Blues auf der Gitarre spielen (Blues lernen)

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mjchael
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Blues auf der Gitarre spielen (Blues lernen)

Erstellt: von mjchael » 11.03.2010, 14:20

Vielleicht kann ich euch beim Einstieg in den Blues ein paar Hilfen geben.

Lektion 1
Die 12-taktige Blues-Kadenz

Zuerst einmal: Was ist eine Kadenz?

Eine Kadenz ist eine kurze Folge von Akkorden, die man in einer bestimmten Tonart oftmals zusammen antrifft.

Wichtige klassische Dur-Kadenzen:

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C F G7 C = C-Dur-Kandenz
G C D7 G = G-Dur-Kandenz
D G A7 D = D-Dur-Kandenz
A D E7 A = A-Dur-Kandenz
E A H7 E = E-Dur-Kandenz


Solche Akkordfolgen macht man oftmals als "Trockenübungen" um sicher in Akkordwechsel zu werden, und um zu wissen, welche Akkorde üblicherweise in einem einfachen Lied anzutreffen sind.

Wer den Quintenzirkel kann, der kann die drei Akkorde die in einer Kadenz üblicherweise zusammengehören einfach ablesen.

Du wählst dir deine Tonart aus, und du nimmst dir die beiden unmittelbaren Nachbarn (einer rechts, einer links vom dem Grundakkord) noch mit hinzu, und du hast die drei Dur-Akkorde, die üblicherweise zusammen gehören.

Das geht leichter als die Töne aus den Tonleitern abzuzählen.

Bild

Wer den Quintenzirkel noch nicht kennt, der sollte die Wissenslücke bald mal schließen. Den zu lernen erspart viel Lernarbeit!

Der einfache Blues verwendet genau die drei Akkorde, die man auch in vielen Volksliedern antrifft.

Dabei gibt es eine bestimmte Akkordfolge, die man recht häufig antrifft.

Wenn irgendeiner sagt: "Komm wir spielen einen Blues in A", dann kannst du erst einmal davon ausgehen, dass er das 12-taktige Blues-Schema meint.

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A A A A | A A A A | A A A A | A A A A
D D D D | D D D D | A A A A | A A A A
E E E E | D D D D | A A A A | E E E E

Jeder Akkord ist ein Abschlag

Ein 12-taktiger Blues in E würde so aussehen

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E E E E | E E E E | E E E E | E E E E
A A A A | A A A A | E E E E | E E E E
H H H H | A A A A | E E E E | H H H H


In der klassischen Dur-Kadenz wird ein Akkord immer mit einer 7 ausgestattet. Im Quintenzirkel ist es immer der rechte Nachbar vom Grundton.

Wenn man also für die Tonart E-Dur die Akkorde sucht, schaut man kurz auf den Quintenzirkel, was die Nachbarn von E sind:
A E H
und du versiehst den rechten Nachbarn mit einer 7
A E H7.

Für die Kadenz zum Spielen beginnt und endet man natürlich mit dem Grundakkord
E A H7 E

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In E-Dur (A E H7)

 E  | E  | E  | E  |
 A  | A  | E  | E  |
 H7 | A  | E  | H7 |

oder in A-Dur (D A E7)

 A  | A  | A  | A  |
 D  | D  | A  | A  |
 E7 | D  | A  | E7 |


Diesmal führst du für jeden Akkord 4 Schläge aus.

Aufgabe:
1.a) Wie sieht ein 12-taktiger Blues in C-Dur aus.
1. b) An wievielter Stelle stehen eigentlich die Akkorde vom C-Dur-Blues in der C-Dur-Tonleiter? (Akkordstufen: C-Dur = 1. Stufe; D-Dur = 2. Stufe, E-Dur = 3. Stufe....)

Linktipps:
Zuletzt geändert von mjchael am 22.02.2012, 15:36, insgesamt 4-mal geändert.

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Blues lernen

Erstellt: von mjchael » 19.03.2010, 12:51

Lösung von Aufgabe 1:
1.a) Wie sieht ein 12-taktiger Blues in C-Dur aus.

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C  | C | C | C
F  | F | C | C
G7 | F | C | G7


1. b) An wievielter Stelle stehen eigentlich die Akkorde vom C-Dur-Blues in der C-Dur-Tonleiter? (Akkordstufen: C = 1. Stufe; Dm = 2. Stufe, Em = 3. Stufe, F = 4. Stufe, G = 5. Stufe, Am = 6. Stufe, Hdim = 7. Stufe)

1, 4, 5 bzw. I, IV, V

Genauer:
C = 1. Stufe (I) = Tonika
F = 4. Stufe (IV) = Subdominante
G = 5. Stufe (V) = Dominante
G7 = 5. Stufe (V) = Dominantsept-Akkord

Du weißt nicht, was eine Tonika, Subdominante oder Dominante ist?
Dann hole das mal schnell im Lagerfeuerdiplom nach.

Das bekommen die Anfänger bei mir schon in der zweiten Unterrichtsstunde beigebracht.

Es sind nur drei Vokabeln für drei einfache elementare Akkord-Funktionen, die kinderleicht zu verstehen sind.

Was du vielleicht auch gesehen hast: Abzählen dauert viel länger, als mal kurz auf den Quintenzirkel zu blicken.
C-Dur = F-C-G7
( IV - I - V bzw. 4 - 1 - 5 bzw. Subdominante Tonika Dominante)


Lektion 2
6 und 7er Akkorde

Das Blues-Schema wird nicht nur im Blues angewandt. Man findet diese Einteilung auch bei vielen einfachen Volksliedern und Folksongs. Auch Rock'n'Roll, Rock und selbst Jazz orientieren sich an diesem Schema.

Damit sich also die Akkordfolge etwas mehr nach Blues anhört, brauchen wir jetzt einige typische Elemente.

Im Blues werden sehr oft Septim-Akkorde (7er-Akkorde) eingesetzt. Allerdings ist die Septim (7) meist nur eine Durchgangsnote. Das heißt, dass sie dann keinen Leitton-Charakter hat, der zu einem Grundton hinstrebt.

Die Septime kann bei jedem Akkord auftauchen. Auch da, wo man sie in den westlich geprägten Dur- und Moll-Tonarten nicht erwarten würde.
Und nicht jedesmal, wenn eine 7 bei einem Dur-Akkord auftaucht, ergibt sich gleich eine Dominant-Funktion. Die Funktion der Dominante ist, dass sie wieder zum Grundakkord hin drängt, bzw. zum Grundakkord aufgelöst werden will.

Nicht jedesmal heißt aber, dass es dennoch funktioniert, die Septime eines Akkordes gezielt als Leitton zum nächsten Akkord einzusetzen, so dass sich der Akkord doch wie ein Dominant-Sept-Akkord verhält.

Dass man die Septime eines Akkordes mal nur als eine "Verzierung" ansieht, und mal als einen Leitton, dass ist ein wenig die Kunst der Interpretation.

Sehr oft kombiniert man die Septime (7) eines Akkordes mit der Sexten (6). Fällt man mit der Setpime wieder zurück auf die Sexte oder zurück auf die Quinte (5), dann erhält man keinen Leitton. Bleibt man aber auf der Septime stehen, dann kann sie gegebenenfalls ihren Leittoncharakter entfalten.

Wer nicht weiß, wie man die Septime oder die Sexte eines Akkordes findet, der sollte sich unbedingt einmal folgende beiden Artikel im Balladendiplom durchlesen!

http://de.wikibooks.org/wiki/Gitarre:_vier_Siebener_auf_einen_Streich
und
http://de.wikibooks.org/wiki/Gitarre:_Blueszupfen_mit_6er_und_7er-Akkorden

Zurück zu unserem Blues-Schema

E E E E
A A E E
H7 A E H7

Jetzt spielen wir für jeden Takt wo ein E-Dur vorkommt:
E, E6, E7, E6

und jeder Takt wo ein A-Dur vorkommt
A, A6, A7, A6

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          E                    E6            E7
A    ||---|---|---|    ||---|---|---|    ||---|---|---|
K    ||---|---|---|    ||---|-K-|---|    ||---|---|-K-|
K    ||-Z-|---|---|    ||-Z-|---|---|    ||-Z-|---|---|
O    ||---|-R-|---|    ||---|-R-|---|    ||---|-R-|---|
R    ||---|-M-|---|    ||---|-M-|---|    ||---|-M-|---|
D    ||---|---|---|    ||---|---|---|    ||---|---|---|

            A                 A6              A7
A    ||---|---|---|    ||---|-K-|---|    ||---|---|-K-|
K    ||---|-R-|---|    ||---|-R-|---|    ||---|-R-|---|
K    ||---|-M-|---|    ||---|-M-|---|    ||---|-M-|---|
O    ||---|-Z-|---|    ||---|-Z-|---|    ||---|-Z-|---|
R    ||---|---|---|    ||---|---|---|    ||---|---|---|
D    ||---|---|---|    ||---|---|---|    ||---|---|---|


Merkt euch die beiden Töne für jeden Akkord, der die 6 und die 7 ausmacht. Denkt daran, dass ihr sie euch immer über die Akkordbilder ableiten könnt.

