

Klampfergruß

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Erstellt: von phunky » 06.01.2011, 15:19

Feierabendklampfer hat geschrieben:Es gibt natürlich noch andere Beispiele aber hier wird es doch deutlich. In der Mitte der Achziger war es Mode mit Gitarre viele Töne zu fiedeln um sich künstlerisch auszudrücken Und dann kommt einer der spielt nur drei Töne schickt sie duch jede Menge Echogeräte und es passt trotzdem. Kein Gitarrenlehrer hätte damals was drauf gegeben Dir sowas beibringen zu wollen.


Naja, in der Mitte der 80er fand ich U2 gar nicht so nonkonformistisch wie immer getan wird. Das besondere ist, dass die in der Zeit Mainstream wurden. Gitarre an sich war nicht angesagt und wenn dann dieses Haarspray-Metal-Zeugs.

Du darfst Kunst nicht verwechseln mit schneller, höher, weiter, es muss mich berühren.
Im Film "it might get Loud" werden solche Fragen übrigens erörtert...wenn man genau hinhört.


Das ist mir wohl aufgefallen und ich verwechsle das auch nicht. Ich stehe eher auf schlichte Sachen. Die Zeiten dass mir ein EvH mit seinen 128tel Wechselschlägen imponieren konnte liegen schon ewig zurück. Lieber ein cooles Solo, das aus zwei Noten besteht, als hirnloses gew*** mit ner Millionen Noten pro Sekunde.

Gast

Erstellt: von Gast » 06.01.2011, 16:01

okay, schon richtig alles, aber das hat jetzt irgendwie nichts mehr damit zu tun, dass man keinen Lehrer bräuchte :)

der letzte Satz, der was damit zu tun hatte, war für mich dieser - danach hab ich den Zusammenhang verloren
die meisten Künstler sagen ja man muss die Theorie (das was schon da war) zuerst lernen um es dann später für einen eigenen Stil über Bord werfen zu könen


dazu denk ich: müssen muss man gar nichts. Aber eh man denkt, man hat was eigenes, neues gemacht, ist es vielleicht nicht schlecht, sich zu informieren, was alles schon da ist. Sonst meint man, man hätte wunder was für eine neue Idee - dabei gibt es das schon lang.
Das ist vielleicht auch das Geheimnis dass neue Gitarrenstile entstehen wenn jemand versucht sich auf dem Ding auszudrücken ohne dass ihn der Ballast der vergangenen Generationen drückt.

Für mich liegt ein großer, ein wesentlicher Unterschied darin, ob ich mir freiwillig aussuche, was ich mache - oder ob ich es mache, weil ich einfach nichts anderes kann.
Aber man muss das nicht so sehen. Es gibt tatsächlich genug Leute, die ihr Nichtwissen zur Kunst hochgehoben haben, und es kommen auch teilweise interessante Sachen dabei heraus^^. Doch, im Ernst. Ich denke auch definitiv nicht, dass Kunst (z.B. Musik) allein vom technischen Können abhängt - natürlich nicht. Ich kann nur sagen, für mich ist es nicht mühselig und unangenehm, meinen Horizont zu erweitern, sondern durchweg positiv; ich versteh bei anderen nicht, wie sie sich dagegen sträuben und lieber im eigenen Saft kochen.

Und genau dabei sollte einem jemand helfen - seine Grenzen zu erweitern, über den Tellerrand zu schauen. Das geht bei weitem nicht nur um Technik und Handwerk.

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Feierabendklampfer
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Erstellt: von Feierabendklampfer » 06.01.2011, 17:59

mihu hat geschrieben:okay, schon richtig alles, aber das hat jetzt irgendwie nichts mehr damit zu tun, dass man keinen Lehrer bräuchte :)


Ja nee, is klar Lehrer sind nützlich und mann kann mit Ihnen vielleicht schneller voran kommen.

