Misserfolgsthread

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mjchael
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von mjchael » 14.09.2012, 11:57

Versuche dich an bestimmte Akkordfolgen zu halten, die du umspielst (z.B. 8-Taktige Blues-Schema, Countdown-Progression) und übe gezielt Entdungen und Schlusswendungen (Turnarounds etc.) dann hört sich jede Impro so an, als sei sie gewollt genau so und so lange gespielt.

Bei jedem Durchgang der Akkordfolge setzt du nur ein neues Element ein. Zuerst eine einfache langsame Melodie - dann stärkere Synkopierung - dann Hammering - dann langsame Bendigs - Double-Stopps - Powerchords - Triollen - Sweeping - Arpeggios - Blues-Scala - Tonart-Modulation - Zurück zum Thema - dann wanderst du nach und nach die Lagen auf der Gitarre hoch, und spielst bei jeder Lage eine neue Idee. Nicht dass die Elemente nicht auch schon vorher dabei sein dürfen, aber bei jedem Durchgang konzentrierst du dich nur auf ein Element besonders stark. Wenn dir keine neue Idee einfällt, wiederholst du eine alte Idee, änderst aber den Rhythmus. (Z.B. Übergang vom langsamen smooth Jazz zum fluffigen Samba wie bei Samba par Ti, oder vom langsamen Blues über Boogie Woogie zum Rag-Time zum Rock'n'Roll)

Dann übe einfach mal die langsamen Klassiker wie:





Schönes Beispiel, wo immer eine andere Idee eingebaut wird (allerdings auf extrem hohen Niveau und alles andere als langsam ;) )


Vorteil: Alles sind irgendwie Endlosstücke, und alle werden (bis auf das letzte) ziemlich langsam gespielt, und alle haben eine feste Akkordfolge, die umspielt wird. Und wenn dir mal die Ideen ausgehen, dann kannst du mit einem gezielten Turnaround die Rolle des Solisten wieder abgeben.

Du weißt selbst vom Forumstreffeb her, dass ich nicht der beste Solist bin, aber ich habe keine Schwierigkeit beim Fingerstyle, mehrere Minuten immer wieder über ein Thema zu improvisieren.

Gruß Mjchael

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Counterfeit
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von Counterfeit » 14.09.2012, 13:07

gute Tipps, danke! werde es mal ausprobieren mit ein wenig mehr Sinn und Verstand an die Sache zu gehen :)

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Wurstfinger65
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von Wurstfinger65 » 14.09.2012, 22:16

Ich üb gerade ein neues Schlagmuster.
1 2+ +4+ soll es werden, haut aber so gar nicht hin.
1 2+3+4+ klappt prima. Ist das nicht doof?
Und da ich gerade Bereitschaft habe darf ich nicht mal mit nem Bier meine Synapsenbildung anregen. :(
Das dauert jetzt wieder ne ganze Weile und dann hab ich das drauf.
Zupfen so nach Tabulator ( erst mal ein ganz einfaches Vorspiel ) sollten wir auch üben, klappt erstaunlich gut.
Aber das manche Sachen einem so schwer fallen, schon komisch. ;)

)()(
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stefanK
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von stefanK » 15.09.2012, 22:03

die Akkorde die auf der Konzertgitarre bestens klingen erzeugen beim Spiel auf der Westerngitarre nur ein grauenvolles Scheppern... Barré... ach lassen wir das ^^ Jedenfalls hab ich seit ich auf der Westernklampfe spiele das Gefühl ich hätte gestern zum ersten Mal eine Gitarre in der Hand gehabt... Die Motivation ist noch da, aber die Lernerfolge stagnieren ein wenig. Zum Ausgleich C-Dur-Tonleiter in den ersten 3 Bünden geübt. Das klappt ganz gut :D

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Wurstfinger65
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von Wurstfinger65 » 16.09.2012, 11:12

