Kann eine Gitarre 10.000 Dollar wert sein?

Benutzeravatar
Don Lucio
schreibt schneller als du liest
Beiträge: 121
Registriert: 16.08.2012
Wohnort: Hamburg
Gitarrist seit: 2012

Kann eine Gitarre 10.000 Dollar wert sein?

von Don Lucio » 23.07.2015, 11:14

Als ich vor knapp 4 Jahren mit Gitarrespielen anfing, hielt ich 99 € für einen angemessenen Einstieg. Danach folgten Gitarren für 300 und "sogar" 560 €. Besser spielen konnte ich dadurch nicht ... Aber ich kann mir inzwischen vorstellen, bis nahe an die 1.000-Euro-Grenze heranzugehen, weil ich (auch als Anfänger) durchaus Unterschiede im Klang zwischen meiner 99-Euro- und den teuereren Gitarren erkennen kann.

Aber meine Vorstellungskraft reicht nicht aus, mir noch eine Klangsteigerung darüber hinaus vorzustellen.

GIbson und Martin, das ist mir schon klar, können 3-4 tausend, auch mal 5 tausend Euro kosten. Ich begründe mir das mit dem Namen. Als ich aber kürzlich Preisschilder von locker 8-, 9,- 10 tausend Dollar fand, an Gitarren der (mir bis dato unbekannten) Marke Taylor, da war ich doch einigermaßen baff. Und nein: Die Mechaniken bestehen trotzdem nicht aus 800er Massivgold.

Kann mir jemand erklären, wie solche Preise zustande kommen, und vor allem: Erhält der Käufer einer solchen Gitarre einen auch nur annähernd äquivalenten Gegenwert? Und falls ja: Worin besteht der?

Danke,
Don Lucio.
Music was my first love And it'll be my last (John Miles)

Benutzeravatar
phunky
lebende Forenlegende
Beiträge: 3671
Registriert: 03.08.2010
Wohnort: Wasserkante
Gitarrist seit: Anfang der 90er

Re: Kann eine Gitarre 10.000 Dollar wert sein?

von phunky » 23.07.2015, 11:46

Alles ist so viel wert, wie jemand bereit ist dafür zu zahlen. Aufwendige Fertigung und teure Materialien machen die Instrumente teuer.

Letztlich werden bei diesen teuren Klampfen in der Regel extrem seltene, mittlerweile vielleicht nicht mal mehr zu schlagende, Hölzer verwendet (mir fallen da zum Beispiel Brasilianisches Rosewood oder Hawaiianisches Koa ein), die den Preis massiv treiben.

Möglicherweise ist das Holz auch schon Jahrzehnte abgelagert, was enorme Lagerungskosten verursacht hat, die das Instrument wieder "einspielen" muss.

Werden die dann auch noch von mit maximaler Handarbeit und vom besten und teuersten Luthier gebaut, kann das schon mal vorkommen, dass eine Gitarre solche Dimensionen erreicht.

Das heißt, man bekommt schon einen entsprechenden Gegenwert für sein Geld. Der Preis ist nicht willkürlich festgelegt.

Ob man das dann auch hört, ist natürlich eine ganz andere Baustelle, entsprechend der subjektiven Wahrnehmung. Und ob man das dann bezahlen will, sowieso.

Benutzeravatar
Stinger
Erklär-Bär
Beiträge: 354
Registriert: 11.08.2012
Wohnort: Zülpich

Re: Kann eine Gitarre 10.000 Dollar wert sein?

von Stinger » 23.07.2015, 12:23

Dem wäre noch der Sammlermarkt hinzuzufügen.
Für diesen werden in limitierten Auflagen produziert (nachgebaut) , die dann ggf. als Geldanlage im Tresor verschwinden. Wenn sie wieder zum Vorschein kommen, erwartet der Besitzer natürlich eine Wertsteigerung. Ob der Markt bereit ist das dann zu honorieren, ist sein Risiko - wenn er nicht muss, kann er ja weiter warten.

Aber es gilt: "Irgendwo auf dieser Welt steht morgens immer ein Dummer auf..."
Mostly Harmless

Benutzeravatar
Don Lucio
schreibt schneller als du liest
Beiträge: 121
Registriert: 16.08.2012
Wohnort: Hamburg
Gitarrist seit: 2012

Re: Kann eine Gitarre 10.000 Dollar wert sein?

von Don Lucio » 23.07.2015, 12:30

phunky hat geschrieben:Ob man das dann auch hört, ist natürlich eine ganz andere Baustelle.

Ich hab das in meinem Posting leider nicht deutlich gemacht: Genau das ist es eigentlich, was ich fragen wollte: Ob man einen Gegenwert in Klang und/oder Bespielbarkeit für das viele Geld erhält.

Aber ich vermute inzwischen, es ist eine ähnliche Diskussion wie die zum Thema "vergoldete Kabel" in Hifi-Anlagen. Da gibt es ja auch eine Fraktion, die locker 50€/Meter bezahlt, aus der Überzeugung heraus, dass dann die Musik, die hinten herauskommt, besser klingt. Was aber messtechnisch noch nie nachgewiesen wurde.

Ich glaube, ich ziehe meine Frage wieder zurück ... :D

Danke trotzdem.
Don Lucio.
Music was my first love And it'll be my last (John Miles)

Benutzeravatar
phunky
lebende Forenlegende
Beiträge: 3671
Registriert: 03.08.2010
Wohnort: Wasserkante
Gitarrist seit: Anfang der 90er

Re: Kann eine Gitarre 10.000 Dollar wert sein?

von phunky » 23.07.2015, 12:36

Diese Gibson CC-Reihe ist ja auch nicht ganz billig. Ich hab neulich mal die Krieger- und die Whitford-Les Paul aus der Reihe gespielt. Die Preisschilder waren nicht ganz fünfstellig. Aber nicht so weit weg davon.

Hm. Was soll man sagen? Ich hatte schon das Gefühl einen entsprechenden Gegenwert in der Hand zu halten. Oder um es so zu sagen, die Whitford-Les Paul ist mit Sicherheit die großartigst klingendste Les Paul, die ich je gespielt habe. Mit Abstand. Ist sie 8.000 Euro wert? Ich weiß es nicht. Mir war sie es nicht. Aber wenn Geld ein bisschen üppiger vorhanden wäre, wer weiß?

Naja, so wird sie wahrscheinlich in einer Glasvitrine einer Rechtsanwaltskanzlei landen und nie gespielt werden. Eigentlich traurig, so ne geile Gitarre aber auch.

Don Lucio hat geschrieben:Aber ich vermute inzwischen, es ist eine ähnliche Diskussion wie die zum Thema "vergoldete Kabel" in Hifi-Anlagen. Da gibt es ja auch eine Fraktion, die locker 50€/Meter bezahlt, aus der Überzeugung heraus, dass dann die Musik, die hinten herauskommt, besser klingt. Was aber messtechnisch noch nie nachgewiesen wurde.


Das ist ja auch gar nicht erforderlich. Wenn derjenige meint, es hört sich besser an, ist das für seine Wertschätzung ja auch völlig ausreichend.

Ähnlich sehe ich das bei einer Gitarre. Wenn sich für mich Gitarre X besser anhört als Gitarre Y, dann ist das eben so. Ob das nun messbar ist oder ob andere das hören können, spielt da gar keine Rolle.

Benutzeravatar
Andreas Fischer
Powerposter
Beiträge: 1274
Registriert: 25.10.2012
Wohnort: Erkrath/Hochdahl bei Düsseldorf
Gitarrist seit: 1977 & 2012 wieder

Re: Kann eine Gitarre 10.000 Dollar wert sein?

von Andreas Fischer » 23.07.2015, 13:46

Don Lucio hat geschrieben:Ich glaube, ich ziehe meine Frage wieder zurück ... .


Wo es doch eigentlich eine gute Frage ist und die Antworten interessant sein könnten.

HIer meine aktulle Antwort;
Bei meinen geringen Künsten, schaff ich es jeder Gitarre schräge Klänge zu entlocken, ich brauche (noch) keine besser klingende.

Bei einem guten Gitarristen kling auch eine günstige Gitarre gut. Was der wirklich mehr aus einer 10.000 Euro Gitarre rausholen kann, würde ich gern mal im Vergleich hören/können und wüsste zudem gern ob das dan n auch nur geschulte Ohren hören oder jedermann.

