Nicht ohne Lehrer?! Meine Meinung

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Christophorus
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Nicht ohne Lehrer?! Meine Meinung

Erstellt: von Christophorus » 11.05.2008, 07:15

Die Frage, ob wir auch ohne Musiklehrer das Gitarrenspiel lernen können, ebend nicht nur die ersten paar Griffe wie C, D, Am, E, Em, G, sondern auch die Fähigkeit zum groovigen Rhytmus, zum Verständniss der Tonleitern und Dreiklangsverwandschaften und, last not least, die Kenntniss des ganzen praktischen Aufbaus der Gitarre, taucht immer wieder auf, denn viele Anfänger und Laien haben nicht so recht die Möglichkeit, auf einen Lehrer zurück zu greifen.
Ich habe mit dieser Frage im Kopf, in meinem 12. Lebensjahr, begonnen Gitarre zu spielen. Die vorhin erwähnten Griffe habe ich noch von meiner Mutter gelernt, von der ich auch meine erste Gitarre hatte, und lange blieb es bei diesen paar Akkorden, da ich, neben meiner chronischen Faulheit, immer von dem unvermeidbaren Satz im Vorwort eines jeden Musiklehrbuches vom weiterlernen abgehalten wurde: "Dieses Buch erstetzt dir nicht den Lehrer!" Erst mit 25 habe ich den Mut aufgebracht, diesem Satz zu trotzen, ihn aus den Büchern zu streichen und mir selbst aus meiner, inzwischen umfangreichen, Musikbibliothek Übungs- und Lehrpläne zusammen zu stellen.
Heute, zwei Jahre später, bemerke ich deutlich meine Erfolge, sei es im praktischen bei der ständigen Verbesserung meiner Techniken mit Plektrum und Finger-Picking, sei es im Verständniss der Harmonielehre, welches mich quer durch meine Bücher getrieben hat und oft vor scheinbar unüberwindbare Hindernisse stellte. Doch im laufe der Zeit finden sich die Lösungen für alle Rätsel des Geitarrenspiels.
Mit Einsatz, Idealismus und einer gesunden Portion Selbstkritik ist das Lernen ohne Lehrer, wenn auch nicht einfach, so doch möglich. )()(
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kokainus
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Erstellt: von kokainus » 11.05.2008, 11:13

Natürlich ist es möglich sich alles selber beizubringen. Aber wie du schon gesagt hast, müssen manche zuerst ihren inneren Schweinehund überwinden. Aber vielleicht hättest du ja in den 2 Jahren bei einem Lehrer noch viel mehr gelernt. Zum Start ist ein Lehrer halt einfach sehr hilfreich und wenn man schon Grundkenntnisse hat kann man dann ja selber weitermachen.

Aber jedem das seine. ;)
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Christophorus
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Erstellt: von Christophorus » 11.05.2008, 15:59

Sicher, wahrscheinlich wär ich schon weiter. Andererseits aber muss man, wie im vorigen Beitrag erwähnt wurde, auch zum Gitarrenunterricht jede Woche zusätzich 5 - 10 Stunden opfern um den Stoff vom Lehrer zu verarbeiten. Den Schweinehund muss man immer überwinden. Ich denke, das, was ein Lehrer vor allen Dingen drauf hat, ist, Ziele zu setzen, einem den Weg zu zeigen. Das ist meiner Erfahrung nach das größte Problem, gleich nach der Fehlerkontrolle. Wenn man aber ersteinmal weis, was man erreichen möchte und sich die ersten Wegpunkte gesetzt hat, fehlt nicht mehr viel.

Aber ehrlich: Würden sich mir ein paar Stunden anbieten, zeitlich vor allem, ich hätte keinen Grund abzulehnen. Nur lerne ich halt meistens Nachts oder früh Morgens. :D
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slash49
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Erstellt: von slash49 » 11.05.2008, 16:48

Ob didaktisch oder autodidaktisch

wer seine gegebenen Möglichkeiten ausschöpft kommt zum Ziel
schneller und einfacher gehts mit Lehrer, etwas langsamer ohne

wer nur autodidaktisch lernt, muß sich allerdings im Klaren sein, dass er sich Fehler beibringt - und diese, wenn sie erst mal verinnerlicht sind, wahrscheinlich nicht mehr oder nur sehr sehr schwer wieder los wird.

