Was macht man bei einem Gitarrenstudium?

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Volare
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Was macht man bei einem Gitarrenstudium?

von Volare » 05.03.2011, 03:18

Hey, bin bald in der 11. Klasse und daher sind es nur noch schlappe 100 Wochen bis ich mein Abi habe :D Jedenfalls, ich überlege ob ich vielleicht nicht Gitarre studieren könnte, "inspiriert" hat mich dazu mein Gitarrenlehrer der in LA von bedeutenden Gitarristen unterrichtet wurde...
Jedenfalls, gibt es hier vielleicht jemanden der gerade Gitarre studiert oder studiert hat, mit dem ich mich über Skype oder ICQ mal ausführlicher über das Thema austauschen könnte?
Und kennt ihr gute Universitäten, bei denen die Gebühren nicht absolut utopisch sind? Es wäre kein Problem für mich nebenbei zu jobben, aber wenn ich dann auch noch wegziehen und daher eigene Miete bezahlen müsste...
Jedenfalls, ich wohne in der Nähe von Köln, nähe Bergheim. Also alles im Umkreis Köln / Düsseldorf / Leverkusen käme ohne Standortwechsel in Frage. Alle anderen Teile Deutschlands wären auch möglich, aber da müsste ich dann eigene Miete bezahlen, also bitte außerhalb NRWs keine utopischen Studiengebühren...
Und dann noch die Frage, ich habe erst vor einem Jahr angefangen und bin schon 16. Kann ich die Aufnahmebedingungen der Universitäten überhaupt schaffen? Ich würde mich selber nicht als untalentiert bezeichnen, aber 15 ist ja doch recht spät :/

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Hurricane
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von Hurricane » 05.03.2011, 08:20

Moin!

Also du solltest dir das mit dem Studium nicht zu einfach vorstellen.
Ein Bekannter von mir bereitet sich gerade auch darauf vor, nach seiner Ausbildung Gitarre zu studieren, und er spielt schon um einiges länger als du und er hat es auch echt drauf.
Allerdings reicht es wohl nicht, dass man nur gut Gitarre spielen kann.
Musiktheorie-Wissen ist auch verdammt wichtig (unter anderem auch solche Sachen wie aus einem vorgespieltem Stück Intervalle raushören o.Ä.)

Also wird es bei der Prüfung nicht gerade heißen: "So jetzt spiel uns mal was vor was du kannst, und wenn es gut war bist du drin".
Da dürfte dir einiges mehr abverlangt werden.
Und ob du die ganzen Sachen bis dahin drauf hast kann ich dir leider nicht sagen.
Dazu kommt, dass es wahrscheinlich viele Anwärter auf die Studienplätze gibt, und dann eben nur die besseren genommen werden. Damit steigen die Anforderungen eben.

Ich hab mal irgendwo gelesen, dass von allen Bewerbern für die Aufnahmeprüfung es ungefähr 2% schaffen, sie zu bestehen. Also scheint es schon hart zu sein :(


Gruß

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Volare
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von Volare » 05.03.2011, 09:06

Hm das hört sich ja nicht gut an... Es wäre halt super cool sein Hobby zum Beruf zu machen. Natürlich stelle ich mir das nicht leicht vor, so nach dem Motto, übe ich halt normal weiter und gehe am Nachmittag jobben und gehe am Abend feiern :D
Aber ich glaube dass ich das schaffen könnte, denn für mein eines Jahr Gitarre bin ich doch schon recht weit, und ich begreife Sachen normalerweise recht schnell (nur die Kirchentonleitern nicht, die sind für mich einfach nicht nachvollziehbar :( ). Auch Akkorde lerne ich normalerweise schnell und habe eine gute Wechselschlagtechnik ohne das jemals wirklich trainiert zu haben.
Und das mit der Musiktheorie dürfte an sich auch kein Problem sein, wenn mein Lehrer in LA Gitarre studiert hat dürfte er ja recht bewandert in dem Gebiet sein. Bisher haben wir immer nur praktisch gearbeitet, aber ich kann ihn halt auch bitten mehr theoretisch zu machen. Den Großteil der Übung macht man ja eh zuhaus.

Kato
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von Kato » 05.03.2011, 09:48

Überlege dir auch, ob Du das wirklich willst.....Profimusiker ist in Deutschland ein Job, der knapp über der Harz 4 Grenze liegt.
Es ist nun mal leider so. Die meisten Musiker halten sich mit Unterrichten und Auftritten über Wasser. Als Selbständiger hast du auch einiges Nebenkosten und Steuern zu zahlen. Viel Geld verdient man da nicht.

Musik auf LEhramt, Jugendarbeit, Therapiegeschichten mit Musik......auch das sind alles begehrte Jobs, die aber wenigstens eine Existensgrundlage bilden.
Mach dich ma schlau und sprech viel mit studierten Gitarristen.......alllerdings ist man hinterher immer schlauer und viele würden vielleicht etwas anderes machen.