Es ist meiner Meinung nach also nicht nur eine Frage des Instruments sondern auch eine es Gitarristen und des Zuhörers
Andreas Fischer
Versuche seit Ende 2012 nach 30 Jahren zum zweiten mal Gitarre spielen zu lernen
Lerne Gitarre, Penny Whistle, Melodica, Piano, Dulcimer, und Ukulele.

Meine Instrumente - Mein WeBLog - My (Your/Our) Music Community Net - Wir schreiben (eine) Musikgeschichte

Benutzeravatar
Stinger
Erklär-Bär
Beiträge: 354
Registriert: 11.08.2012
Wohnort: Zülpich

Re: Kann eine Gitarre 10.000 Dollar wert sein?

von Stinger » 23.07.2015, 14:29

Andreas Fischer hat geschrieben:Bei meinen geringen Künsten, schaff ich es jeder Gitarre schräge Klänge zu entlocken, ich brauche (noch) keine besser klingende.

Bei einem guten Gitarristen kling auch eine günstige Gitarre gut. Was der wirklich mehr aus einer 10.000 Euro Gitarre rausholen kann, würde ich gern mal im Vergleich hören/können und wüsste zudem gern ob das dann auch nur geschulte Ohren hören oder jedermann.


Und das glaube ich nicht.
Nicht der Preis ist entscheidend. Eine gute Gitarre ist ja deswegen gut, weil sie gut klingt - ok kann auch gut aussehen, aber mit den Augen höre ich so schlecht.

Ich hab erstmal Spaß am Klang einer Gitarre. Klar das schon mein Lehrer besser klingt als ich, aber das liegt nicht an meiner Gitarre. Und gegen mein "besser werden" hab ich nix. Eine tolle Gitarre ist für mich zusätzliche Motivation. Ich habe schon ein paar Gitarren in der Hand gehabt und immer erst mein Ohr entscheiden lassen, dann meine Geldbörse.

Btw: Habe letzte Woche zufällig in einer Musikalienhandlung eine runtergesetzte Heimorgel gesehen. Statt 24 nur 18 Teuro! Allerdings war der Lieferservice inclusive, das hab ich bei Gitarren ja noch nicht erlebt. Also, da geh ich doch gleich mal in den Customshop und freue mich was ich dafür alle kriegen könnte...
Mostly Harmless

Benutzeravatar
phunky
lebende Forenlegende
Beiträge: 3671
Registriert: 03.08.2010
Wohnort: Wasserkante
Gitarrist seit: Anfang der 90er

Re: Kann eine Gitarre 10.000 Dollar wert sein?

von phunky » 23.07.2015, 14:44

Stinger hat geschrieben:Ich hab erstmal Spaß am Klang einer Gitarre.


So gehts mir auch. Wenn es nach den musikalischen Fähigkeiten ginge, müsste ich auf nem Plastikeimer trommeln. Allein und im zweiten Untergeschoss :lol:

Benutzeravatar
Stinger
Erklär-Bär
Beiträge: 354
Registriert: 11.08.2012
Wohnort: Zülpich

Re: Kann eine Gitarre 10.000 Dollar wert sein?

von Stinger » 23.07.2015, 15:44

Da bist du mir noch weit voraus, Phunky. Trommeln geht nicht, da ich keinen Takt halten kann.
Ich beschäftige mich eher mit meinen musikalische Unfähigkeiten.
Aber auf hohem Niveau.
Unter Customshop geht gar nix.
Wenn die Leute schon nicht neidisch sind auf meine Fähigkeiten, Ausdruck und Inspiration, dann wenigstens auf das Equipment.
So, das musste mal raus.
Und wenn ich schon auf einem Plastikeimer spielen müsste, dann wenigstens einer, in dem vorher die Rettungsmilliarden nach Griechenland geschafft wurden. Oder vielleicht einer von Karl Lagerfeld. :D
Mostly Harmless

Benutzeravatar
Mesa
kam, sah und postete
Beiträge: 46
Registriert: 03.01.2010
Wohnort: Aurich

Re: Kann eine Gitarre 10.000 Dollar wert sein?

von Mesa » 23.07.2015, 15:57

Nun, dann will ich auch mal meinen "Senf" dazugeben.

Da ich mittlerweile fast schon über 35 Jahre rumklampfe, und 12 Gitarren mein eigen nennen kann, denke ich, dass ich auch schon etwas Erfahrung habe.
Wenn auch nur ein bisschen.
Im Grunde ist es so, wie die Kollegen schon geschrieben haben. Der Preis einer Gitarre richtet sich danach, was der Käufer bereit ist dafür zu zahlen.
Wenn man jetzt eine Gitte für mehrere tausend Euronen in den Händen hält, wird einem schnell klar, wo der Unterschied liegt.
Für mich natürlich in der Auswahl der erlesenen Materialien. Dann natürlich in der Verarbeitung. Da ist m.E, schon ein sehr, sehr großer Unterschied, ob es "Massenprodukte"
oder richtige "Handarbeit" eines Instrumentenbau-Meisters ist. Das fühlt man einfach. Schon beim einfachen anfassen, und erst recht beim spielen.
Es ist ja auch nicht nur das Spielen einer Gitarre, sondern auch das "feeling" das man dabei hat. Will sagen, bei einem sehr hochwertigem Instrument geht man ganz anders, und vieleicht auch mit einer etwas anderen inneren Einstellung an die Sache.
Ihr merkt schon, da treffen viele Faktoren zusammen, die einen dazu bewegen könnten, sich ein "teures" Instrument anzuschaffen.
Der Klang der Gitarre ist da eher "subjektiv", m.M. da jeder Mensch ein anderes/eigenes Klangempfinden hat. Natürlich ist es schon so, das in den Preissegmenten die Klampfen schon sehr gut und toll klingen. Sonst wäre ja auch alles egal.

Also: Fazit:
Wenn man die Kohle hat für ein teures Instrument, -- why not --?
Und wie oben auch schon geschrieben, es ist auch eine Wertanschaffung.

Benutzeravatar
Funplayer99
Mod-Team
Beiträge: 1728
Registriert: 16.10.2009
Wohnort: Mitten im Spessart

Re: Kann eine Gitarre 10.000 Dollar wert sein?

von Funplayer99 » 23.07.2015, 17:06

ich klinke mich jetzt auch mal in die Diskussion ein.
Wie sol ich sagen..ne Gitte ist nicht nur das Wert was einer bereit ist zu zahlen sondern der Kompromiss den Verkäufer und Käufer aushandeln welche Scheine der Käufer auf den Tisch legen muss um eben die Gitte mit nach Hause nehmen zu dürfen.
Ich hab in meiner Gittenzeit schon unzählige Klampfen in der Hand gehabt oder besser gesagt spielen und reparieren dürfen,und komme zu folgendem Ergebenis:
Ne Gitarre für 10.000 bei einem Massenhersteller ist oft klanglich einem Instrument welches in einer kleinen aber erlesenen Werkstatt entstandenen Instrumententes unterlegen....Klar kann man jetzt sagen Gitte für 10.000 geil...ne Gibson klingt geil.
Aber gerade wir hier in Detschland haben fantastische Instrumentenbauer die für den Preis Instrumente bauen die fern ab von Gut und Böse sind.
Zudem werden sie auf den jeweiligen Spieer gebaut.
Fazit:Wer ne Wertanlage will kauft diese (aus meiner Sicht überteuerten Gitten) und wer auf SOund aus ist spart Kohle und lässt was geniales für sich bauen.
p.s.Es gibt ne Tele für 120.000...die ist so teuer weil de Inlays so aufwändig sind und nicht weil die Gitte mit teuren Hölzern gebaut wurde.
Im Gegensatz dazu hab ich ne Western spielen dürfen die 14.000 € wert ist weil sie eben aus sehr teuren Hölzern und dazu noch perfekt gebaut wurde....von einem kleinen Gitarrenbauer.

Ich darf am Samstag wieder mal ne Originale 1968er Gibson Les Paul Gold Top nd ne 1932 National Doulian spielen und da freu ich mich drauf.
Wenn der letzte Club geschlossen und der letzte Künstler abgetreten ist wirst du erkennen, dass man geile Atmosphäre nicht downloaden kann.

Die 99 in meinem Nick ist nicht mein Geburtsjahr!

