Gitarrenunterricht / Gitarrenlehrer Erfahrungen?

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capo53
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Gitarrenunterricht / Gitarrenlehrer Erfahrungen?

von capo53 » 13.02.2012, 21:05

Hallo zusammen,

ich habe mal eine Frage ....

In welcher Rubrik kann (und darf) ich hier im Forum über Erfahrungen mit Gitarrenlehrern schreiben?

Es gibt ja leider keine Rubrik "Gitarrenunterricht".

Ich bin nämlich auf der Suche nach einem Lehrer und hatte heute eine "Probestunde" ...

Ich würde mich über eine qualifizierte Antwort freuen :)

capo53

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gaukay
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von gaukay » 13.02.2012, 21:08

Ich denke du bist hier im "Allgemeinen" schon ganz richtig... :D
FSK 18 ----> Klick !!!

sunset
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von sunset » 13.02.2012, 21:42

Oki, capo53, schieß los, interessiert mich sehr, da ich selbst Gitarre unterrichte.
lg
sunset

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capo53
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von capo53 » 14.02.2012, 11:03

OK - dann will ich mal von meiner ersten "Probestunde" berichten.

Ich bin ja schon eine ganze Weile dabei, mir die Gitarre autodidaktisch beizubringen, würde aber jetzt nach einem halben Jahr doch ganz gerne Unterricht haben, um möglichst effektiv weiter zu kommen.

Was liegt heute näher, als einfach mal zu googeln: "Gitarrenlehrer Berlin" und jede Menge Ergebnisse, zwei sogar ganz in meiner Nähe (Berlin ist ja ein wenig größer). Den ersten gleich mal angerufen und zu meiner Freude recht kurzfristig eine Probestunde vereinbart. Der Typ war am Telefon sehr nett und sympathisch, ich war recht positiv überrascht.

Dann gestern Gitarre eingepackt und zur Probestunde hin. Pünktlich angekommen, Parkplatz vor der Tür, alles OK. Sehr gemütliche Wohnung mit einem großen Raum als Übungsraum.

Erstmal ein bisschen erzählt, was ich so bisher gespielt habe, dann Gitarre ausgepackt und gestimmt, er sich ebenfalls seine Gitarre geschnappt und zu meinen Akkorden gleich ein wenig mitgespielt - ganz neues Gefühl für mich, aber gut.

Dann hat er mir noch ein paar kleine Sachen gezeigt und kam dann bald auf die Durchführung des Unterrichts - und dann war dann bald Schluss bei mir:

Unterricht ist 1x pro Woche jeweils 45 min (15 Min vorher da sein, Gitarre stimmen)
Er wird aus diversen Gitarrenschulen und zusätzlichem Material was passendes für mich zusammenstellen ...
Kosten: 129 Euro pro Monat (jeden Monat, also 1.548 € / Jahr)
In den Ferien und an Feiertagen kein Unterricht, aber trotzdem monatlich immer den festen Betrag zahlen.
Eine andere Form von Unterricht findet bei ihm nicht statt (keine Diskussion möglich).
Ach ja und die ersten 12 Wochen sind "Probezeit", kündigen kann man spätestens bis zur 10. Stunde, danach läuft der Vertrag mindestens ein Jahr und verlängert sich jeweils um ein Jahr.

Ich habe dann mal nachgerechnet:

129 € / Monat = 1.548 € / Jahr
52 Wochen minus 12x Ferien und Feiertage = 40 x Unterricht pro Jahr.
Das macht auf die volle Stunde gerechnet einen Stundenlohn von 51,60 € (den hätte ich auch gerne).

Ich kann ja verstehen, dass man als selbstständiger Gitarrenlehrer eine gewisse Planungssicherheit bezüglich seiner Einkünfte braucht, aber so etwas geht heute meiner Meinung nach überhaupt nicht mehr! Das gesamte Risiko beim Kunden - unter einem Vertrauensverhältnis stelle ich mir was anderes vor.

Damit war dieser staatlich geprüfte Musiklehrer für mich erst mal erledigt. Das ist mir einfach für das, was geboten wird zu teuer und diese Art der Bezahlung gibt es schon seit 50 Jahren in (fast) allen Musikschulen dieser Republik (da kann man dann so schön im Internet schreiben "Unterrichtsstunde 30 Euro" - in Wirklichkeit ist der effektive Stundenpreis aber fast doppelt so hoch!). Meiner Meinung nach ist das nicht mehr zeitgemäß und es gibt heute ganz sicher auch andere, flexiblere, kundenorientiertere Gitarrenlehrer (hoffe ich wenigstens).

Ich glaube nicht, dass ich jede Woche eine Unterrichtseinheit brauche (ich übe jeden Tag 30-60 min), sicher reichen da 1x oder 2x pro Monat, um das Gelernte zu kontrollieren, Fehler zu korrigieren und neue Aufgaben festzulegen.

Auch der Preis an sich ist nicht unbedingt das, was mich stört, sondern dieser absolute Mangel an Flexibilität.

Jetzt bin ich von meinem ersten Versuch, einen Gitarrenlehrer zu finden ziemlich enttäuscht und lerne erst mal alleine weiter :(

capo53

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AlBundy
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von AlBundy » 14.02.2012, 11:14

Bei mir waren in etwas die gleichen Rahmenbedingungen, ich hatte allerdings nur 30 Min. Unterricht und zahlte dafür auch "nur" 67 € mtl. Das Dumme war, dass bei uns im Ort teils die Grundschule wo meine Töchter hingehen noch Schulunterricht hatte. In dem Ort wo Unterricht war, waren aber durch bewegliche Tage 1-2x im Jahr Ferien, so dass der Gitarrenunterricht dann ausfiel.

Ich kam auch am Anfang nur schwer mit meinem Lehrer aus, was auch fachliche Gründe hatte. Es hat dann aber immer besser geklappt mit der Zusammenarbeit und am Schluss sind wir fast noch Freunde geworden, wohl eher gute Kumpels und ich möchte die Zeit nicht missen. Das Geld war mit damals, weil ich keine anderen Hobby hatte ziemlich egal... :lol:

Schau was für Dich am Besten ist, Du kannst ja auch noch andere Probetermine ausmachen und mal so rumschauen, ich finde es auf alle Fälle teuer. Eine Geschäftskollegin von mir hatte sogar das Glück einen Lehrer zu finden, der jede Woche ob Ferien oder nicht unterrichtet hat.... :lol:
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Perry
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von Perry » 14.02.2012, 11:18

Auf der Suche nach einem Gitarrenlehrer kann man durchaus recht kuriose Eindrücke gewinnen.
Mein bisheriger Höhepunkt war die Nachfrage an einer Musikschule. Die spinnen komplett. Die bieten da zwar Einzelunterricht an, aber die Unterrichtsstunde hat dort exakt 24,5 Min. ! Und das ganze sogar 4 mal im Monat für schlappe 90,00 Euro.

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von uc_uc » 14.02.2012, 11:20

Ich kann mir nicht vorstellen, dass es in Berlin nicht auch andere, für dich besser passende Formen des Unterrichts gibt. Ich kenne die Preise in Berlin auch nicht, aber ich halte den von dir genannten doch schon für recht hoch.

Ich habe bei meinem Lehrer eine 10er Karte und kann selbst festlegen wie oft ich komme, zahle für 45 Minuten 26 Euro. Ist halt in der Rhein-Main Ecke, die ist aber ja so allgemein auch nicht grade billig.

Kennst du die Videos von Paul Noak (Upstroke) auf youtube? Ich finde die Videos klasse und der Typ unterrichtet in Berlin. Ich meine mal etwas von 20 Euro pro Stunde bei ihm gelesen zu haben. Vielleicht ein Versuch wert?

Gast

von Gast » 14.02.2012, 12:52

Nun ja. Wahrscheinlich bekommt man es für weniger Geld. Aber ein Lehrer für klassische Gitarre, der meist im Studium sein Wissen erworben hat darf schon mehr als 30 Euro für 60 Min nehmen, ohne rot zu werden, und nach der üblichen Monatsgebühr wo man auch während der Schulferien durchbezahlt sind 120 Euro im Monat für 45 MIN/Woche auch nicht horrend.
In der Großstadt kann man auf diese Beträge noch einen Zuschlag kalkulieren.

Bei der Westerngitarre ist halt mehr Konkurrenz durch die halbprofessionellen Feierabend-Lehrer da. Die müssen nicht unbedingt schlecht sein. Aber da ist ein günstiger Unterricht sicherlich leichter zu finden.

Also egal wie. Eigentlich ist Gitarrenunterricht günstig. Ich erwarte schon das ein Gitarrenleherer mehr kann als ein Anstreicher, ein Kfz-Mechatroniker oder ein Elektriker.
Aber bei allen Handwerker wird es teurer.