So prägt man sich nach und nach Intervalle ein. Es geht zwar langsam, aber es hat einen bleibenden Erfolg.

Also

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||: E 676  :|| ( 4x )
||: A 676 :|| ( 2x)     ||: E 676 :||( 2x )
| B | - | A | - | E | - | B7 | (je 1x)


Immer je einen Schlag für E, E6, E7, E6
Je 4 Schläge für E und A und H, wenn sie alleine stehen
und beim letzten H7 (englisch B7) 8 Schläge aber doppelt so schnell.

Viel Spaß beim Üben
Mjchael
Zuletzt geändert von mjchael am 22.02.2012, 15:36, insgesamt 7-mal geändert.

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Blues-Gitarre lernen

Erstellt: von mjchael » 19.03.2010, 12:58

Lektion 3
der Schuffle...

Bis jetzt hatten wir einen recht geraden Takt. Damit meine ich, dass alle Auf- und Abschläge etwa gleich lang sind.

Jetzt kommt es aber beim Rock'n'Roll, Blues, Swing und Jazz oft vor, dass die Auf- und Abschläge nicht so gleichmäßig sind wie man es sich gerne wünscht...

Ihr wisst noch, bei einem einfachen 4/4el Takt wird bis 4 gezählt.
1 und 2 und 3 und 4 und | usw...

Beim Shuffle ist es nun so, dass die "und" alle etwas später kommen, als man es normalerweise gewohnt ist.

Aus einem zackigen

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Links -  und  - Zwo   -  und  - Drei  -  und  - Vier  -  und  -    wird ein
Schlapp - - und Schlapp - - und Schlapp - - und Schlapp - - und


Um wieviel das "und" verzögert wird, hängt vom Stück und vom eigenen Geschmack ab...

Wenn aber mehrere Musiker zusammen spielen ist es gut, sich zuerst auf einen festen Schuffle zu einigen, den sofort jeder mitspielen kann. Also nimmt man eine Methode, wo man eine feste Zählzeit hat. Hinterher im Stück kann man dann sehen, wie es sich weiterentwickelt.

Aus 3 mach 2..
Man zählt Triolen (übersetzt etwa "Dreierschlag") spielt aber nur zwei Schläge (eigentlich "Duolen"). Dabei lässt man bei denen aber den Schlag der auf der Silbe "er" erfolgen sollte weg:

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 E           E6            E7           E6
Ein-er-lei; Zwei-er-lei;  Drei-er-lei; Vier-er-lei;
A   -  V  - A    -  V  -  A    -  V  - A    -   V - 

A = Aufschlag
V = Abschlag

und beim A
A - A,6 - 6,7 - 7,6 - 6,|A - A,6 - 6,7 - 7,6 - 6,|


Tipp:
Führe deine Schlaghand beim Abschlag viel weiter nach unten, als du es gewohnt bist. Du kannst auch kurz auf deinem Knie pausieren. Dann verbrauchst du automatisch mehr Zeit für den Aufschlag.


-----------------------------------------------------


Wer ganz mutig ist, spielt beim letzten H7 nur Triolen. Aber echte, ohne die Auslassung bei der Silbe "-er-"

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H7
Ein-er-lei; Zwei-er-lei; Drei-er-lei; Vier-er-lei;
A - V -A -  V -  A- V  - A -  V- A-   V - A -  V -

oder mal ohne Zählen aufgeschrieben, damit die Abstände stimmen:

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1 + + 2 + + 3 + + 4 + +
A-V-A V-A-V A-V-A V-A-V 


Die letzte Übung ist aber nur was für Experimentierfreudige...
Wie du aber siehst, kommt es bei einer Triole zum Wechsel des Auf- und Abschlages.

Code: Alles auswählen

A---V A---V A---V A---V
A-V-A V-A-V A-V-A V-A-V


oder auch

Code: Alles auswählen

A---V A---V A---V A---V
A---V A-V-A V---A V-A-V 


Also wenn es zu Triolen kommt, muss man mit dem Wechselschlag ein wenig aufpassen und sich konzentrieren.

Es reicht für den Anfang aber aus nur den einfachen Shuffle zu spielen...
Die Triolen kommen später noch mal dran.

Viel Spaß beim Üben
Mjchael
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Zuletzt geändert von mjchael am 21.02.2012, 21:33, insgesamt 2-mal geändert.

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Blues spielen lernen

Erstellt: von mjchael » 21.03.2010, 20:56

Lektion 4
Einfaches Blues-Zupfen mit 5-6-7er Spielereien

Wir haben wieder ein 12-taktiges Blues-Schema in E-Dur
Der Daumen spielt ganz einfach nur den Basston des Akkordes an.

Die Melodie wird abwechselnd mit dem Mittelfinger und dem Zeigefinger gezupft.

Ich empfehle:

Code: Alles auswählen

||-------------------|-------------------|
||-M-Z-M-Z-M-Z-M=Z=M-|-M-Z-M-Z-M-Z-M=Z=M-|
||-------------------|-------------------|
||-------------------|-------------------|
||-------------------|-------------------|
||-D---D---D---D-----|-D---D---D---D-----|



Also immer Daumen und Mittelfinger zusammen,
und Zeigefinger einzeln.

Aber nur so lange es passt. Wenn mal noch ein Ton mit hinzu kommt, oder weg fällt, dann spielt ihr den Wechselschlag (Abwechselnd Zeige und Mittelfinger) gerade so wie es passt. Ihr müsst dann selbst ein wenig herumprobieren.
Besonders bei den Triolen, die du noch kennen lernen wirst, wechselt der Fingersatz immer wieder.

Als Hilfe habe ich für euch ein Powertab gemacht.

Wieder werden Variationen von E E6 E7 etc. gespielt. Aber alle übrigen Akkordtöne fallen jetzt einfach mal weg,

Bis auf die Quinte (5) der entsprechenden Akkorde. (Immer wenn die 0 bei den Melodiesaiten beim A und E auftauchen).

Es geht hier um eine Spielerei mit der Quinte, Sexte und Septime. Die Töne werden nicht mehr direkt als Akkordtöne verwendet, sondern man spielt mit den Tönen jetzt eine kleine Melodie.

Alles was hier in der Tabulatur vorgestellt wird, sind Vorschläge, wie man mit den Intervallen herumspielen kann. Wenn du das hier ein oder zwei mal nachgespielt hast, dann mache selbst eigene kleine Melodien.

Mache dir immer klar, ob du gerade ein E nur mit Quinte, ein E mit einer Sexten oder ein E mit einer Septime spielst.

Sage dir also beispielsweise folgendes auf

E
5 - 5,6 - 6,7 - 6,7,6
5 - 5,6 - 6,7 - 7,6,5
usw.

Lerne es mit den Intervallen der Akkorde umzugehen,
und verwende die Intervalle für kleine Miniatur-Improvisationen.


Viel Spaß beim ausprobieren
Gruß Mjchael
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Zuletzt geändert von mjchael am 24.03.2010, 10:06, insgesamt 1-mal geändert.

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Erstellt: von mjchael » 22.03.2010, 01:29

Lektion 5
Einfaches Blues-Zupfen mit 5-6-7er
und Dur-Moll-Spielereien.


Eine besondere Eigenart beim Blues ist es, dass man bei den Dur-Akkorden auch die Moll-Terz verwendet.

Das schöne bei einem Blues in E-Dur ist, dass wir genau wissen, welcher Ton für den Dur- und welcher für den Moll-Klang zuständig ist.

Dafür brauchen wir nur ein paar mal E-Dur und Em nacheinander zu spielen.

Merkt euch die beiden Töne. Die Leere D-Seite, und der erste Bund auf der D-Saite (das D#) machen den Dur-Moll-Charakter des Akkordes aus.

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Töne von Em          Moll und Durterz von E    Töne von E-Dur
E ||---|---|---|-       ||---|---|---|-      E ||---|---|---|-
H ||---|---|---|-       ||---|---|---|-      H ||---|---|---|-
G ||---|---|---|-     G ||-G#|---|---|-        ||-G#|---|---|-
  ||---|-E-|---|-       ||---|---|---|-        ||---|-E-|---|-
  ||---|-H-|---|-       ||---|---|---|-        ||---|-H-|---|-
E ||---|---|---|-       ||---|---|---|-      E ||---|---|---|-



Trotz der Mollterz wird der Dur-Akkord nicht plötzlich zum Moll-Akkord, sondern die Mollterz schmiert nur einmal so rein, aber landet wieder auf der Dur-Terz. Sie ist nur eine Durchgangsnote, die dem Blues einen traurigen Beigeschmack gibt.

Mit der Septime (7) aus der letzten Lektion haben wir eine weitere der Blue-Notes kennen gelernt.
Blue-Notes das sind die Noten, die man in den Blues einstreut, damit er den typischen traurigen Klang bekommt.

Blue (blau) war für die Slaven in Amerika die Farbe der Traurigkeit.
So schmiert auch die Moll-Terz als eine Blue-Note einfach in den Melodien herum.


Damit die Moll-Terz nur mal so in dem Stück hineinschmiert, kann man sehr gut ein Hammering verwenden, das man bevorzugt kurz vor dem nächsten Taktwechsel ansetzt, und dann bei der "1" wieder zum Dur werden lässt.