Benutzeravatar
Harry83
Mod-Team
Beiträge: 4535
Registriert: 09.05.2008
Wohnort: Helmstedt
Gitarrist seit: 2007

Re: Kann eine Gitarre 10.000 Dollar wert sein?

von Harry83 » 23.07.2015, 17:12

Was die Wertsteigerung angeht, hat Mesa Recht. Siehe nur mal die älteren Modelle von Gibson an. Die Originalen 59er Les Pauls, bekommt man auch nicht für wenig Geld. Wer so eine, oder ähnliche Gitarre hat, und Knete braucht, kann sie für gutes Geld wieder los werden.

Noch ein Beispiel, ist diese Telecaster:http://www.musicstore.de/de_DE/EUR/Fender-Birdflower-Telecaster-Master-built-by-Yuriy-Shishkov/art-GIT0021585-000

Es ist halt teures Holz, mit Einlagen, aus echtem Perlmutt, die von Hand geschnitzt wurden. Außerdem ist im Fall der Erbauer der Birdflower, eine echte Größe im Gitarrenhandwerk, was den Preis auch nochmal erhöht.

Wer die Kohle hat; warum auch nicht!? Mir wäre die Gitarre dann, ehrlich gesagt zu schade, sie zu spielen. Genauso, wenn man sie in eine Vitrine stellt. Das muss jeder für sich entscheiden.
Keep Metal Alive!
Bitte beachten: Forenregeln

Benutzeravatar
Funplayer99
Mod-Team
Beiträge: 1728
Registriert: 16.10.2009
Wohnort: Mitten im Spessart

Re: Kann eine Gitarre 10.000 Dollar wert sein?

von Funplayer99 » 23.07.2015, 17:21

genau das ist das was ich sagen will...Man muß zwischen Wertanlage und heiliger Kral für den eigenen Sound als Spieler unterscheiden.
Erster kauft nen Namen mit allem drum und dran...der andere läst sich was bauen ...nur für sich so gut es irgendwie geht.
Ich bevorzuge Letzteres.
Wenn der letzte Club geschlossen und der letzte Künstler abgetreten ist wirst du erkennen, dass man geile Atmosphäre nicht downloaden kann.

Die 99 in meinem Nick ist nicht mein Geburtsjahr!

Benutzeravatar
phunky
lebende Forenlegende
Beiträge: 3671
Registriert: 03.08.2010
Wohnort: Wasserkante
Gitarrist seit: Anfang der 90er

Re: Kann eine Gitarre 10.000 Dollar wert sein?

von phunky » 23.07.2015, 17:33

Funplayer99 hat geschrieben:Ne Gitarre für 10.000 bei einem Massenhersteller ist oft klanglich einem Instrument welches in einer kleinen aber erlesenen Werkstatt entstandenen Instrumententes unterlegen....Klar kann man jetzt sagen Gitte für 10.000 geil...ne Gibson klingt geil.
Aber gerade wir hier in Detschland haben fantastische Instrumentenbauer die für den Preis Instrumente bauen die fern ab von Gut und Böse sind.
Zudem werden sie auf den jeweiligen Spieer gebaut.
Fazit:Wer ne Wertanlage will kauft diese (aus meiner Sicht überteuerten Gitten) und wer auf SOund aus ist spart Kohle und lässt was geniales für sich bauen.
.


Wobei so eine Collectors Choice natürlich auch nur wenig mit Massenfertigung zu tun hat. Der von Dir beschriebene deutsche Gitarrenbauer hat aber natürlich den Standortvorteil (Transport, Zoll, was weiß ich).

Wenn es nur um die Klampfe geht, würde ich aber vielleicht auch eher bei Nik Huber schauen als bei Gibson. Wobei, die Whitford war schon geil.

Nur muss man sich dann darüber klar sein, dass man im Zweifel, also wenn man sich davon trennen möchte, die Kohle nicht wieder sieht. Bei ner CC kann man hingegen damit rechnen, dass sie im Wert gewinnt (zumindest ist das im Moment so) oder man zumindest sein Geld zurück bekommt.

Bei Thomann wollen sie zum Beispiel ne nieselnagelneue 2013er PRS Custom los werden. Statt 4,5K rufen Sie jetzt 2,3 auf (so in etwa). Wertanlage geht anders.
Zuletzt geändert von phunky am 23.07.2015, 17:51, insgesamt 1-mal geändert.

Benutzeravatar
Funplayer99
Mod-Team
Beiträge: 1728
Registriert: 16.10.2009
Wohnort: Mitten im Spessart

Re: Kann eine Gitarre 10.000 Dollar wert sein?

von Funplayer99 » 23.07.2015, 17:36

ne runde Sache wird Preis und Gegenwert bei solchen Stücken immer ne persönliche Entscheidung sein...oder der vom Geldbeutel oder der Frau/Mann der im Hindergrund noch das eigene Leben beeinflusst
Wenn der letzte Club geschlossen und der letzte Künstler abgetreten ist wirst du erkennen, dass man geile Atmosphäre nicht downloaden kann.

Die 99 in meinem Nick ist nicht mein Geburtsjahr!

everyBlues
Guitar Maniac
Beiträge: 1982
Registriert: 03.09.2012

Re: Kann eine Gitarre 10.000 Dollar wert sein?

von everyBlues » 23.07.2015, 21:29

Don Lucio hat geschrieben:,
Ich hab das in meinem Posting leider nicht deutlich gemacht: Genau das ist es eigentlich, was ich fragen wollte: Ob man einen Gegenwert in Klang und/oder Bespielbarkeit für das viele Geld erhält.


Aus meiner Sicht; nein! Irgentwann ist mal schluss mit Qualitätssteigerung. Soll heißen, dann geht es halt nur noch im Preis nach oben, nicht mehr in der Objektiven, spürbaren und hörbaren Qualität.

Naklar ist eine Gitte immer soviel wert, wie jemand bereit ist dafür auszugeben. Dabei muss man dann aber, die bestmögliche Objektivität außer acht lassen. Solange mir jemand erzählt, er hat vor dem Antesten verschiedener Preisklassen, gewusst, gesehen, um welche Gitarrenlabel und Preise es sich dabei handelt, solange stelle ich seine Objektivität in Frage. Sorry!
Wir Menschen hören eben nicht nur mit den Ohren. Auch spüren wir nicht nur mit den Fingern. Es ist eher so, dass wir spüren was wir sehen, und spüren und hören was wir glauben zu wissen.
Die Tele im store, für teures Geld, ist schon eine schicke Gitte. Und wer sich sowas kaufen möchte, das Geld hat, den sei es vom Herzen gegönnt.

Wer nur auf, für sich, gute Bespielbarkeit, guten Ton, und spass an der Musik hat, der bekommt's wesendlich preiswerter. Und nicht schlechter!

Aber hierbei geht es ja wohl sowieso eher um Preise, die jenseits unserer Möglichkeiten sind. Zumindest wohl bei den meisten von uns.
Also bleiben wir mal ruhig bei Gitarren bis ca. 2500,- Euro. ( das ist ja schon für viele von uns der Hammer)

Es wäre Interessant eine gute, billige paula kopie zu nehmen, und im Vergleich dazu eine 2500,- teure Gibson les paul. Vorraussetzung, das bei der Billigen die Bünde Poliert werden, Griffbrett geölt, und alles vernünftig eingestellt.
Der Tester sollte unter gar keinen Umständen, zuvor sehen oder wissen was er antestet.
Ich denke sehr viele wären nach einem solchen Blindtest verwundert.

Man hat sowas schon mit Weinen und anderen Goumet lebenmitteln gemacht, und ach die so großen Kenner, sind durchgefallen. Anders wäre es bei Gitarren vermutlich auch nicht. ;)

Aber ganz klar, ob eine Gitarre gefällt oder nicht, sollte man nicht am Geld oder Label festmachen. Da sind ganz ander Dinge entscheident, zumindest für mich.

Benutzeravatar
Andreas Fischer
Powerposter
Beiträge: 1274
Registriert: 25.10.2012
Wohnort: Erkrath/Hochdahl bei Düsseldorf
Gitarrist seit: 1977 & 2012 wieder

Re: Kann eine Gitarre 10.000 Dollar wert sein?

von Andreas Fischer » 23.07.2015, 21:45

diesen blindfold test fand ich sehr interessant
hier gehts aber niucht ums hörten sondern nur ums anfühlen
https://www.youtube.com/watch?v=YVligAj-hIQ
Andreas Fischer
Versuche seit Ende 2012 nach 30 Jahren zum zweiten mal Gitarre spielen zu lernen
Lerne Gitarre, Penny Whistle, Melodica, Piano, Dulcimer, und Ukulele.

