Probleme mit Barré F#Moll7, g-Saite klingt nicht

swischen
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Probleme mit Barré F#Moll7, g-Saite klingt nicht

von swischen » 05.01.2016, 16:45

Hallo !

Ich habe massive Probleme beim Barrè auf der Western. Während G-Dur noch einigermaßen klappt, hauts beim F#Moll7 (im 2.Bund, ZF über alle 6 Saiten und Ringfinger auf A-Saite im 4. Bund) gar nicht mehr hin. Hier will die g-Saite absolut nicht klingen, nicht mal schnarren.
Woran es liegt, weiß ich natürlich. Die g-Saite liegt genau unter dem Fingergelenk (in der Kuhle). Nun habe ich bei einem Guitarcoach auf youtube gesehen, daß man hier Geduld haben muß, weil sich in diesem Bereich mit der Zeit eine "Verhärtung" bildet. So ähnlich hat er es umschrieben. Keinesfalls sollte man den Finger so weit nach oben verschieben, daß er Saiten runterdrückt, die gar nicht gespielt werden wie z.B. beim B-Dur die E-Saite oder auch beim F-Dur der Zeigefinger nicht zu weit übersteht, weil dadurch unnötig Spannung verschenkt wird.
Ich hatte das bisher so gemacht, optisch sah das nicht gut aus, aber so funktionierte es besser mir. Muß ich nun umdenken ?
Hat er Recht ? Ist das wirklich so ? Wie macht Ihr das ?
Barrès auf der Konzertgitarre sind für mich kein großes Problem. Die Saitenlage auf meiner Westerngitarrre ist zudem sehr anfängerfreundlich eingestellt, also niedrig.

Danke und noch ein verspäteter Neujahrsgruß.

Viele Grüße
Zuletzt geändert von swischen am 05.01.2016, 19:19, insgesamt 1-mal geändert.

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startom
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Re: Probleme mit Barré F#Moll7, g-Saite klingt nicht

von startom » 05.01.2016, 17:01

Hoi
Der selbsternannte Youtube Guitarcoach müsste selbst mal in die Nachhilfe. Beim Fingergelenk verhärtet sich nichts, ausser, es handelt sich um ein Geschwulst. Verlagere ruhig den Barrée-Finger ein wenig, in der Regel reicht ja ein halber Zentimeter.
Da nicht jeder gleich lange Finger hat, gibt es auch keine Allerweltsregel, wieviel denn der Zeigefinger genau vorstehen darf. Wichtiger als das Ueberstehen des Zeigefingers ist sowieso die Haltung der Hand, inkl. Winkel beim Handgelenk und Stellung des Unterarms.
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swischen
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Re: Probleme mit Barré F#Moll7, g-Saite klingt nicht

von swischen » 05.01.2016, 17:19

Hai, danke, vielleicht kann der ein oder andere noch seine Erfahrungen beisteuern.
Das Problem ist generell, wem soll man überhaupt noch glauben ?

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Re: Probleme mit Barré F#Moll7, g-Saite klingt nicht

von swischen » 05.01.2016, 17:55

Habe gerade nochmal bei mir geguckt, bei mir klappt der F#moll7 nur, wenn sich das Gelenk vor dem dritten Fingerglied des Zeigefingers quasi um die Kante des Griffbretts schmiegt, irgendwie schwer zu beschreiben, ich hoffe, Ihr versteht, was ich meine. Wenn man von vorne drauf guckt, steht das dritte Fingerglied hervor.
Mein Zeigefinger hat eine normale Länge, ab Fingerwurzel bis Fingerspitze ca. 10,4 cm lang.

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Re: Probleme mit Barré F#Moll7, g-Saite klingt nicht

von startom » 05.01.2016, 22:12

swischen hat geschrieben:Das Problem ist generell, wem soll man überhaupt noch glauben ?

Dem Fachmann deines Vertrauens, dem Gitarrenlehrer aus Fleisch und Blut mit methodischer und didaktischer Ausbildung.