Ihr könnt euch das mit dem Hammering sehr gut im Powertab anhören.

Eine besondere Herausforderung wird es sein, die Dur-Moll-Spielereien mit dem Hammering innerhalb von Triolen auszuführen, so dass man die Takte vielleicht eine Weile mal isoliert spielen sollte. Ich habe euch dafür eine Vorübung mit getabbelt.

Zählt immer
Ei-ner-lei, Zwie-er-lei, Drei-er-lei, Vier-er-lei

oder
Ein-hun-dert, Zwei-hun-dert, Drei-hun-dert, Vier-hun-dert

Ebenfalls beim A-Dur lässt sich sehr leicht die Moll-Terz ermitteln. Dazu muss man mal eine Weile Am und A-Dur miteinander Wechseln, und man muss sich dann die beiden Töne merken.

Die Mollterz vom A-Akkord ist das C, was auf der H-Saite im 1. Bund ist, welche dann aber gleich wieder durch ein Hammering zur Dur-Terz, also zum C# im 2. Bund der H-Saite auflöst.

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Töne von Am          Moll und Durterz von A    Töne von A-Dur
E ||---|---|---|-       ||---|---|---|-      E ||---|---|---|-
  ||-C-|---|---|-       ||-C-|-C#|---|-        ||---|-C#|---|-
  ||---|-A-|---|-       ||---|---|---|-        ||---|-A-|---|-
  ||---|-E-|---|-       ||---|---|---|-        ||---|-E-|---|-
A ||---|---|---|-       ||---|---|---|-      A ||---|---|---|-
  ||---|---|---|-       ||---|---|---|-      E ||---|---|---|-




Der Rest im Powertab sind wieder 5-6-7-Spielereien. Vielleicht taucht auch noch mal ein Akkordton auf (hohes E beim E-Dur-Akkord).

Beim H7 kann ich euch derzeit leider (noch) keine so einfache Lösung liefern, um euch dort die 5-6-7-Spielereien, und die Dur-Moll-Spielerei näher zu bringen. (Also so erklären, dass ihr auch immer wisst, was ihr da macht.)

Ich bastle da gerade noch an einer Lösung.
Aber ich vermute, wir werden beim H7 auf ein Barré ausweichen müssen.
Damit wollte ich aber noch ein bisschen warten, damit auch die Leute, die noch kein Barré können, zumindest mal so lange in den Blues reinschnuppern können, wie man eben keinen Barré braucht.

Beim H(7) habe ich entweder nur den einfachen Akkord am Ende des Stückes genommen, oder ich habe ein paar Intervalle vom E-Dur und A-Dur-Akkord (die von der 5-6-7-Spielerei) genommen.

Das ist nicht ganz befriedigend für mich, aber es funktioniert einigermaßen. Also kümmert euch beim H7 mal nicht so um die Intervalle, und hört ein wenig darüber hinweg, dass der Klang nicht ganz optimal ist, sondern nur so gerade reicht.

Nur beim E-Dur und beim A-Dur-Akkord solltet ihr aber immer wissen was ihr tut.

Entweder spielt ihr mit der Dur-Moll-Charakteristik herum,
oder ihr verwendet 5-6-7er Spielereien.

Spielt nicht einfach nur blind eine Punktskala ab, sondern arbeitet mit den charakteristischen Klang-Eigenschaften der Intervalle.

Eine Mollterz hat halt den traurigen Beigeschmack, der sich immer wieder zum Dur aufraffen muss (typisch Arbeitslied bzw. Worksong)
Die Septime klingt ein wenig quengelig, vorwärts und wegtreibend,
und sie kann die Dominant-Funktion (des Akkordes auf der 5. Stufe) verstärken.

Es kann auch aus der Tonika (der erste Akkord bzw. der Grundakkord auf der 1. Stufe) am Ende des 4. Taktes eine Zwischendominante machen, die dann zur Subdominante (nächster Akkord im 5. Takt) hin drängt.

Spiele mal

E E6 E E6 (3x) E E6 E7 E7 | A.... usw.

Aha, jetzt hast du es auch gehört, dass hier die Septime (7) vom E7-Akkord weiter zum A hin drängt.
Genau so drängt eine Dominante zur Tonika. Nur ist E-Dur hier nicht die Dominante, sondern sie tut nur so als sei sie eine. Eben eine Zwischendominante.

Natürlich funktioniert die Leitton-Funktion der Septime auch bei der richtigen Dominante H7, die dann zur Tonika E zurück leitet. Aber das ist ja so und so der Normalfall, denn wir aus der klassischen Dur-Kadenz her kennen, und den wir von vielen unserer Songs und Volkslieder her kennen.

Je besser ihr euch mit den Intervallen im Akkord und mit ihrer Funktion in der Melodie auskennt, desto gezielter könnt ihr Improvisieren.

---------------------------------------

Solange es möglich ist, könnt ihr einen vollen Akkord greifen. (gerade beim E-Dur-Akkord.) Auch dann, wenn ihr nur ein paar Töne für das Zupfen braucht.

Beim A-Dur ist es vielleicht nicht ganz so günstig, den vollen Akkord zu greifen. Wenn ihr zwischen Am und A mit dem Standard-Fingersatz hin und her wechselt, werdet ihr Schwirigkeiten bekommen, noch den kleinen Finger für die 6-7er Spielereien frei zu bekommen.

Da verwendet ihr dann nur die Finger welche ihr gerade für die Akkordtöne bzw. Intervalle braucht.

-------------------------------------------

Das Stück ist keine ausgereifte Komposition, sondern nur mal eben schnell etwas dahin getabbelt. Es handelt sich also immer nur um Vorschläge, was ihr mal ausprobieren könnt, und mit was für Elementen ihr arbeiten könnt.

Also versucht es einmal oder zweimal nachzuspielen, und sobald ihr das Prinzip kapiert habt, versucht euer eigenes Ding daraus zu machen.

Viel Spaß beim ausprobieren.
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100oktan
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Erstellt: von 100oktan » 01.05.2010, 14:03

Super, genau sowas hab ich gesucht. Danke für die Arbeit!

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mjchael
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Erstellt: von mjchael » 21.02.2012, 11:01

So, nach 2 Jahren sollte es hier mal etwa weitergehen:

Lektion 6
Blues mit Barré-Akkorden


Ich habe hier mal einen Post aus einem anderen Thread hinein kopiert. Wundert euch daher nicht, wenn hier noch mal das gleiche wie oben steht. Seht es als eine Wiederholung.

Als zweite Übung versuche das Schema auf Barré-Akkorde zu übertragen. Dazu müsst ihr E-Dur mit allen Akkorden in den 5. Bund verschieben. Also transponieren wir das ganze mal nach A-Dur:

Akkorde:

Ein einfaches Blues-Schema in A-Dur:
A A6 A7 A6 | D D6 D7 D6 | E E6 E7 E6

Code: Alles auswählen


A-Dur V  ( = 5. Bund) 
|---|-Z-|---|---|---|       
|---|-Z-|---|(6)|(7)|     
|---|-x-|-M-|---|---|     
|---|-Z-|---|---|---|     
|---|-x-|---|-R-|---|     
|---|-Z-|---|---|---|

D-Dur V  ( = 5. Bund)
E-Dur VII( = 7. Bund)
|---|-Z-|---|(6)|(7)|     
|---|-x-|---|-R-|---|     
|---|-Z-|---|---|---|     
|---|-x-|---|-M-|---|     
|---|-Z-|---|---|---|
|---|-Z-|---|---|---|

Man greift einen 7er Barré-Akkord (die 7 hab ich mir gespart)
und setzt dann nacheinander den Kleinen Finger auf die (6) und (7)

Was haben wir? 3 Dur 7er Akkorde, wo noch die 6 mit dazukommt.

Jetzt kommt der Clou
Wir nehmen zum Improvisieren nicht die A-Dur-Pentatonik,
sondern die A-Moll-Pentatonik
  V 
|(Z)|---|---|<K>|
|-Z-|---|---|-K-|     
|-Z-|---|-R-|---|     
|<Z>|---|(R)|---| 
|-Z-|---|-R-|---|     
|(Z)|---|---|<K>|

Nochmal als Wiederholung:
Die A-Moll-Pentatonik heißt A-Moll,
weil der dazugehörige Moll-Akkord im 5. Bund
auch A-Moll heißt.

Die Skala selbst ist aber eine Skala vom E-Moll-Typ,
Weil sie letztendlich vom E-Moll abgeleitet wird
und nur in den 5. Bund verschoben wurde.
(praktisch ein tranzponierter E-Moll-Akkord
bzw. eine tranzponierte E-Moll-Pentatonik.)