Ich zahle gerne mehr Geld, wenn der Lehrer mir was vermitteln kann.
Beste Grüße Hanjo

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capo53
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von capo53 » 14.02.2012, 13:00

Hanjo, da bin ich ja völlig bei dir. 30 Euro pro Stunde finde ich auch völlig OK, was mich eigentlich stört, ist diese Augenwischerei die nur dazu dient, zu verschleiern, dass die Stunde eigentlich über 50 Euro kostet und diese völlige Unflexibilität. Es gibt da nur Unterricht nach Schema "F" und fertig und passt.

Für einen 12-jährigen Jugendlichen ist es sicherlich gut, wenn er (oder sie) jede Woche zum Unterricht kommt, weil man in dem Alter sehr häufig viele andere Dinge hat, die einen davon abhalten, jeden Tag zu üben. So hat man wenigstens einen festen Übungstermin pro Woche.

Aber ich brauche das nicht, weil ich ausreichend Selbstdisziplin habe, regelmäßig und ausreichend viel zu üben.

capo53

SirArchibald
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Gitarrenunterricht

von SirArchibald » 14.02.2012, 13:29

Hallo zusammen,

vielleicht hier mal aus meinen Erfahrungen. Ich hatte ein Jahr lang Unterricht bei meiner ortsansässigen Musikschule. Der Lehrer war deutlich jünger als ich, was ja auch nicht schwer ist, und er war gut motiviert. Die Methodik war gut für mich. Wir haben nach den Grundlagen in erster Linie anhand der von mir gewünschten Lieder die verschiedenen Techniken des Spielens plus was sonst so an Grund- und Erweiterungswissen nötig ist erlernt. Und das ganze für "nur" 48.-Euronen im Monat, bei einer Unterrichtzeit von 30min. Leider was es dort auch so, daß die Ferien mitbezahlt werden müssen.
Aber ich hatte auch in den Ferien per email Kontakt zu meinem Lehrer zur Beantwortung von Fragen. Das klappt prima und ich habe, obwohl ich schon seit 11/2011 nicht mehr in die Musikschule gehe (auch er ist nicht mehr dort), immer mal wieder Kontakt per mail mit ihm.
Das finde ich gut, manchmal braucht man halt doch mal 'ne professionelle Meinung. Alles aus den Büchern lernen ist dann doch nicht immer so einfach. Und zur Not habe ich noch einen weiteren Musikschullehrer, der auch bei mir im Ort wohnt. Zu dem kann ich dann auch stundenweise gehen.
Gruß Frank

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Nightmare
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von Nightmare » 14.02.2012, 13:55

Das ist ja völlig überteuert.
Ich würde es an deiner Stelle weiter autodidaktisch versuchen.
Ich kann mich gut in dich hineinversetzen. Nach einem halben Jahr ist eine schwierige Zeit. Es klingt noch nicht so toll, aber man hat schon viel geübt, man hat das Gefühl, dass man es falsch macht, weil nichts dabei rumkommt, dass man nicht vorwärts kommt und da wünscht man sich natürlich eine Anleitung, die einem das Gefühl gibt, dass man zumindest auf dem richtigen Weg ist.

Aber das gibt sich dann, wenn du vielleicht 1 1/2 Jahre gespielt hast. Die Hauptaufgabe beim Gitarre lernen ist mit oder ohne Lehrer üben und bei einer dreiviertel Stunde Unterricht die Woche wird dein Fortschritt fast komplett aus der Zeit resultieren, die du alleine übst (angenommen du übst jeden Tag mindestens eine Stunde).

Der Unterricht gibt dir ein bisschen mentalen Beistand und das Gefühl dass du einem erpropten Plan folgst, hilft dir deine Fehler ein bisschen schneller zu korrigieren (oder auch langsamer, weil du immer eine Woche warten musst ;) ) aber wird nie dazu führen können, dass du wirklich schnellere Fortschritte machst, als jemand der sich das Material selbst zusammensucht (Anschauungsbeispiele zu Technik gibt es bei youtube ja genug und tabs findet man auch im Internet, zu Musiktheorie gibt es viele gute Seiten...) und das ordentlich und diszipliert macht.
Wenn du grundsätzlich dazu in der Lage bist, dich täglich zu motivieren um selbstständig zu üben, keine Angst hast, dir Fehler einzugestehen um sie zu finden und abzustellen und es wirklich auf ein bestimmtes Niveau schaffen willst, dann schaffst du das mit wie ohne Lehrer gleichermaßen. Dann kannst du dir das Geld wirklich sparen.

Wenn du denkst du bist jemand, der sich nur sehr schlecht motivieren kann und ständig Anleitung braucht um was zu lernen, dann brauchst du auch einen Lehrer.

Gast

von Gast » 14.02.2012, 14:02

Hallo Capo,

die meisten Lehrer wollen nicht nur Schüler für 2 oder 3 mal. Da ist ein Jahresvertrag mit festen Unterrichtszeiten für die natürlich einfacher.

Ich hatte bis voriges Jahr einen Lehrer für den ich allerding in der Woche zu Mittagszeit
(nicht dann wenn alle wollen) 40 Euro für 90 Min. bezahlt haben. Da war ich über 2 Jahre jeweils im 2 wöchenlichen Unterricht. Und die andere Woche dann meine Frau. Er hatte also jede Woche 90 Min Unterricht an uns gegeben und war dann auch zu einem Abschlag bereit. Meine Frau ist immer noch dort.

Weswegen ich 90 Min alle 14 Tage besser finde? Man hat doch sowas wie Lampenfieber, die Finger sind kalt und ehe man sich versehen hat sind 30 Minuten vorüber. Bei 90 Min kann man alles gründlich durchsprechen und hat dann 2 Wochen zum üben.

Aber ich bin schon richtig gespannt was Sunset sagt, die ich sehr schätze aufgrund Ihrer Beiträge :D .
Beste Grüße Hanjo

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von sunset » 14.02.2012, 14:43

Hallo Zusammen,
möchte mal schildern, wie es bei mir so abläuft:
Grundsätzlich verlange ich 30,- Euro pro Unterrichtseinheit, das sind dann meist so 60 bis 80 Minuten, je nachdem, wie wir drauf sind und ob noch etwas weitergehen kann in der Stunde.

Wenn jemand 10 Stunden im Voraus bezahlen will, kostet dieser 10-er-Block 280,- Euro, also 28,- die Stunde (Einheit).

Und: Es werden wirklich nur die Stunden bezahlt, die konsumiert werden, außer der Schüler kommt unentschuldigt nicht in die vereinbarte Stunde, dann verlange ich den halben Tarif als Aufwandsentschädigung für mich (ich war ja da).
Wann und wie oft der Schüler kommt, entscheidet er selbst, bei Kindern ist wöchentlicher Unterricht vorteilhafter, bei den Erwachsenen mache ich den Termin für die nächste Stunde immer am Ende der Stunde aus, meist kommen sie 2-wöchig.

Was die Gestaltung des Unterrichts betrifft, haben die Vorstellungen meiner Schüler erste Priorität, d.h. ich transkribiere dann in meiner Freizeit auch schon mal gratis ein Lied, das ich bis dahin noch nicht im Unterrichtsprogramm hatte, z. B.

Mein wichtigster Grundsatz beim Unterrichten ist: Humor!
Wenn in einer Unterrichtsstunde nicht zumindest einmal herzlich gelacht wird, über eigene Schwächen (meine und die des Schülers) oder kurze Geschichten, die wir einstreuen, betrachte ich die Stunde nur als halb so gelungen.

Also, wer will nach Graz kommen und bei mir Stunden nehmen? ;-)

lg
sunset

@capo53: Das Angebot dieses Lehrers finde ich ziemlich unverschämt!

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von uc_uc » 14.02.2012, 14:49

Naja Nightmare, auch wenn man sich eingestehen kann Fehler zu machen heisst dies nicht, dass man die Fehler auch wirklich erkennt. Auch beim Gitarrespielen kann man Fehler machen die man zunächst nicht bemerkt, die dann aber wenn man weiter Fortschritte macht oder das Tempo steigert erst auffallen. Dann kann es um so schwerer werden sich diese Fehler wieder abzugewöhnen.

Ich persönlich habe nach einigen Monaten Selbststudium sehr davon profitiert Unterricht zu nehmen. Ich will damit nicht sagen, dass es nur mit Unterricht geht. Aber diese Diskussion ist eh etwas Off-Topic.

Capo sollte nur nicht aus einem Angebot und einer Erfahrung heraus den Wunsch Unterricht zu nehmen generell in Frage zu stellen. Es gibt ganz sicher auch andere für ihn geeignete Lehrer bzw. Unetrrichtsformen. Die klassiche Musikschule wäre auch nichts für mich.

