Fender Gitarrenverstärker Online-Ratgeber

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   Fender Gitarrenverstärker

Fender ist ein großer Name in der Welt der E-Gitarren. Doch nicht bloß Stratocaster und Tele haben den Ruhm des US-amerikanischen Konzerns gemehrt, auch die von Leo Fender entwickelten Verstärkermodelle sind mittlerweile legendär. Für uns Grund genug, euch einen Überblick zum traditionsreichen Hersteller zu geben.

Firmengründer Leo Fender begann bereits Mitte der 1940er Jahre mit der Herstellung von Verstärkern für elektrische Instrumente. Die frühen Verstärker wurden unter dem Label K&F hergestellt, kurz für die beiden Erfinder Doc Kauffman und Leo Fender. Bald darauf wurden jedoch auch durch die Marke Fender einige Verstärker entwickelt, diese hörten auf heute noch bekannte Namen wie Princeton, Deluxe und Professional.

Fender Vibroverb

Mit steigender Beliebtheit der Verstärkermodelle, konzentrierte Fender die Entwicklung und brachte in den späten 40er und 50er Jahren die weltberühmten Tweed-Amps auf den Markt. Die markanten Verstärker werden heute als heiliger Gral der Gitarrenverstärker gehandelt und finden sich in unterschiedlichster Version digital in fast allen Modelling-Programmen wieder. In den 60er Jahren erschienen mit der Blackface-Ära einige weitere berühmte Fender Amp Modelle. Der Deluxe Reverb, Princeton Reverb oder der Twin Reverb steigerten das Renommee des Herstellers noch weiter.

Fender Verstärker heute

Wie so oft konnten sich einige Klassiker aus der Produktreihe Fenders am Markt halten. Remakes und Neuauflagen der alten Erfolge sind jedoch nicht alles, was die Verstärkersparte Fenders zu bieten hat:

Mit der Entwicklung von Modelling-Verstärkern und der zugehörigen Software hat Fender den Übergang in das 21. Jahrhundert mit Bravour gemeistert. Besonders die Verstärker der Mustang-Reihe gelten als Vorreiter der Modelling-Technologie und werden nach wie vor weiter entwickelt und perfektioniert. Durch die Produktion der kostengünstigeren Transistorverstärkern (wie z.B. dem Fender Frontman 10G oder Fender Champion) öffnete sich Fender auch Anfängern und bietet mit seiner Produktpalette passende Verstärker für alle Bedarfe.

Fender Gitarrenverstaerker

Fender Verstärker - Entwicklungsphasen

Bei Fender Verstärkern ist neben der Modellbezeichnung auch immer eine bestimmte Entwicklungsphase der Modelle genannt. Bei diesen Phasen handelt es sich um die folgenden:

  • Woodie: In Einzelproduktion gefertigte Verstärker mit Holzverkleidung
  • Tweed: Die berühmten, mit senfgelbem Stoff bezogenen Fender Amps
  • Brownface: Ende der 1950er Jahre wurden die Verstärker mit braunem Tolex überzogen und technisch überarbeitet
  • Blackface: Mitte der 60er Jahre wurde das Tolex durch schwarzes Material ersetzt, die Schaltungen und Röhrenbestückungen wurden ebenfalls angepasst
  • Silverface: Zwischen 1967 und 1981 nutzte Fender vor allem gebürstete Aluminiumpanels an der Front. Auch hier wurden technische Veränderungen vorgenommen
  • Blackface 2. Generation: Bis in die 1980er Jahre wurde das schwarze Tolex wieder aufgenommen
  • Red Knob: Die Verstärker der Red Knob Ära wurden vom Produzenten Sunn in Oregon produziert

Die bekanntesten Fender Gitarrenverstärker

Wie viele andere Hersteller auch, sortiert Fender seine Verstärkermodelle nach Serien. Wir wollen euch einige der wichtigsten historischen und modernen Serien kurz vorgestellen:

Fender Deluxe

Der Ursprungs-Deluxe von Fender wird von vielen Musikern als Grundstein für den späteren Erfolg der Verstärker gesehen. Die in den 1950er produzierten Verstärker verfügten über eine Endstufe, die für den Einsatz in kleinere Gruppen konzipiert wurde. Mit steigender Lautstärke der Blues und Rockabilly Musik, wurden die Klänge eines verzerrenden Deluxe immer beliebter.