Und gerade am Anfang sollte man auf Fehler weitgehend verzichten
Aber manch mal ist es auch besser, sich alles selbst beizubringen als mit dem falschen Lehrer zu arbeiten - trotzdem, er weiß Dinge, die du brauchst um weiterzukommen - also lieber hart erarbeiten oder doch besser zeigen lassen !!!??? Das beantwortet jeder anders.

Somit: ... jeder, wie er will und jeder, wie er kann

Beide Wege können zum Ziel führen - aber du musst es wollen, egal wie !

Gruni
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Erstellt: von Gruni » 12.05.2008, 12:30

Also mich würde mal interessieren was die häufigsten Dinge sind die man sich selber falsch beibringen kann, vielleicht schreibt ja mal jemand einen neuen Thread mit dem Titel - Die häufigsten Anfängerfehler - oder so.
Und jeder kann dann eintragen was er so falsch gemacht hat am Anfang und wo man dringendst drauf achten sollte.

Fänd ich zumindest gut.

lg :-)))

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Christophorus
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Erstellt: von Christophorus » 12.05.2008, 14:00

Die Idee mit den Fehlern find ich gut! Das wäre sicher für jeden Anfänger, ob mit oder ohne Lehrer, eine feine Sache. Selbstkontrolle zählt schließlich immer. Und wenn man sich durch die Fachliteratur liest, findet man eine Menge Dinge, angefangen bei der falschen Gurtlänge bis zum übermäßigen flam in der Rhytmik. Aber eine zentrale Anfängerfehlerliste habe ich noch nirgens gesehen.
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Appeal.to.Reason
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Erstellt: von Appeal.to.Reason » 12.05.2008, 16:43

Ich habs mir ohne Lehrer beigebracht man braucht nur Ehrgeiz und Disziplin und einen Traum den man durch Gitarre spielen erreichen kann. Ich denke es geht auf jedenfall ohne Lehrer... Soviel wie die kosten da wird ein jugendlicher wie ich sicher ablehnen es sei denn ihr habt reiche eltern.

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Erstellt: von kokainus » 12.05.2008, 17:40

Reich muss man mit Sicherheit nicht sein.
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slash49
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Erstellt: von slash49 » 12.05.2008, 20:12

Loki hat geschrieben:Ich habs mir ohne Lehrer beigebracht man braucht nur Ehrgeiz und Disziplin und einen Traum den man durch Gitarre spielen erreichen kann.


Na ja, nach 7 Monaten kann man wohl nocht nicht ernsthaft davon reden ;)
Außer du bist ein "vom Himmel gefallenes Naturtalent, das in weniger als 1 Jahr alle Tricks und Kniffe fertiger Gitarristen drauf hat und schon alles perfekt spielen kann ...
Immer schön auf dem Teppich bleiben - macht symphatisch :D



Loki hat geschrieben:Ich denke es geht auf jedenfall ohne Lehrer... Soviel wie die kosten da wird ein jugendlicher wie ich sicher ablehnen es sei denn ihr habt reiche eltern.


Hallo ??? ... wir reden über ca. 40 Euo im Monat für Einzelunterricht bei einem Gitarrenlehrer an einer Musikschule. Gruppenunterricht geht ab 20 Euro ... Taschengeld bereich !!!!
Das verschlingt doch wohl nicht das Jahresbüdget einer Kleinstadt ...
oder wolltest Du etwa bei Mark Knopfler per Privatunterricht lernen ???