Zu dieser A-Moll-Pentatonik schleichen sich jetzt noch
Töne der A-Dur-Pentatonik ein:

      V Dur7er Akkord
|---|<1>|---|---|---| 
|---|-5-|---|(6)|(7)|
|---|---|(3)|---|---|
|---|-7-|---|---|---|
|---|---|---|-5-|---|
|---|<1>|---|---|---|

plus  V Mollpentatonik 
|---|<1>|---|---|-3b|
|---|-5-|---|---|-7-|     
|---|-3b|---|-4-|---|     
|---|-7-|---|<1>|---| 
|---|-4-|---|-5-|---|     
|---|<1>|---|---|-3b|

Komplett mit allen Tönen sieht das ganze so aus:
      V 
|---|(1)|---|---|-3b|
|---|-5-|---|-6-|-7b|     
|---|-3b|-3-|-4-|---|     
|-6-|-7b|---|(1)|---| 
|-3-|-4-|---|-5-|---|     
|---|(1)|---|---|-3b|-3-|

damit es aber etwas einfacher wird, lassen wir
vorerst den 4. Bund einfach mal weg...
      V 
|---|(1)|---|---|-3b|
|---|-5-|---|-6-|-7b|     
|---|-3b|-3-|-4-|---|     
|-_-|-7b|---|(1)|---| 
|-_-|-4-|---|-5-|---|     
|---|(1)|---|---|-3b|-_-|


Was haben wir:
Eine A-Moll-Pentatonik,
wo noch die Dur-Terz (3) hinzu kommt,
und noch die 6, die wir von oben dem Akkord her kennen.

Tipp: auf der G-Saite auf 3b, 3 und 4 jeweils Z M R auflegen,
und die 4 benden (nach oben oder unten ziehen, um sie zu verzerren.) Tonmäßig wäre das ein 4# (übermäßige Quarte, wen es interessiert)

Der Ton verbindet die 4 mit der 5.
So als Tipp für den Anfang: dieser 4# Ton sollte kein Zielton, für die Improvisation sein, sondern einfach nur eine Überleitung...

Nochmal der Baukasten:
1.)
Dur7/6-Akkord
2.)
Dur- und Moll-Akkord wechseln ab
( 3b = Mollterz, 3 = Durterz! Vgl. Em E-Dur)
3.)
Moll-Pentatonik,
4.)
und noch der 4# als Übergang von 4 nach 5
oder die 4 wird bis zum 4# gebendet...

viele sagen zu der 4# auch 5b (enharmonische Verwechslung) ich komme aber mit 4# besser klar, da ich mir merke, das ich die 4 rauf zur 4# bende. Wenn ich 5b sehe denke ich immer an einen m7b5-Akkord (z.B. Hm7b5) der hier aber nichts mit zu tun hat. Wie dem auch sei, hier die komplette Tabulatur

Code: Alles auswählen

     V 
|---|(1)|---|---|-3b|
|---|-5-|---|-6-|-7b|     
|---|-3b|-3-|-4-|-4#|     
|-_-|-7b|---|(1)|---| 
|-_-|-4-|-4#|-5-|---|     
|---|(1)|---|---|-3b|-_-|




Tja, soweit erstmal zur Theorie:
Beim Spielen kann man auch eines nach dem anderen dazunehmen. Also zuerst nur 6/7er, dann mal Dur/Moll,
und irgendwann mal die 4 benden und so weiter.
So baut man sich die Sache nach und nach auf.

ABER:
die Theorie kann bloß den Einstieg erleichtern
das richtige Feeling bekommt ihr nur durch ausprobieren,
nachspielen, imitieren, und ner gehörigen Portion Weltschmerz...

Das kann ich nicht vermitteln.

Gruß Mjchael
Zuletzt geändert von mjchael am 21.02.2012, 14:47, insgesamt 2-mal geändert.

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Erstellt: von mjchael » 21.02.2012, 11:06

Lektion 7
Die Dominant-Blues-Skala


Ich habe hier noch einmal einen Post aus einem anderen Thread hinein kopiert.Diesmal mit einer Grafik, die ich für die Wikibooks erstellt habe. Wiederholungen inbegriffen.

Bild
zum Vergrößern anklicken


Was du meinst, das sind die so genannten Blue-Notes.

Ich habe jetzt nur zwei Skalen dafür:

Bild

Bild

Ich bin jetzt von einem Blues in Dur ausgegangen, und habe dementsprechend einen Dur-Akkord hinterlegt. Sie werden in der Praxis häufig als Dur7 (Dominantsept-Akkord) gespielt, oder mit den schon oben erwähnten 5-6-7er Spielereien. Da ein Dur7-Akkord an eine Dominante bzw. eine Zwischendominante erinnert (was sie, wie ich oben schon erwähnte nicht in jedem Fall ist), nennt man einen solchen Blues auch Dominant-Blues.

Da man bevorzugt den Barré-Akkord in der A7-Form und in der E7-Form spielt, halte ich diese beiden Ausschnitte aus dem gesamten Griffbrett für die wichtigsten.

Die schwarzen Intervalle sind die Grundtöne.
Die weißen Intervalle sind die Töne der Moll-Pentatonik.
Die schwarz hinterlegten Intervalle gehören zum Barré-Akkord
Da ich einen Dur-Akkord spiele kommt neben der Mollterz (3b) von der Mollpentatonik noch die Dur-Terz (3) des Dur-Akkords mit hinzu.

Von der Moll-Pentatonik ausgehend ist die Dur-Terz eine Blue-Note.
Blue heißt hier soviel wie "traurig". Daher gehört da irgendwie die Moll-Terz dazu. Die Durzerz diehnt der zusätzlichen Färbung der Pentatonik. Es wird eine Art Spannung zwischen dem etwas fröhlicherem Dur und dem traurigen Moll aufgebaut. Der Blues spielt gerne mit der Unbestimmtheit zwischen Dur und Moll.
Auf der Gitarre kann man mit den beiden Barré-Akkorden sehr gut ein Hammering von der 3b zur 3 einbauen.
Dieses kommt weniger beim Solo zum tragen, als mehr bei der reinen Begleitung. Beim Solo beschränkt man sich oftmals nur auf die Moll-Terz. Aber ihr habt auch gesehen, wie man schone Moll-Dur-Triolen einbauen kann.

Bei der Begleitung kommt es oft zu einer Spielerei zwischen der Quinte (5) der Sexten (6) und der Septime (7)
Dieses hast du vielleicht schon beim einfachen Blues-Zupfen mitbekommen.
http://de.wikibooks.org/wiki/Gitarre:_Blueszupfen_mit_6er_und_7er-Akkorden

So wird letztlich die Blues-Skala noch um die Sexte angereichert, obwohl man dies selten bei einer Bluesskala wiederfindet. Die Sexte ist hier grün dargestellt.

Jetzt kommt noch ein weiterer sehr gern eingesetzter Effekt mit zum Blues hinzu.
Und zwar man kann die 4 sehr gut bis zur 4# bzw. 5b benden.

Die obere 4 ist dabei nicht so leicht zu benden, aber es funktioniert auch da.
Viel Lieber wird bei der A-Form die 4 auf der H-Saite mit dem kleinen Finger gebendet.
Oft helfen Mittelfinger und Ringfinger dabei mit. (alle drei Finger ziehen gemeinsam die Seite)

Bei der E-Form zieht man die 4 auf der G-Saite mit dem Ringfinger, und der Zeige- und Mittelfinger helfen mit.

Und das hast du bestimmt schon selbst ausprobiert.

Du kannst die Akkorde auch als Moll-Akkorde greifen. Dabei fällt dann die 3 als Blue-Note meist raus, und die Blues-Skala wird um ein Intervall vereinfacht.

Zusammenfassung:
Du hast also 5 wesentliche Elemente bei der Blues-Improvisation.

1. Der Akkord (Dur oder Moll) über den improvisiert wird
2. die Mollpentatonik
3. das spielen mit der Dur- und Moll-Terz (3b - 3)
4. die 5-6-7-Spielerei
5. das benden der 4 zur 5b

Wenn du dich auf jeweils nur einen Aspekt konzentrierst, dann kannst du hinterher die drei unabhängigen Module miteinander verschmelzen.

Schau dir daraufhin noch einmal die beiden Blues-Skalen oben an, und identifiziere die 5 einzelnen Elemente. Dann sieht die Skala nicht mehr ganz so kompliziert aus. Die vorherigen Übungen helfen dir, die Elemente zu unterscheiden.

Und wundere dich nicht, wenn irgendjemand den Blues noch mehr erweitert. Das Baukastensystem soll nur das Lernen etwas erleichtern.

Gruß Mjchael

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Erstellt: von mjchael » 21.02.2012, 11:24

Lektion 8
Blues über den A-Dur-Akkord im 5. Bund


Ein Beispiel habe ich mal für A-Dur im 5. Bund gebastelt.
Zuerst zeige ich dir die Akkorde die ich brauche. Nicht nur die schon oben genannten, sondern auch
  • die Am-Form, da ihr die für die Dur-Moll-Spielerei braucht.
  • Der Am-Akkord im 5. Bund steht in der E-Dur-Form (weil er so aussieht, wie ein E-Dur-Akkord mit Capo im 5. Bund.)
  • Ein Powerchord dient als minimale Orientierungshilfe, wo ihr mit der Improvisation anfangen sollt.
  • Von dem Barré-Akkord der E-Dur-Form leitet sich die Pentatonik der Em-Form ab, die ihr bei der Blues-Improvisation über einen Dur-Akkord braucht.
  • Die G-Dur-Pentatonik ist nur eine Orientierungshilfe um die Töne zu treffen, da man sich mit dem G-Dur und Em-Akkord im Hinterkopf leichter die Pentatonik vorstellen kann.