@ stefanK
Also ich hab mit einer Westerngitarre angefangen, weil der Verkäufer meinte, wozu mit ner Konzert lernen wenn ich ne Western spielen möchte.
Unser Gitarren Lehrer hat gesagt das das schon richtig ist, aber der Anfang mit ner Westerngitarre etwas schwerer ist. Allerdings kommen auch immer mal Sachen drann, wo er sagt das das jetzt auf den Westerngitarren einfacher ist.
Weil ich dachte mit der Gitarre lerne ich das A ( fast alle Finger in den 2. Bund auf nur 3 Saiten ;) ) nie, hab ich mir ne brauchbare aber günstige gebrauchte Konzertgitarre gekauft.
Und? Immer noch eng, da hat nur immer wieder üben geholfen. Und nu geht es so halbwegs.
Unser Kursus geht jetzt ca. ein halbes Jahr, und das scheppert immer noch mal was, egal ob Western oder Konzert.
Ein Kursus vor uns ist schon so weit das die richtig gute Sachen sehr schön spielen. Aber die lernen auch schon 3,5 Jahre.
Ich sag mir immer, damit muß ich ja nicht meine Brötchen verdienen. Solange es mir Freude bereitet, und ich das Spielen immer besser hin bekomme ist das doch in Ordnung.

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Agonizer
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von Agonizer » 18.09.2012, 18:00

stefanK hat geschrieben:die Akkorde die auf der Konzertgitarre bestens klingen erzeugen beim Spiel auf der Westerngitarre nur ein grauenvolles Scheppern... Barré... ach lassen wir das ^^ Jedenfalls hab ich seit ich auf der Westernklampfe spiele das Gefühl ich hätte gestern zum ersten Mal eine Gitarre in der Hand gehabt...


Das kenne ich. Ich habe am Anfang, weil es einfacher war, auf der e-GItarre geübt und dann mal so gedacht, das könnte ich 1:1 auf die Western übertragen.

Naja, durch Mißerfolg lernt man ja auch :-)

Ich habe jetzt nochmal mit Basics von Ulli Boegershausen angefangen, da ich hier noch ein paar Fehler in meinen Griffe(l)n beseitigen möchte.

Schmerzen beim Gitarrespielen sind nur ein Problem von Vielen.
Auch falsches Greifen an den Stegen belastet stark das Hörvermögen.

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stereonaut
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von stereonaut » 19.09.2012, 12:34

Misserfolg:
Ich bekomme den Rhytmus von No woman no cry nicht hin. :(
Gruß Andre

benny5987
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von benny5987 » 12.10.2012, 17:40

Sorry, dass ich den Thread wieder hoch hole, aber ich muss kurz meine Agressionen auslassen, sonst landet gleich die Gitarre an der Wand (oder im Fernseher) :D


Mittlerweile hab ich das Gefühl, von mal zu mal schlechter zu werden. Kann zumindest die offenen Akkorder auf meiner Westerngitarre sauber und im Schlaf greifen, aber beim Wechseln bin ich oft so schlampig (oder zu blöd), dass von Spielfluß nicht die Rede sein kann, da kommt manchmal ein unfreiwillig abgehacktes Gedudel zusammen, das mit dem Lied an sich nix zu tun hat. Und irgendwie wirds vom Gefühl her immer schlimmer.

So, jetzt gehts wieder etwas besser :)

Seph
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von Seph » 12.10.2012, 19:23

Der Wechsel ist echt das schwerste...habe da das Gefühl kaum besser zu werden und mache noch die gleichen Fehler wie am ersten Tag, bspw. greife ich beim offenen D-Akkord einfach total oft mit dem Ringfinger daneben (Saite wird nicht richtig getroffen oder ich lande auf der falschen). Dachte das geht schneller, aber gut, so ist es halt...