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Christophorus
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Erstellt: von Christophorus » 12.05.2008, 22:25

Ich werd mich bei Gelegenheit wohl mal bei der nächsten Musikschule informieren. Fragen kost nichts. Und letztlich interessiert mich eine fachliche Meinung über meine Fähigkeiten schon einmal. Es ging mir auch vor allem darum, das man ebend auch ohne Lehrer etwas erreichen kann. Wenn man nicht die Möglichkeit hat, warum auch immer. Anfangen, zu lernen und zu spielen, also seinen Traum verfolgen, das sollte man auf keinen Fall versäumen. Auch ohne Lehrer. :D
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Erstellt: von Christophorus » 04.06.2008, 15:47

Kleiner Nachtrag zu meiner Meinung:

Seit Dienstag habe ich, quasi unvermittelt, einen Gitarrenlehrer. Diesen hat mir unsere Musikschule empfohlen und ich habe zugeschlagen. Flexibler Einzelunterricht. Das erste Treffen war genial, mit meiner zweijährigen Vorarbeit war er zufrieden, da ich sehr viel mit dem Metronom und Tonleitern gearbeitet habe.

Eingestiegen sind wir gleich mit einer Sache, an welche ich vorher noch nie gedacht habe: Das Töne hören und Töne singen!
D.h.: Einen Song hören und auf einer Seite der Gitarre die richtigen Töne finden, die Melodie herausbilden.
Und Sekunden und terzen erst spielen, dann singen.

Ich bin wahnsinnig überrascht, denn diese Art des Spielens bringt ein ganz neues Leben ins Spiel.
:D
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Erstellt: von Appeal.to.Reason » 11.09.2008, 14:53

@Slash
Wenn du meinst...

Kit
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Erstellt: von Kit » 11.09.2008, 15:59

also ich sehe das so:

hat man das geld dafür über sollte man schon zu anfang ein Lehrer nehmen (ich habe es nicht über)

also bringe ich mir das Gitarre spielen selber bei und ich spiele wirklich oft jeden Tag meine paar stunden ich bin echt monate lang auf ein Level geblieben weil man einfach nicht weiss wie man weitermachen soll das problem hast du mit ein Lehrer natürlich nicht.

aber ich finde mit einen Lehrer zu lernen ist auch ein nachteil denn die Fehler die man macht wenn man alleine lernt sind ja nicht schlimm also wenn ich eine saite falsch anfasse und sie schnurrt dann sollte mir das schon selber auffallen.

wie ich nun das G greife zb ist ja kein Fehler sonder es gibt halt mehrere möglichkeiten,
und ein Lehrer wird dann zu dir sagen das machst du aber falsch (falsch aus seiner sicht).

indem man alleine lernt bekommt man auch sein eigenen style wenn du mit nem lehrer lernst lernst du sein style.

es gibt gitarren Profis die auch das Gitarren spielen alleine gelernt haben und viele Lehrer werden ihn beobachten und sagen was macht der da,aber genau das ist denn das was ihn ausmacht oder wo andere sagen werden alter schwede das hat er ja geil drauf.

also so oderso ist es eigentlich vällig wurscht meiner meinung nach hauptsache man hat spass dabei es hört sich gut an und das wichtigste ist man kommt voran.

die gefahr aufzugeben weil man nicht voran kommt ist natürlich ohne lehrer grösser als mit.

Gast

Erstellt: von Gast » 11.09.2008, 16:27

Kit hat geschrieben:es gibt gitarren Profis die auch das Gitarren spielen alleine gelernt haben

Das les ich immer wieder, aber gibts die wirklich? Nenn doch mal Profis, von denen du weißt, dass sie nie Unterricht gehabt haben.

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Willaberkannnich
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Erstellt: von Willaberkannnich » 11.09.2008, 16:30

Also ein guter Gitarrenlehrer (meiner Meinung nach) ist nicht dazu da dir einen weg vorzuschreiben, sondern er ist dazu da deinen eigenen Stil zu erkunden und diesen dann auf deiner Basis zu optimieren - und nicht auf seiner. Wenn ein Lehrer sagt du MUßT in der Klassischen Gitarre haltung spielen, und du MUßT dies und das und jenes, dann ist es kein guter Gitarrenlehrer. Er sollte die jeweiligen Vor- und Nachteile aufzeigen und dich selbst entscheiden lassen wie du spielen willst. Aber es gibt ja auch durchaus unarten die man sich aneignen kann, welche dann mit viel Mühe wieder ausradieren muß, da ist es durchaus hilfreich wenn man sofort korrigiert wird - spart Zeit und nerven.
Genau wie du sagst, mit Lehrer geht es einfacher und auch etwas schneller. Aber wenn man Talent und viel Biss hat kann man auch alleine alles schaffen. Muß jeder selber wissen wie er will und auch kann. HAuptsache man hat spaß dabei.