Meine Instrumente - Mein WeBLog - My (Your/Our) Music Community Net - Wir schreiben (eine) Musikgeschichte

everyBlues
Guitar Maniac
Beiträge: 1982
Registriert: 03.09.2012

Re: Kann eine Gitarre 10.000 Dollar wert sein?

von everyBlues » 23.07.2015, 22:12

Gitarre spielen ist ein Hobby. Ein anderes Hobby ist es, Gitarren zusammeln. Man sollte halt für sich selber entscheiden was wichtig ist, und was man eigentlich wirklich haben möchte, und vor allendingen... wirklich braucht.

Schicke Gitarren, die in schicken Vitrienen stehen sehen schon toll aus ;). Zum spielen brauch ich sowas aber nicht.

Benutzeravatar
phunky
lebende Forenlegende
Beiträge: 3671
Registriert: 03.08.2010
Wohnort: Wasserkante
Gitarrist seit: Anfang der 90er

Re: Kann eine Gitarre 10.000 Dollar wert sein?

von phunky » 24.07.2015, 07:45

everyBlues hat geschrieben: Solange mir jemand erzählt, er hat vor dem Antesten verschiedener Preisklassen, gewusst, gesehen, um welche Gitarrenlabel und Preise es sich dabei handelt, solange stelle ich seine Objektivität in Frage. Sorry!


Solange mir jemand erzählt, eine Gitarre sei ihren Preis nicht wert, nur weil ein bestimmter Name drauf steht, ohne sie überhaupt getestet zu haben, so lange stelle ich seine Objektivität erst recht in Frage. Sorry! ;)

Wer nur auf, für sich, gute Bespielbarkeit, guten Ton, und spass an der Musik hat, der bekommt's wesendlich preiswerter. Und nicht schlechter!


Billiger geht's immer. Und klar, manche Länder haben niedrigere Fertigungskosten. Eine koreanische Gitarre ist billiger als eine amerikanische, ist teurer als ein chinesische, ist teurer als eine indonesische. Muss aber nicht schlechter gebaut sein.

Ich bin weiß Gott kein Markenfetischist, stehe den F&G sogar ziemlich kritisch gegenüber: Meine Tele ist von Diego, meine Strat von G&L und meine paulaähnliche von Duesenberg. Und ich bin mir in allen Fällen ziemlich sicher, jeweils mehr Gitarre für's Geld bekommen zu haben, als die Standardserien der großen Hersteller ausspucken. Von denen habe ich gar nichts. Das hindert mich aber nicht daran, eine großartige Les Paul zu erkennen, wenn ich sie spiele. Obwohl Gibson drauf steht, deren Produkte ich eigentlich nicht kaufe.

Wenn wir uns nämlich dort in die besseren Bereiche der Customshops bewegen, begegnen wir genau so einer Handwerkskunst wie bei kleinen Gitarrenbauern auch. Und die muss eben bezahlt werden. Wenn man meint, dafür nicht den Gegenwert zu bekommen, dann kann man es lassen.

Zu teuer sind die großen Namen in meinen Augen eigentlich vor allem mit ihren Standardserien.

Aber eins sollte man nicht vergessen, ob nun Gibson oder auch Fender, so wie ich das seit Jahren beobachte, wirst Du z.B. für eine gebrauchte Strat immer 60 % des aktuellen Neupreises kriegen. Und bei den Preissteigerungen der letzten Jahre in den Standardserien, wirst Du zumindest kaum Verlust machen, wenn Du dich von ihr trennen musst. Außer Inflation vielleicht.

Mit meinen Klampfen wird das eher nix, die muss man halt behalten ;)

Es wäre Interessant eine gute, billige paula kopie zu nehmen, und im Vergleich dazu eine 2500,- teure Gibson les paul. Vorraussetzung, das bei der Billigen die Bünde Poliert werden, Griffbrett geölt, und alles vernünftig eingestellt.
Der Tester sollte unter gar keinen Umständen, zuvor sehen oder wissen was er antestet.
Ich denke sehr viele wären nach einem solchen Blindtest verwundert. .


Was vor allem daran liegt, dass die Gibson für 2.500 halt ihr Geld wirklich nicht wert ist. Die für 4.000 dann aber vielleicht wieder schon... Rein subjektive Meinung.

Aber solche Blindtests gibt es genug. Kann man sich zig Videos anschauen. Einige sind recht zielsicher, andere nicht. Woraus man vielleicht ableiten kann, dass diese Unterschiede eben nicht für jeden offenbar werden. Was ja okay ist, soll ja auch nicht jeder so teure Gitarren kaufen.

Als ich meine G&L-Strat kaufte, schwankte ich auch zwischen der indonesisch gefertigten und der aus Amerika. Wir reden hier von einem Verhältnis 600 zu 1400 Euro. Die Tribute (Indonesien) ist ne geile Gitarre, kann man kaufen. Aber die Legacy (USA) ist besser. Die Tonabnehmer sind die selben. Aber die amerikanische ist geplekt, hat abgerundete Griffbrettkanten, fühlt sich viel viel besser an. Ob's einem den Preisunterschied wert ist, muss jeder selbst entscheiden. Ich hab die Legacy genommen.

everyBlues
Guitar Maniac
Beiträge: 1982
Registriert: 03.09.2012

Re: Kann eine Gitarre 10.000 Dollar wert sein?

von everyBlues » 24.07.2015, 14:07

phunky hat geschrieben:Solange mir jemand erzählt, eine Gitarre sei ihren Preis nicht wert, nur weil ein bestimmter Name drauf steht, ohne sie überhaupt getestet zu haben, so lange stelle ich seine Objektivität erst recht in Frage. Sorry! ;)


Jo ich auch! War ja auch niemals nie meine Aussage ;). Das was da auch immer drauf stehen mag, oder das, was diese oder jene Gitte kostet, sagt für mich nichts über Ihre Qualität aus, zumindest nicht zwangsläufig.
Wenn ich zwei Gitarren anspiele eine für 200,-, die andere für 2000,-, und mir gefällt dann die für 200,- besser ( aus welchen Gründen auch immer) dann nehme ich halt diese. Auch dann, wenn ich mir die andere leisten kann und dort was ganz Tolles draufsteht.

Allerdings, und das wurde ihr im Thread auch schon erwähnt, man geht bei teuren Gitarren mit ganz anderen Gedanken ran.
Und nicht nur der Preis, nein, auch das Label beeinflusst uns ganz subtil. Wir müssen uns dessen gar nicht bewusst sein. Und ich muss "Uns" sagen, denn ich kann mich da leider nicht gänzlich ausschließen.

[quote="phunky"]
Zu teuer sind die großen Namen in meinen Augen eigentlich vor allem mit ihren Standardserien.[quote]

Jo, wohl war. Sehe ich auch so.

[quote="phunky"]
Aber eins sollte man nicht vergessen, ob nun Gibson oder auch Fender, so wie ich das seit Jahren beobachte, wirst Du z.B. für eine gebrauchte Strat immer 60 % des aktuellen Neupreises kriegen. Und bei den Preissteigerungen der letzten Jahre in den Standardserien, wirst Du zumindest kaum Verlust machen, wenn Du dich von ihr trennen musst. Außer Inflation vielleicht. [quote]

Jo auch war. Das muss noch nicht mal gut sein, und trotzdem wird es sich gut wiederverkaufen lassen, eben nur weil Fender oder Gibson drauf steht. Diesen Großen verzeiht man auch alles mögliche, ist ja schließlich ne "ECHTE" ;)
Aber wehe, wenn ein no name Hersteller mal etwas "Käse" produziert, dann wird gleich die ganze Produktpalette schlecht geredet. Viele andere die das dann lesen, glauben es, und geben es so dann auch weiter.
Eigentlich, im Grunde genommen, kann sich so ein "kleiner" Hersteller keine Fehler erlauben. Zumindest heutzutage nicht mehr.

Mal etwas zum Wiederverkauf.
Erstens kaufe ich mir keine Gitarre mit dem Gedanken sie wieder zu verkaufen. Und zweitens muss man auch sehen, das bei billigen Gitarren der Verlust gar nicht so groß ist wie immer gesagt. Denn man hat schießlich nicht viel im Einkauf dafür bezahlt.