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bertast
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von bertast » 12.10.2012, 21:24

ich bekomme einfach kein ordentliches ( oder ordentlichen ? ) vibrato auf der e.gitarre zustande...verdammt es sieht so einfach aus aber es hört sich nach wochen immernoch grausam an -.-

MarcB
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von MarcB » 19.10.2012, 16:06

one step forward to step back.....da ist was dran am guten alten dr feelgood song....
trotzdem dranbleiben und spaß haben.......... ====))

InsomNia
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von InsomNia » 19.10.2012, 16:18

Passen abgebrochene Fingernägel hier rein :( Der Ringfingernagel von der rechten Hand ist abgebrochen und nun ganz klein - jetzt fühlt sich alles anders an :(

Katalysator
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von Katalysator » 20.10.2012, 20:27

Abgebrochene Fingernägel? Mein Gott, Du hast mein tief empfundenes Mitgefühl! ;)
Mir ist letztens mein Daumennagel weggebrochen, nachdem ich ihn über Wochen zur perfekten Zupfform herangezüchtet hab. Als ich das meiner Freundin vorgeweint hab, hat die mich erstmal ne halbe Stunde ausgelacht... Zurecht! Aber trotzdem, Fingernägel sind ja ein wichtiges Werkzeug, wenn die den Geist aufgeben, ist das peinlich in beiden Bedeutungsebenen.
... Es geht um Sex und um Verbrechen, ein dunkler Kern erwacht in mir.
Hardcore - Wild, stürmisch und laut Dringt es in mein Ohr.

polarside
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von polarside » 22.10.2012, 15:42

stairway to heaven solo. man, ich spiele lange genug, wieso krieg ichs nicht ordentlich hin?!?! agrrr...das macht mut -.-

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bertast
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von bertast » 01.11.2012, 17:06

also im moment ist echt der wurm drin. alles was ich versuche zu spielen klappt nicht richtig, ich bilde mir ein die gitarre hört sich auf einmal kacke an, mit dem amp dasselbe spiel...recht frustrierend grade :(

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Metalstanley82
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von Metalstanley82 » 02.11.2012, 15:53

So, muss mich auch ma wieder melden. Hab vor zwei Wochen mit Blues-Improvisation angefangen mit meinem Lehrer, aber das ist echt echt hart, da das Gebiet so riesig und vielfältig ist und ich echt das Gefühl habe, keine Ideen zu haben bzw. die richtig umzusetzen. (spiele "nur" am-Bluespentatonik in derzeit drei Lagen).

Ich hoffe, weiter die Geduld aufzubringen, kleine Brötchen zu backen, da es immer so ernüchternd ist, wenn ich mir dann die Profis anhöre (Clapton, Bonamassa und Co.).

Grüße
Metalstanley
Es klingt zwar besch.... aber noch gebe ich die Hoffnung nicht auf :)

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Roddy
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von Roddy » 20.11.2012, 18:34

Das hat man nun davon, wenn man nur Skalen und Rocksongs übt.
Bekomme ja wohl diesen blöden D-Akkord im dritten Bund nicht im Wechsel gegriffen! :twisted:

Drop D
05423x

Wie am ersten Tag....aaaaaarg! :twisted: :twisted: :twisted:


Wäre ja auch zu schön gewesen, meiner Ma, am zweiten Weihnachtstag den Canon in D von Pachelbel vorzuspielen :(
Manno, das dauert soooooo ewig lange, um ein guter Gitarrist zu werden....
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Exordium
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von Exordium » 24.11.2012, 16:42

Ich bekomm ums Verrecken diesen K*ck-Bend im Intro von "Johnny B. Goode" nicht hin... Entweder klingt gar nix, oder alle angrenzenden Saiten klingen irgendwie mit oder es klingt einfach nur *bäh* ...

Den hier ab 3:30 meine ich...

http://www.youtube.com/watch?v=2RVy8QVS8Dw

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-Mika-
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von -Mika- » 29.01.2013, 21:03

Irgendwie bin ich gerade in ner blöden Lage.

Mir macht das Musizieren schon seit längerem schon kein Spaß mehr.
Alles was ich spiele klingt in meinen Ohren schlecht, verbesserungswürdig oder ungenügend. Versuche das schon mit gezielten lernen zu verbessern aber es ist kein Erfolg in Sicht. Ich weis nicht ob es an meinem Low-Budget Equipment liegt aber irgendwie ist die Luft raus. Jeden Tag setze ich mich hin und versuche was zu spielen was mir in den Sinn kommt und es klingt einfach grottig.