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Appeal.to.Reason
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Erstellt: von Appeal.to.Reason » 11.09.2008, 16:43

Das les ich immer wieder, aber gibts die wirklich? Nenn doch mal Profis, von denen du weißt, dass sie nie Unterricht gehabt haben.


Jimi Hendrix hat mit ner 5$ gitte angefangen die rechtshändig war.
er hat die saiten getauscht und sichs selbs beigebracht.
hab ich gelesen.

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Willaberkannnich
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Erstellt: von Willaberkannnich » 11.09.2008, 16:56

Tommy Emanuel http://www.youtube.com/watch?v=hOw6gCPDEQ8 soll angeblich auch nie richtigen Unterricht gehabt haben. Noch nichtmal Lehrbücher oder sonstwas. Aber wieviel da letztendlich immer dran ist weiß man ja nie, ich denk mal früher oder später schaut sich jeder mal was bei einem anderen ab.

Gast

Erstellt: von Gast » 11.09.2008, 17:33

Meiner Meinung nach kommt es immer auf die Person drauf an. Nicht zuletzt ist es auch eine Sache von Talent und Intelligenz, und jemand der von beidem nicht soviel besitzt wird eben ohne Lehrer nicht so weit kommen.

Kit
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Erstellt: von Kit » 11.09.2008, 18:59

wie gesagt wenn ich das geld dafür über hätte dann würde ich auch ein lehrer nehmen aber wie auch schon gesagt ich würde mir nicht seinen style andrehen lassen.

aber in grossen und ganzen ist es mit einen der mehr erfahrung hat oder eben ein lehrer eben einfacher zu lernen.

ich habe leider beides nicht und muss alleine lernen daher blieb mir so oderso keine wahl.

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Appeal.to.Reason
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Erstellt: von Appeal.to.Reason » 11.09.2008, 19:09

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Aber wieviel da letztendlich immer dran ist weiß man ja nie, ich denk mal früher oder später schaut sich jeder mal was bei einem anderen ab.   


Ja das stimmt. Ich mein, ich hab auch einige Tipps von Gitarren Lehrern bekommen oder von guten Freunden.

Das ist ne reine Ansichtssache!

Gast

Erstellt: von Gast » 11.09.2008, 19:54

Loki hat geschrieben:Jimi Hendrix ...

Willaberkannnich hat geschrieben:Tommy Emanuel ...

Merkt ihr was? Das sind mit die begabtesten Gitarristen, die in den letzten 50 Jahren hier rumgelaufen sind, die absolute Weltspitze. Die schaffen es tatsächlich ohne Unterricht. Meint hier irgendwer, dass das für ihn auch gilt?

Zantos
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Erstellt: von Zantos » 11.09.2008, 20:11

ich bin zwar neu hier aber ich find auch das man es auch selber schaffen kann mit etwas hilfe, bei mir war es halt das internet und es wird bei mir immer besser ^.^
\,,/^-^\,,/METAL\,,/^-^\,,/

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Lord-Scorpio
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Erstellt: von Lord-Scorpio » 12.09.2008, 10:52

also ich hab auch erst versucht ohne lehrer klar zu kommen. ich bin aber an einen punkt gekommen wo ich selber nicht mehr weiter kam. hab dann für ein jahr gitarrenunterricht genommen. erst bei einem lehrer der kinderlieder und volksmusik spielt. ich meine die grundsachen wie akkorde sind nun mal gleich. leider hat das verhältniss zwischen uns nicht gestimmt. mein glück war das mein neuer lehrer selber meine musikrichtung professionell spielt (metal und blues). hat auf anhieb super geklappt. ist ein unterschied ob du alle vögel sind schon da oder smoke on the water lernst. ist bei mir so.
er hat mir alles grundlegende erklärt. hat mir die anfängerfehler abgewöhnt. nun treffen wir uns einmal im monat. und den rest mach ich aus büchern. was ich damit sagen will ist. am anfang ein lehrer ist nicht schlecht bis man ein gewisses niveau hat auf dem man selber aufbauen kann.
>>Mitglied der "Ich kann nix und spiel trotzdem Gitarre" Fraktion<<

JackJohnson
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Erstellt: von JackJohnson » 13.09.2008, 11:54

ich habe die erfahrung gemacht das mir ein lehrer viel mehr bringt. ich komme schneller voran indem was ich lernern will
6 Saiten und n raum aus holz und ich bin zufrieden

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Freimaurer
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Erstellt: von Freimaurer » 13.09.2008, 14:01

Tuppes hat geschrieben:
Loki hat geschrieben:Jimi Hendrix ...

