Wie schätzt ihr meinen Fortschritt ein?

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Belial
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Wie schätzt ihr meinen Fortschritt ein?

Erstellt: von Belial » 25.05.2010, 21:42

Nächsten Monat jährt sich mein Dasein als Gitarrist. Nun ist meine Frage, wie erfahrenere Musiker meinen Fortschritt einschätzen? Wie lang habt ihr bis zu einem gewissen Punkt punkto Technik & Rhythmusgefühl gebraucht und was habe ich zu erwarten? Wo liegen die meisten Schwierigkeiten und worauf sollte mein Fokus liegen?

Wie gesagt habe ich vor einem Jahr begonnen die (Heavy) E-Gitarre zu spielen und um euch einen Einblick in mein Repertoire zu geben eine kurze Liste von Songs mit deren Techniken ich mich längerfristig auseinandergesetzt habe, also im Originaltempo und technisch sauber spielen kann:

Amon Amarth - Guardians of Asgaard, Twilight of the Thunder God (letzteres ohne Solo)
Arch Enemy - Leader of the Rats (ohne das finale Solo)
Billy Talent - Red Flag
AC/DC - Highway to Hell
Stone Sour - Reborn
Nickelback - Flat on the Floor

Ich halte mich für den Theorieteil an Peter Fischers "Rock Guitar Secrets", übe oft an der A-Moll Pentatonik in verschiedenen Lagen mit verschiedenen Pickingtechniken und kurzen Licks, Legatotechnik, Dämpfen, Bendings & Vibrato.
Um mich musikalisch nicht von vornherein festzulegen, habe ich auch akustische Dinge Wie Oasis' "Wonderwall" gespielt um mir z.B. Barree-Akkorde beizubringen.

Ich arbeite tendenziell auf das Melodic Death-Genre hin.

Entschuldigt, wenn meine Fragen recht umfangreich sind, aber ich will einfach einschätzen können, ob ich im Zeitplan liege. Die Gitarre ist meine Leidenschaft und ich versuche möglichst viel Zeit zu investieren.

Für Vorschläge was meine nächsten Songs angeht wäre ich sehr dankbar.

(Wenn ich das falsche Unterforum angeschrieben habe, entschuldigt bitte.)

mfg Belial
--- A dream unchased is a life at waste. Never let them conquer your pride. ---

avun

Erstellt: von avun » 26.05.2010, 09:14

Es wird mächtig schwer sein so eine Frage zu beantworten da natürlich jeder sein eigenes Thempo beim lernen hat.

Klar will man wissen wo man steht, ob es gut ist oder zu langsam! Aber das ist alles Schall und Rauch!

Wichtig ist nur das du deine Technik wirklich sauber beherrscht! Das die Töne alle sauber klingen wie gewollt!

Ob du dafür nun eine Woche brauchst oder 6 Monate ist doch eigentlich nicht so wichtig, oder? Wichtiger ist doch das du spass an deinem Instrument hast!

Gut das du dich auch um die Theorie kümmerst! Im zusammenhang mit AC/DC kann ich dir sagen das auch der Young zum einstieg die E-Moll/G-Dur Penta empfielt ^^

Wenn du da dran bleibst klappen die Solos viel besser und eleganter ;)

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metal-skull65
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Re: Wie schätzt ihr meinen Fortschritt ein?

Erstellt: von metal-skull65 » 26.05.2010, 17:59

Belial hat geschrieben:...Entschuldigt, wenn meine Fragen recht umfangreich sind, aber ich will einfach einschätzen können, ob ich im Zeitplan liege. Die Gitarre ist meine Leidenschaft und ich versuche möglichst viel Zeit zu investieren.
...mfg Belial



Sorry ...aber hast Du eine Wette abgeschlossen ? oder stirbst Du bald?

Du schreibst Gitarre ist Deine Leidenschaft (meine auch)...dann belasse es doch dabei ^^
...Da kann man nichts von einem Zeitplan sagen !
Ferner hat der eine nun mal mehr Talent als der andere... ;)


Gruß ))-))

headbad
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Erstellt: von headbad » 26.05.2010, 19:13

Ach ich finde Talent ist nebensache. Ich glaube nicht das ich sehr musikalisch bin oder so und trotzdem kann ich eigentlich ganz gut Gitarre spielen. Ich spiel auch erst so 2-3 Jahre aber wenn man jeden tag ein bisschen was macht dann wird man wirklich schnell so gut das andere sagen: " hey du könntest rockstar werden"
gut das kompliment is von meiner 10 jährigen cousine gekommen die KEINE ahnung von musik hat aber egal :D