Ich meine, ich könnte auf Youtube einen Kochkanal etablieren und mich selbst 5-Sterne-Koch schimpfen. Wen kümmerts? Wer kontrollierts?
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GuitarRalf
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Re: Probleme mit Barré F#Moll7, g-Saite klingt nicht

von GuitarRalf » 06.01.2016, 09:30

Moin swischen

Keinesfalls sollte man den Finger so weit nach oben verschieben, daß er Saiten runterdrückt, die gar nicht gespielt werden wie z.B. beim B-Dur die E-Saite oder auch beim F-Dur der Zeigefinger nicht zu weit übersteht, weil dadurch unnötig Spannung verschenkt wird.


Da muss ich wohl um Nachsicht bitten. Der Barrée bereitete mir genau an den Stellen Probleme, an denen die Fingergelenkhautfalten weniger Druck erzeugen. Ich habe immer versucht, den Finger so zu platzieren, dass alle Saiten klingen. Dafür ließ ich sogar den Finger so weit über die tiefe E-Saite wandern, dass ich eine tiefe H-Saite auf einer imaginären 7-Saitergitarre mit der Fingerkuppe hätte erklingen lassen können. Irgendwann im Verlauf von Übungen vernachlässigte ich unbewusst die Korrektur, weil der Barrée schlußendlich genug Druck auf allen Saiten ausübte. Gerade beim Sliden des Griffes z.B. von G nach F entwickelte sich eine Distanz zur Barréeunvollkommenheit.
m7Übung

Problematischer finde ich beim Gbm7 die Platzierung des Fingers auf der Quinte, ohne an der Stelle der Oktave zu muten. Gerade in der Eile während eines Akkordwechsels passiert die Unaufmerksamkeit noch. Es erfordert schon eine bewusste Greifung. Bewusst jetzt aber die Nutzung des Ringfingers einsetzen. Der Zeigefinger schafft den Barrée schon.

Angenehmer finde ich da irgendwie die Variante ( 244252 ) --()()()

Gruss
GuitarRalf

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Re: Probleme mit Barré F#Moll7, g-Saite klingt nicht

von swischen » 06.01.2016, 10:05

Hallo GuitarRalf, anderseits sollte man auf keinen Fall den Daumen als Kugeldruckplatte gemäß einer Schraubzwinge benutzen, wie soll man dann entspannt spielen ?!
Ich kann mir im Moment nicht vorstellen, daß so hinzubekommen. Wenn ich jetzt wüßte, daß es irgendwann so funktioniert, dann könnte ich mit der gemuteten Saite erstmal leben...
Schaut Euch das Video einfach mal an, dauert nur 7 Minuten.
https://www.youtube.com/watch?v=v2tQEU8ESD8

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GuitarRalf
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Re: Probleme mit Barré F#Moll7, g-Saite klingt nicht

von GuitarRalf » 06.01.2016, 13:00

Ich hab während des ganzen Videos auf den Hinweis gewartet, dass mit einem Zug aus der Armbeuge der Barrée auch ohne Daumeneinsatz gespielt werden kann. Ansonsten fand ich´s ganz überzeugend. Also , keine Gedanken machen, dat geit. So und so ein Thema - grosser, mittlerer und kleiner Barrée. Die Gliederung hat er wohl in einem anderen Video erklärt.

swischen
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Re: Probleme mit Barré F#Moll7, g-Saite klingt nicht

von swischen » 06.01.2016, 15:19

Das wird wohl ein ewiges Streitthema bleiben. ;)

DTH-Akkustik
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Re: Probleme mit Barré F#Moll7, g-Saite klingt nicht

von DTH-Akkustik » 09.01.2016, 23:31

Habe das Video von dem besagtem Typ auch gesehen. Ist kompletter Schwachsinn !!!

Farin Urlaub spielt zum Beispiel mit Daumen (macht kaum jemand) und ist sicherlich ein sehr begabter Gitarrist! Kuddel von den Toten Hosen hat den Zeigefinger auch immer weit ü drüber, so dass die Fingerspitze übers Griffbrett drüber schaut..

Beide klingen geil und spielen wie es für sie passt!