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musicdevil
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von musicdevil » 14.02.2012, 15:17

Das Thema hatten wir ja schon doch recht häufig.
Frage lautete dann "Was bezahlt ihr für Unterricht" oder in abgewandelter Form ;)

Mein Standpunkt dazu ist völlig klar.
Während sich andere für 5 Euro die Stunde kaputtschuften, nehmen andere mal eben 30 Euro und mehr für ne doch recht wenig anstrengende "Arbeit" und nennen sich Gitarrenlehrer.
Das dürfen und können die auch, denn "Angebot und Nachfrage".
Bei 10-20 Euro die Stunde finde ich es noch angemessen, aber alles was
darüber geht würde ich persönlich ganz sicher nicht bezahlen.
Für bedeutend weniger Geld bekomme ich sehr gute Bücher, Lern-Dvd`s und anderes Material, wo ich mir das Gitarrespielen auch selbst beibringen kann.
Womöglich dauert es dann länger, Selbststudium kann paar Nachteile haben, aber diese sind mir sowas von Bockwurst :D
Keine Ahnung warum ihr alle "Meistergitarristen" werden wollt und unbedingt Unterricht benötigt...
Mir reicht Selbststudium völlig aus und erst wenn ich da wirklich an meine Grenzen stoßen würde, würde ich mal paar Stunden so nebenbei bei jemanden nehmen.
Wer mich kennt weiss, dass das bei mir auch nicht aus Kostengründen so ist, sondern aus Prinzip. Ich stecke denen nicht meine Kohle in den Rachen wenn ich es nicht für unbedingt nötig halte und schon garnicht bei völlig überteuerten Preisen.
Soll aber jeder machen wie er mag ;)

XZ
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von XZ » 14.02.2012, 16:18

capo53 hat geschrieben:
Auch der Preis an sich ist nicht unbedingt das, was mich stört, sondern dieser absolute Mangel an Flexibilität.

Jetzt bin ich von meinem ersten Versuch, einen Gitarrenlehrer zu finden ziemlich enttäuscht und lerne erst mal alleine weiter :(

capo53



Ging mir sehr ähnlich, auch Berlin, ich spiele schon ewig Gitarre und kann trotzdem nicht viel, aber diese Unterrichtspreise und die Rahmenbedingungen haben mich zu sehr an ein bindendes Abonnement erinnert, aus dem ich nach Unterschrift wahrscheinlich nur schwer wieder rauskomme. Ich lerne auch autoditaktisch weiter und werde ....je nach Lust und Laune vielleicht mal einen günstigen Lehrer für gelegentliche Stunden suchen...oder auch nicht ?
30 € zahle ich nicht pro Std. oder 45 Min., das geht auch anders und ich bekomme für meine Arbeit auch meist weniger als 30 €/Std. :) deswegen.

Gruss XZ

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von Roddy » 14.02.2012, 16:40

Ich würde sagen, das Angebot ist nicht gerade billig, aber ist wohl noch im Rahmen.
Auch das die Ferien durchbezahlt werden ist normal. Wer soll denen sonst die Urlaubszeit zahlen,
denn die steht einem Angestellten ja auch zu.

Was mich am meisten stört, ist die Kündigungsfrist von einem Jahr, das würde ich auf keinen Fall machen. Also Hand ab und weiter suchen!

Ich bin auf einer Musikschule und zahle 69 Euro im Monat für 4x30 Minuten.
Krankheitstage seitens des Lehrers bekomme ich ersetzt oder einen Ersatztermin.

Sommerferien und Winterferien werden durchbezahlt. In den andern Ferien ist Untericht.

Kündigungsfrist 1 Monat.

Ein weiterer Vorteil, wir könnten sogar einen Proberaum für 10 Euro pro Monat je Person bekommen.
Wäre allerdings nur halb so groß wie unser jetziger.
So einfach ist Metal

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von XZ » 14.02.2012, 17:28

Also dass ich ggf. die ganzen Ferien mitbezahle, obwohl gar keine Unterrichtsstunden stattfinden, finde ich ja ziemlich daneben bis reichlich abenteuerlich.
Ich bekomme schliesslich auch nur Geld für das, was ich tatsächlich mache und erwarte das auch von anderen.
Wahrscheinlich war ich deswegen schon lange nicht mehr im Urlaub :) :)

Gruss XZ

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von AlBundy » 15.02.2012, 08:32

:lol: ja, aber wer zahlt Dein Gehalt, wenn Du Urlaub hast?
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von howdy71 » 15.02.2012, 09:03

Du kannst mit deinem Gitarrenlehrer natürlich auch vereinbaren, dass Du während der Ferien nichts bezahlst, wahrscheinlich steigt dann aber dein Stundenpreis!
They say that lifes a carousel, Spinning fast, you've got to ride it well, The world is full of kings and queens, Who blind your eyes and steal your dreams, Its heaven and hell, oh well/Black Sabbath

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von capo53 » 15.02.2012, 09:23

Diese Methode, den tatsächlichen Stundenpreis zu "tarnen", indem ich mir als Gitarrenlehrer die Ferien mit bezahlen lasse, da aber keinen Unterricht machen brauche ist ja offensichtlich fast überall bei Musikschulen und selbstständigen Gitarrenlehrern gängige Praxis.

Die Diskussion "...wer zahlt den dein Gehalt, wenn du im Urlaub bist" finde ich da nicht ganz passend. Gehalt bekomme ich als Angestellter, als Selbstständiger bekomme ich kein Gehalt, sondern muss mir als Unternehmer etwas einfallen lassen, wie ich es hin bekomme, so viel Gewinn zu machen, dass ich es mir leisten kann, ein paar Wochen pro Jahr nicht zu arbeiten (um z.B. in Urlaub zu fahren) - das ist in meinen Augen ein Teil des unternehmerischen Risikos. Als Angestellter habe ich das nicht, dafür verdiene ich (meistens) auch deutlich weniger.

Das Problem ist hier aber meiner Meinung nach, dass durch diese Vorgehensweise das Risiko mindestens zu einem Teil auf den Kunden verlagert wird - und das finde ich heute nicht mehr zeitgemäß!

Das ist eigentlich alles.

Zum Glück gibt es aber inzwischen ganz offensichtlich einige Gitarrenlehrer, die das erkannt haben und flexiblere Unterrichtsformen anbieten und sich damit einen verdienten Wettbewerbsvorteil gegenüber den "ewig gestrigen" verschaffen.

Ich werde jedenfalls weitersuchen und hier über meine dabei gesammelten Erfahrungen berichten.

capo53

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Hajo
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von Hajo » 15.02.2012, 09:52

Hallo capo53,

mein Tipp: Suche dir einen jungen Studenten / Musiker, der dir höchstwarscheinlich einen viel besseren Preis machen wird. Ich gehe 1x pro Woche 45min zu meinem Lehrer und zahle deutlich weniger. Ich zahle auch nur für tatsächlich gehaltene Stunden und lerne bei Ihm auch was.

Grüße
Hajo

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von AlBundy » 15.02.2012, 10:57

Das ist halt so wie mit vielen anderen Dingen die stillschweigend von der Bevölkerung akzeptiert werden.

Z. B. Provision für eine Wohnung, die ja auch der Mieter bezahlt, obwohl der Vermieter die Wohnung vermietet.... Im Gegenteil mit der Provision für die Wohnung bezahlst Du im Prinzip noch die Sicherheit für Deinen Vermieter, dass er denkt er könnte in Zukunft mit regelmässigen Mieteinnahmen rechnen.... ob dem dann so ist ist wieder eine andere Frage :lol:

Also mein Tip, solange wie nicht alle Musikschüler auf die Barrikaden gehen und sagen, wir zahlen Euch die Ferien nicht mehr mit, solange wird sich nichts ändern. Ich könnte mir bei einem Gerichtsurteil in der Hinsicht sogar vorstellen, dass entschieden wird, dass der Lehrer Anspruch auf a)Ferien und b) Vergütung hat; schliesslich kriegen viele andere Lehrer in unterschiedlichsten Bereichen ja auch ungekürzte Vergütungen während der Ferienzeit.

In den normalen Ferien, die nur so 1- 2 Wochen dauern, würde es finanziell vielleicht eng werden für den Lehrer, wenn er nichts bekäme, aber stell Dir vor in den 6 Wochen Sommerferien, da ist er ja hinterher eine arme Wurst und er hat vielleicht auch Familie und Kinder die in die Ferien fahren wollen. Er ist zwar selbständig, sichert sich halt über den Vertrag ab. Manche/Viele sind ja auch hauptberuflich als Musiklehrer tätig.

Dein Lehrer ist aber nach der Meinung der meisten hier zu teuer, also kannst Du Dir ja einen suchen, der nur die Hälfte verlangt. Vielleicht ist er aber auch so gut, dass er seinen Preis wert ist, wobei mir das persönlich dennoch zu teuer wäre.
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Gitarrenunterricht

von uwwinter » 15.02.2012, 12:06

Hi Leute,

ich glaub, ich muss nach Berlin ziehen.

Ich gebe auch Unterricht, (E-und Akustik) komme ins Haus und nehme

18 Euro für 45 Minuten. Es gibt keinen Vertrag und man zahlt nur die wirklich genommenen

Stunden. Ich gehe natürlich auf die musikalischen Wünsche meiner Schüler ein und der Spaß

sollte im Vordergrund stehen.

