Wie heißt dieser Akkord? ( x30032 )




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hally
meint es ernst


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BeitragVerfasst am: 14.07.2012, 16:12    Titel: Wie heißt dieser Akkord? ( x30032 )
Hi Leute,

ich heiße Jan und bin neu hier.

Meine erste Frage: Wie heißt dieser Akkord? x30032 und vielleicht habt ihr noch die Erklärung warum er so heißt.

Der Ton Fis ist doch eigentlich nicht in der C-Dur bzw. C-moll Tonleiter?

Vielen Dank schon mal im Voraus
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Gast








BeitragVerfasst am: 14.07.2012, 16:47    Titel:
Das muss irgend sowas wie C9 flat 5 sein. Ich glaube die
spur C stimmt. Warten wir mal auf die Profis.

viel Spass noch bei uns.
Gruss Hanjo
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Gast








BeitragVerfasst am: 14.07.2012, 19:04    Titel:
Ich bin der Meinung dass das C falsch ist.
Sieht man dadran, dass das D 2mal vorkommt, der Akkord hat irgendwas mit D7 zutun.

nur will das G einfach nicht reinpassen
.
Der C9 flat 5 hat folgende Töne:
C E Ges Bb D, da fehlt immernoch das G das wir vermindert haben (verm. Quinte), ausserdem hat das Bb da nix zu suchen Sad .

Wir haben die Töne:

C D G D F# ODER Ges --> D F# oder Ges G C



D-Dur verschlingt D F# A
D7: D F# A C
D9: D F# A C E (der ist es nicht)



Da muss die Quarte G noch rein...
D7sus4 vielleicht?


Zuletzt bearbeitet von Gast am 14.07.2012, 19:18, insgesamt einmal bearbeitet
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startom
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BeitragVerfasst am: 14.07.2012, 19:15    Titel:
Irgendwie gehts nicht ganz auf.
Eher Sinn machen würde der hier: x30232, das wäre dann ganz einfach ein D7, mit dem C als Basston, was ja nicht verboten ist.

Hier stören sich meiner Meinung nach die beiden Nachbartöne G und F#. Einer der beiden ist fehl am Platz.

_________________

Tom
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Gast








BeitragVerfasst am: 14.07.2012, 19:20    Titel:
Nö, das wäre dann D/C Akkord Razz Laughing Laughing Laughing Laughing

Ich glaube schon, das oben der Akkord stimmt (Tabulatur)
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Gast








BeitragVerfasst am: 14.07.2012, 19:37    Titel:
Also wenn ich ihn spiele finde ich ihn schon bitter. Wenn ich ihn arpeggiere und die D-Saite weglassen, oder auch im Pickingmuster wird das G Fis ja sogar reizvoll. Vielleicht ist ja bei den beiden 0 der Wurm drin.
Gruss Hanjo
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mjchael
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BeitragVerfasst am: 14.07.2012, 21:00    Titel:
x30032
Die Töne sind einzeln:
C D G D F#

Es gibt hier zwei Quinten bzw. Quarten:
C G oder G D
Also würde ich zuerst mal spekulieren, dass es ein C irgendwas oder ein G irgendwas sein könnte. Es könnte auch ein D irgendwas sein, bei der man die Quinte A unter den Tisch fallen gelassen hat.

F#-irgendwas untersuche ich erst gar nicht, weil ich weiß, dass ich für den Akkord viel mehr Kreuze brauchen würde.

Schichte ich mal die Terzen übereinander;
("Terzschichtung" Wichtiges Wort für den Aufbau der Akkorde)

nach folgendem Schema (ohne Vorzeichen zu beachten)
C E G H D F A C E G H D F A

C _ G _ D F# = C add 9 add 11# no3
Cadd9 ohne Terz wäre gar nicht mal so ungewöhnlich.
Da F# die übermäßige Quarte (4#) von C aus ist, kann es kein Sus-Akkord sein. Für einen sus4 bzw. suss11 würde man ein F benötigen. (11# ist die Oktave von 4#)

Cadd9add11#no3
So eine Konstruktion ist eher ungewöhnlich, dass ich lieber nach was anderem suchen würde.


C E G H D F A C E G H D F A
G _ D F# _ C = Gmaj7 add11 (no3)

Oben sagte ich schon, dass die 11 die Oktave der 4 ist.
Beim Akkord fehlt die Terz (3), dafür gibt es aber eine Quarte (4 bzw. 11)
Also würde sich hier Gmaj7sus4 anbieten.
Fehlt nur noch C im Bass
Gj7sus4/C
Sieht eigentlich ganz nett aus als Akkordbezeichnung

C E G H D F A C E G H D F A
D F# _ C _ G = D7add11
Das die Quinte mal rausfallen kann ist gar nicht so ungewöhnlich. Die 9 fällt schon seltener raus. Aber die Dur-Terz (F#) und die 11(G) beißen sich halt.