Mehr dazu:
http://de.wikibooks.org/wiki/Gitarre:_Pentatonik_G-Dur_E-Moll_Form
Solltet ihr unbedingt lesen!

Sobald "Form" dabeisteht, dann sollt ihr das ganze mit einem Grundakkord in der 0.Lage (0-3 Bund) vergleichen.

Code: Alles auswählen

 
  A-Dur-Akkord   A6               A7                   Am
  E-Dur-Form     eigentl. A7/6
|-5--:----:----||-5--:----:----||-5--:----:----:----||-5--:---:----|
|-5--:----:----||-5--:----:-7--||-5--:----:----:-8--||-5--:---:----|
|-5--:-6--:----||-5--:-6--:----||-5--:-6--:----:----||-5--:---:----|
|-5--:----:-7--||-5--:----:----||-5--:----:----:----||-5--:---:-7--|
|-5--:----:-7--||-5--:----:-7--||-5--:----:-7--:----||-5--:---:-7--|
|-5--:----:----||-5--:----:----||-5--:----:----:----||-5--:---:----|
 
 A(5)            C-Dur-Akkord       Am/C-Dur-Pentatonik
 Powerchord      G-Dur-Form         von der  Em/G-Dur-Form
|----:---:----||-5--:---:----:-8--||-5--:---:----:-8--|
|----:---:----||-5--:---:----:(8)-||-5--:---:----:-8--|
|----:---:----||-5--:---:----:----||-5--:---:-7--:----|
|----:---:-7--||-5--:---:----:----||-5--:---:-7--:----|
|----:---:-7--||-5--:---:-7--:----||-5--:---:-7--:----|
|-5--:---:----||-5--:---:----:-8--||-5--:---:----:-8--|


Powerchord ist die Minimalorientierung.
A-Dur(7) ist der Akkord der zugrunde liegt.
Am (genauer die Mollterz) wird als Blue-Note dazugeschmiert.
A, A6, A7, A6 ist ein oft gehörtes Grundpatter.
Der G-Dur-Form (= C-Dur-Akkord im 5. Bund) kann eine Hilfe sein, die Pentatonik abzuleiten. Die Töne sind jedenfalls gleich. Das kann das Lernen erleichtern...

Damit habe ich mal einen guten Grundstock für die Töne zur Improvisation, und ich kann mich auch immer wieder an irgendetwas Bekanntem orientieren. Die noch fehlenden Töne der Blues-Tonleiter kann man ganz einfach an diesem Grundgerüst aufhängen.

Code: Alles auswählen

 Grundrhythmus mit      8=Ton C=Mollterz        A-A6-A7-A6
 Powerchords + Shuffle  von A                   Begleitpatter (7er ist unterschalgen)
|---------------------||---------------------||---------------------|
|---------------------||---------------------||-5--5-7--7-8--8-7--7-|
|---------------------||---------------------||-6--6-6--6-6--6-6--6-|
|-7--7-7--7-7--7-7--7-||-7--7-7--7-7--7-7--7-||-5--5-5--5-5--5-5--5-|
|-7--7-7--7-7--7-7--7-||-7--7-7--7-7--7-7--7-||-7--7-7--7-7--7-7--7-|
|-5--5-5--5-5--5-5--5-||-5--5-8--8-5--5-8--8-||-5--5-5--5-5--5-5--5-|
  die 8 im Bass, da kommt mir der "G-Dur-Form" als Lernhilfe entgegen.

  Am+A-Dur-Hammering    5+6 auflegen (nicht spielen) die helfen der 7,die am Anfang
                        einen halben Tonrauf (b8r) und wieder zurückbendt
                        und dann gleich die A-Moll-Pentatonik zurücklaufen
|--------------------||-------------------------------||
|-----5--7-8--8-7--7-||-------------------------------||
|-5h==6--------------||-(5)-(6)-7b8r7-5---------------||
|-7---7--7-7--7-7--7-||-----------------7-5-----------||
|-7---7--7-7--7-7--7-||---------------------7-5-------||
|-5---5--5-5--5-5--5-||-------------------------8-5-2-||

das selbe wie vorher nur die Pentatonik rauflaufen
|-------------------5-8-5-----|
|---------------5-8-------8---|
|-(5)-(5)-7b8r7-------------5-|
|-----------------------------|
|-----------------------------|
|-----------------------------|
und dann wieder gleich weitermachen mit einem Grundrhythmus
von oben.
 

das Bending zieht die Quarte (4. Ton von A aus gezählt)
zur übermäßigen Quarte (4#) hin.
Die Zeiten am Ende müssen nicht stimmen, da selber mal ausprobieren.

Das sind alles kleine Bausteine, die Ihr im Pachwork-Verfahren nach belieben aneinanderkleben könnt.

Gruß Mjchael

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Erstellt: von mjchael » 21.02.2012, 11:28

Lektion 8
Blues über den A-Dur-Akkord im 5. Bund

Das ganze hab ich jetzt mal für D-Dur (= A-Dur-Form im 5. Bund)
umgesetzt.

Wie ihr seht habe ich die selben Akkordbezeichnungen und Ableitungen verwendet. Alles erscheint irgendwie einen Bund tiefer; nur zwischen der G- und H-Seite gab es eine Verschiebung um einen Bund.

Die Beschriftungen sind etwas kürzer ausgefallen, aber sie meinen exakt das selbe, was ich oben schon geschrieben habe.

Code: Alles auswählen

 
  D               D6              D7                Dm
|-5--:---:----||-5--:---:-7--||-5--:---:----:-8--||-5--:----:----|
|-5--:---:-7--||-5--:---:-7--||-5--:---:-7--:----||-5--:--6-:----|
|-5--:---:-7--||-5--:---:----||-5--:---:----:----||-5--:----:-7--|
|-5--:---:-7--||-5--:---:-7--||-5--:---:-7--:----||-5--:----:-7--|
|-5--:---:----||-5--:---:----||-5--:---:----:----||-5--:----:----|
|-5--:---:----||-5--:---:----||-5--:---:----:----||-5--:----:----|
Vergleiche alle D-Akkorde mit den einfachen A-Dur-Akkorden.
A-Dur, A6, A7, Am d.h. der D-Dur-Barré ist die A-Form

               C-Dur-Form (vgl.C-Dur)   D-Moll-Pentatonik
  D(5)          = F-Dur-Akkord          in der C-Dur/Am-Form
|----:---:----||-5--:----:----:-(8)--||-5--:----:----:-8--|
|----:---:----||-5--:--6-:----:------||----:-6--:----:-8--|
|----:---:-7--||-5--:----:----:------||-5--:----:-7--:----|
|----:---:-7--||-5--:----:-7--:------||-5--:----:-7--:----|
|-5--:---:----||-5--:----:----:-(8)--||-5--:----:----:-8--|
|----:---:----||-5--:----:----:------||-5--:----:----:-8--|

  Grundrhythmus mit     Mollterz im Bass          D-D6-D7-D7
Powerchord + Shuffle    vgl. 8 und C-Dur-Form    Grundpatter
|---------------------||---------------------||-5--5-7--7-8--8-7--7-|
|---------------------||---------------------||-7--7-7--7-7--7-7--7-|
|-7--7-7--7-7--7-7--7-||-7--7-7--7-7--7-7--7-||-5--5-5--5-5--5-5--5-|
|-7--7-7--7-7--7-7--7-||-7--7-7--7-7--7-7--7-||-7--7-7--7-7--7-7--7-|
|-5--5-5--5-5--5-5--5-||-5--5-8--8-5--5-8--8-||-5--5-5--5-5--5-5--5-|
|---------------------||---------------------||---------------------|
diese Grundpatter spielt ihr immer zwischen jeder Improvisation

Eigentlich Dur/Mollterz
Einfacher: ganze Akkord  Benden der 4# und Mollpenta runter
|--------7-8--8-7--7-||--------------------------------||
|-6h==7--7-7--7-7--7-||-(6)-(7)-8pb9r8-6---------------||
|-6h==7--5-5--5-5--5-||------------------7-5-----------||
|-6h==7--7-7--7-7--7-||----------------------7-5-------||
|--------5-5--5-5--5-||--------------------------8-5---||
|--------------------||------------------------------8-||


Mollpenta rauf und mit 4#er Bending Enden
|---------------------------------|---|
|---------------6-(6)-(7)-8b9r8-6-|---|
|-----------5-7-------------------|-7-|
|-------5-7-----------------------|---|
|---5-8---------------------------|---|
|-8-------------------------------|---|

Wieder müsst ihr bei der Improvisation mit den Zeiten selber sehen,
ob das so stimmt. Zur Not einfach ein paar Töne zu oder weglassen.


Für den dritten Akkord E-Dur braucht ihr das ganze nur zwei Bünde weiter schieben.