Ich wohne übrigens in Herne (Ruhrpott)

Gruß

Uwe =)=)=

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displex
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Re: Gitarrenunterricht

von displex » 15.02.2012, 12:24

uwwinter hat geschrieben:Ich wohne übrigens in Herne (Ruhrpott)

Schade, viel zu weit weg.

Aber so einen Lehrer würde ich auch gerne haben :-)))
Gruß Tom

Hauptsache Spass dabei

uc_uc
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von uc_uc » 15.02.2012, 12:47

Aber das Ganze ist doch kein Berlin Thema. In Musik-Schulen ist das Ganze so üblich. Da wird oft mit Schulferien verknüpft. Keine Ahnung was genau dahinter steckt, oft sind diese Musikschulen ja aber auch zumindest mit der Gemeindeverwaltung verknüpft.

Ich habe vor kurzem mal nach Lehrern in meiner Ecken umgeschaut und auch auf Preise geschaut. Hier haben inzwischen sehr viele auch 10er Karte oder ähnliches im Angebot. Bei der monatlichen Zahlung wurde immer explizit darauf hingewiesen das während der Ferien kein Unterricht stattfindet die Zahlung aber weiterläuft, so dass ich hier nicht von Tarnung sprechen würde. Für 2 Anbieter (Eine Musikschule, ein Lehrer privat) habe ich das mal durchgerechnet. Angegeben wurde bei der monatlichen Rate 39 Wochen in denen Unterrichtet wird. Wenn ich dann die 10er-Karte dieser Anbieter mit Preis verglichen haben war es in beiden Fällen so, dass ich auf die gleiche Zeit auch das gleiche Geld gezahlt hätte.

Da wäre meine Entscheidung dann ganz klar pro 10er Karte, da kann ich dann den Rhythmus bestimmen, meine eigenen Ferien machen wann ich will ohne Stunden zu verpassen die ich zahlen muss und bin auch beim Ausstieg flexibler. Zumal die Karte allesamt übertragbar waren.

Zum Glück macht mein Lehrer nur so 2-3 Wochen im Jahr Urlaub. Bei dem ist das alles super flexibel. Da sind auch Stunden alle 1 1/2 Wochen kein Problem.

Shela
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von Shela » 15.02.2012, 13:29

Hallo,

sunset hat geschrieben:Also, wer will nach Graz kommen und bei mir Stunden nehmen? ;-)


ich! Den Uwe würde ich aber auch nehmen. :D

Bin in einer ähnlichen Situation wie Capo. Lerne seit 4 Monaten autodidaktisch - habe aber schon nach einem Monat einen Lehrer gesucht. Musikschule vor Ort, wo mein Sohn hingeht, ist richtig fies teuer, das ist mir zu viel. Den Unterricht von Sohnemann muss ich ja auch bezahlen, natürlich auch die Ferien mit.

Über's Internet hab ich auch Kontakt zu einem Gitarrenlehrer aufgenommen, der damit wirbt, auf die Wünsche seiner Schüler einzugehen. Auf die Probestunde musste ich bis jetzt warten (nächste Woche - FERIEN BEI UNS - ist es soweit), da er einfach voll ist und erst jetzt wieder was frei hat. Ob Ferien sind oder nicht, ist egal, und ich kann selbst entscheiden, wie oft ich Unterricht haben möchte. Daran muss ich mich dann natürlich halten. Ist aber okay, er muss ja auch planen können. Der Preis ist auch okay, er ist unter dem der Musikschule, wo ich aber nur den reinen Monatsbetrag verglichen habe, die unterrichtsfreien Ferienwochen außer Acht ließ. Wenn er auch Kinder unterrichtet und ich ihn gut finde, würde ich mit meinem Sohn auch dorthin gehen, da mein Sohn es hasst, langweilige Kinderlieder zu spielen. Er weiß ziemlich genau, was er lernen möchte. Aber er darf halt nicht. Da hapert es natürlich öfter mit der Motivation. Aber ich hab für ihn eine Vertragsbindung bis Schuljahresende und will nicht die Hälfte umsonst bezahlen ...
Viele Grüße
Shela

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karioll
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von karioll » 15.02.2012, 22:55

129 € / Monat = 1.548 € / Jahr
52 Wochen minus 12x Ferien und Feiertage = 40 x Unterricht pro Jahr.
Das macht auf die volle Stunde gerechnet einen Stundenlohn von 51,60 € (den hätte ich auch gerne).

Da hast du dich aber ganz schön verrechnet!
Dein Lehrer ist aber nach der Meinung der meisten hier zu teuer

wegen des Rechenfehlers, den keiner bemerkt hat?

Diese Methode, den tatsächlichen Stundenpreis zu "tarnen",

Ist euch auch klar, dass auch die Stundenanzahl "verschleiert" ist? Ein Stunde Unterricht kostet mindestens die gleiche Zeit an Vorbereitungen (bis hin zum Putzen der Unterrichtsräume, aber auch Raushören und aufschreiben der Lieder, Erstellen eines Unterrichtsplanes für jeden Schüler individuell, bzw. eigenes Training, um alle Stilrichtungen für die Schüler drauf zu haben. Bei 18 bis 25 Unterrichtsstunden pro Woche kommt man insgesamt auf eine Arbeitszeit von 40 bis 60 Stunden pro Woche, je nach Engagement des Lehrers ein wenig variierend.--->Umsatz pro Arbeitsstunde brutto ca 15 €.

Viele hier im Forum schreiben, dass die Lehrer die Stunden überziehen. Ja, denn die die Lehrer sind alle ein wenig Idealisten. Und keineswegs Ausbeuter. Die meisten können was, was sonst nur wenig können.

Weit unterbezahlt, falls eure Lehrer noch studiert haben sollten!
Zuletzt geändert von karioll am 15.02.2012, 23:19, insgesamt 2-mal geändert.
Durch Übung kannst Du der Natur ein Schnippchen schlagen (Mahatma Ghandi)

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karioll
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von karioll » 15.02.2012, 23:17

Er weiß ziemlich genau, was er lernen möchte. Aber er darf halt nicht. Da hapert es natürlich öfter mit der Motivation. Aber ich hab für ihn eine Vertragsbindung bis Schuljahresende und will nicht die Hälfte umsonst bezahlen ...


Shela, nicht nur, dass du es auch komplett umsonst bezahlst, wenn du ihn dort hin zwingst, du tust ihm keinen Gefallen damit! Meine Eltern haben das mit mir auch gemacht (musste ein Jahr lang ein ungeliebtes Instrument weiter lernen weil Vater vergessen hatte, rechtzeitig den Vertrag zu kündigen, konnte nach 2 Jahren eine Etüde von 16 Takten und ein paar Tonleitern, hatte unzählige Heulanfälle insbesondere Weihnachten, wo ich als Geschenk dieses blöde Instrument bekam und sonst nichts. Hat mich aus dem Unterricht für das geliebte Instrument raus genommen, weil er nicht doppelt bezahlen wollte *grrr noch heute* habe zum Schluss nichts gelernt, d..h der ganze Streß war auch für die Eltern umsonst und das ausgegebene Geld hat nur Schaden angerichtet. War nur gut gemeint "Ich habe es doch nur für dich getan :twisted: )


Ergebnis: dass ich bis heute nicht kapiert habe, warum man sein Kind unbedingt mit Musik quälen muss.
Durch Übung kannst Du der Natur ein Schnippchen schlagen (Mahatma Ghandi)

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von Shela » 17.02.2012, 12:03

karioll hat geschrieben:Shela, nicht nur, dass du es auch komplett umsonst bezahlst, wenn du ihn dort hin zwingst, du tust ihm keinen Gefallen damit! Meine Eltern haben das mit mir auch gemacht (musste ein Jahr lang ein ungeliebtes Instrument weiter lernen weil Vater vergessen hatte, rechtzeitig den Vertrag zu kündigen, konnte nach 2 Jahren eine Etüde von 16 Takten und ein paar Tonleitern, hatte unzählige Heulanfälle insbesondere Weihnachten, wo ich als Geschenk dieses blöde Instrument bekam und sonst nichts. Hat mich aus dem Unterricht für das geliebte Instrument raus genommen, weil er nicht doppelt bezahlen wollte *grrr noch heute* habe zum Schluss nichts gelernt, d..h der ganze Streß war auch für die Eltern umsonst und das ausgegebene Geld hat nur Schaden angerichtet. War nur gut gemeint "Ich habe es doch nur für dich getan :twisted: )

Ergebnis: dass ich bis heute nicht kapiert habe, warum man sein Kind unbedingt mit Musik quälen muss.


Hallo karioll,

Wo liest Du aus meinem Beitrag heraus, dass ich mein Kind zur Musik quäle? Daraus, dass es an der Motivation hapert!?

So schlimm, wie es bei Dir war, ist es bei uns nicht. Es muss nicht immer im Desaster enden. Und Du bist letzten Endes ja auch bei der Musik geblieben, oder?