Cadd9add11#no3
D7add11/C
Gj7sus4/C
Von allen Varianten gefällt mir die Variante Gj7sus4/C am besten, weil man da die wenigsten Kompromisse eingeht.

Ich gehe aber ebenfalls davon aus, dass hier vermutlich ein Ton zu viel mit angegeben ist. Möglicherweise eine 0 zuviel, oder man hat da einfach einen Basslauf oder so was mit eingebaut, so dass einer der Töne hier nur ein Durchgangston ist, der weniger zum Akkord als zur Melodie gehört.

Gruß Mjchael

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hally
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BeitragVerfasst am: 15.07.2012, 10:09    Titel:
Hi Leute,

zu erst einmal vielen Dank für Eure Mühe.

Der Akkord müsste aber korrekt sein, ist aus stairway to heaven.

Ich hab in einem Songbook von Alan Holdsworth was gefunden.

Da heißt er: Csus2addb5

Also nochmals vielen Dank, aber mit der Theorie ist mir das noch ein bisschen zu hoch.
Vielleicht begreif ich das irgendwann mal. Confused
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hnz
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BeitragVerfasst am: 15.07.2012, 11:02    Titel:
Kleiner Tipp: Speziell bei komplizierten Akkorden ist der Kontext bzw. Die umgebenden Akkorde sehr wichtig. Denn dann kann man über seine Funktion seinen Namen bestimmen.

Hnz
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mjchael
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BeitragVerfasst am: 15.07.2012, 22:53    Titel:
Csus2addb5 ?
Ziemlich ungewöhnlich
Csus2 lässt sich leicht erklären, und hätte ich auch drauf kommen können.
Aber b5 (verminderte Quinte) und 5 (reine Quinte) gleichzeitig habe ich so noch nicht gesehen. Im Notenbild müsste das G 2x vorkommen. Einmal mit "b" als Vorzeichen, und dann nochmal ohne Vorzeichen. Wie man das darstellt ist mir ein Rätsel.

Besser wäre Csus2add#4. Das könnte man leicht als Notenbild darstellen.

Wie dem auch sei, ich würde erst mal mit den einfachen Sachen in der Harmonielehre anfangen, und mich erst später darum kümmern, wie die exotischen Griffe zu ihrem Namen kommen. Very Happy

Gruß Mjchael

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hally
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BeitragVerfasst am: 16.07.2012, 08:25    Titel:
Hallo Mjchael,

vielen Dank nochmal für deine Antworten.

Der Akkord scheint ziemlich tricky zu sein.

In dem stairway to heaven Lehrvideo von J. Sandercoe hab ich festgestellt, dass er die Bezeichnung für diesen Akkord auch nicht weiß.

Ich hab noch weitere Recherchen gemacht und hab insgesamt glaub ich 20 verschiedene Bezeichnungen gesehen.

Musiktheorie stelle ich glaub ich erstmal hinten an Confused Confused Confused

Gruß

Jan
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mjchael
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BeitragVerfasst am: 16.07.2012, 09:42    Titel:
Nein, mache das nicht!
Fange so bald wie möglich mit der Musiktheorie an. Es ist doch unlogisch, die Theorie so weit wie möglich nach hinten zu schieben; in der Hoffnung, dass es dann einfacher sein sollte.

Fange aber ganz einfach an, und schaue dir hier und da ein paar Lektionen an, gerade nur dass, was du für deine nächsten Projekte so brauchst, und baue dir deine Kenntnisse Stück um Stück auf. Die ganze Theorie kommt einem immer so geballt vor, und man wird mit all den Fachwörtern erschlagen, weil man noch nie überhaupt mal angefangen hat, die ganz einfachen Grundlagen zu lernen, die man für ein Lied mit 3 einfachen Schrumm Schrumm-Akkorden braucht. Wenn man erst bei Liedern mit 10 und mehr Akkorden mit anfängt, kommt natürlich alles beballt auf einmal. Und dann ist es echt viel. Hier und da besorgt man sich mal ein einfaches Buch über Harmonielehre (so um die 10 Euro), oder schau dir hier im Forum einige Tutorials an.

Schaffe dir ein paar Wissensanker, an denen du alles weitere Wissen aufhängst, wie Wäsche an der Wäscheleine.

Fang am besten mal mit dem Quintenzirkel an. Denn den hat man an einem Wochenende gelernt, und man kann viel damit anfangen.
http://de.wikibooks.org/wiki/Musiklehre:_Der_Quintenzirkel

Gruß Mjchael

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Zuletzt bearbeitet von mjchael am 18.09.2012, 17:04, insgesamt einmal bearbeitet
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michum
Erklär-Bär


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BeitragVerfasst am: 16.07.2012, 11:16    Titel:
hally hat Folgendes geschrieben:
...
Der Akkord scheint ziemlich tricky zu sein.