Xarth
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Erstellt: von Xarth » 27.05.2010, 01:17

hm...das mit dem talent weiss ich auch nicht so recht :) der eine hat eben mehr der andere weniger...
Ich habe jetzt auch mein erstes Jahr mit der Gitarre rum und habe vor nem Monat auch ein "übel wie der abgeht!" zu hören gekriegt...
Aber ich würde sagen es kommt auch immer auf den Schwierigkeitsgrad der Sachen an, die man spielt. Fingerstyle fällt mir persönlich noch ziemlich schwer...ich spiele hauptsächlich songs zum strummen 2-3 picking songs kann ich auch aber da brauch ich auch länger um mir die verschiedenen muster einzuprägen :)

Ich habe nie wirklich nach Plan gelernt ich habe anfangs 2-3 wochen die grundakkorde gelernt und dann frei nach lust und laune lieder gelernt.

Dafür habe ich eben null Plan von theorie bis jetzt was sicherlich auch nicht gerade gut ist.
Das habe ich mir jetzt für das zweite Jahr vorgenommen :)

Ich denke ebenfalls das jeder ein anderes Lerntempo hat, der eine kriegts eben schneller hin der andere braucht etwas länger.
Mal sehen was die älteren Gitarrenhasen hier so sagen!

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Nightmare
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Erstellt: von Nightmare » 27.05.2010, 09:10

Geduldig weiterüben! Immer dranbleiben, dann schaffst du das mit der Zeit auf jeden Fall. Den Gedanken, dass du nach 1-2 Jahren schon besonders gut spielen kannst, solltest du dir aber aus dem Kopf schlagen (falls du den hast^^), bzw. dir nicht als Ziel setzen schneller als andere zu lernen oder so. Außerdem lernt jeder andere Sachen und das ist garnicht vergleichbar.

Wenn du aber so in Richtung Melodeath gehen willst, solltest du unbedingt beachten, dass du auch bei schnellem Spiel zuerst auf deine Sauberkeit achtest! Und ansonsten solltest du keine Angst haben dich an schwierige Lieder ranzuwagen (wenn du die technischen Grundlagen dazu hast). Auch "lernen muss gelernt sein". Also komplizierte Rhytmen zu erfassen, bzw. je mehr Solos man schon gespielt hat, umso schneller lernt man neue, weil man die Patterns kennt, durch die man spielt und dann guckst du dir das einmal an und kannst es im Prinzip schon. Das alles hilft dir auch beim Raushören von Liedern...

Aber du darfst eben bloß nicht erwarten, dass das alles von jetzt auf gleich geht.

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howdy71
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Erstellt: von howdy71 » 27.05.2010, 09:13

Ohne was zu hoeren kann man Deinen Fortschritt nicht einschaetzen.

Ich frage mich aber immer wieder, warum einige sich so unter Druck setzen, dass man zu einem bestimmten Zeitpunkt irgendetwas spielen koennen muss ?

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Belial
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Erstellt: von Belial » 27.05.2010, 12:37

Nightmare hat geschrieben: Den Gedanken, dass du nach 1-2 Jahren schon besonders gut spielen kannst, solltest du dir aber aus dem Kopf schlagen (falls du den hast^^).


Keine Sorge, ich kann mich und Michael Amott durchaus noch unterscheiden. ;)

howdy71 hat geschrieben:Ich frage mich aber immer wieder, warum einige sich so unter Druck setzen, dass man zu einem bestimmten Zeitpunkt irgendetwas spielen koennen muss ?


Ich habe nur von Zeit zu Zeit ein schlechtes Gewissen, wenn ich mit dem Plan nicht durchgekommen bin. Es ist eben so, dass ich wohl jeden ca. Tag 1, 2 Stunden investiere (am Wochenende meist mehr) und da möchte man doch wissen, ob man angemessenen Fortschritt gemacht hat oder nicht? Ich habe eben keinen Gitarristen der einen ähnlichen Stil spielt in meiner Nähe um bei ihm abzuschauen... Ich MUSS gar nichts und ich weiss es, so war das nicht unbedingt gemeint.

Gut, dass sich meine Fragen schon, weil wir alle unter ganz anderen Umständen Gitarre spielen nicht pauschal beantworten lassen ist richtig. :?