@Mod,
Das Zitieren hat nicht so gut funktioniert. Liegst an mir?
Zuletzt geändert von everyBlues am 24.07.2015, 14:16, insgesamt 1-mal geändert.

everyBlues
Guitar Maniac
Beiträge: 1982
Registriert: 03.09.2012

Re: Kann eine Gitarre 10.000 Dollar wert sein?

von everyBlues » 24.07.2015, 14:09

phunky hat geschrieben:Aber die amerikanische ist geplekt, hat abgerundete Griffbrettkanten, fühlt sich viel viel besser an. Ob's einem den Preisunterschied wert ist, muss jeder selbst entscheiden. Ich hab die Legacy genommen.


Der Erfinder dieses Verfahrens sitzt in Berlin, Hermannplatz "Plekhaus". Mittlerweile hat er diese Maschinen in die ganze Welt verkauft. Thomann bietet sowas wohl auch an, und ich denke auch der Musicstore Proffessionell ( weiß es aber jetzt nicht genau).
Auch kann ich mir gut denken, das der ein oder andere deutsche Händler den Asiaten solche Maschinen spendiert. Natürlich, unter der Voraussetzung des weiteren Zusammenarbeitens, oder irgentwelcher Exklusiv- Verkaufsrechte. ( so würde ich es selber machen, wäre ich geschäftlich damit unterwegs). ;)
Pleken kostet im Plekhaus so ab 200;- aufwärts. Da sind aber andere Einstellarbeiten schon mit dabei. Ob man's irgentwo billiger bekommt weiß ich nicht.
So nun kann man ja mal, jeder für sich selbst, entscheiden, oder rechnen, ob es sich lohnt eine Gitarre die mehere hundert Euro teurer ist weil sie in Amerika geplekt wurde, kauft. Oder ob man seine gute preiswerte Gitarre aufwertet, in dem man sie hier, in Deutschland, pleken lässt. Sofern das dann überhaupt nötig ist.

Ich würde ganz ganz gewiss anders reden, nicht denken, wenn ich Verkäufer, Geschäftsführer, oder Inhaber eines solchen Konzerns wäre ;).
Eigentlich auch logisch.

@ Mod,
Man kann nur drei Zitate schalten? Warum denn das?

Benutzeravatar
phunky
lebende Forenlegende
Beiträge: 3671
Registriert: 03.08.2010
Wohnort: Wasserkante
Gitarrist seit: Anfang der 90er

Re: Kann eine Gitarre 10.000 Dollar wert sein?

von phunky » 24.07.2015, 14:24

everyBlues hat geschrieben:Der Erfinder dieses Verfahrens sitzt in Berlin, Hermannplatz "Plekhaus". Mittlerweile hat er diese Maschinen in die ganze Welt verkauft. Thomann bietet sowas wohl auch an, und ich denke auch der Musicstore Proffessionell ( weiß es aber jetzt nicht genau.
Auch kann ich mir gut denken, das ein oder andere deutsche Händler den Asiaten solche Maschinen spendiert.


So eine Maschine (für nur eine Gitarre zur Zeit), kostet 100K. Gebraucht. Die großen sind entsprechend teurer. Mit spendieren und so... Naja, das wird wohl eher schwierig bei Fließbandproduktion im Stile von Cort (wo die indonesischen G&L gebaut werden), World Music (wo die koreanischen PRS herkommen) oder Stagg (wo jede MEnge Gelumpe zusammengefriemelt wird).

So nun kann man ja mal, jeder für sich selbst entscheiden, oder rechnen, ob es sich lohnt eine Gitarre die mehere hundert Euro teurer ist weil sie in Amerika geplekt wurde kauft. Oder ob man seine gute Preiswerte Gitarre aufwertet, in dem man sie hier, in Deutschland, Pleken lässt. Sofern das dann überhaupt nötig ist.


Ist etwas mühselig zu diskutieren, wenn immer alles aus dem Zusammenhang gerissen wird. Aber ich vermute mal, dass das Methode ist.

Wenn so einer Gitarre die Bünde abgerichtet werden, ist es egal wo die Maschine steht. Das war nur ein Kriterium. Nebenher spielte sich die Gitarre einfach wesentlich besser (Griffbrettkanten verrundet, stand auch in meinem Beitrag). Die gesamte Verarbeitung wirkte wertiger und oh Wunder, trotz identischer Tonabnehmer klang sie auch besser. Einfach rundum eine bessere Gitarre.

Aber okay, ich mag da auch nicht mehr drüber diskutieren. Wie gesagt, ist einfach zu mühselig. Wenn du alle für Idioten halten willst, die mehr für eine Gitarre investieren als du das tätest, ist das dein gutes Recht. Es ist nur eine Einstellung die auf mich nicht gerade gesprächseinladend wirkt.

everyBlues
Guitar Maniac
Beiträge: 1982
Registriert: 03.09.2012

Re: Kann eine Gitarre 10.000 Dollar wert sein?

von everyBlues » 24.07.2015, 14:37

phunky hat geschrieben: Ist etwas mühselig zu diskutieren, wenn immer alles aus dem Zusammenhang gerissen wird. Aber ich vermute mal, dass das Methode ist.
.


Das war kein Stück speziell auf Dich geschrieben. Weder DU noch deine Gitarre oder Deine Kaufentscheidung sind damit in frage gestellt worden ;).
Es ist manchmal von Vorteil sich nicht immer gleich angepinkelt zu fühlen.
Und niemals nie, habe ich behauptet das alles Idioten sind die sich teure Gitarren kaufen!

Es ist aber vllt nicht immer einfach das gelesene auch zu verstehen ;)
Wo kein Wille ist, ist eben auch kein Weg.

Benutzeravatar
Chavez
Powerposter
Beiträge: 1496
Registriert: 26.02.2013
Wohnort: NRW

Re: Kann eine Gitarre 10.000 Dollar wert sein?

von Chavez » 26.07.2015, 11:29

Nach meinem dafürhalten kann die Eingangs gestellte Frage nicht pauschal beantwortet werden.

Könnte ich den Unterschied zwischen einer 10000 Dollar und einer 6000 Dollar Gitarre gleicher Bau- und Machart beurteilen/hören? Sehr wahrscheinlich nicht.
Ich hab seit Jahren beidseits einen fetten Tinnitus und mein Gehör ist ziemlich weit von "Gut" entfernt. Meine Hagström, die irgendwo um 600 € lag, wird für mich das Ende der Fahnenstange sein was das finanzielle angeht. Gerade hab ich mir eine Squier Tele Affinity geleistet. Selbst die wird für meine "Künste" als Gitarrist völlig ausreichend sein. Wenn ich danach ginge so würd vermutlich auch das berühmt/berüchtigte Supermarkt-Modell zu 69 € reichen.

Könnte ich den finanziellen Aspekt außer acht lassen würd ich mir dann eine 10000 Dollar Gitarre leisten wenn sie mir gefallen würde? Definitiv Ja. Und warum? Weil sie es mir wert wäre.

Benutzeravatar
Frank-vt
hat das Forum als Startseite
Beiträge: 997
Registriert: 26.02.2010
Wohnort: 04155 Leipzig
Gitarrist seit: ca. 1974

Re: Kann eine Gitarre 10.000 Dollar wert sein?

von Frank-vt » 26.07.2015, 16:38

Handarbeitund individuelle Fertigung (egal ob bei einem größeren Hersteller oder beim Gitarrenbauer) hat nunmal ihren Preis. Und gerade bei akustischen Gitarren spielt das Holz eine entscheidende Rolle. Wie schon geschrieben, spielen auch Seltenheit (da teurer) und lange Lagerung der Hölzer bei der Preisgestaltung eine Rolle.
Das beste Klangholz soll ja das mittlerweile verbotene Brasilianische Rosewood sein. Ein Händler hat mir mal erzählt das Bouchard (ohnehin schon teuer) die Sondergenehmigung hat noch solche Resthölzer vom BR zu verarbeiten. Aber dann kostet die Gitarre eben statt 5k€ schnell mal 12- oder 14k€.
Da muß man das Geld schon übrig haben :D und darauf Wert legen. Wer es also mag und das Geld hat.... why not...
Auch wenn der Geschmack subjektiv ist, dann hört man in seiner persönlichen Geschmacksrichtung im Regelfall schon, ob man eine eher Einsteigerklampfe (bis 4/500,-) oder ein Instrument für ein mehrfaches des Preises spielt.
Bin ja Martin-affin :D und es ist schon ein Unterschied ob man auf einer D-1 oder einer HD-28 spielt (alte Preise 1K€ zu 2,4k€). Zu den Hölzern ist mein Beispiel immer die D-35 (alt 2,4k€, Korpus ostindisches Palisander), die sehr gut klingt, aber die damals 900,- € teurere D-35MP (Madagaskar Palisander, welches dem Brasilianischen sehr nahe kommen soll) hat selbst mich ;) regelrecht geflasht. Wenn ich in der Preisregion unterwegs gewesen wäre, hätte ich mit Freuden diesen Mehrpreis gezahlt,weil das Klangerlebnis wirklich überwältigend war.
Die von mir vorgebrachten Kritiken und Meinungen spiegeln ausschließlich meine eigenen, subjektiven Wahrnehmungen wieder. Wem diese nicht gefallen, darf sie gerne überlesen

everyBlues
Guitar Maniac
Beiträge: 1982
Registriert: 03.09.2012

Re: Kann eine Gitarre 10.000 Dollar wert sein?

von everyBlues » 26.07.2015, 16:57

Chavez hat geschrieben:Könnte ich den finanziellen Aspekt außer acht lassen würd ich mir dann eine 10000 Dollar Gitarre leisten wenn sie mir gefallen würde? Definitiv Ja. Und warum? Weil sie es mir wert wäre.