Meint hier irgendwer, dass das für ihn auch gilt?



*Hüstel* Gesundes Selbstbewusstsein gehört dazu :)


Nein im ernst, wieviel unbekannte kennt man schon, die man hier sinnvoll aufzählen kann ...

Ich denke mal, ein Lehrer kann zwar viel bringen, wichtig ist aber eine Gruppe/Band mit der man zusammen musiziert, dann hat man Motivation, Erfahrungsaustausch und ggf. auch einen zweiten Gitarristen dabei...

Vor allem bleibt man dann am Ball...
Grüßle..

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Christophorus
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Erstellt: von Christophorus » 24.09.2008, 16:27

Ich hatte nun 8 Gitarrenstunden in zweieinhalb Monaten bei einem Profi, Künstler und Musikschullehrer. Vorerst haben wir den Unterricht beendet, denn der Lehrer sagte, ich hätte nun alle Akkorde (Dreiklänge und ein paar Vierklänge, also insgesamt so 30 Akkorde) gelernt, Liedbegleitung ist nur noch Übungssache, die Fehler sind soweit korregiert, es läge ebend nur mehr am ständigen lernen. Seit drei Monaten lerne ich jeden Tag anderthalb bis zwei Stunden und werde das auch so weiterführen.

Das heißt, technisch bin ich vorerst ausgerüstet. Für mich war dieser Kurs wahnsinnig sinnvoll, ich kenn mich auf dem Griffbrett nun sehr gut aus, kann Melodien im Einzelton nach Noten spielen und habe die Theorie der Intervallstrukturen gelernt.

Aber: Der Lehrer hat gesagt, ich solle die Gitarre nun mal ein Jahr zur Seite legen und mich mit einer anderen Sache beschäftigen, nämlich Gesang. Er sagt, ohne Gesang kann man die Musik nicht verstehen.

Die ersten Grundlagen habe ich nun gerlernt. Es ist wieder mal klar geworden, das Musik zu lernen einen immer und immer wieder an den Anfang stellt. Wahnsinn.

Zwei Jahre habe ich nur Rhytmus gemacht, zwei Jahre nur Gitarrentechnik und nun soll noch ein Jahr Gesang dazu. Arbeit gibt es ohne Ende.

Und: Lernen muss man immer allein. Der Lehrer kann dir nur Zeigen, wo dein Weg lang geht. Und wie schnell du gehen darfst.
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Erstellt: von Willaberkannnich » 24.09.2008, 17:31

Ich bin irgendwie enttäuscht von meinen bisher 3 Lehrstunden. Mit wurde nix gezeigt was ich nicht schon irgendwie wußte bzw. leicht über´s Netz mir hätte selber aneignen können. Die ganzen Tonleitermodelle hätte ich mir auch so irgendwann bei bedarf selber erstellen und im Netz abgleichen können, für die ganzen noch ausstehenden Akkorde brauch ich auch keine hilfe da meine Basis scheibar in Ordnung ist, alles nur übungssache, ich sehe momentan einfach nix was ich nicht alleine würde packen können - das gilt auch für die Theorie.

Das einzige was gut daran war ist das ich halt mal gesehen habe das ich soweit alles ganz richtig mache - ansonsten hat mir das bisher fast nix gebracht. Werde das wohl erstmal wieder einstellen mit dem Unterricht, und dann vielleicht irgendwann später wenn ich doch mal nicht weiterkomme mir nochmal hilfe holen wenn es wirklich nötig ist.