Nun ist Noten lernen an der Reihe, was Junior nicht mal uninteressant findet. Und Noten lernen ist keineswegs vergebens. Am Ende des Schuljahres wird er kein ausgebildeter Gitarrist sein auf einem Gebiet, was ihm keinen Spaß macht. Dafür ist das Tempo viel zu langsam. Und ich drill auch nicht zum Üben. Ich will, dass er so viel wie möglich Wissen mitnehmen kann, ohne ihn mit Übungsstunden zu Hause zu quälen mit Liedern, die ihm partout nicht gefallen. Ich weiß selbst, dass der Schuss nach hinten losgehen kann. Mir macht es auch keinen Spaß, Sachen zu üben, die mir nicht gefallen. Aber warum soll man nicht das Positive aus einer an sich negativen Tatsache herausziehen? Mein Sohn kommt mit dem Kompromiss gut klar. Und glaub mir, er sagt sofort, wenn ihm was nicht passt. Außerdem ist es mir wichtig, dass ich ihm vermittle, dass man was zu Ende macht, was man begonnen hat. Wir haben im Vorfeld besprochen, dass der Vertrag ein Jahr geht und dass es sein kann, dass ihm Gitarre spielen keinen Spaß macht. Dass es jetzt fast so ist, ist halt Pech. Aber wir hatten das besprochen und ich will, dass er sich auch an sein eigenes Wort hält. Klar, er ist ein Kind, aber wann soll er sonst lernen, zu seinem eigenen Wort zu stehen? Ihn dabei zu untersützen, dafür bin ich da.

Kündigungsfristen muss ich übrigens nicht beachten. Der Vertrag muss jedes Jahr schriftlich erneuert werden. Und ich würde das auch nicht vergessen. Lieber kündige ich ein halbes oder dreiviertel Jahr früher, bevor ich es am Ende doch vergesse. Ich muss ja nicht warten, bis die Frist abläuft. Und wenn es doch passieren würde, würde ich nicht mein Kind dafür "bluten" lassen!
Viele Grüße

Shela

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von karioll » 17.02.2012, 12:29

ok, shela, schön, dass es bei euch anders ist!
Ich hatte eine Pause mit der Freude am Musikmachen von ca 25 Jahren. Gehört habe ich Musik immer und davon geträumt, das auch zu können, aber der Weg dahin der war mir vorübergehend unklar. Ich dachte eine Zeit lang, wenn ich Klassik und Kirchenchor nicht mag, dann kann es nichts werden, weil ich glaubte, das wären die Grundlagen. Inzwischen weiß ich dass alle Musikrichtungen nebeneinander völlig gleichberechtigt und wertvoll sind, aber das musste ich erst mühsam Jahre später erkennen. Und dass man auf keinen Fall die europäische Klassik als Grundlage nehmen sollte, wenn man Rock, Blues oder Metall spielen will.
Zuletzt geändert von karioll am 17.02.2012, 12:33, insgesamt 1-mal geändert.
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von AlBundy » 17.02.2012, 12:32

Vor meinem Gitarrenkurs waren immer 3 Jungs im Alter zwischen 6 und 8 dran. Einer davon hat recht schnell die Flinte ins Korn geworfen, irgendwann dann auch der Zweite. Mein Lehrer meinte auch, wenn die halbe Stunde rum ist, ist er fix und fertig..... :lol:

Aber einer der scheinbar wirklich auch talentiert ist, ist dabei geblieben und seine Mutter hat gemeint, der macht auch so privat richtig Fortschritte. Ich hab auch gesagt, wenn der jetzt bis er 10 ist weiter fleissig übt, dann kann er bis dahin vielleicht schon ein Lied spielen, dass er im Radio hört und sowas ist doch immer geil. Oder wenn er vielleicht 15 ist, dann hat er alles drin, was er braucht um später mal auftreten zu können oder mit Freunden am Baggersee oder beim Grillen ein bisschen singen und das ist doch toll.

Da sind die vielen Stunden des intensiven Übens doch wirklich gut investiert. :lol:
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von musicdevil » 17.02.2012, 12:42

Naja karioll deine Rechnerei geht auch nicht ganz auf ;)
Das ist ja beim zb. Bäcker auch nicht anders. Nen Brötchen kostet so und soviel und entweder ich als Kunde kaufe es, oder nicht.
Mich interessiert dabei überhaupt nicht der Strompreis und die Miete welche der Bäcker bezahlt, mich juckt nicht ob er ne Stunde backt, oder 3...
Ich sehe da ein gutaussehendes Brötchen, das lecker sein wird, goldgelb gebacken ist, herrlich duftet...
Ist mir egal, ob er 2 oder 200 Kunden am Tag hat, ob er 3 oder 10 mal zwischendurch hinten ausfegt, ob er 2 Stunden Anfahrtsweg zur Bäckerei hatte oder sonstwas...
Mich interessiert nur das eine Brötchen und der dazugehörige Preis.
Ist das Brötchen beim anderen Bäcker günstiger und genauso lecker ect., kauf ich dort.

Bei dem Gitarrenlehrer ist es nicht viel anders. Wir haben freie Marktwirtschaft. Ist es nen guter Lehrer, der nett und freundlich ist, den ich gut erreiche und der günstig im Preis ist, nehm ich ihn, ansonsten halt nen anderen...
Sicher kann der ebenfalls seine Raummiete, seine ganzen Unkosten auf den Kunden umlegen, muss er sogar...aber dann hat der halt seine Kosten zu senken um konkurenzfähig zu sein.
Solange er aber Kunden findet, muss er sich keinen Kopf machen...
Ist natürlich richtig, dass ich etwa 40 Euro verdienen muss, damit mir 20-25 Euro als Selbstständiger übrig bleiben.
Mich als Kunde interessiert daran aber nur, dass ich die 40 Euro bezahlen soll...

Ausserdem machen Gitarrenlehrer auch Gruppenunterricht usw. und er muss ja nicht seine gesamten (Stunden)Unkosten auf den einen Schüler abwälzen.
Nen Drucker schafft man sich nur einmal an, Gitarren braucht man auch nur so und soviele und wenn er einmal nen Plan für nen Schüler erstellt hat, kann er das sicher auch nochmal so ähnlich bei nem anderen Schüler verwenden.
Aber ist halt alles "Angebot und Nachfrage".

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von Shela » 17.02.2012, 12:45

@karioll: Ich freue mich, dass Du Deinen Weg trotz allem gefunden hast! :D Dass Dich diese Erinnerung aus der Kinderzeit geprägt hat und Du hochgehst wie ne Rakete, wenn Du das Gefühl hast, jemand versucht sein Kind zum Musikmachen zu zwingen, kann ich aufgrund Deiner Schilderungen wirklich nachvollziehen. So schön das Thema "Musik" an sich ist, so schwierig kann es auch sein. Wie das Leben eben überhaupt.
Viele Grüße

Shela

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von karioll » 17.02.2012, 13:04

musicdevil,
ich finde es ok, wenn du sagst, man kann es ohne Lehrer lernen. Du bist ja ein gutes Beispiel dafür.

Aber was mich nervt, warum das Spezialwissen und die Unterrichtsmethodik eines guten Lehrers weniger wert sein soll als eine Anwalts- oder Architektenstunde. Ein guter Lehrer macht erheblich mehr als selber nur gut zu spielen.

Der Futterneid nervt mich.

ich sage: Geht hin und nehmt einen Lehrer oder nicht. Kauft von ihm das Wissen ab oder nicht. Wenn es nichts wert ist, dann erwerbt euch das Wissen selber. Jedem seine eigene Sache. Aber hört auf, die Leistungen immer so gering zu schätzen! Es ist nicht weniger als ein anderer Spezialist drauf hat. Mitunter sind Musiker sogar noch idealistischer als beispielsweise ein Bauingenieur und sie geben sowieso schon viel umsonst her von ihrer Kunst.

Die Musik ist ne Kunst und davon unabhängig ist Unterrichten ebenso eine Kunst, die erlernt werden muss. Glücklich ist, wer einen Lehrer hat, der beide Künste beherrscht! Ein Lehrer , der nur eins von beiden beherrscht ist mit 20 oder 40 € tatsächlich zu hoch bezahlt, denn der Unterricht wird nicht viel bringen. Da wäre dann jeder € zu viel und umsonst ausgegeben.