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Wurstfinger65
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von Wurstfinger65 » 29.01.2013, 21:26

@ Mika

Hey Kopf hoch, das kann ja gar nicht sein.
Frag mal einen anderen, wie Mutter, Partner, Freund oder auch Nachbar, was die so sagen. Vermutlich wirst Du ohne es selber zu merken besser, und legst die Latte nur immer höher.
Ist bei mir ähnlich. Als ich neulich dachte, man das klingt ja wie beim ersten Mal, meinte meine Frau ich werde immer besser.
Mach doch einfach mal ne Kunstpause bis Du wieder spielen magst.
Oder befass Dich mal ne Weile mit Putorino, Porotiti oder Purerehua, danach liebst Du deine Gitarre wieder. ;)
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Roddy
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von Roddy » 29.01.2013, 21:40

Wurstfinger65 hat geschrieben:[...] Oder befass Dich mal ne Weile mit Putorino, Porotiti oder Purerehua, danach liebst Du deine Gitarre wieder.


Ist das was zum Essen? :P
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Samhain
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von Samhain » 30.01.2013, 06:24

unzufrieden mit sich selbst bekommt man auf die Reihe, wenn man eine kleine kreative Pause einlegt. Musik hören oder sich mal mit etwas anderem Beschäftigen ist oft ein gutes Mittel bei sowas ;)
greetz
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Harry83
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von Harry83 » 30.01.2013, 17:06

-Mika- hat geschrieben:Irgendwie bin ich gerade in ner blöden Lage.
Jeden Tag setze ich mich hin und versuche was zu spielen was mir in den Sinn kommt und es klingt einfach grottig.


Solche Phasen machen wir alle mal durch. Ich z.B. habe seit Tagen, einen guten Lauf. Zurzeit habe ich das Gefühl, dass ich irgendwie schneller lerne. Das kann aber auch ganz schnell wieder vorbei sein.

Das Gehirn muss das Gelernt verarbeiten. Obwohl du glaubst, es nicht hinzubekommen, kannst du es. Das hat was mit den Reizen im Gehirn zu tun. Die Nerven sind einfach "überarbeitet". Mach mal ein paar Tage Pause. Dann wird das wieder besser. ;)
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-Mika-
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von -Mika- » 30.01.2013, 21:01

Kann mich irgendwie nicht von der Routine trennen die Gitarre in die Hand zu nehmen.... und danach bin ich angepisst. Werde mich zwingen ne Pause einzulegen.

Hab ich auch mal wieder Zeit mich dem Keyboard zu widmen.

Danke für die Tipps

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Roddy
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von Roddy » 07.04.2013, 20:59

Solokiller 16tel Licks.

Ach, ich muss mal wieder rumzicken. Wir covern grad Them Bones von Alice in Chains.
Ist ein geiler Song und einfach zu spielen, wenn man sich dann erst mal an den 7/8 Takt gewöhnt hat.
Und auch das Solo ist einfach...fast!
Da muss natürlich zum Ende hin, so ein ätzend schnelles Lick in 16tel sein.
Das ist grad mal ein Takt lang und bremst den ganzen Song aus! :twisted:

Schaffe ich grad mal auf 70% zu spielen und ich weiß, das ich selbst, wenn ich das 3 Wochen übe, einfach nicht auf Geschwindigkeit bekommen werde, weil ich weiß, das Geschwindigkeit eine Sache von Jahren ist.
Tja und lasse ich es weg oder spiel an der Stelle etwas Einfaches, ja dann bekomme ich das ja auch nicht geübt. Also auch doof!
Zumal das schon von den Tabs her vereinfacht ist!