Ist nicht böse gemeint, aber es interssiert mich schon ein wenig.
Wenn Du doch den Unterschied nicht hören würdest, und wenn dir selbst eine für 69,- reichen würde. Warum ist dann für dich eine für 10 000 ihr Geld wert? Was ist es denn, was daran so viel Wert hat?

Ich gestehe ja selbst mir ein, und sagte es ja auch schon, es ist im KOPF erstmal etwas ganz anders, ob man nun eine für 100 oder 1000 oder 10 000 in der Hand hält. Bei einer Billigen geht man von vornherrein mit dem Gedanken "Billig sein" ran. Wärend man bei einer Teuren vllt. .....ich weiß nicht wie ich's sagen soll.........eben halt mit dem Gedanken des "Noblen, guten" drangeht.
Das ist für mich aber erst mal nur eine KOPFsache von jedem einzelnen. Natürlich muss eine Gitarre für 10 000 nicht schlecht sein. Die kann sogar verdammt gut sein, muss sie aber nicht zwangsläufig sein. Und wenn diese eine Gitarre etwas hat, was ich sonst nirgentwo finde, und ich hab das Geld, kann's ausgeben, ja warum dann nicht. Das ist dann aber eine ganz persönliche, subjektive Angelegenheit.
Ich gönne es jedem, sich solch ein Teil kaufen zu können.
Aber zu sagen teure Gitarren sind auch besser, weil teurer, nobler. Oder billig kann nicht so gut sein wie teure, halte ich für, von der Werbung
suggerierten Mist. Und es ist auch nicht leicht sich dem gänzlich zu entziehen.

Ich bezweifel das, objektiv gesehen, eine Gitarre für 10 000 euro , 10 mal so gut sein kann wie eine für 1000. Vorausgesetzt beide Gitarren sind technisch vollkommen in Ordnung.
Wie gesagt, eine Gitarre muss, zumindest für mich, in erster Linie funktionieren, technisch vollkommen in Ordnung sein. Dann kommt die Bespielbarkeit und der Ton. Was dort nun drauf geschrieben steht, und wie teuer die ist, spielt doch erstmal keine Rolle.

Jemand der sehr viel Geld hat, würde sich mit "Billigzeugs" nicht abgeben. Und jemand der nicht viel Geld hat, kann sich sowas "tolles, nobles" erst gar nicht leisten. Dort setzt man an, viel man Geld verdienen ;)

Früher, in der alten guten Handwerkskunst, mag das anders gewesen sein ;) Heute kommen moderne Computergesteuerte Maschinen zum Einsatz, die so gut und genau arbeiten, wie es ein Mensch wahrscheinlich gar nicht könnte. Egal, ob man Handwerkskunst vorzieht oder nicht. Auch die Massenproduktion, die nicht schlechter sein muss, macht es Preiswerter. Die Menge der verkauften Ware bringt das Geld rein.

Mich würde auch mal interessieren, was daran so viel besser ist, wenn Holz über längere Zeit trocknet, als maschinell. Das wird ja auch oft als Argument genommen. Ist das Holz dann besser Trocken? Schöner trocken?
Bei einer gleichen Restfeuchte, ist dann die Eine besser als die Andere? Und warum?
Bundreinheit, ist heute bei den billigsten Gitarren gewährleistet. Auch das war nicht immer so.
Was gibt es nun mehr als 100% Bundrein? Usw...... Eine sehr gute Bespielbarkeit, ist eine sehr gute Bespielbarkeit, was gibt es mehr?

versteht mich nicht falsch. Ich mag die Handwerkskunst sehr. Und wenn etwas teuer ist, man kann es bezahlen, dann soll man es sich kaufen, wenn man es denn möchte.
Ich bemühe mich aber, die ganze Sache möglichst Objektiv zu sehen. Und mehr aus technischer Sicht. Funktionalität.

Edit. Wegen Frank's Beitrag. Ich möchte keine Aussage machen zu A Gitarren, ich spiele diese viel zuwenig und schaue mich dort auch nicht so um. Wobei es bei Westerngitarren wohl nicht viel anders ist.
Wenn dann Konzert, wobei ich bei klassischen Instrumenten wäre..........
Auch bei anderen klassischen Instrumenten, sehe ich einiges anders. Ich spreche hauptsächlich von E - Gitarren..... Und ja, auch wenn ich diese hauptsächlich spiele und natürlich auch mag, sehe ich große Unterschiede zu klassichen Instrumenten. ;) Wobei auch dort irgentwann ein Höhepunkt der objektiven Qualität erreicht ist.
Das "Teure" machts dann auch nicht mehr besser.

Aso ... ich lese meist was von "besser", aber selten etwas davon wie das "besser" difiniert wird. Was ist denn "Gut"? Was ist "Besser"?
Wenn eine Gitarre zB. einen besseren Ton hat, als eine andere, was ist es dann, was diesen Ton soviel besser macht? Was hört man denn da, das man sagen kann es sei "besser"?
Abgesehen vom persönlichen Geschmack.
Ich lasse mich gerne belehren und vom Gegenteil überzeugen.

Wenn zwei Gitarren aus dem gleichen Holz sind, gleiche Maße haben, gleiche Saitenlage, beide Gitten komplett eingestellt sind, und von gleicher Konstruktionsweise sind...usw .... was macht dann die Eine um das 10 fache teurer als die Andere, aus technischer Sicht, aus Sicht der Funktionalität?

Nur nochmal, damit ich nicht missverstanden werde. Wenn ich mir eine Gitarre für mehere Tausend Euro kaufen würde, dann niemals weil diese "Besser" ist als alles andere was weniger kostet. Sondern deswegen, weil ich aus meinem ganz persönlichem, subjektiven Geschmack und Gedanken heraus entscheide. Und weil ich die kohle zum ausgeben habe, und es mir sonst an nichts fehlt.

Benutzeravatar
Chavez
Powerposter
Beiträge: 1496
Registriert: 26.02.2013
Wohnort: NRW

Re: Kann eine Gitarre 10.000 Dollar wert sein?

von Chavez » 26.07.2015, 18:47

everyBlues hat geschrieben:
Chavez hat geschrieben:Könnte ich den finanziellen Aspekt außer acht lassen würd ich mir dann eine 10000 Dollar Gitarre leisten wenn sie mir gefallen würde? Definitiv Ja. Und warum? Weil sie es mir wert wäre.


Ist nicht böse gemeint, aber es interssiert mich schon ein wenig.
Wenn Du doch den Unterschied nicht hören würdest, und wenn dir selbst eine für 69,- reichen würde. Warum ist dann für dich eine für 10 000 ihr Geld wert? Was ist es denn, was daran so viel Wert hat?


Fass ich auch nicht so auf. Keine Bange. :)
Es wäre schlicht und ergreifend die Tatsache das ich es könnte.