(Nachtrag . ich bin kein Lehrer, aber ich schätze gute Lehrer)
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von musicdevil » 17.02.2012, 13:29

Da kann ich dir zustimmen karioll, allerdings schätze ich eigentlich jedem seine Arbeit. Auch die (oder gerade) die der Putzfrau, Verkäuferin oder sonstwas. Ich sehe nicht, was nen Gitarrenlehrer da mehr leisten würde.
Wir werden natürlich keinen Herrn Anwalt finden, der für 10 Euro die Stunde arbeitet, allerdings ne Putzfrau die für 5 Euro arbeiten muss.
Das ist aber prinzipiell in unserer Gesellschaft so, dass wir uns anmaßen zu beurteilen ob ein Koch oder der Anwalt mehr verdienen sollte.
Wessen Arbeit ist tatsächlich mehr wert? Wovon macht man das abhängig?
Oft ist es ja so, dass der Sesselfurzer tatsächlich bedeutend mehr verdient, als der wirklich hart arbeitende Werktätige. Das ist eben so...Putzfrauen gibts vieleicht wie Sand am Meer und Gitarrenlehrer nicht.
Daher bestimmt halt Angebot und Nachfrage den Preis.
Ein Gitarrenlehrer der seine Tätigkeit nur nebenberuflich macht, muss wahrscheinlich schon wieder ganz anders kalkulieren.
Meinetwegen soll jeder verdienen was er kann und mag, aber ich als Kunde hab letztendlich das Geld in der Tasche und entscheide wem ich da, aus welchen Gründen, wieviel zahlen mag.
Preise und Leistungen zu vergleichen ist sicher immer gut ;)

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von AlBundy » 17.02.2012, 13:46

offtopic, grad Putzfrauen gibts ja nicht mehr so oft. Zum einen wollen die jungen Mädels ohne Ausbildung sowas nicht machen, zum anderen ist es auch ein harter Job und natürlich grösstenteils schlecht bezahlt. Und auch hier gilt, gute Putzfrauen gibts leider selten. Viele sehen den Dreck nicht und gehen nur nach Schema "F". Boden saugen, Tisch abwischen und Mülleimer ausleeren. Wenn da irgendwo eine Spinnenhuddel hängt sehen sie die gar nicht oder wollen sie nicht sehen. So ist das zumindest bei mir im Geschäft.

Leider ist das auch allgemein in Deutschland in fast jedem Job so, dass es schwierig ist einen qualifizierten zu finden, der eine Ahnung hat und das dann den Kunden auch noch vermitteln kann oder will. Manchmal hat man Glück und trifft sofort einen "Guten"; oft ist es aber auch so, dass man sagen kann jetzt bin ich genauso schlau wie vorher. Nicht selten genügt eine kurze Recherche im Internet um mehr zu wissen als der Verkäufer - das ist traurig.

Auch bei Gitarrenlehrern ist das bestimmt ähnlich. Man sollte vielleicht nicht zu hohe Ansprüche an Freundlichkeit, Aussehen usw. stellen :lol: ; oft ist dann einer der ein bisschen schlampig ist vielleicht am Ende der bessere Lehrer. Vorsicht vor Leuten, die Dir gleich einen Vertrag unter die Nase halten. Eine Probestunde sollte allemal drin sein.

Wie schon oben erwähnt, es bliebe noch auszutesten, ob der hier gemeinte Lehrer seine 129 € pro Monat wert ist..... oder halt einen suchen der günstiger ist. Die Frage ist ja jetzt, findet sie noch den richtigen Lehrer? :cool:
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von uc_uc » 17.02.2012, 13:55

@musicdevil: Also so schwer ist dies doch nicht wirklich zu verstehen, oder? :D Ich bin bei dir, dass die Arbeit einer Putzfrau, Kassiererin etc. genauso wichtig ist wie die einer Führungskraft, eines hoch qualifizierten Spezialisten. Die Menschen dahintern nach ihrer Tätigkeit zu bewerten finde ich ohnehin voll daneben. Nur kann man das was die Putzfrau können muss in einem relativ kurzem Zeitraum erlernen. Zum Anwalt braucht es ein Studium und Referendariat und ein Gitarrenlehrer hat auch viel Zeit und Geld in seine Ausbildung gesteckt. Diese Leistung und Kosten sollten auch belohnt werden.

Wie du oben schreibst: Wir haben eine Marktwirtschaft. Und da wird der Putzfrau niemand das zahlen was ein Gitarrenlehrer nimmt da er viel einfacher ein Putzfrau finden kann die ihre Arbeit versteht als einen Gitarrenlehrer der sein Handwerk versteht.

Im übrigen würde ich für die Trainerstunden in meinem Lieblingssport gerne so "wenig" zahlen wie für meinen Gitarrenlehrer. Da gibts noch weniger Lehrer die das können und die sind nochmal doppelt so teuer.

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von musicdevil » 17.02.2012, 15:15

Kommt halt immer darauf an über was für nen Gitarrenlehrer wir da reden uc_uc ;)
Das was ich bereits nach knapp 5 Jahren kann, würden andere natürlich gern erstmal so auf die Reihe bekommen. Im Prinzip könnte ich das ja anderen auch schon beibringen. Mit Theorie kenn ich mich ebenfalls halbwegs aus, komponiere eigene Lieder usw.
Ich hab mich tatsächlich mal ne zeitlang nebenbei als Gitarrenlehrer betätigt und 10 Euro die Stunde genommen. Für Arbeitssuchende usw. dann nur 5 Euro. Lief sogar gut, da anscheind unsere Musikschulen völlig überlastet sind und lange Wartezeiten bevorstehen.
Hab dann Kunden über unsere Musikläden bekommen wo ich einfach mal Visitenkarten hinterlassen hatte und natürlich über Zeitungsinserate usw.
Das ergab dann so 200-300 Euro im Monat, manchmal auch mehr.
Hätte ich weiter gemacht und vieleicht auch 20 Euro genommen, wäre das schon nen netter Nebenverdienst und ich musste einigen sogar absagen, da mir die Zeit fehlte.
Die Schüler waren meist regelrecht begeistert und völlig zufrieden.
"Gitarrenunterricht für Beginner" ohne viel Schnickschnack ;)
Das Unterrichtsmaterial hab ich einfach bei Bursch usw. geklaut und bissel nach meinen Vorstellungen abgeändert.
Klar macht das Gitarrespielen nur 50% aus, man muss es ja auch gut vermitteln können ect. und das kann ja nicht jeder.
Lief aber wie gesagt recht gut.
Hab dann aber keinen Bock mehr gehabt, da ich ehrlich gesagt das Geld nicht unbedingt brauche und man sich ja schon ganz schön bindet.
Hab dann über den Unterricht meine jetzige Liebste kennengelernt und es dann wieder sein lassen :)

Als Patient frage ich keinen Arzt nach seinen Zeugnissen, egal wie der sein Studium abgeschlossen hat. Sicher gibts überall gute und schlechtere.
Mancher Gitarrenlehrer mag sein Geld wert sein und wenn der das noch dazu möglicherweise sogar studiert hat usw., vieleicht umso mehr.
Ich meine "Gitarrenlehrer" ist heutzutage so nen Begriff der viel Luft zur Interpretation lässt.
So nen "Lehrer" wie mich kann man sicher nicht mit nem "richtigen Lehrer" vergleichen...aber ich hatte halt auch problemlos meine Schüler die mich bezahlt haben, obwohl ich mich selbst eigentlich noch eher als miesen Gitarristen sehe :D
Ich hab was angeboten und die Nachfrage war halt da.
Desdo höher die Nachfrage, umso höher kann ich dann wohl auch meine Preise ansetzen. Ist ja alles völlig normal.
Manchmal ist auch der "selbsternannte" mehr wert als nen Studierter...muss man schauen, vergleichen und finden.
Als Kunde hab ich aber das Recht manche Preise, Leistungen ect. als unverschämt zu bezeichnen wenn ich das so empfinde ;)

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von AlBundy » 17.02.2012, 16:16

ebendas ist das Problem, man kann sowas halt nicht in ein paar Tagen lernen, auch eine Putzfrau braucht Jahre um ihren Job zu beherrschen und solange sie dies nicht tut, sollte man sie auch nicht auf die Menschheit loslassen. Da wir aber hier ein recht geringes Angebot haben, kann jeder Ungelernte (auch Männer sehe ich häufig in dieser Position) diese Tätigkeit ausüben.

Beim Gitarrenlehrer ist dies genauso, auch ein guter Gitarrenlehrer braucht evtl. Jahre bis er den Stoff vermitteln kann, bzw. dies so angepasst hat, dass ein jeder davon profitieren kann. Mit dem einen komme ich vielleicht gut aus und es klappt gleich. Kann aber auch sein, man kommt nur gut miteinander aus, aber die Vermittlung des Stoffes lässt zu wünschen übrig.

Wo wir wieder beim Thema wären also für 129 € im Monat müsste das schon ein zweiter Clapton sein um es mal so zu formulieren. Ob er dem Anspruch gerecht wird?
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capo53
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von capo53 » 21.02.2012, 08:17

Es gibt Neues vom Gitarrenlehrer.

Nachdem ich ihm dann letzte Woche abgesagt habe (warum hatte ich ja hier erklärt), hat er mir am Freitag ganz spät noch eine sehr nette Email geschickt, die ich leider erst am Montag gelesen habe.

Darin macht er mir ein Angebot mit 10er-Karten und freier Zeiteinteilung zu einem interessanten Preis und guten Rahmenbedingungen, was die Zeiteinteilung und Bezahlung angeht.