*grummel*
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Gast

von Gast » 07.04.2013, 22:01

Mein Vibrato klingt einfach beschissen.
habe schon eine verschiedene methoden ausprobiert, aber meiner hand fehlt einfach die lockerheit...

falls jemand tipps hat, wäre ich dankbar ;)

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Rams3S
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von Rams3S » 08.04.2013, 00:43

-Mika- hat geschrieben:Kann mich irgendwie nicht von der Routine trennen die Gitarre in die Hand zu nehmen.... und danach bin ich angepisst. Werde mich zwingen ne Pause einzulegen.


So gings mir die letzten Tage irgendwie auch... wollte immer spielen, aber alles klang einfach scheiße. Hab dann nach 5 - 10 Minuten das spielen aufgehört und nur ein paar trockene Übungen gemacht ... und ein Effektgerät bei ebay gekauft.
Richtig ausfüllend ist das nicht gerade...
Hoffe wieder auf bessere Zeiten! :(

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Henk
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von Henk » 09.04.2013, 10:04

Bis ich "auf Touren komme" und mich angemessen eingespielt fühle, vergehen mitunter 30-40 Minuten.
Mal eben für 'ne halbe Stunde die Gitarre in die Hand nehmen und Üben führt eher zu Frust als Freude, weil es schleppend und unflüssig läuft.
Besonders für den Wechselschlag über zwei Saiten dauerts, bis die nötige Lockerheit und Präzison die Schlaghand erreicht. Ich wünschte, das ginge schneller.

Gast

von Gast » 09.04.2013, 20:25

ich bekomme es nicht hin, gescheit mit dem plektrum zu spielen....das hört sich bei mir kratzig an als würde ich die saiten gleich rausreißen....bleibe besonders beim upstroke oft hängen...bei akkorden.

ich habe schon viel versucht, nicht so verkrampft halten, locker halten, mehr spitze und weniger - ich kriege es nicht hin wechselschläge gescheit zu spielen mit dem plek. verzweiflung.

:shock: :(

zulu666
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von zulu666 » 09.04.2013, 21:19

Bäh upstrokes haben mich auch genervt aber einfach weiter machen. Irgendwann wird's besser!

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Kevenborstel
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von Kevenborstel » 09.04.2013, 21:34

Hit, versuch mal die Spitze vom Plek ganz kurz rausschauen zu lassen, den Daumen auf dem Zeigefinger mehr senkrecht stellen (nicht wie ´ne Zange den Zeigefinger und Daumen halten)
und nur aus dem Handgelenk, destomehr du Kraft vom Arm nimmst wird´s nicht mehr locker
und jetzt den Plek vergessen und dir vorstellen du streichst mit dem Zeigefinger über die Saiten.
Bin aber kein Lehrer - also nicht böse sein für Vorschläge ;)
"Level Ahead (L.A.) is comming soon"

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gibmirson
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von gibmirson » 09.04.2013, 21:50

hi hit-girl,

leg das Plec an die Seite und mach es ohne. Tue aber mit der Fingerhaltung so, als ob du es in den Fingern hälst. Du wirst dann leichter anschlagen. Wenn du das drin hast, nimm das Plec mit ganz wenig Spitze wieder dazu. Sollte mit Übung funktionieren.

Viel Erfolg
Lerne früh, dann hast Du länger was davon!

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von Butz » 09.04.2013, 23:38

Im Zweifelsfall vielleicht für den Anfang etwas dünnere, weichere Pleks benutzen.

Ich bin am Anfang auch mit den Plektren verzweifelt, in erster Linie bei den Upstrokes...
Hab dann mit 0.5er Pleks gespielt, Material weiß ich jetzt grad ned, jedenfalls ziemlich weich und biegsam. So hab ich Bewegungsroutine entwickelt - bei den weichen Pleks blieb ich so gut wie nie hängen - und hab dann die Stärke erhöht.

Hat ganz gut bei mir geklappt, vielleicht wärs auch was für dich.

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Phuehue
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von Phuehue » 10.04.2013, 08:33

Den Tipp von Butz würde ich auch unterstützen.