Mir hat damals ein gescheiter Lehrer gefehlt weil E-Gitarre war einfach zu neu. Einen Leher den ich mal hatte war Orchestermusiker mit Hauptimstrument Geige und Alloholproblem. Der hatte nicht im Ansatz schon mal gehört was nach 1968 an der E-Gitarre passiert war.
Deshalb habe ich mir E-Gitte selbst beigebracht.
Wenn auch natürlich mit großen Lücken, später habe ich Notenlesen und Theorie mit Querflöte und Lehrerin etwas verbessert.
Heute gibbet es in meinem Kaff sogar Gitarrenlehrer mit Abschluss vom Gitarrenistitut und mit den Möglichkeiten der Internet-Technik sowie GuitarPro sollten es doch traumhafte Verhältnisse sein Gitarre zu lernen.
Doch trotz der Möglichkeiten die uns angeboten werden ist es nicht leichter geworden, meine ich... mit oder ohne Lehrer.

Klampfergruß

Helter Skelter
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Erstellt: von Helter Skelter » 06.01.2011, 19:16

Ich könnte mir auch vorstellen, einen Lehrer zu haben. Es ist allerdings auch eine Kostenfrage. ;)
Und das Fest, das wir endlos wähnen, hat doch, wie alles, seinen Schluß.
Keine Worte, keine Tränen; alles kommt, wie es kommen muß.

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Klampfengeist
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Erstellt: von Klampfengeist » 06.01.2011, 22:49

Mit einem Gitarrenlehrer wird man es vermutlich einfacher haben - vorausgesetzt das Lehrer-Schüler-Verhältnis stimmt.

Allerdings hab' ich hier irgendwo in diesem Forum einen interessanten Spruch gelesen.
Der ging in etwa so:

"Egal ob mit oder ohne Gitarrenlehrer - beibringen muss man es sich in jedem Falle selbst..." Bild
---
Gruß Michl

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Wolf66
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Erstellt: von Wolf66 » 06.01.2011, 23:01

Hi,

also ich werd mir auf jeden Fall auch einen Lehrer besorgen,
nicht einfach, da dieser dann zeitlich ein bißchen flexibel sein muss.
Brauche unbedingt Einen, der mir in den Arsch tritt und
dabei noch guckt, was ich mit der Gitarre so treibe.

Gruß Wolf
Wir können gar nicht singen, wir sehen nur gut aus!
(Hat jemand die Akkorde dafür? Bitte PN)

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Quinn;)
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Erstellt: von Quinn;) » 07.01.2011, 01:49

Okey Hallo erstmal an alle. Ich habe hier alles gespannd gelesen und es verblüfft mich, wie das Thema kurzeitig in die "was ist kunst" Schiene verläuft. Ich bin zertifizierter Gitarrenlehrer, unterrichte aber eigentlich nur Bekannte und Freunde. Den Job auf Professionelleren Ebenen zu machen, währe schon irgendwo cool, aber ich verdiene mit meinem jetzigen Job einfach besser. Finde es einfach so gut wie es ist, denn die paar neue Leute die zu mir kommen, haben dann auch nur durch hören und sagen von mir Notiz genommen und waren von Anfang an, an meiner Spielweise oder auch Musik angetan. Hier mal ein paar Tipps worauf man als Schüler achten sollte.

Diese Schüler Lehrer Kiste! Sollte meiner Erfahrung nach so innig wie möglich sein wenn ihr versteht ;). Wenn ihr zu einem Lehrer hingeht, sollte er euch sympatisch sein und euch musikalisch schon ein wenig verzaubern können. Was den Vergleich mit einem Schullehrer schonmal völlig bei Seite stellt.

Geil heute Zock Unterricht ! Das muss so sein. Wenn ihr einen Lehrer habt der unmotiviert ist, oder nur nach Schema F, Tach und Tschüss bla bla bla der Nächste bitte vorgeht, zögert nicht ich sage euch es wird euch leid tun wenn ihr dort nicht sofort aufhört, bzw. eure Suche nach einem anderen Lehrer nicht fortsetz .

Spassfaktor ! Die Chemie muss stimmen. Freundliches vermitteln der Theorie und Praxis, Witze machen, abfeiern usw. loben wenn etwas gemeistert wurde, scheinbar unüberwindbare Hindernisse sollte zurückgestellt, aber nicht vergessen werden (man macht eben erstmal mit anderen Sachen weiter).

Pushen aber mit Gefühl ! Der Lehrer sollte sich nicht zu fein sein um auch mal mit euch abzuhängen, wenn sich die Gelegenheit bietet. Er muss euch zu verstehen geben, das wenn er in euch Potenzial sieht, das auch fördern möchte in dem er zB.: sagt "Hey wenn du so weiter machst, kannst du das und jenes dann und dann spielen, oder irgendwann das sogar studieren etcr." oder in dem er Vorspiele organisiert (In Musikschulen ist es bei den meisten ey brauch)
Ihr wisst schon was ich meine, das er euch halt das Gefühl von Hingabe gibt.