In dem stairway to heaven Lehrvideo von J. Sandercoe hab ich festgestellt, dass er die Bezeichnung für diesen Akkord auch nicht weiß.

Ich hab noch weitere Recherchen gemacht und hab insgesamt glaub ich 20 verschiedene Bezeichnungen gesehen.

Musiktheorie stelle ich glaub ich erstmal hinten an Confused Confused Confused

hey Jan,

was hnz schrieb ist eigentlich der wichtige Punkt. Nicht nur bei ungewöhnlichen Akkorden, sondern immer. Ein Akkord kommt (so gut wie) nie allein vor, sondern steht immer im Zusammenhang.

Hör dir den Song an. Die Stelle ist der lange Break vor dem Gitarrensolo, das dann in den Schlussteil mündet.
Es wird erst eine Umspielung von D gemacht (in den Noten heißt das womöglich Dadd9 D Dsus4) und dann ein C ebenso lang gespielt, auf dem auch ein wenig rumgespielt wird. Hier hört man (!), dass der C Akkord rauf zum D geschoben und wieder zum C runtergelassen wird, dabei durchgängig mit C im Bass.

- Das erklärt die Stelle doch zur Genüge.

- Sinnvoll wäre, in den Bezeichnungen was zu wählen, was den musikalischen Sachverhalt am ehesten widerspiegelt. In diesem Fall würd ich D/C schreiben. Weil es so klingt, und darum gehts.

- Dass nicht das komplette D hochgeschoben wird sondern sozusagen nur ein "halbes" (die Töne D und F# sind da, der Ton A fehlt), und dass sich unten der Basston D nochmal mit reinmogelt, ändert nichts am Klang. Ich hör die Stelle nicht großartig anders, wenn ich statt
x30032
das eindeutigere
x3x232
spiele. Die Stelle im Zusammenhang! Nicht die einzelnen Akkorde, die klingen natürlich unterschiedlich. Aber einzelne Akkorde interessieren keinen. (Denn wie gesagt: es gibt keine Akkorde ohne Zusammenhang.)

- 20 und mehr verschiedene Bezeichnungen: tja sorry, aber das kommt davon wenn man Leute fragt, die keine Ahnung haben. Das hast du dir nicht aus professionellen Büchern angelesen oder fähige Musiklehrer gefragt, sondern das hast du im Internet so gefunden. Na da musst du dich einfach mal über gar nichts wundern.
Oh und in Songbooks steht auch zum Teil der größte Müll. Traurig, aber ist so.

- Dass es manchmal mehrere Bezeichnungen gibt, die alle aufs Gleiche hinauslaufen (!) liegt in der Natur der Sache und wundert niemand, der sich mit Harmonielehre auskennt. Solang du dich nicht auskennst ist es unübersichtlich. Es ist allerdings nicht Schuld der Harmonielehre, wenn du hinten anfängst und erst die schwierigen Sachen verstehen willst, bevor du überhaupt die Einfachen verstanden hast Wink

_________________
.....
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uwwinter
kam, sah und postete


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BeitragVerfasst am: 17.09.2012, 15:37    Titel:
Hallo Leute,

in diesem (wie ich finde) schönen Lied kommt der Akkord im Intro vor. (Csus2addb5)

Es lohnt sich da mal reinzuhören, da da auch schöne Abwandlungen der Akkorde vorkommen.

http://tabs.ultimate-guitar.com/j/jo_dee_messina/burn_crd.htm

http://www.youtube.com/watch?v=2yxyWOec9EU

Gruß

Uwe
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DocJason
neu hier


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BeitragVerfasst am: 04.11.2012, 12:28    Titel: Die Auflösung des Akkords kann helfen
Ob dieser recht komplexe Akkord auf C, D oder G aufbaut, kann sinnvoll danach entschieden werden, wohin er sich auflöst.
Im Beispiel, das uwwinter aufführt, löst er sich zum C auf, er erhält so den Charakter eines Vorhalt-Akkords, also halte ich in diesem Fall die Bezeichnung Csus2addb5 für absolut zutreffend.
In anderen Zusammenhängen kann der Akkord aber auch nach G aufgelöst werden, dann hat er den Charakter einer Dominante, sollte also auf D aufgebaut D7add11/C heißen.
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mjchael
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BeitragVerfasst am: 07.11.2012, 01:32    Titel:
Dem Uwe hat man vor zwei Monaten nicht geantwortet, weil der gar keine Frage gestellt hat. Very Happy

Wem du (Doc Jason) hier antwortest, erschließt sich mir auch nicht so ganz Wink

Was du aber Antwortest, hat zumindest Hand und Fuß! daumen oben

Gruß Mjchael

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