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tiefer gestimmte gitarre + capo = standard tuning?

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Caspar
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tiefer gestimmte gitarre + capo = standard tuning?

Erstellt: von Caspar » 26.11.2009, 21:32

hi!
hab meine westerngitarre nen halbtonschritt tiefer gestimmt um bestimmte lieder spielen zu können. wenn ich dann mein capo in den ersten bund setze, dachte ich sie müsste wieder normal gestimmt sein. ist sie aber nich. wieso? heißt das meine gitarre ist nich bundrein?
(kommt aus den 70ern und hat schon leichte gebrauchsspuren)

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Argaroth
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Erstellt: von Argaroth » 26.11.2009, 21:34

komisch eigentlich müsste sie dann wieder auf standard E sein... das es an der bundreinheit liegt kann ich mir ehrlichgesagt nicht vorstellen. nicht schon beim ersten bund.

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chris73
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Erstellt: von chris73 » 26.11.2009, 21:52

falsch gedacht: ein capo aendert NICHT die stimmung der gitarre. ein capo "simuliert" sozusagen nur einen barregriff in einem bestimmten bund und erleichtert so manche griffe.

wenn du deine gitarre um einen halbton tiefer hast, hast du auf der leeren E-saite ein Eb, im 1ten bund ein E, im 2ten bund ein F, usw.
wenn du nun ein capo in den ersten bund setzt, dann "greift" das capo sozusagen das E im 1ten bund. im 2ten bund hast du aber immer noch ein F, daran aendert das capo nichts.
du kannst zwar in deinem fall mit einem capo im 1ten bund wieder die normalen griffe benutzen, musst aber trotzdem alles einen bund hoeher greifen.

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Mediachaos
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Erstellt: von Mediachaos » 27.11.2009, 08:34

Hallo!

Eigentlich müsste es klappen. Die Frage ist, warum tust Du das? Ich kannte mal jemanden, der/die hatte Probleme mit Stahlsaiten, wegen Umstieg von der klassischen. Lösung: Einen Ganzton tiefer und Capo im 2. Bund. Dadurch war die Saitenspannung geringer, der Umstieg leichter und die Bundmarkierungen stimmen im Verhältnis aus wieder (die vom 5. Bund liegt dann im 3. und so weiter).
Natürlich musst Du meistens nachstimmen, wenn Du einen Capo setzt, das ist halt so. Was sagt denn Dein Stimmgerät? Wie groß sind die Unterschiede? Und es gibt auch gute und weniger gute Positionen fü den Capo, die ziemlichen Einfluss auf Stabilität und Intonation haben können.

Vielleicht hilft das hier weiter: http://web.telia.com/~u86505074/capomus ... d/tone.htm

Gruß
gerald
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stolenbreath
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Erstellt: von stolenbreath » 03.12.2009, 10:19

generell würde ich mich an die antwort von chris73 halten
wenn du nen halbton tiefer gestimmt hast und den capo in den ersten bund gesteckt hast,dann muss du trotzdem jeden griff einen bund höher spielen.also wenn die leere saite angespielt wird gilt sie als "leer", obwohl der capo ja im ersten is. der erste bund gilt also dann quasi als 0.bund.
--> jeden akkord einen bund höher spielen^^

war jetz vllt. ein bisschen verwirrend erklärt,tut mir leid^^

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chris73
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Erstellt: von chris73 » 03.12.2009, 11:36

ja, es ist auch ein bisschen verwirrend, deswegen kommt es ja immer wieder zu diesem denkfehler. aber man muss sich dann einfach ueberlegen, wo welche toene sind, dann kommt man normal schon drauf.

60´s
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Erstellt: von 60´s » 06.12.2009, 12:34

Das Problem des Capos (bzw. verstimmter Gitarre, wenn der Capo am ersten oder zweiten Bund angesetzt ist) ist altbekannt.

Die von den Vorpostern Antworten gehen am Problem vorbei (sorry, aber das ist so):

Das Problem liegt an der Sattelabrichtung.
Ist der Sattel zu hoch abgerichtet (das ist bei vielen- man könnte meinen: Bei den meisten- Akustikgitarren der unteren bis mittleren Preisklasse der Fall), so klingen die Töne, die auf den ersten beiden Bünden gespielt werden, verstimmt.

Das Problem liegt darin, dass die Saiten im ersten (dort natürlich besonders, im zweiten und dritten Bund ist es nicht mehr so deutlich hörbar) Bund beim Drücken sehr stark gedehnt werden. Darum sind die F-Akkorde (egal ob Dur, Moll, oder sonstige) in Barree-Technik gerade für Einsteiger eine Herausforderung: Man muss ganz schön kräftig drücken.

Ich würde dir raten, die Sattelhöhe zu überprüfen: Wenn du die tiefe E-Saite im dritten Bund niederdückst, so sollte gerade ein Stück dünnes Papier zwischen Saite und ersten Bund passen. Nicht mehr und nicht weniger. Ist das nicht der Fall, so soltest du den Sattel abrichten (lassen). Für einen Instrumentenbauer ist das alltägliche Kleinarbeit, die wenig kostet. Nach so einer Abrichtung glauben die meisten Besitzer, ein neues - viel besseres- Instrument zu besitzen.

Was bleibt, ist der andere Klang der offenen Saiten: Wenn du ohne Capo offenen (also nicht gegriffene) Saiten spielst, so klingen die anders als gegriffene Töne. Mit dem Capo klingen alle "offen" gespielte Töne wie gegriffene. Das kann, je nachdem was man spielen möchte, unterschiedliche Sounds ergeben. Darum spielen ja viele Gitarristen in verschiedenen Tunings.
Strat+Paula+Tele

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