Ehrlichkeit ! Ein Lehrer sollte aber auch soviel Arsch in der Hose haben und euch ganz klar sagen können, ob ihr nun Talent zum Gitarre spielen (oder für Gewisse Ziele auf der Gitarre)
habt oder nicht. Ausserdem sollte auch er sagen was ihm stört, oder euch einfach nicht unterrichten falls es irgendwo Probleme gibt und es nicht nur macht, weil er in euch das Geld sieht.

Wasn das für einer ? Nun hat nicht jeder das Glück und findet auf anhieb den für sich idialen Saitenboss ^^ .Einige suchen gar endlos, einige haben bereits schlechte Erfahrungen Hintersich und einige trauern weil ihr Wunschlehrer zur Zeit, (oder fast immer) schon seine Schülerkapazität ausgereitzt hat. Aber ich empfehle euch trotzdem zu suchen. Vorteil für die, die in grösseren Städten wohnen.

Nö lieber Buch ! Wenn schon ein Vergleich mit normaler Schule in diesem Thema, dann folgender:. Klar könntet ihr nur mit euren Büchern den Stoff lernen und ihr denkt auch das ihr viel wisst und könnt usw., nur blöd wirds dann wenn ihr unbewusst Fehler gemacht habt und keiner war da um euch darauf hinzuweisen. Schlimmsten Falls, macht sich das in der Öffentlichkeit bemerkbar(zB. beim Solieren mal eben falsche Töne durch falsche Fingersätze und und und .....) oder Gesundheitlich! Wie ich angefangen habe, hatte ich nur ein halbes Jahr Unterricht, zuvor aber schon 4 Jahre gespielt. Neben allem anderen musste ich feststellen, das ich mir unter Schonhaltungen, Warmups oder ja sogar richtiges Atmen (ja klingt komisch aber ich habe falsch geatmet, ab und zu luft angehalten unterbewusst und solche Dinger) nur etwas in Richtung Schwangerschaftsgymnastik vorstellen konnte sorry blöder Witz :P Ich hoffe der Sin wird verstanden :shock: . So schluss jetzt genug ()(((( ;) .

Rock on ! =)=)=
Zuletzt geändert von Quinn;) am 07.01.2011, 12:59, insgesamt 1-mal geändert.

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GuitarNeeerd
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Erstellt: von GuitarNeeerd » 07.01.2011, 04:33

Rückblickend hätte ich gerade am Anfang einen Lehrer gebrauchen können. Ich hatte zwar nen Kumpel der recht gut war, aber das ist nicht das Gleiche. Das Erklären von bestimmten Zusammenhängen oder das aufzeigen von Fehlern hätte mir enorm geholfen.

Heute, denk ich, würde mir nen Gitarrenlehrer nicht mehr viel bringen. Jedenfalls nicht mehr als andere gute Musiker, mit denen man sich austauschen kann.

Ehrlichkeit ! Ein Lehrer sollte aber auch soviel Arsch in der Hose haben und euch ganz klar sagen können, ob ihr nun Talent zum Gitarre spielen (oder für Gewisse Ziele auf der Gitarre)
habt oder nicht


Ich denke, dass Talent überbewertet ist. Nur ein ganz kleiner Teil hat wirklich Talent und da ist es eigentlich auch recht offensichtlich. Disziplin ist wohl eher das Zauberwort.
Darüber hinaus ist das mit den Zielen ja auch so eine Sache. Jetzt mal kindlichen-Deutschland-Sucht-Den-Superstar-Mist beiseite... Wer versucht den wirklich mit der Gitarre Geld zu verdienen? Ich persönlich kenne einen Studiomusiker, der es einigermaßen geschafft hat. Der ist aber auch überirdisch gut und muss trotzdem sehen, dass er Aufträge bekommt. Die meisten landen doch Lehrer/Pädagogik-Bereich. Was ja auch völlig o.k. ist .
Wahrscheinlich sind Hunde nur deshalb unmusikalisch,
weil sie ein besseres Gehör als Menschen haben.
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Erstellt: von Quinn;) » 07.01.2011, 12:58

GuitarNeeerd schrieb:
Ich denke, dass Talent überbewertet ist. Nur ein ganz kleiner Teil hat wirklich Talent und da ist es eigentlich auch recht offensichtlich. Disziplin ist wohl eher das Zauberwort.