Härtere Plex sind für den Anfang weniger geeignet, da reisst man schnell mal. Mit mehr Erfahrung kommst du dann auch mit härteren Plex klar, sofern du dann langsam steigerst. Und: m.M. nach brauchst du die härteren Plex eh noch nicht so schnell, da die in erster Linie beim schnellen Spielen / beim Solieren unterstützen. Wenn ich zB Funky 16tel rasple, dann nehm ich auch mal eine Stufe weicher.

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von Chavez » 10.04.2013, 09:16

Kann ich bestätigen. Als ich anfing mit Null Ahnung (hat sich noch nicht wirklich geändert :D ) hatte ich ein Plek mit dem man hätte Wände aufmeisseln können.
Da blieb ich auch oft hängen oder es segelte schon mal in hohem Bogen davon. Beim Besuch der Musikmesse verteilten einige Stände Pleks an die Leute und ich erwischte ein paar weichere. Derzeit spiele ich mit einem der Stärke 0.60. Das klappt weit besser. Auch ist die, ich nenns mal Greiffläche, geriffelt um den Fingern einen etwas besseren Halt zu geben.

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von Reiwet » 10.04.2013, 14:18

Auch ich kann das bestätigen. Habe am Anfang fast nur mit den Fingern gespielt. Wenn ich ein Plek genommen habe hörte es sich für mich nicht so gut an, da man immer mal wieder hängen blieb. Mit einem 0,5 mm Plek passiert dies fast nie und langsam gewöhne ich mich daran mit dem Plek zu spielen.
Am Ende wird alles Gut und wenn es noch nicht Gut ist, isst man noch nicht am Ende

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von Gast » 10.04.2013, 14:43

DANKE,

ich werde jedem Tipp hier nachgehen und testen. KAufe mit 0,6 statt wie bis jetzt 1,0. Vll merke ic hja einen Unterschied. Weil sonst machts keinen Spaß mit Plek :(

Nochmal DANKE!

LG

Hit

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von Bellwood » 10.04.2013, 21:50

Es gibt auch Sets mit verschiedenen Stärken. Einige Shops haben auch so eine Art Setzkasten mit einer Auswahl auf der Theke. Probier mal verschiedene aus.

Mit dem Thema bin ich bis heute nicht durch. Ich spiele sogar auf einer Gitarre andere als auf den anderen Gitarren, weil das Plek sich auf den Klang auswirkt!
Viele Grüße Frank

HIER KÖNNTE IHRE WERBUNG STEHEN!

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von Exordium » 10.04.2013, 22:35

Ich habe weniger mit der Stärke Probleme. Aber mit der Größe der "normalen" Pleks. Bis ich die Dunlop Jazz III entdeckte. Keine Ahnung warum, aber mit diesen komme ich weit besser zurecht, als mit den Standard-Dingern. Nur zum reinen Strummen auf der Western nehm ich ein normales, 0.6 - 0.8mm (Dunlop Max Grip) Pleks.

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Bagadosh
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von Bagadosh » 18.04.2013, 18:44

Tjaaaa, was soll ich sagen...
Ich übe grade Jailbreak von Thin Lizzy, und das klappt zu großen Teilen auch schon ganz gut (ist mit Sicherheit auch nicht das alleranspruchsvollste Stück).
Aber manchmal gerate ich im Riff so dermaßen aus dem Takt, dass es zum Heulen ist :cry: .
Passiert komischerweise aber nur gelegentlich, ich glaube, nur wenn ich mich zu sehr auf den Rhythmus konzentriere...( klingt paradox, oder? :D ).
Aber naja, letztendlich hilft wahrscheinlich doch wieder nur üben, üben und noch mal üben.
*Alibi-Signatur*

Gast

von Gast » 19.04.2013, 14:33

ich habe jetzt 0,6 pleks probiert. es geht schon einwenig besser als mit 1,0. aber der upstroke ist trotzdem bei mir noch grausam :(

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Phuehue
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von Phuehue » 19.04.2013, 14:59

Evt. liegt es daran, dass du das Plek zu verkrampft hälst? Und: versuch am Anfang auch nur, die Saiten zu "streicheln". D.h. ähnlich wie wenn du mit einem Pinsel die Wand streichen würdest. Da setzt du ja den Pinsel auch nicht mit 90 Grad zur Wand auf, sondern du gehst immer mit der Hand voraus und der Pinsel folgt. So machst du es auch mit dem Plek.