Benutzeravatar
Frank-vt
hat das Forum als Startseite
Beiträge: 997
Registriert: 26.02.2010
Wohnort: 04155 Leipzig
Gitarrist seit: ca. 1974

Re: Kann eine Gitarre 10.000 Dollar wert sein?

von Frank-vt » 26.07.2015, 20:33

@everyblues :"Wenn Gitarren aus dem gleichen Holz..."
Zu Akustikgitarren:
Holz ist ein Naturwerkstoff und selbst gleiche Gitarren derselben Baureihe können unterschiedlich klingen.
Und es wird kaum "normale" Gitarren geben, wo eine aus denselben Werkstoffen gefertigt ist, wie eine die zehnmal teurer ist.
Billigere Gitarren sind kaum vollmassiv, dann spielt die Qualität der Hölzer, des Griffbrettes, die Art der Beleistung, die Qualität der Mechaniken etc. eine Rolle.
Eine teure Gitarre muß für den Spieler nicht besser klingen als eine preiswerte (ich würde z.Bsp. eine gute Sigma einer wesentlich teureren Gibson oder Taylor vorziehen, einfach weil die beiden Marken nicht meinen Klangvorstellungen entsprechen, aber das ist natürlich rein subjektiv :D), aber die Wahrscheinlichkeit ist sehr, sehr hoch (wenn man -wie schon erwähnt -in seinem Klangbild bleibt).
Die von mir vorgebrachten Kritiken und Meinungen spiegeln ausschließlich meine eigenen, subjektiven Wahrnehmungen wieder. Wem diese nicht gefallen, darf sie gerne überlesen

everyBlues
Guitar Maniac
Beiträge: 1982
Registriert: 03.09.2012

Re: Kann eine Gitarre 10.000 Dollar wert sein?

von everyBlues » 26.07.2015, 20:38

@ Chavez

Vielleicht hast ja mal das Glück. Spielst Lotto.
Genauso ist es. Die die es einfach können, die schauen nicht nach billigen Gitarren. Warum sollten sie auch.
So soll es ja auch sein, wer es sich leisten kann, und möchte, na der soll es halt machen. Er wird schon seine Gründe haben.

Fällt mir ne Begebenheit ein.
Ich habe mal vor einiger Zeit mit einem Gitarristen gesprochen, der eben auch nicht nur in seinen 4 wänden spielt. Soll heißen, in meheren Bands gespielt hat und selber auch eine gegründet hat und öffentlich auftritt. Ich sage das nur um zu zeigen, das es sich hierbei um keinen Anfänger handelt. Er ist auch schon etwas älter.

Er erzählte mir das er eine Semi von Stagg hat. In Dieser hat er die Tonabnehmer getauscht, und findet sie seit dem besser, als die um einige hundert Euro teurere Originale von Gibson. So kanns gehen. Und ich sehe keinen Grund das in Frage zu stellen.
Und es ist ne "Stagg". Das Belgische Unternehmen ( so glaub ich), das auch in China produzieren lässt. Und angeblich ja nur Mist hat, wenn man glauben möchte was so von einigen erzählt wird. ;)

everyBlues
Guitar Maniac
Beiträge: 1982
Registriert: 03.09.2012

Re: Kann eine Gitarre 10.000 Dollar wert sein?

von everyBlues » 26.07.2015, 21:25

Frank-vt hat geschrieben:Zu Akustikgitarren:
Holz ist ein Naturwerkstoff und selbst gleiche Gitarren derselben Baureihe können unterschiedlich klingen.

Juup, das können sie.

Frank-vt hat geschrieben:Und es wird kaum "normale" Gitarren geben, wo eine aus denselben Werkstoffen gefertigt ist, wie eine die zehnmal teurer ist.
Billigere Gitarren sind kaum vollmassiv, dann spielt die Qualität der Hölzer, des Griffbrettes, die Art der Beleistung, die Qualität der Mechaniken etc. eine Rolle.


Mechaniken sind tauschbar ;). Aber es gibt auch billige Mechaniken die gut sind. Auch wenn ich des Öfteren lese, diese oder jene Mechnik sei nicht stimmstabil. Ich weiß ja nicht warum das denn bei denjenigen so ist. Ich habe schon lange keine Mechaniken mehr gehabt, von den ich sowas sagen könnte.

Nee vllt nicht aus den selben Holz, aber doch aus dem gleichen Holz. :P
Will sagen, Mexikanisches Holz zB. wird sich nicht anders anhören als Amerikanisches. Wenn beides die gleiche Holzart ist. Wobei, ich bei A-Gitarren dem Holz mehr Bedeutung zukommen lasse als bei E- Gitarren.

Bei den E-Gitarren zumindest, sind welche bei, die sich kaum noch von wesendlich teureren unterscheiden. Vorausgesetzt, man macht einiges noch selber. Griffbrett ölen, Vllt. Bünde Polieren, usw... das kann man aber auch für relativ wenig Geld machen lassen, insklusive das Einstellen. Man sollte aber dann mal von den "Großen" herstellern wegsehen.
Und schon kann man zB. eine Gitarre sein eigen nennen, die aussieht wie eine Paula, sich spielen lässt wie eine Paula, und sich uU sogar so anhört wie eine Paula oder strat.oder oder.....Gerade dann, wenn man die Gitte sowie das Gain des amps bis Anschlag aufdreht ;) :D
Aber natürlich auch wenn man Clean spielt. So wie ich es eigentlich bevorzuge.

Also ein Anfänger zB., aber auch alle anderen, müssen sich heute nun wirklich nicht mehr in großen Unkosten stürzen. Es geht auch anders.
Was ja nicht heißen soll, dass man es dann auch anders machen MUSS.
Und es gibt natürlich auch ganz tolle teure Gitarren.

Fällt mir gerade so ein: OT? Sorry!
Bin vor kurzen mal, bei ebay, auf jemanden aufmerksam geworden, der Gitarren aufarbeitet. Soll heißen, Komplett neu überarbeitet und dann verkauft. Auch noch zu einem bezahlbaren Preis. Ich glaube von irgentwelchen Ausstellungen oder so........
In Erinnerung habe ich ein Tele Modell, Korpus und hals nicht geschraubt und nicht geleimt. EDIT.: Der Hals war in einem Stück durchgehend.

Das hätte ich mir gerne näher angesehen. Der Preis war auch ok, nicht zu teuer. Er hatte aber noch andere Interessante Gitarren.
Eben nicht die üblich diskutierten Kandidaten wie F und G usw......

EDIT:
Ich denke die war es: http://www.ebay.de/itm/SEHR-EDLE-TELE-P ... 35d3d82d0a

Weckt doch interesse. Oder? Und es ist keine squier oder Epi.

Ach mensch, hätt ich's doch für mich behalten ;) :)
Ich hatte von denen noch nichts in der hand, aber es liest sich schon recht interessant.
Wenn man es aber nicht näher betrachtet, hm dann weiß man es halt auch nicht, und deshalb...
wetten, die meisten Anfänger kaufen doch lieber von squier oder epi.

EDIT: auch ne schicke
http://www.ebay.de/itm/EDLE-SEMIAKUSTIK ... 35d67bebea
Zuletzt geändert von everyBlues am 26.07.2015, 22:39, insgesamt 1-mal geändert.

Benutzeravatar
Stinger
Erklär-Bär
Beiträge: 354
Registriert: 11.08.2012
Wohnort: Zülpich

Re: Kann eine Gitarre 10.000 Dollar wert sein?

von Stinger » 26.07.2015, 22:39

Entschuldige mal, everyBlues, hast du eigentlich schon mal eine Gitarre aus einem Customshop oder dieser Preislage gespielt?
So eine von der Phunky berichtet hat?

Die Frage von Don Lucio war ob es das Wert ist. Die Frage wurde doch längst beantwortet.
Die kann jeder nur für sich selbst beantworten.
Selber Ausprobieren, selber entscheiden.

Ich muss an meinen Gitarren nix ölen oder polieren damit sie mir besser gefallen.
ICH hab sie gekauft, weil sie MIR so gefallen.
Und nur darum geht es.
Und ja, sie waren und sind MIR jeden Cent wert, den ICH für sie bezahlt habe - und das ist gut so.

Alles andere ist heiße Luft.
Mostly Harmless

everyBlues
Guitar Maniac
Beiträge: 1982
Registriert: 03.09.2012

Re: Kann eine Gitarre 10.000 Dollar wert sein?

von everyBlues » 26.07.2015, 22:55

Stinger hat geschrieben:Und ja, sie waren und sind MIR jeden Cent wert, den ICH für sie bezahlt habe - und das ist gut so.