Das mit der Spannung ist so ein theoretischer Bullshit. Das Thema üben üben üben gilt der Schmerzen und den Verspannungen ... aber klingen muss die Geschichte doch einigermasen und wenn eine Seite ständig und der Kerbe liegt greift man schlicht falsch.. wie der Typ auf Verkrustung kommt ist mir schleierhaft xD

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Re: Probleme mit Barré F#Moll7, g-Saite klingt nicht

von swischen » 10.01.2016, 15:55

DTH-Akkustik hat geschrieben: wie der Typ auf Verkrustung kommt ist mir schleierhaft xD

Nun, die Verkrustung hat er wahrscheinlich woanders, aber nicht am Finger. ;)
Mein Finger hat ne riesige Delle zwischen 2. und 3. Fingergelenk an der Außenkante, kein Wunder, dass der genannte Barre dann nicht klappt, wie gewünscht. Da kann man drücken und drücken, da passiert nichts.

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Re: Probleme mit Barré F#Moll7, g-Saite klingt nicht

von swischen » 13.01.2016, 18:47

Könnte vielleicht doch was dran sein, was der Typ sagt. Er meint wahrscheinlich Hornhaut, aber die ist an der Seite eh ganz dünn, ist nicht der Rede wert. Verlagerung des Fingers bringt bei mir gar nichts. Ich quäle mich schon seit Jahren damit herum, mit längeren Pausen zwischendurch. Ich weiß, woran es liegt. Meine Zeigefinger hat ne größere Ausbuchtung am zweiten Fingerglied, hatte dann mal ein paar Lagen Tape auf die Problemstelle geklebt und siehe da, das Barrespielen war ein Kinderspiel, ohne große Kraftaufwendnung. Nun habe ich den Tip bekommen, vielleicht die Haut etwas aufquellen zu lassen mit Feuchtigkeitscreme. Wir sind hier zwar nicht im Kosmetik- und Beautyforum, aber vielleicht kennt jemand eine sehr gute Feuchtigkeitscreme.

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Re: Probleme mit Barré F#Moll7, g-Saite klingt nicht

von slowmover » 13.01.2016, 19:29

Klar, mit slides von der Steel Guitar geht es noch leichter! Befrei Dich von dem Gedanken, dass die meisten Gitarristen Barrè geprüfte Finger oder prothetische Spielhilfen haben. Vielleicht darf Dein Finger nicht ganz gerade gestreckt werden, vielleicht musst Du an der Saitenlage oder an den Saiten was verändern. Die besten Tips erhälst Du am ehesten, wenn dir jemand auf die Finger schaut.
Mit der richtigen Technik funktionieren Deine Finger wahrscheinlich auch.

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Re: Probleme mit Barré F#Moll7, g-Saite klingt nicht

von Frank-vt » 13.01.2016, 20:42

Neben der Technik kann es u.U. auch an der Gitarre liegen. Was ist es für eine und ist sie ordentlich eingestellt worden?
Die von mir vorgebrachten Kritiken und Meinungen spiegeln ausschließlich meine eigenen, subjektiven Wahrnehmungen wieder. Wem diese nicht gefallen, darf sie gerne überlesen

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Re: Probleme mit Barré F#Moll7, g-Saite klingt nicht

von swischen » 14.01.2016, 08:38

Ist ne Duke MC Cut mit TA. Saitenlage ist okay. Sonst wüßte ich nicht, was man dort noch machen könnte. Saitenspreizung vielleicht.
Oder kann ich eine Veränderung der Halskrümmung in meinem Fall etwas bewirken ?

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Re: Probleme mit Barré F#Moll7, g-Saite klingt nicht

von Frank-vt » 14.01.2016, 11:14

Tja, dann hilft wahrscheinlich nur weiter üben ;) Oder zu einem Gitarrenlehrer gehen...
Die von mir vorgebrachten Kritiken und Meinungen spiegeln ausschließlich meine eigenen, subjektiven Wahrnehmungen wieder. Wem diese nicht gefallen, darf sie gerne überlesen

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