Kopfhoch Hitti, das wird schon. :)

Gast

von Gast » 19.04.2013, 15:17

Phuehue hat geschrieben:
Kopfhoch Hitti, das wird schon. :)


danke!

also beim upstroke die hand leicht drehen, damit das plek beim upstroke den winkel so hat wie beim downstroke - nur umgekehrt?

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Phuehue
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von Phuehue » 19.04.2013, 15:42

Gaaanz genau :D

Insbesondere bei der Rhytmusbelgeitung mache ich das immer noch so. D.h. ich spiele aus dem Handgelenk. Sobald es dann in die Solos geht und du nur einzelne Saiten anspielst, da musst du das Plek etwas steifer halten, da du ansonsten nicht so genau und so schnell wie benötigt spielen kannst.

Gast

von Gast » 19.04.2013, 15:45

Finde aus dem handgelenk zu spielen schwerer als so aus dem unterarm.
:shock:
Danke nochmal für deine hilfe!

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von Phuehue » 19.04.2013, 15:50

Gerne! Dazu ist das Forum ja da :D

Der Punkt ist, dass du nur über das Handgelenk genügend Lockerheit hinkriegst (natürlich bewegt sich da der Unterarm schon mit). Aber est ist halt ein Unterschied, ob du die Bewegung, die vorne am Plek ankommen soll, eher vom Ellbogen über den Unterarm oder vom viel flexibleren Handgelenk angestossen wird. Das ermöglicht dir dann später nämlich auch, dass du gleichzeitit sehr schnell dämpfen kannst etc.

Evt. krieg ich's mal hin, dass ich eine Aufnahme von einer Funk-Nummer mache oder was finde. Falls ja, schick ich dir den Link.

Gast

von Gast » 19.04.2013, 15:54

ja ist gut...danke :shock:

wenn ich das plek lockerer halte ist es auch etwas besser, aber dann dreht es sich mir immer weg, so dass ich nicht mehr mit der spitze die saiten treffe...warum muss das nur so kompliziert sein. :)

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von Phuehue » 19.04.2013, 16:18

Das wird auch ein Weilchen dauern, bis du das richtige Gespür in den Fingern hast, wie fest ist fest genug, wann ist es trotzdem noch so locker, dass du nicht jedes Mal fast die Saiten abreisst. Du wirst Pleks verlieren, die drehen sich andauernd etcetc.

Kleiner Trost: Das passiert auch mir immer noch. Deswegen habe ich auf der Bühne an meinem Mic-Ständer auch so ein kleines Helferlein :D

Übrigens nochmals wegen der rechten Hand, Unterarm vs. Handgelenk. Schau dir mal nur die Rhythmus-Hand von diesem Typen ungefähr ab 5:30 an. Genau das meinte ich, dass du aus dem Handgelenk spielen sollst.


Wenn es dann schnell wird, dann brauchste kleine, harte Bewegungen, so ähnlich wie das hier :lol:

Gast

von Gast » 19.04.2013, 16:24

der erste ist doch der herr schwarz :) ja der ist toll - ja ich muss diese bewegung trainieren...blödes hängenbleiben in den saiten...mag den upstroke nicht :)

der zweite gitarrenspieler ist echt der hammer :shock:

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Phuehue
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von Phuehue » 19.04.2013, 16:26

John Petrucci.

Klar der Typ ist schnell. Technisch ganze Galaxien von mir entfernt. Und dennoch gefällt mir dieser Speedbereich einfach nicht... Ich finde einen B.B.King, der in der Zeit, wo ein Petrucci problemlos 600 Töne spielen kann, nur den einen spielt, einfach besser. Tja... so sind die Geschmäcker :D

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