Viel Spaß beim selber probieren.
Gruß Mjchael

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Erstellt: von mjchael » 21.02.2012, 11:51

Zwischenstand: Teilziel erreicht

So, ich hoffe, ich konnte euch ein Grundgerüst für den Blues liefern, an dem ihr euch orientieren könnt.

Es ist zwar ein ganz einfaches Baukastensystem, aber man hat wenigstens mal überhaupt ein paar Anhaltspunkte.

Natürlich ist mir bewusst, dass dieser Workshop bloß ein Hineinschnuppern in die Materie ist, und auch für einige recht Theorie-lastig ist. Aber du wirst hoffentlich bald feststellen, dass dir die Theorie helfen wird, das Erlernte auch mit anderen Elementen, die du schon mal gelernt hast, zu verknüpfen, was dir letztlich das Lernen erheblich erleichtert.

Aber Theorie, und die Baukastenelemente sind nur das grobe Handwerkzeug.
Was einer mit ein und der selben Sache macht, dass bleibt dem überlassen.
Der eine benutzt z.B. einen Hammer um Nägel krum in die Wand zu hauen, der andere kann damit Skulpturen aus Stein meißeln...

Alleine für sich ergeben die Elemente keine richtige Musik. Na ja, sagen wir mal keine besonders gute und anspruchsvolle, die sich mit einem Eric-Clapton oder BB King vergleichen ließe. Man muss damit herumspielen, und herumexperimentieren. Es liegt an dir, dich weiter mit den Elementen auseinanderzusetzen, diese einzusetzen, auszubauen und anders zu kombinieren.

Zum einen solltest du dir verschiedene Bluesstücke und Blues-Stile anhören, und dir daraus deine Lieblingssachen herauspicken.

Dann solltest du dir einige Videos zum Blues auf Youtube anschauen.
Beispiel: http://www.youtube.com/watch?v=IVtnMeVpN1w

Nicht zu vergessen die schon erwähnte Seite http://www.blueslessons.de/

Ihr werdet einiges dort finden, was hier noch gar nicht angesprochen wurde.
Dazu ist diese Workshop auch nicht da. Aber ich hoffe ihr entdeckt vieles wieder, und könnt einige Elemente aus den Tabs in einen gewissen Kontext einordnen, und findet euch dadurch besser zurecht.

Ein beliebtes Buch zu dem Thema ist:
Blues You Can Use
und
Blues-Gitarre für Dummies

Schaut euch auch nochmal folgenden schon etwas älteren Workshop an:
:arrow: [Workshop] Rock'n'Roll
Ihr werdet vieles Bekannte wiederentdecken, und einige Anwendungsmöglichkeiten dessen, was ihr hier gelernt habt.

Aber nicht vergessen, alles hier sind nur Einführungen und Anfänger-Lektionen.
Getreu nach dem Motte: Gitarre spielen LERNEN.

Vielleicht fällt euch noch ein, wie man diesen Workshop noch weiter sinnvoll ausbauen kann. Ich denke mal über kurz oder lang werden sich noch andere Lektionen hier ansammeln.

Gruß Mjchael
Zuletzt geändert von mjchael am 21.02.2012, 13:17, insgesamt 1-mal geändert.

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Erstellt: von mjchael » 21.02.2012, 12:33

Lektion 9
Pentatonik-Pattern - Teil 1

Noch einen Post von mir, den ich aber bei den Kollegen von Gitarrenboard März 2006 geschrieben habe.
Er fügt sich hier gut an. Wieder mit einer Unmenge an Wiederholungen.

Backen wie wieder etwas kleinere Brötchen...

Die lange Vorrede über Tonleitern, welche Töne dazu gehören und welche nicht, das soll sich in dieser Lektion in der Praxis bewähren..
Wir haben gelernt, dass die Pentatonik immer zum entsprechenden Akkord passt,
egal in welcher Tonleiter man sich befindet,
bzw. egal, auf welcher Tonstufe sich der Akkord befindet.

Tonstufe? Kleiner Exkurs:

In einer Tonleiter werden die Töne einfach durchnummeriert.
Diese Nummer erhält der gleichnamige Akkord als Tonstufe.
Akkorde die auf der 1. 4. und 5. Stufe stehen, sind Dur-Akkorde (unten groß geschrieben)
Diejenigen, die auf der 2. 3. und 6. Stufe stehen sind Mollakkorde (unten klein geschreiben).
(die 7. Stufe fällt mit ihrem verminderten Akkord immer aus der Reihe. Zum glück wird die 7. Stufe selten gebraucht.)

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1  2   3   4   5  6   7    1
I  II  III IV  V  VI (VII) I
F  g   a   Bb  C  d  (E)   F-Dur
C  d   e   F   G  a  (H)   C-Dur
G  a   h   C   D  e  (F#)  G-Dur
D  e   f#  G   A  h  (C#)  D-Dur
A  h   c#  D   E  f# (G#)  A-Dur
E  f#  g#  A   H  c# (D#)  E-Dur

Jeder Tonart kommt ein A als Akkord vor.
In der F-, C-, G-Dur-Tonleiter kommt er als A-Moll vor,
in der D-, A-, E-Dur-Tonleiter kommt er als A-Dur vor.

Bei einer Tonleiterimprovisation müssen wir jedes Mal, wenn ein A-Akkord kommt, die ganze Tonleiter berücksichtigen.
Bei einer Pentatonik-Improvisation müssen wir nur auf Dur und Moll achten.

Dieselben Tonleitern von oben schreibe ich hier noch mal hin, verwende aber dieses mal nur die Töne der A-Dur bzw. der A-Moll-Pentatonik und streiche die anderen Noten der vollständigen Dur-Tonleiter.

Code: Alles auswählen

1  2   3   4   5  6   7    1
I  II  III IV  V  VI (VII) I
   g   a       C  d  (E)   F-Dur
C  d   e       G  a        C-Dur
G  a       C   D  e        G-Dur
--------------------------------
   e   f#      A  h  (C#)  D-Dur
A  h   c#      E  f#       A-Dur
E  f#      A   H  c#       E-Dur


Theorie, Theorie, Theorie, - was bringt mir das für die Praxis?

Ich lerne die Pentatonik innen und auswendig.
Ich teste _EIN_ Begleit-Patter (Lick, Riff etc.) für EINEN Akkord-Typ aus;
achte dabei, dass er nur Töne der entsprechenden Pentatonik verwende,
und dann passt dieses Begleitpater JEDES MAL, wenn der entsprechende Akkord-Typ vorkommt; völlig egal, in welcher Tonleiter der Akkord-Typ vorkommt; und auf welcher Tonstufe der Akkordtyp steht.

Wie schon gesagt, man muss bei der Pentatonik nur darauf achten, ob es sich um ein Dur- oder Moll-Akkord handelt.
Dass man beim Blues hingegen einen Dur-Akkord spielt aber mit der Moll-Pentatonik improvisiert, also irgendwie überkreuz spielt,
dass ist dann nur eine Kleinigkeit.

Auch wenn es zu einem guten Soli noch etwas hin ist, so ist es ja auch schon was wert,
wenn man einen Solisten mit seiner Pentatonik-Begleitung die richtige Rückenstärkung geben kann.

Und wenn ihr euch mal nicht sicher seid, ob ihr eine Dur- oder doch lieber eine Moll-Pentatonik über ein Solo stülpen sollt, dann probiert es einfach etwas aus. Wenn es nicht passt, einfach Dur- gegen Moll-Pentatonik austauschen. Seltsamerweise kann manchmal sogar beides passen. Aber wenn es passt, dann ist es so und so egal.

Wir spielen mal einen einfachen RnR- oder Boogie- oder mit Shuffle auch Bluesbegleitung in G-Dur.
Zuerst mal mit folgenden Akkorden
(hier mal ganz einfach mit Bundangaben… ging in Powertab schneller zu tippen…)

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   G-Dur                       C-Dur                        D-Dur
|-3-:---:---||-8-:---:----||-10-:----|----|
|-3-:---:---||-8-:---:----||-10-:----|----|
|-3-:-4-:---||-8-:-9-:----||-10-:-11-|----|
|-3-:---:-5-||-8-:---:-10-||-10-:----|-12-|
|-3-:---:-5-||-8-:---:-10-||-10-:----|-12-|
|-3-:---:---||-8-:---:----||-10-:----|----|


Noch mal für die Orientierung:
Intervalle der         Fingersatz der       Intervalle des
Dur-Pentatonik         Dur-Pentatonik       Dur-Akkordes
|---:-(1)-:---:--2--||---:-(Z)-:---:--M--||--:-(1)-:---:-----|
|---:-(5)-:---:--6--||---:-(Z)-:---:--M--||--:-(5)-:---:-----|
|-2-:-----:-3-:-----||-Z-:-----:-M-:-----||--:-----:-3-:-----|
|-6-:-----:---:-(1)-||-Z-:-----:---:-(K)-||--:-----:---:-(1)-|
|-3-:-----:---:-(5)-||-Z-:-----:---:-(K)-||--:-----:---:-(5)-|
|---:-(1)-:---:--2--||---:-(R)-:---:--K--||--:-(1)-:---:-----|