Ja da hast du schon recht, Talent ist vielleicht ein wenig hochgestochen ausgedrückt gewesen sagen wir mal so, es gibt leider doch Leute die gerne wollen aber somal garkein Draht zur Gitarre, oder einigen Elementen wie Rythmusgefühl, Tonverständins, etcr. aufbauen. können (habe ich schonmal gehabt und verzweifelt versucht zu helfen es ging nicht rein ! Ist aber auch eher selten der Fall). Bzw. diese Leute wollten Dinge auf der Gitarre können, die für sie einfach unmöglich zu realisieren waren und dann einfach so aufgaben, denn mit der Disziplin ist es so eine Sache bei einigen. Wiederum haben andere soviel fun beim üben, das man einfach garnicht mehr von Disziplin reden kann, sondern schlichtweg nur von Sucht xD. Und ob mir das hier einer glaubt oder nicht, es gibt auch solche die haben in ihrem Leben nicht 1 Notenblatt, bzw. Skalen gesehen, oder zählen die Bünde einfach ab anstatt die Töne also Buchstaben zu benennen. Da wurde einfach nur zur Lieblingsmugge gejamt, alles vom hören "gelernt oder angeeignet" (was passt das passt),
und einfach ein sehr eigener individueller Weg gegangen. Was mich persönlich daran so faziniert ist die Tatsache, das man wenn man eben diese ganze einheitliche Lernsoße nicht kennt, gezwungen ist sich selber nen Kopf zu machen ( ich meine Bach, Beethoven die alten Komponisten mussten es ja auch ^^). Es "kann" sein (muß nicht unbedingt), das etwas sehr geiles dabei rauskommt. Was ich kenne zB.: Das sofortige Übertragen aufs Griffbrett von Melodien die man gehört hat, oder im Kopf entstehen ! Beim solieren bzw. improvisieren, Melodien, oder sogar Tonschemen, Rythmen die einem plötzlich auf dem Griffbrett einfallen, ohne das ein Gelehrter sofort dazwischen gehen kann und sagt: "ja hier dieser Split aus der und der Lage". Eigener Weg, eigener Stil und die Sache mit der Begabung ? Vielleicht muss man garnicht so begabt sein wenn man mal anders spielen will als die anderen, verfolgt man einfach mal einen anderen Weg, aber das ist kein Ratschlag für den "Normalen Gitarrenscfhüler". Eigentlich würde euch jeder einen Vogel zeigen, der Jahre Musikstudium hinter sich hat und sowas zu hören bekommt xD zB. wie Angus Young (AC/DC) hat mal gefragt, ob man Skalen essen kann oO (das hat er ernst gemeint! ). Wenn man das mal so betrachtet, ist es schon Paradox das der Schlüssel der Musikalischen Evulotion in der Entdeckundg des Individuellen liegt. Aber es liegt in der Natur des Menschen, dem zu folgen was andere vorgelegt haben. Klar man lehnt sich irgendwo immer nur an, um etwas absolut neues zB.: ein komplett neuartig klingendes Musik Genre zu kreieren, ist es heutzutage alles zu komplex geworden und wenn würde es mit sicherheit nicht so einfach sein, es durchzubringen. Aber ich schweife gerade total ab, sorry an dieser Stelle ^^ . Das ist ein wirklich interessantes Thema, welches aber meistens in eine Tote Diskussion mündet und ein extra thread bräuchte ;). Aber mit Disziplin kommt man schon gut weiter ;) und nun möchte ja auch nicht jeder Gitarrenspieler ein Gelehrter, Prof. werden, oder die Tiefen seiner Seele durch
Musik ergründen^^.Man kann wohl ruhig sagen, die meisten möchten hier und da mal Songs spielen können die nicht so schwer sind, das man 5 jahre daran sitzen muss. Oder halt in einer Band spielen und souveräner beim fideln werden möchten. Solche Ziele erreichen die meisten auch und der richtige Gitarrenlehrer, kann das optimale aus euch rausholen.

Rock on

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