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Erstellt: von slash49 » 24.09.2008, 22:20

Willaberkannnich hat geschrieben:Ich bin irgendwie enttäuscht von meinen bisher 3 Lehrstunden. Mit wurde nix gezeigt was ich nicht schon irgendwie wußte bzw. leicht über´s Netz mir hätte selber aneignen können. Die ganzen Tonleitermodelle hätte ich mir auch so irgendwann bei bedarf selber erstellen und im Netz abgleichen können, für die ganzen noch ausstehenden Akkorde brauch ich auch keine hilfe da meine Basis scheibar in Ordnung ist, alles nur übungssache, ich sehe momentan einfach nix was ich nicht alleine würde packen können - das gilt auch für die Theorie.

Das einzige was gut daran war ist das ich halt mal gesehen habe das ich soweit alles ganz richtig mache - ansonsten hat mir das bisher fast nix gebracht. Werde das wohl erstmal wieder einstellen mit dem Unterricht, und dann vielleicht irgendwann später wenn ich doch mal nicht weiterkomme mir nochmal hilfe holen wenn es wirklich nötig ist.


Oder du hast ganz einfach den falschen Lehrer

Ein guter Lehrer sucht Deine Grenzen (checkt dein Können oder auch nichtkönnen) und baut darauf ! auf - Gut, 1 oder 2. UStunden braucht er dazu - ein schlechter Lehrer interessiert sich weniger für Dich und zieht stur seinen Unterrichtsplan durch.
Sag im doch einfach mal, was du von ihm erwartest und wie er dich weiterbringen soll, aus der Antwort kannst du schnell schließen ob er auf dich eingeht, oder nur an seiner Unterrichtsmethode festhält.

Meiner zeigt mir das, was ich will - sagt mir aber auch ganz klar, ob es sinnvoll ist und was ich dafür zu tun habe. Wenn er der Meinung ist, dass es mir noch nichts bringt, sucht er für die nächste Stunde was dazu Vorbereitendes oder eine heranführende Alternative hierzu
Jedenfalls geht er voll auf mich und meinen Kenntnisstand ein

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Willaberkannnich
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Erstellt: von Willaberkannnich » 24.09.2008, 23:09

Hm, ja ich weiß nicht. Der Mann ist so gesehen aber schon richtig gut, also richtig richtig gut, spielt die gleiche richtung wie ich, ist auch sehr erfahren im Unterrichten und auch sehr nett. Aber irgendwie ist es mir dann nicht rentabel genug, sind immerhin 20€ die Woche die ich zahlen muß, und dafür bekomme ich relativ wenig output. Es ist aber auch so das ich mich selbst richtig reinhänge (warscheinlich viel viel mehr als der gemeine 10 Jährige "durchschnitsschüler" der von seinen Eltern zum Lernen "genötigt" wird), und komme so gesehen im Prinzip auch so bisher super und auch ziemlich flott alleine vorran - man findet ja auch echt alles im Netz oder im Forum, mein Lehrer nimmt im Prinzip genau die selben Übungsgrundlagen, und die kann ich mir auch selbst raussuchen und aneignen.
Vielleicht hab ich mir auch einfach zu viel vom Unterricht erwartet? Wer weiß, jedenfalls werd ich wohl erstmal alleine weitermachen.

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Erstellt: von rookieplayer » 24.09.2008, 23:23

Willaberkannnich hat geschrieben:Ich bin irgendwie enttäuscht von meinen bisher 3 Lehrstunden. Mit wurde nix gezeigt was ich nicht schon irgendwie wußte bzw. leicht über´s Netz mir hätte selber aneignen können. Die ganzen Tonleitermodelle hätte ich mir auch so irgendwann bei bedarf selber erstellen und im Netz abgleichen können, für die ganzen noch ausstehenden Akkorde brauch ich auch keine hilfe da meine Basis scheibar in Ordnung ist, alles nur übungssache, ich sehe momentan einfach nix was ich nicht alleine würde packen können - das gilt auch für die Theorie.