  Intervalle des    für die Begleitung
  Powerchord        gebrauchten Töne 
|--:---- -:-:-----||-----:---:--:------|
|--:---- -:-:-----||-----:---:--:------|
|--:---- -:-:-----||-----:---:--:------|
|--:---- -:-:-(1)-||-(6)-:---:--:-(1)--|
|--:---- -:-:-(5)-||-(3)-:---:--:-(5)--|
|--:-(1) -:-:-----||-----:-1-:--:------|

Das alles jetzt sollte euch so langsam vertraut sein…

Jetzt der Riff:
       G                4x     C                   2x
|--||-------------------||-||----------------------||
|--||o-----------------o||-||o--------------------o||
|--||-------------------||-||----------------------||
|--||--------2-5-2------||-||---------7-10-7-------||
|--||o---2-5-------5-2-o||-||o---7-10--------10-7-o||
|--||--3----------------||-||--8-------------------||

    G                 2x    D
||-------------- ------||---------------------|
||o------------- -----o||---------------------|
||-------------- ------||---------------------|
||--------2-5-2- ------||---------9-12-9------|
||o---2-5------- 5-2--o||----9-12--------12-9-|
||--3----------- ------||-10------------------|

   C                    G                  D
|--------------------|-----------------|-------- -------------|
|--------------------|-----------------|-------- -------------|
|--------------------|-----------------|-------- -------------|
|--------7-10-7------|-------2-5-2-----|-------- -9-12-9------|
|---7-10--------10-7-|---2-5-------5-2-|----9-12 --------12-9-|
|-8------------------|-3---------------|-10----- -------------|

Wie man sieht, funktioniert ein und dasselbe Pentatonik-Begleit-Patter das ganze Stück über. Dabei ist prinzipiell der Musikstil egal.
Würde man so was mit noch den übrigen Tönen einer Tonleiter versuchen, dann kann das ganz schön in die Hose gehen.

Und wie ähnlich sich die Pentatoniken in den einzelnen Griff-Typen sind, kann man erkennen, wenn man mal das Begleit-Patter so spielt, wie es üblicherweise begleitet wird.

Das G-Dur-Begleit-Patter bleibt noch wie es ist, für den Rest nehmen wir einen anderen Grifftyp:

Code: Alles auswählen

   G-Dur       C-Dur        D-Dur
|-3-:---:---||-3-:--:---||-5-:--:---|
|-3-:---:---||-3-:--:-5-||-5-:--:-7-|
|-3-:-4-:---||-3-:--:-5-||-5-:--:-7-|
|-3-:---:-5-||-3-:--:-5-||-5-:--:-7-|
|-3-:---:-5-||-3-:--:---||-5-:--:---|
|-3-:---:---||-3-:--:---||-5-:--:---|

Noch mal zur Orientierung...
|---:-(1)-:---:--2--||---:-(R)-:---:--M--||--:-(1)-:---:-----|
|---:-(5)-:---:--6--||---:-(R)-:---:--M--||--:-(5)-:---:-----|
|-2-:-----:-3-:-----||-Z-:-----:-M-:-----||--:-----:-3-:-----|
|-6-:-----:---:-(1)-||-Z-:-----:---:-(K)-||--:-----:---:-(1)-|
|-3-:-----:---:-(5)-||-Z-:-----:---:-(K)-||--:-----:---:-(5)-|
|---:-(1)-:---:--2--||---:-(R)-:---:--K--||--:-(1)-:---:-----|
Intervalle der         Fingersatz der       Intervalle des   
Dur-Pentatonik         Dur-Pentatonik       Dur-Akkordes     
|---:-(5)-:---:--6--||---:-(R)-:--:--K--||--:-(5)-:---:-----|
|---:--2--:---:--3--||---:--R--:--:--K--||--:-----:---:--3--|
|-6-:-----:---:-(1)-||-Z-:-----:--:-(K)-||--:-----:---:-(1)-|
|-3-:-----:---:-(5)-||-Z-:-----:--:-(K)-||--:-----:---:-(5)-|
|---:-(1)-:---:--2--||---:-(R)-:--:--K--||--:-(1)-:---:-----|
|---:-(5)-:---:--6--||---:-(R)-:--:--K--||--:-(5)-:---:-----|

|--:---- -:-:-----||-----:---:--:------|
|--:---- -:-:-----||-----:---:--:------|
|--:---- -:-:-----||-----:---:--:------|
|--:---- -:-:-(1)-||-(6)-:---:--:-(1)--|
|--:---- -:-:-(5)-||-(3)-:---:--:-(5)--|
|--:-(1) -:-:-----||-----:-1-:--:------|
 Intervalle des    für die Begleitung
  Powerchord        gebrauchten Töne
|--:-(5)- :--:-----||---:-----:--:-----|
|--:----- :--:--3--||---:-----:--:-----|
|--:----- :--:-(1)-||-6-:-----:--:-(1)-|
|--:----- :--:-(5)-||-3-:-----:--:-(5)-|
|--:-(1)- :--:-----||---:-(1)-:--:-----|
|--:-(5)- :--:-----||---:-----:--:-----|



Warum ich das jetzt zweimal hier hineinkopiert habe? Ich möchte, dass ihr beide Reihen mal miteinander vergleicht. Die sind doch fast identisch. Bei der Unteren Reihe ist alles um eine Saite nach unten verrutscht. Das es zu einer kleinen Verschiebung zwischen der G- und H-Saite (wegen dem Gitarrenstimmen...) sollte euch auch so langsam vertraut sein.

Jetzt das Übungsstück:

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   G                 4x     C                       G
||-------------------||-||-------------------||-||-------------------| |
||o-----------------o||-||o-----------------o||-||o-----------------o| |
||-------------------||-||--------2-5-2------||-||-------------------| |
||--------2-5-2------||-||----2-5-------5-2--||-||--------2-5-2------| |
||o---2-5-------5-2-o||-||o-3---------------o||-||o---2-5-------5-2-o| |
||--3----------------||-||-------------------||-||--3----------------| |

  D                  C                G                 D
|-----------------|-----------------|-----------------|--------------- --|
|-----------------|-----------------|-----------------|--------------- --|
|-------4-7-4-----|-------2-5-2-----|-----------------|-------4-7-4--- --|
|---4-7-------7-4-|---2-5-------5-2-|-------2-5-2-----|---4-7-------7- 4-|
|-5---------------|-3---------------|---2-5-------5-2-|-5------------- --|
|-----------------|-----------------|-3---------------|--------------- --|

Solange man sich nur innerhalb der oberen 4 Saiten befindet, dann braucht man sich noch nicht einmal um die Verschiebung zwischen der G- und der H-Saite Gedanken zu machen, dann kann man ein und dasselbe Schema für zwei Griff-Typen verwenden.

Oben für den E-Dur-Akkord-Typ (hier im Stück G-Dur)
Unten für den A-Dur-Akkord-Typ (hier im Stück C- und D-Dur)

Sollte irgendjemand von euch ein E-Bass haben, dann kann er gleich alles auch auf dem E-Bass ausprobieren. Ein E-Bass ist praktisch gesehen eine E-Gitarre, die ziemlich tief gestimmt ist, und die unteren beiden Saiten fehlen.

Gruß Mjchael
Zuletzt geändert von mjchael am 21.02.2012, 21:44, insgesamt 1-mal geändert.

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Erstellt: von mjchael » 21.02.2012, 12:39

Lektion 10
Pentatonik-Pattern - Teil 2

Das ganze mal ein klein wenig Anspruchsvoller, diesmal in Dur und in Moll…

Exkurs Shuffle:
Was bei einer Tabulatur sehr schwer zu sehen ist, das ist der Shuffle.
Zwar schreibt mein Tabulatur-Programm ein paar mehr Bindestriche zwischen die Zahlen,
doch ehrlich gesagt, kann man die Notenwerte nicht so gut sehen,
als wenn Notenhälse dabei währen. Also muss man bei jeder Übung darauf achten,
das Shuffle-Feeling zu behalten. Am einfachsten, man Zählt es richtig aus:

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|----------------------------------------------|
|----------------------------------------------|
|----------------------------------------------|
|------------7-------7---4-------4-------------|
|------------------------------------7-------7-|
|-5------5-------------------------------------|
 ein-er-lei zwei-er-lei drei-er-lei vier-er-lei


Hier ein Begleit-Patter eines 12-Taktigen Blues in A-Dur.

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   A                                         (2x)
||----------------------|----------------------|
||o---------------------|---------------------o|
||----------------------|----------------------|
||-------7--7-4--4------|----------------------|
||o----------------7--7-|-4--4-7--7-4--4------o|
||--5--5----------------|----------------7--7--|

   D
|--------------------- |---------------------|
|--------------------- |---------------------|
|------7--7-4--4------ |---------------------|
|----------------7--7- |-4--4-7--7-4--4------|
|-5--5---------------- |----------------7--7-|
|--------------------- |---------------------|

  A                                             
|---------------------|------------------------|
|---------------------|------------------------|
|---------------------|------------------------|
|------7--7-4--4------|------------------------|
|----------------7--7-|-4--4-7--7-4--4---------|
|-5--5----------------|----------------7--7----|

   E                     D
|---------------------| ---------------------|
|---------------------| ---------------------|
|------9--9-6--6------| ------7--7-4--4------|
|----------------9--9-| ----------------7--7-|
|-7--7----------------| -5--5----------------|
|---------------------| ---------------------|

  A
|---------------------|------------------------||
|---------------------|------------------------||
|---------------------|------------------------||
|------7--7-4--4------|------------------------||
|----------------7--7-|-4--4-7--7-4--4---------||
|-5--5----------------|----------------7--7----||


Das gleiche Patter habe ich hier in einem Moll-Blues angewendet. Gleich? Nun, ich habe die Verdopplung des Tones weggelassen, und an den Übergängen - von einem Akkord zum anderen - ein wenig herumgebastelt... aber spielt es einfach nach, und ihr werdet sehen, die sind fast gleich...