Nach kurzer Überlegung habe ich mich entschlossen, das Angebot anzunehmen und habe ihm zurückgeschrieben, dass ich gerne 1 x pro Monat 90 Minuten am Stück Unterricht hätte, weil das meiner Meinung nach reicht, da ich sehr viel zu Hause übe. Das ist dann ausreichend Zeit, meine Fehler zu korrigieren und neue Aufgaben für mich zu stellen, die ich dann zwischen den Unterrichtseinheiten intensiv üben kann.

Nun bin ich gespannt, wie sich das anlässt - ich werde weiter berichten!

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von uc_uc » 21.02.2012, 12:00

Interessantes Konzept. Berichte doch mal bitte in Zukunft ob dieses Vorgehen den von dir gewünschten Erfolg bringt. Würde mich interessieren.

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korgli
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von korgli » 21.02.2012, 13:00

Hi
Misch mal mit...

Vielfach will man einfach zu schnell vorwärtsmachen.
Lehrer - naja - die sind auch verschieden.
Manche wollen Erfolge sehen - manchen ist es wichtig den Lebensunterhalt zu verdienen.
Arbeiten ist nun mal vor allem dazu da, um zu überleben.
Wenn die Lehrer flexibel sind, dann kann es für sie auch Positives haben.

Ich finde das Konzept ganz gut.
So kannst DU deinen Fortschritt bestimmen und hast Kontrolle von einem Lehrer.
Aber nicht zuviel Druck oder Lehrläufe, so dass man MUSSSSS und gar nicht mag.
Vom Können mal abgesehen.

Und der Lehrer hat ein Anteil - Einkommen. Seine Stundenverfügbarkeit kann er nur selber steuern - wie schon gesagt wurde. Ist er gefragt hat er weniger Zeit - und sonst hat er noch Kapazität.
Flexibel kann durchaus sehr gute Resultate liefern.
Denn der Lehrer geht so auch nicht stur einen Weg, den man einfach "normal" beschreitet.

Solange man selber seriös dranbleibt, ist das ne gute Sache.
Faulen Schüler wird es nix nutzen.
Oder solchen, die immer Druck brauchen.

Aber für jemanden, der fast selber lernt und nur ab und zu Anleitungen braucht ist es doch optimal. Über mehr Stunden kann man sich ja immer wieder beraten.

fredy

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von Bayaner » 24.04.2012, 14:51

das finde ich auch gut, für jemand der selbst viel üben wird.

ist ein fast hitziges Thema geworden, die Debatte mit den Ferienbezahlung, warum macht man bei Gitarrenunterricht überhaubt Ferien (als Lehrer, der nicht Profi ist), sind da die ganzen Schulferien gemeint.

Bei einem Ballettstudio sehe ich das anders, also schon eher gerechtfertigt:
- Raum muss gemietet werden
- es wird in Gruppen unterrichtet, und vielleicht gibt es auch gelegentlich mal sondertreffen, freie Übungsstunden, und das ganze ist langjährig aufgebaut,
da finde ichs ok wenn 12 monatsbeiträge fällig werden, zudem sind 12 Monate ja mehr als 12 mal 4 Wochen.
nagut aber die Debatte möchte ich nicht weiter anheizen.

Gut finde ich auch die Ermunterung von Nightmare und Musicdevil, dass man ruhig auch selbst diesen Weg gehen kann.
ich habe (noch) keinen Lehrer gefunden, und denke schon dass man kräftig profitieren müsste wenn jemand viel Erfahrung im Unterrichten hat, das könnte wohl schon ein Booster sein.
Ein Junge der spielen kann würde mir obwohl ich Anfänger bin eher nicht reichen.

Tja, ist echt schwierig jemanden zu Finden, abseits der großen City's, derzeit denke ich es wär vorallem sinnvoll wenn die Musikrichtung gleich ist. Vielleicht wären auch ein paar Gleichgesinnte schon hilfreich, aber woher nehmen.

hanswurst
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von hanswurst » 01.11.2012, 12:15

Tach,
habe mich auch entschlossen, einen Gitarrenlehrer aufzusuchen. Nun, nachdem ich ein paar Anfrage gestartet habe, habe ich mich für einen in der näheren Umgebung und einen vernünftigen Preis entschlossen ( 30 min pro Woche = 46 € Monat ) Mit diesem Preis, denke ich, liege ich im Rahmen des Normalen. Wichtig war für mich abgesehen von dem Preis/Leistung Verhältnis, die Entfernung zum Lehrer (aus Zeitlich-Familiären Gründen) und vor allem sollte die Chemie stimmen.
Was soll ich sagen, schon bei der ersten Probestunde habe ich gemerkt, wie wichtig ein Profi ist, da ich schon nebenbei wertvolle Tipps zum üben bekommen habe. SUPER ! Klar, ich wollte mir Alles selber beibringen (Bücher/Internet usw.) -- teilweise eine zu große Flut an Informationen -- aber mit dem Lehrer komme ich schneller ans Ziel. Ganz nach dem Motto: Wofür Landstraße fahren, wenn die Autobahn frei ist !
Fazit: Bin froh den Schritt getan zu haben und denke, dass ich es nicht bereuen werde !


ps: Wer Rechtschreibfehler findet, darf diese behalten !



====))
HARD WORKS BEATS TALENT

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laura palmer
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Registriert: 30.10.2012

von laura palmer » 03.11.2012, 10:18

Bayaner hat geschrieben:das finde ich auch gut, für jemand der selbst viel üben wird.

ist ein fast hitziges Thema geworden, die Debatte mit den Ferienbezahlung, warum macht man bei Gitarrenunterricht überhaubt Ferien (als Lehrer, der nicht Profi ist), sind da die ganzen Schulferien gemeint.



Hallo Bayaner,

ich bin eine Profi, aber ich glaube, dass in Thema Ferien es kein Unterschied macht und ich es Dir erklaeren moechte:

1. Waehrend Schulferien Kinderschueler fahren oft weg, Eltern moechten diese Zeit nicht bezahlen muessen, deshalb monatlicher Preis ist berechnet nur fuer durschnittlich 3,2mal pro Monat. Falls Unterricht genau 4 mal pro Monat stattfinden sollte, es muesste 25% mehr kosten.

2. Die Kinderschulern sind eine Mehrheit. Wenn die weg sind, dann fallen zu viele Stunden aus, so, dass zu arbeiten sich nicht lohnt.

2. Sogar die Erwachsene Schuelern brauchen manchmal eine Pause um wieder Sehnsucht nach Unterricht zu bekommen.

3. Ein Mensch hat Recht auf 30 Tage Urlaub pro Jahr. Gitarrenlehrern auch.

4. Preis verteilt sich gleich auf 12 Monaten um einen Durcheinander zu vermeiden und die Zeit fuer die Umrechnerei zu sparen. Ohne das man muesste jeder Monat eine andere Rechnung stellen und diese Buchalterei ist auch eine Arbeit, die der Lehrer machen muesste. Wollt ihr, dass er das in Eure Unterrichtzeit macht?

Selbstversatendlig gehoert es sich, die Interessente darueber zu informieren, noch bevor sie zur eine Probestunde kommen.

LG
Agnieszka

Andi1975
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Registriert: 09.06.2015

Denn Brutto ist nicht Netto, oder doch NUTTO:-))

von Andi1975 » 09.06.2015, 13:40

capo53 hat geschrieben:OK - dann will ich mal von meiner ersten "Probestunde" berichten.

Ich bin ja schon eine ganze Weile dabei, mir die Gitarre autodidaktisch beizubringen, würde aber jetzt nach einem halben Jahr doch ganz gerne Unterricht haben, um möglichst effektiv weiter zu kommen.

Was liegt heute näher, als einfach mal zu googeln: "Gitarrenlehrer Berlin" und jede Menge Ergebnisse, zwei sogar ganz in meiner Nähe (Berlin ist ja ein wenig größer). Den ersten gleich mal angerufen und zu meiner Freude recht kurzfristig eine Probestunde vereinbart. Der Typ war am Telefon sehr nett und sympathisch, ich war recht positiv überrascht.

Dann gestern Gitarre eingepackt und zur Probestunde hin. Pünktlich angekommen, Parkplatz vor der Tür, alles OK. Sehr gemütliche Wohnung mit einem großen Raum als Übungsraum.

Erstmal ein bisschen erzählt, was ich so bisher gespielt habe, dann Gitarre ausgepackt und gestimmt, er sich ebenfalls seine Gitarre geschnappt und zu meinen Akkorden gleich ein wenig mitgespielt - ganz neues Gefühl für mich, aber gut.

Dann hat er mir noch ein paar kleine Sachen gezeigt und kam dann bald auf die Durchführung des Unterrichts - und dann war dann bald Schluss bei mir:

Unterricht ist 1x pro Woche jeweils 45 min (15 Min vorher da sein, Gitarre stimmen)
Er wird aus diversen Gitarrenschulen und zusätzlichem Material was passendes für mich zusammenstellen ...
Kosten: 129 Euro pro Monat (jeden Monat, also 1.548 € / Jahr)
In den Ferien und an Feiertagen kein Unterricht, aber trotzdem monatlich immer den festen Betrag zahlen.
Eine andere Form von Unterricht findet bei ihm nicht statt (keine Diskussion möglich).
Ach ja und die ersten 12 Wochen sind "Probezeit", kündigen kann man spätestens bis zur 10. Stunde, danach läuft der Vertrag mindestens ein Jahr und verlängert sich jeweils um ein Jahr.