Im weiteren Verlauf gab es immer wieder unterschiedliche Varianten des Fender Deluxe Amps. Die Gemeinsamkeit aller Deluxe-Versionen ist das Fehlen eines Reverbs und die Verwendung von Röhrentechnik. Mit Versionen innerhalb der Tweed, Blackface und Brownface Ära ist es jedoch nicht geblieben. Auch heute werden unterschiedliche Varianten und Signature-Modelle des Deluxe produziert - etwa der 2016 erschienene Fender Edge Deluxe des U2-Gitarristen The Edge.

Fender Princeton

Fender Princeton

Benannt nach einer Eliteuniversität wurde der Fender Princeton bereits 1947 vorgestellt. Die Produktion des Princeton lief über mehrere Entwicklungsphasen bis in das Jahr 1979. Auch heute gelten als wahre Soundwunder und werden insbesondere bei Recordings immer wieder gern genutzt. Die Preise der frühen Modelle gehen mittlerweile jedoch in die tausenden Euros - nichts für Anfänger oder Alltagsgitarristen!

Neben seinem charakteristischen Sound hat der Princeton ein Geheimnis, welches besonders Metal-Fans begeistern dürfte: Er stand mit einer stark übersteuerten Endstufe Pate für den ersten Verstärker aus dem Hause Mesa Boogie, Haus und Hof Lieferant von Bands wie Metallica oder Slayer.

Neben den ursprünglichen Röhren-Princetons wurden auch diverse Solid-Sate, also Transistorvarianten, gebaut. Bis in das Jahr 1991 wurden die Verstärker produziert. Auf Grund der großen Nachfrage wurde der Princeton im Jahr 2006 wieder neu aufgelegt und als Princeton Recording neu benannt. Die Ausstattung fiel insgesamt fetter aus: Overdrive, Compressor und Reverb sind direkt mit an Bord.

Fender Mustang

Fender Mustang

Eines muss immer Bedacht werden, wenn bei Fender über den Mustang gesprochen wird: Sowohl ein Gitarren- als auch eine Verstärkerlinie wurden so benannt. Häufig führt dies besonders bei der Recherche zu Equipment zu Verwirrungen.

Die Verstärker der Mustang Serie wurden gezielt für Anfänger und Fortgeschrittene Gitarristen mit einem kleinerem Budget entwickelt.
Die eingesetzte Transistortechnik macht die Produktion der Amps günstiger und lassen finanziellen Spielraum für mehr technische Neuerungen.

So verfügen die meisten Mustang Verstärker über digitale Effekte, die direkt in der Architektur des Verstärkers eingebettet sind. Mit modernen Kopplungsmöglichkeiten (z.B. Bluetooth) ist die Einsatzmöglichkeit der Mustang GT Serie fast unbegrenzt. Besonders Anfänger schätzen die leichte Bedienbarkeit und die unglaubliche, tonale Vielfalt dieser Verstärker. Profis erreichen mit der guten Konnektivität sehr gute Ergebnisse fürs Recording - auch wenn der ein oder andere mit den Sounds nicht immer einverstanden ist.

Für Anfänger eignen sich die Verstärker der Mustang Serie jedoch sehr gut und können uneingeschränkt empfohlen werden. Und das für jeden Musikstil!

Fender Topteil

Weitere Produkte von Fender

Natürlich ist Fender neben seinen Verstärkern hauptsächlich für Fender E-Gitarren wie die Telecaster, Stratocaster oder den Jazz Bass berühmt - und das mit Recht. Doch auch Abseits von Instrumenten und Verstärkern ist Fender breit aufgestellt. Mit Lautsprechern, Kabeln, In-Ear-Monitoren und jeder Menge Accessoires ist Fender mittlerweile ein echtes Warenhaus für Musiker. Neben den rein praktischen Angeboten finden Fans der Marke auch jede Menge Livestyleprodukte und Zubehör. Wusstet ihr etwa, dass es auch eine spezielle Fender Schürze gibt? Damit klingt der eigene Sound vermutlich direkt "würziger".

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