Code: Alles auswählen

    Am
||-----------------|---------------------|
||o----------------|---------------------|
||-----------------|---------------------|
||------7---5------|---------------------|
||o-------------7--|-5---7---5-----------|
||--5--------------|------------7---5==3-|

|-----------------|---------- -----------|
|-----------------|---------- -----------|
|-----------------|---------- -----------|
|-----7---5-------|---------- -----------|
|-------------7---|-5---7---5 -----------|
|-5---------------|---------- --7-5==3---|

 == bedeutet hier Sliden
                           3erlei 4erlei
  Dm/A                                 
|-----------------|--------------------|
|-----------------|--------------------|
|-----7---5-------|--------------------|
|-------------7---|-5---7---5----------|
|-----------------|------------7==5==3-|
|-5---------------|--------------------|

   Am
|-----------------|------------ ----------|
|-----------------|------------ ----------|
|-----------------|------------ ----------|
|-----7---5-------|------------ ----------|
|-5-----------7---|-5---7---5-- ----------|
|-----------------|------------ 7==5==7---|

  Em/B              Dm
|-----------------|-----------------|
|-----------------|-----------------|
|-----9---7-------|-----7---5-------|
|-------------9---|-------------7---|
|-----------------|-5---------------|
|-7---------------|-----------------|

   Am
|-----------------|--------------- --------||
|-----------------|--------------- -------o||
|-----------------|--------------- --------||
|-----7---5-------|--------------- --------||
|-------------7---|-5---7---5----- -------o||
|-5---------------|------------7== 5==3----||

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Erstellt: von mjchael » 21.02.2012, 12:59

Lektion 11
Pantatonik-Pattern Teil 3


Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich möglicherweise wiederhole:
Wenn ich eine Pentatonik lerne, suche ich zuerst immer nach folgenden Intervallen einer Dur-Pentatonik.

Code: Alles auswählen

|--6--:---:---:-(1)-|
|--3--:---:---:-(5)-|


oder zwischen der G- und H-Saite

Code: Alles auswählen

|---:--6--:---:---:-(1)-|
|--3--:---:---:-(5)-:---|

Ich suche die 1, um den Grundton der Dur-Pentatonik zu haben. Von der Dur-Pentatonik leite ich mir die Moll-Pentatonik ab. Dafür suche ich einfach die Sexte (der sechste Ton der Dur-Tonleiter, den man auch in der Dur-Pentatonik wiederfindet). Dieses ist der Grundakkord der parallelen Molltonart.

Mal ein paar Pentatonik-Pattern für einen E-Moll-Typ,

Probiert sie einzeln aus, und übt sie einzeln. Wenn ihr die Pattern könnt, kombiniert sie. Natürlich vierschiebt ihr diese auch einen Bund tiefer für die A-Moll-Form.

Code: Alles auswählen

                  (Em = ) G-Dur-Pentatoniktyp
E-Moll-Akkordtyp      (G-Dur = Paralle zu E-Moll)
|-(1)-:---:-----:---| |--6--:---:---:-(1)-| |--6--:---:---:-(1)-|
|--5--:---:-----:---| |--3--:---:---:-(5)-| |--3--:---:---:-(5)-|
|--3b-:---:-----:---| |-(1)-:---:-2-:-----|
|-----:---:-(1)-:---| |--5--:---:-6-:-----|
|-----:---:--5--:---| |--2--:---:-3-:-----|
|-(1)-:---:-----:---| |--6--:---:---:-(1)-|

den ihr ohne Schwierigkeiten eine Saitenlage tiefer für den A-Moll-Typ anwenden könnt.

                      (Am=) C-Dur-Pentatoniktyp
A-Moll-Akkordtyp      (C-Dur = Paralle zu A-Moll)
|--5--:----:-----:---| |--3--:-----:---:-(5)-|
|-----:-3b-:-----:---| |-----:-(1)-:---:--2--|
|-----:----:-(1)-:---| |-(5)-:-----:-6-:-----|
|-----:----:--5--:---| |--2--:-----:-3-:-----|
|-(1)-:----:-----:---| |--6--:-----:---:-(1)-| |--6--:-----:---:-(1)-|
|--5--:----:-----:---| |--3--:-----:---:-(5)-| |--3--:-----:---:-(5)-|

die Zahlen unter den Tabs können euch beim Zählen helfen;
Eingeklammerte Noten werden nicht gespielt, sondern nur
weiter ausgehalten.

   12/8
||-----------------------||-||-----------------------||
||o---------------------o||-||o---------------------o||
||-----------------------||-||-----------------------||
||-------7----5----7-----||-||-----------------------||
||o---------------------o||-||o---------------------o||
||--5--------------------||-||--5----5--5-8----5-----||
    1..  2..  3..  4..          1..  2. . 3..  4..     

||------------ --------------||-||-----------------------||-
||o----------- -------------o||-||o---------------------o||-
||------------ --------------||-||-----------------------||-
||-------7---- -----5--------||-||-----------------------||-
||o----------- 5--7---5-7---o||-||o-----------5----7----o||-
||--5--------- --------------||-||--5--5-7--5----5----5--||-
    1..  2. . 3. . 4 . .            1. . 2. . 3. . 4. .     
   
||------------------------||-||----------- ---------------||
||o----------------------o||-||o---------- --------------o||
||------------------------||-||----------- ---------------||
||-------7----5--7-5------||-||----------- -5--5-7-5------||
||o---------5--------7-5-o||-||o------5--7 ----------7---o||
||--5---------------------||-||--5--5----- ---------------||
    1..  2. . 3. . 4 . .         1. . 2. . 3. . 4 . .

||----------------------|----------------------||
||o---------------------|---------------------o||
||----------------------|----------------------||
||----------------------|-5--5-----------------||
||o-----------5--5-7--7-|------7--7-5--5------o||
||--5--5-7--7-----------|----------------7--7--||
    1. . 2. . 3. . 4. .   1. . 2. . 3. . 4. . 

-||------------------ --------||-||---------- --------------------||
-||o----------------- -------o||-||o--------- -------------------o||
-||------------------ --------||-||---------- --------------------||
-||-------------5--5- --------||-||---------- -----5--------------||
-||o--------5-7------ 7-5----o||-||o--------- -5-7----7-(7)-5----o||
-||--5--5-7---------- ----7---||-||--5--7-(7) ----------------7---||
     1. . 2 ..  3. . 4 . .           1. ..    . . 3. ..    . .

||--------------------------|--------------------------||
||o-------------------------|-------------------------o||
||--------------------------|--------------------------||
||--------------------------|-5------------------------||
||o-------------5--7-(7)--7-|----7-(7)--7-5-----------o||
||--5--7-(7)--7-------------|----------------7-(7)--7--||
    1. ...    . 3. ...    .   1. ...    . 3. ...    .

||----------------------|------------------------||
||o---------------------|-----------------------o||
||----------------------|------------------------||
||----------------------|-7-5--------------------||
||o-----------5--5-7--5-|-----7-5---------------o||
||--5--5-7--7-----------|---------8-5-3----5-----||
    1. . 2. . 3. . 4. .   1 . . 2 . . 3..  4..     

||---------------- --------||-||------------ ---------------||
||o--------------- -------o||-||o----------- --------------o||
||---------------- --------||-||------------ ---------------||
||--7----5----5--- -7------||-||------------ --5--5-(5)--7--||
||o---------7----- -------o||-||o----------- 7-------------o||
||---------------- --------||-||--5----(5)-- ---------------||
    1..  2. . 3..  4..            1....     . 3. ...    .
   
||-----------------------||-||-----------------------||
||o---------------------o||-||o---------------------o||
||-----------------------||-||-----------------------||
||-------7----5----------||-||------------5----5--7--||
||o----------------7----o||-||o------7--7----7------o||
||--5--------------------||-||--5--5-----------------||
    1..  2..  3..  4..          1. . 2. . 3. . 4. .



Gruß Mjchael

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Erstellt: von mjchael » 21.02.2012, 13:23

Lektion 12
Slide beim einfachen Folkblues

Hier bin ich einmal faul, und verweise euch auf eine Wikibooks-Lektion aus dem Folk-Diplom.
Die ist schon fix und fertig, schön formatiert und mit Bildern und Midi. und Liedbeispielen versehen.

http://de.wikibooks.org/wiki/Gitarre:_Folkdiplom_-_Slide

Viel Spaß beim Ausprobieren

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