Ich habe dann mal nachgerechnet:

129 € / Monat = 1.548 € / Jahr
52 Wochen minus 12x Ferien und Feiertage = 40 x Unterricht pro Jahr.
Das macht auf die volle Stunde gerechnet einen Stundenlohn von 51,60 € (den hätte ich auch gerne).

Ich kann ja verstehen, dass man als selbstständiger Gitarrenlehrer eine gewisse Planungssicherheit bezüglich seiner Einkünfte braucht, aber so etwas geht heute meiner Meinung nach überhaupt nicht mehr! Das gesamte Risiko beim Kunden - unter einem Vertrauensverhältnis stelle ich mir was anderes vor.

Damit war dieser staatlich geprüfte Musiklehrer für mich erst mal erledigt. Das ist mir einfach für das, was geboten wird zu teuer und diese Art der Bezahlung gibt es schon seit 50 Jahren in (fast) allen Musikschulen dieser Republik (da kann man dann so schön im Internet schreiben "Unterrichtsstunde 30 Euro" - in Wirklichkeit ist der effektive Stundenpreis aber fast doppelt so hoch!). Meiner Meinung nach ist das nicht mehr zeitgemäß und es gibt heute ganz sicher auch andere, flexiblere, kundenorientiertere Gitarrenlehrer (hoffe ich wenigstens).

Ich glaube nicht, dass ich jede Woche eine Unterrichtseinheit brauche (ich übe jeden Tag 30-60 min), sicher reichen da 1x oder 2x pro Monat, um das Gelernte zu kontrollieren, Fehler zu korrigieren und neue Aufgaben festzulegen.

Auch der Preis an sich ist nicht unbedingt das, was mich stört, sondern dieser absolute Mangel an Flexibilität.

Jetzt bin ich von meinem ersten Versuch, einen Gitarrenlehrer zu finden ziemlich enttäuscht und lerne erst mal alleine weiter :(

capo53


Freunde der guten Musik.

Ich habe mich extra angemeldet weil es Schüler in meinen Stunden gibt die mich auf diesen Artikel angesprochen haben. Ich bin nicht der Lehrer um den es geht, habe aber als Selbständiger Musiker/Lehrer doch einige Anmerkungen zu machen. Denn der Fach-Handwerker kommt auch nicht mehr für 20 Euro die Stunde. Diese Zeiten waren vor 30 Jahren.

Sicher 50 Euro pro Stunde klingt viel, ist aber ja auch nicht der reale Stundenlohn, denn davon gehen Kosten ab:

Steuern, Miete, Heizung, Krankenversicherung, Pflegeversicherung, Rentenversicherung, Instrumentenversicherung, Saiten, Kopierpapier, Kopiertinte, Aufwendungen für den Gitarrenbauer (Gitarren die viel gespielt werden müssen oft zum Fachmann), Telefonkosten, DSL, I-PAD-Apps, Serverkosten etc. Mannstunden: Vorbereitung - Lehrmaterial erstellen, Termin- Management, Zahlungsverkehr organisieren, Website Pflegen etc....

Hinter den Kulissen passiert vieles was man als Schüler nicht sieht, es aber doch angenehm bei dem Lehrer findet. Sonst würde man nicht einige Jahre dort verweilen. Als Lehrer macht man sich Gedanken, man erstellt für manche Schüler individuelles Lehrmaterial; - sogar Videos in denen die letzte Stunde nochmals zusammengefasst wurde. Da kommt es schon mal vor das der Lehrer, für eine real genommene Gitarrenstunde, drei Stunden aufgewendet hat.

Ich nehme nur das Beispiel das ein Schüler einen Song spielen will von dem es partout keine Noten gibt. Schon sitze ich vor Guitar Pro und tran­skri­bie­re noch nach Feierabend, bis 1 Uhr nachts, den Song.

Guter Unterricht ist nun mal nicht preiswert zu haben!
Klar kann man auch den 10 Euro Lehrer nehmen; - der selbst erst drei Akkorde kann.
Ob das Zielführend ist soll jeder selbst für sich entscheiden.

Der Berliner Senat hat vor 15 Jahren die Dienstleistungsstunde für Berlin mit 30 Euro ermitteln lassen. Das war aber vor 15 Jahren. Letzte Woche wurde bei uns ein Wasserhahn gewechselt. Kosten 120 Euro. Anfahrt, Material und angefangene Arbeitsstunde.

Last but not least bleibt zu erwähnen das man als Musiker/Lehrer selbst, und ständig, dazu lernen muss weil man sonst stehen bleibt. Seien es Workshops bei Gitarristen, die man mag, oder Pädagogik-Fortbildungen. Diese Workshops kosten schnell mal 1000 Euro, und mehr.

Nimmt man den Blickwinkel desjenigen ein der von dem Job sein Leben fristet...
Dann relativiert sich der hohe Stundenlohn schnell, und man kommt zu dem Schluss das es vielleicht doch ein Knochenjob ist, der härter sein kann als man denkt.

Brutto ist nicht Netto.
Das wird leider oft vergessen wenn man Dienstleistung einkauft.

LG
Der Andi aus Berlin.

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von startom » 09.06.2015, 13:53

Wo kann ich den Beitrag von Andi aus Berlin liken? Der trifft den Nagel nicht nur auf den Kopf, sondern versenkt den Nagel mit einem Schlag!
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Andi1975
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von Andi1975 » 09.06.2015, 14:07

startom hat geschrieben:Wo kann ich den Beitrag von Andi aus Berlin liken? Der trifft den Nagel nicht nur auf den Kopf, sondern versenkt den Nagel mit einem Schlag!


Danke für die Blumen.
Bleibt noch anzumerken das man selbst auch Üben muss.
All das wird, mit steigendem Alter keine Spazierfahrt mehr.

Da fällt mir noch ein das die Moderne Musikgesellschaft von mir verlangt das ich mich auch in Recording Fragen auskenne. Auch das waren teure Fortbildungen, bzw. viel Zeit die ich in Studios verbracht habe.

Frei nach Altkanzler Gerhard Schröder (BRD) sind: "Lehrer und Beatme alles faule Schweine."

Alles klar auf der Andrea- Doria?

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Kevenborstel
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von Kevenborstel » 09.06.2015, 15:38

O.K. Nagel versenkt und alles noch mal erklärt ...... aber ich denke, dass diejenigen die sich ernsthaft mit dem Privat-Unterricht auseinandersetzen das alles wissen und im Regelfall dann ihren Lehrer und seine Arbeit auch zu schätzen wissen.
Die, die nur meckern wieso denn der Musiklehrer sooo viel Geld pro Stunde verdient und sich von seinem Job sogar noch ein Auto leistet
1. sowieso nicht und nimmer Kunden werden
2. hoffentlich in der Minderzahl sind
3. Eh nicht zu belehren sind und sich für deine Einkommensteuererklärung bestimmt auch nicht interessieren.

Das Problem sind nicht die Kosten, ob nun 30 oder 60 Euro, die du für deinen Unterricht nehmen mußt. Ich glaube, dass wir leider in einer Gesellschaft leben, in der es vielen einfach nicht möglich ist diese 200,-- € pro Monat zu bezahlen und auch schon der Hunderter weh tut.
Also schaut man mal ob es nicht vielleicht eine Sparmöglichkeit gibt.

Mal ein Beispiel, als ich noch auf dem Gym war mußten meine Eltern für Schulbücher, Klassenfahrten, auch mal ein Jahr Mathe Nachhilfe (schäm) und Verein, Sport etc.nicht gerade wenig löhnen. Klar hätte mir ein guter Privatunterricht totsicher sehr viel gebracht, aber es war eigentlich glasklar, dass Freunde und auch mal ´ne Zeit in der Kreismusikschule für mich völlig ausreichen um Musik als Hobby zu spielen.
Ob der Privatlehrer nun vielleicht 5 x soviel Input in der selben Zeit hätte geben können - was soll´s. Viele müssen eben Prioritäten setzen.

Bei deinem Wasserhahnwechsler ist es doch genauso. Da wird auch gemeckert und gestöhnt.
Die, die nicht rechnen brauchen freuen sich über eine gute, schnelle Ausführung der Arbeiten -
Die, die rechnen müssen fahren in den Baumarkt und tauschen den Wasserhahn für 20,-- €
selbst aus (oder fragen einen Bekannten) - Dienstleistung ist für viele generell zum Problem geworden und bei 8,51 € brutto Tariflohn in der Zeitarbeit erübrigt sich eh jeglicher Erklärungsversuch eines Selbstständigen über seine Kosten.
"Level Ahead (L.A.) is comming soon"

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