Das ist doch schön für dich, Stinger ()(/(

Edit.:nebenbei, Custom Shop, muss nichts heißen. Es muss nicht zwangsläufig ein Qualitäsmerkmal sein.
Gitarren können schon bei kleinen Veränderungen, im Vergleich zur Serie, in den Custom Shop kommen. ;)
Hört sich aber gut an, und kommt ja offensichtlich auch bei den Verbrauchern gut an. Kostet etwas mehr, muss also gut sein.

Das soll NICHT heißen, dass ALLE Custom Shop modelle schlecht sind, oder ihr Geld nicht wert !

Hier gabs mal was: ftopic16607.html

Und dann, ich kann dir auch meine Gitarren für ganz viel Geld verkaufen. ich verspreche Dir, sind alle gut eingestellt, gute Saitenlage, guter Ton, gute Bespielbarkeit, geöltes Griffbrett, poliert usw usw.......... auf Anfrage jede Veränderung die du möchtest, wenn's dann möglich ist. Keine ist mit den die im handel unter selbiger Bezeichnung zu kaufen sind zu Vergleichen. Meine sind einfach gut..........Und eingespielt, eingeschwungen.
Und wenn Dir dann meine Gitten, das stück 2000 Euro wert sind, na dann sind die das halt wert.
Nee, ist natürlich nicht ganz ernst gemeint. Die bleiben alle bei mir ;) :D

Benutzeravatar
Stinger
Erklär-Bär
Beiträge: 354
Registriert: 11.08.2012
Wohnort: Zülpich

Re: Kann eine Gitarre 10.000 Dollar wert sein?

von Stinger » 27.07.2015, 08:24

()(((( ... liest nicht, schreibt nur.

Geölte Grüße
Mostly Harmless

everyBlues
Guitar Maniac
Beiträge: 1982
Registriert: 03.09.2012

Re: Kann eine Gitarre 10.000 Dollar wert sein?

von everyBlues » 27.07.2015, 09:15

nee..... ich glaube nur nicht alles.

Wäre, die von mir verlinkte tele eine fender, dann wäre sie im Custom Shop. Wäre sie deshalb besser? Nein, wäre sie nicht! Aber wesendlich teurer.
Ich weiß nicht warum sich Menschen die sich gerne teure Gitarren leisten, angepinkelt sind, wenn man sagt es geht auch billiger, und ebenso gut.
Es wird doch von solchen Menschen auch jede Billige/ Preiswerte Kaufentscheidung in Frage gestellt. Und das ganz oft Ohne zuvor selber getestet zu haben.
Anders herrum ist das nicht so. Ich stelle doch teure Kaufentscheidung auch nicht in Frage. Erlaube mir aber, weder neidisch noch beeindruckt zu sein.
Mich haut sowas einfach nicht mehr vom hocker. Und was mich vom Hocker haut, ist dann meist optischer Natur. Also irgenteine bessondere Schnitzerei, oder Farbe oder oder.....Aber spieltechnisch gesehen, müssen auch diese nicht besser sein als andere.

Oftmals und entschuldigt bitte meine Ehrlichkeit, sind es angehende Gitarristen, die noch gar nicht so lange bei der Sache sind. Nicht immer, aber oftmals. Ich kenne nicht wenige, die noch gar nicht so weit fortgeschritten sind, sich aber teure Marken Gitarren leisten können (das sei denen auch vom Herzen gegönnt!!). Nur haben sie nicht unbedingt was Gutes oder Besseres als andere die weniger bezahlen. Nicht zwangsläufig. Und genau solche Gitarristen würden, wiklich "Gute" Gitarren gar nicht erkennen, wenn diese nicht in der gehobenen Preisklasse sind, oder wenn keine teuren Label drauf stehen ;). Und ich spreche damit hier jetzt niemandem persönlich an! Nicht das es falsch verstanden wird.

Ich mache das auch nicht erst seit heute. Bin schon nee Weile bei. Und wenn ich damit Geld verdienen müsste, dann würde ich sicherlich mit Fender, Gibson usw. dealen. Und würde hier ganz andere Dinge erzählen. So wie ich die Meinungen anderer respektiere, so möchte ich auch die Meinige sagen dürfen ohne gleich ins lächerliche gezogen zu werden. Denn da ist schon was wahres dran, ob ihr das nun glaubt oder nicht.

@phunky
Ich hatte das noch gelesen :D

Na egal.......wie schon gesagt wurde, die Frage im Eingangsthread wurde ja schon beantwortet. Und ich denke er hat sich diese auch selber, zuvor schon, beantwortet.

Benutzeravatar
Stinger
Erklär-Bär
Beiträge: 354
Registriert: 11.08.2012
Wohnort: Zülpich

Re: Kann eine Gitarre 10.000 Dollar wert sein?

von Stinger » 27.07.2015, 11:18

everyBlues hat geschrieben:nee..... ich glaube nur nicht alles.

Wäre, die von mir verlinkte tele eine fender, dann wäre sie im Custom Shop. Wäre sie deshalb besser? Nein, wäre sie nicht! Aber wesendlich teurer.


Das sind reine Spekulationen.

Ich weiß nicht warum sich Menschen die sich gerne teure Gitarren leisten, angepinkelt sind, wenn man sagt es geht auch billiger, und ebenso gut.


Das musst du auch nicht wissen, weil es in diesem Thread nicht darum geht wer teuere Gitarren hat sondern ob es sich lohnt...

Es wird doch von solchen Menschen auch jede Billige/ Preiswerte Kaufentscheidung in Frage gestellt. Und das ganz oft Ohne zuvor selber getestet zu haben.


Auch diese Behauptung entbehrt hier völlig jeder Grundlage. Wer bitte hat sich hier so geäußert?

Anders herrum ist das nicht so. Ich stelle doch teure Kaufentscheidung auch nicht in Frage. Erlaube mir aber, weder neidisch noch beeindruckt zu sein.


Da bin ich mir jetzt wirklich nicht mehr sicher.

Mich haut sowas einfach nicht mehr vom hocker. Und was mich vom Hocker haut, ist dann meist optischer Natur. Also irgenteine bessondere Schnitzerei, oder Farbe oder oder.....Aber spieltechnisch gesehen, müssen auch diese nicht besser sein als andere.


Meine Frage, ob du jemals eine "teuere" Gitarre ausprobiert hast, so wie es einige hier bereits getan und beschrieben haben, hast du bisher nicht beantwortet. Damit tendiert deine Aussage ebenfalls in Richtung Spekulation.

Oftmals und entschuldigt bitte meine Ehrlichkeit, sind es angehende Gitarristen, die noch gar nicht so lange bei der Sache sind. Nicht immer, aber oftmals.


Spekulation wird nicht zur Wahrheit, nur weil sie unter dem Hinweis auf Ehrlichkeit ausgegeben wird.

Ich kenne nicht wenige, die noch gar nicht so weit fortgeschritten sind, sich aber teure Marken Gitarren leisten können (das sei denen auch vom Herzen gegönnt!!). Nur haben sie nicht unbedingt was Gutes oder Besseres als andere die weniger bezahlen. Nicht zwangsläufig. Und genau solche Gitarristen würden, wiklich "Gute" Gitarren gar nicht erkennen, wenn diese nicht in der gehobenen Preisklasse sind, oder wenn keine teuren Label drauf stehen ;). Und ich spreche damit hier jetzt niemandem persönlich an! Nicht das es falsch verstanden wird.


Was ist eine "wirklich gute Gitarre"?
Für mich als Anfänger:
Sie fasst sich gut an, lässt sich gut spielen (gerade mit meinen noch bescheidenen Mitteln), sie hat eine gute Saitenlage, einen schönen Klang (meine Ohren sind da extrem HiFi-geschädigt), sie fordert und fördert mich und sie sieht auch gut aus.
So, das ist meine Wunschliste - und glaub mir, ich bin alt genug dies zu erkennen und für mich zu bewerten.

Deine Aussagen lassen bei mir schon ein wenig den Eindruck von Neids entstehen, auch wenn du sicherlich nur Gutes im Schilde führst. Anfänger auf die Gefahren im Instrumenten-Business hinzuweisen ist ja auch ein hehres Ziel.

Eine schöne Zeit noch
Mostly Harmless

everyBlues
Guitar Maniac
Beiträge: 1982
Registriert: 03.09.2012

Re: Kann eine Gitarre 10.000 Dollar wert sein?

von everyBlues » 27.07.2015, 17:09

Stinger hat geschrieben:Eine schöne Zeit noch


Danke, eben so :).

Und nu ist auch gut.

  • Ähnliche Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

Aktuelle Zeit: 21.01.2017, 11:40