Nehmen wir einmal alle wohlwollend an, dass ich die kurze Auswahl tatsächlich sauber (ich kann das unterscheiden, ich habe schon sauberes Spiel gehört) im richtigen Tempo spielen kann, welcher Song denkt ihr, fordert mich genug um langsam weiter vorwärts zu kommen?

Unwichtiger Nachsatz: Ist es wirklich SO unüblich 12-56er Saiten aufziehen zu wollen? :shock: In f****ng Frankfurt & Offenbach hatte keines von 4 Geschäften (und es war der Schmidt dabei...) sie vorrätig. Meine 12-60 sitzen in Drop-C duchaus arg straff... in Drop B oder A ist es besser, entfernt sich aber etwas stark vom Sound der meisten Bands die ich anpeile (Amon Amarth einmal ausgenommen).

Ersteinmal Dank allen Antworten so far. ))==
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Blind Guard
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Erstellt: von Blind Guard » 27.05.2010, 16:13

Hi!

Schön, das du dich diesem Genre verschrieben hast.
Meiner Meinung nach ist es nicht unüblich, relativ dicke Saiten aufzuziehen, es kommt nur
nicht so häufig vor. Ich spiele selber den Satz, den du dir kaufen möchtest auf meiner
Ibanez für die Band (Drop C). Das funktioniert super! Lasse dir doch welche von Thomann schicken (Mindestbestellwert beachten).

Mmh.. bezüglich des nächsten Songs.. Wie wärs denn mit Sachen von At the Gates, In Flames (alte Alben) und Behemoth (ist jetzt kein MeloDeath, ich weiß ;) )

Ich schlag dir einfach mal die hier vor:
At the Gates - Blinded by Fear
In Flames - Artifacts of the Black Rain (hier kannst du dir immer was
in Sachen Zweistimmigkeit abschauen)
Behemoth - Christians to the Lions

Ich hoffe ich konnte dir helfen.

=(=))=

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Erstellt: von Nightmare » 27.05.2010, 18:05

Ich spiele auf Drop C 10-52 und finde das perfekt (auf einer Ibanez).

Wenn du Drop C spielst, könntest du dir mal Children of Bodom - In your Face http://www.youtube.com/watch?v=DHnVfV9Tv2k probieren. Die Riffs sind einfach, machen Spaß, nur das Solo ist schwerer, aber auch nicht nur schnell, sondern hat auch interessante Techniken drin (Tremolohebel mit Legato, Pentatonik, Bendings mit 2 Saiten, Harmonic).

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Belial
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Erstellt: von Belial » 27.05.2010, 23:57

Blind Guard hat geschrieben:Schön, das du dich diesem Genre verschrieben hast.


Ich finde einfach, dass Melodeath das breiteste Spektrum bietet, bestehend aus harten, schnellen Riffs, melodisch und technisch anspruchsvollen Läufen, klarem und gutturalem Gesang. Es wird einfach nie langweilig. =(=))=


Danke für alle Antworten. Die Songs sind ziemlich genau was ich gesucht habe & meine Fragen sind auch zielsicher beantwortet worden.

Let down your hair, rock on. ))-))
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Erstellt: von korgli » 28.05.2010, 09:13

Hi
Ohne Ton sag ich nix. =)=)=
Wenn ich allen glauben würde, die sagen, dass sie alles sauber spielen können, dann wäre ich ja sehr gläubig. :-)))

Ich glaub nur was ich höre.

fredy

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Erstellt: von Nightmare » 28.05.2010, 13:52

Ja das muss man auch sagen.

Was denkst du, was ich glaubte nach einem Jahr schon alles sauber spielen zu können... ;)
Mach mal ein paar Aufnahmen um dich zu kontrollieren. Am besten über ein Audiointerface direkt in den PC. Da hörst du jeden Fehler, jeden unsauberen Anschlag usw. und dann merkst du erstmal wie unsauber du (mit Sicherheit) noch bist.
So zu spielen, wie die großen Gitarristen in diesen Lehrvideos, ohne die Instrumente, die die Fehler verdecken und dann so sauber, egal ob das nun besonders schwer ist, was die spielen, oder nur anspruchsvoll, ist schon eine große Kunst.

Gast

Erstellt: von Gast » 28.05.2010, 16:25

nicht schlecht! Weiter so !

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Belial
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Erstellt: von Belial » 08.06.2010, 01:09

So weit wären meine Fragen also geklärt. Noch ein letzter Dank allen Ratschlägen & Songbeispielen.

/closed
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