Kann ich irgendwie nachvollziehen. Ich hatte über 1 Jahr Unterricht und ich würde jetzt nicht sagen, dass ich spielen kann. Gut, ich kann Tonleitern, nen paar Akkorde usw. Aber das konnte ich vorher eigentlich auch schon (durch Internet und Bücher).
Sicherlich ist es auch eine Frage der Chemie (oder ob man an den/die richtige gerät) und natürlich spielt auch die eigene Motivation und wieviel Zeit man in diese Sache investiert eine grosse Rolle. Wenn man also diszipliniert genug ist kann man meiner Meinung nach sich das Gitarre spielen selbst beibringen (Bücher und Internet helfen da).

Willaberkannnich hat geschrieben:Das einzige was gut daran war ist das ich halt mal gesehen habe das ich soweit alles ganz richtig mache - ansonsten hat mir das bisher fast nix gebracht. Werde das wohl erstmal wieder einstellen mit dem Unterricht, und dann vielleicht irgendwann später wenn ich doch mal nicht weiterkomme mir nochmal hilfe holen wenn es wirklich nötig ist.


Tja, mich hats auch nur einen Batzen Geld gekostet.

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Christophorus
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Erstellt: von Christophorus » 25.09.2008, 14:57

Ich kann mich nicht beklagen. Es vielleicht nicht so, das ich etwas gelernt hätte, was alleine nicht gegangen wär. Aber das Tempo, in welchem ich gelernt habe, war um ein vielfaches höher als vorher. Vor allem hat er mir halt gezeigt, wie man wirklich übt.

Es gibt ja wirklich viel Literatur, welche auch wirklich hohe Lehrqualitäten hat. Für die Theorie ebendso wie für die Technik. Und damit lernt man auch gut. Aber oft habe ich mich in den Jahren davor halt gefragt, ob es nicht zu langsam oder zu schnell geht, und wenn ich an die Bareegriffe denke, habe ich oft an meinem Talent gezweifelt. Nun weiß ich z.B. das Bareegriffe, bis sie flüssig laufen, rund zwei Jahre brauchen. Immer brav im Quintenzirkel und auf den Tonleitern geübt. Das weiß man allein nicht, da zweifelt man viel.

Jetzt lern ich erst mal wieder selbst, das passt mir auch gut. Ist auch nicht son Stress.
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>Chris<
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Erstellt: von >Chris< » 03.10.2008, 15:52

Ich komme sehr gut alleine zurecht, auch wenn ich immer im Hinterkopf hab das ich mir irgendwas angewoehne was besser nicht seien sollte.
Bin jetzt auch bei Bareegriffen angekommen aber ich finds gar nicht soo schlimm:D
Ist halt uebungssache und dauert um einiges laenger zu lernen als normale akkorde, aber jetzt nach 2 wochen kann ich f so einigermassen fluessig in ein Lied integrieren^^
MfG >Chis<

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takamine
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Erstellt: von takamine » 20.02.2009, 17:16

..ich habe mit meinem Bruder geübt (er spielt 15 Jahre) ich habe mit einer Freundin geübt (sie spielt 20 Jahre) und möchte mit meinen 49 Jahren Rockstar werden.... mir reicht das als Motivation.

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Christophorus
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Erstellt: von Christophorus » 23.02.2009, 10:03

Wahrscheinlich ist es das Mischungsverhältniss. Mit dem ganzen Material aus dem Internet und dem Buchhandel, mit DVDs und CDs lernt man viele Dinge Problemlos, man muss halt selbst denken und wissen, wo das Ziel des Übens ist. Aber hin und wieder Musikunterricht nehmen, ein paar Stunden, um das Gelernte überprüfen zu lassen, vielleicht eine Kurskorrektur vornehmen zu lassen, die Sackgassen zu lösen, das ist sicherlich sinnvoll. Weil, lernen muss man ja doch selbst. Ausserdem erleichtert der Unterricht die Musiktheorie erheblich, das ist ein wurschteln mit den Büchern, es ging schon, aber es kostet Nerven und Zeit.

Ich hatte jetzt mein erstes DVD-Erlebniss: in dem Film "Before Sunset" spielt die Darstellerin einen Walzer auf der Gitarre und singt dazu, ich habe ihn daraufhin komplett nachspielen können. Das hat mich überrascht, das war genial. Da wird einem erst bewusst, das das Jahr stetigen übens nicht umsonst war.
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