Das muss aber nicht auf dich zutreffen.

Viel Glück bei der Entscheidungsfindung......

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Sunburst
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von Sunburst » 05.03.2011, 10:54

Muss man für ein Musikstudium an einer staatlichen Universität nicht sowieso mehr als ein Instrument beherrschen? Ich meine mich entsinnen zu können, dass ein Mitschüler von mir damals wie ein Irrer für die Aufnahmeprüfung gelernt hat. Querflöte beherrschte er schon perfekt, Klavier und Gesang lernte er und massenweise Theorie. Geschafft hat er die Aufnahmeprüfung trotzdem leider nicht.

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Ytse Jam
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von Ytse Jam » 05.03.2011, 14:25

Die Kirchentonleitern ist mit einer der wichtigsten Themen in der Musiktheorie. Das muss ein studierter Musiker aus dem FF wissen und auch anwenden können!
Akkorde und Wechselschlagtechnik ist alles was ein Hobbymusiker nach 2-3Jahren eigentlich auch drauf hat. Die ganzen Techniken auf einer Gitarre sind Dinge die lassen sich erlernen.
Aber das ganze muss auch ein entsprechendes Bild bei der Anwendung auch ergeben.
Ich stell mir das ganze so vor: Im Prinzip muss man dei der Aufnahmeprüfung seine eigene Gefühlswelt in der Musik auf die Gitarre fokusieren. Du musst dadrauf Geschichten erzählen können die spannend oder auch mal lustig sind. Du musst auch beweisen können das die Gitarre mehr ist als ein Instrument, sozusagen ein weiteres Organ von deinem Körper.

Und mit einem Jahr hast du keinerlei Erfahrung mit so einer Gefühlswelt. Erst mit der Zeit entdeckt man diese Welt. Du hast vielleicht Spaß an diesem Instrument, aber die Musik soll auch was ernsthaftes sein in deinem Leben. Du kannst mit ihr bei anderen Menschen Gefühle erwecken oder auch zerstören.

Soviel dazu^^ Das mag vielleicht komisch klingen...aber das zeichnen gute Musiker aus.

Gruß Ytse Jam =)

Kato
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von Kato » 05.03.2011, 15:38

Ich galube, das mit den 2 Instrumenten stimmt. Die Tochter einer Bekannten hat Cello gelernt. Und ist dann auf eine private Schule für Musiktherapie.
Dort mußte sie auch durch die Aufnahmeprüfung....obwohl das 500 Euro im Monat kostet.
Sie hat dafür noch Gitarre gelernt und Musiktheorie.
Sie war selber verblüfft, weil sie genommen wurde, denn es hatten sich auch etliche Asiaten auf Plätze beworben und die konnten super spielen. Aber die konnten halt nur Technik und Fleißarbeit. Darauf kommt es aber nicht bei der Musiktherapie an.....wie das bei einem "richtigen" Gitarrenstudium ausschaut......keine Ahnung.

Du bist 16 ist nicht mehr weit bis zur 18.....geh zur Berufsberatung und lass dir dort mal alles über das Studium zeigen. Such mal eine Hochschule in der Nähe auf und frag nach Infos (vielleicht kann man sich auch was zuschicken lassen) Sich früh zu informieren ist NIE verkehrt.
Wenn du die Möglichkeit hast, schnupper mal in so einen Unialltag rein und frag die Studis.....vielleicht kommt ja über Deinen Gitarrenlehrer ein Kontakt zustande.

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Ytse Jam
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von Ytse Jam » 05.03.2011, 17:51

Sunburst hat geschrieben:Muss man für ein Musikstudium an einer staatlichen Universität nicht sowieso mehr als ein Instrument beherrschen?


Ich hatte meinen alten Musiklehrer gefragt, der sagt das man egal bei welchen musikalischen Studium immer ein 2tes Instrument lernen muss. Keyboard/Klavier wäre dabei klar am Vorteil weil man da theoriemäßig große Vorteile hat und auch beim Komponieren von Lieder.

Gruß Ytse Jam =)

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Willaberkannnich
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von Willaberkannnich » 05.03.2011, 18:52

Hast du reiche Eltern? Dann mach´s doch wie der Gutti. Und wenn du noch ein bischen mehr bezahlst gibts gleich noch ein Summa Cum Laude oben drauf.

Nee, im Ernst: Wie schon gesagt ist so einem Studium Knochenarbeit. Und um überhaupt den Hauch einer Chance zu haben muß man schon ein wirklich rundum(!) guter Musiker sein, und sein Instrument im schlaf beherschen. Das ist weniger Zuckerschlecken, sondern eher eine Qual!
Und trotzdem hat man davon wie schon erwähnt nicht viel. Ich kenne um 3 Ecken entfernt einen Violinisten der richtig richtig gut ist und im Philharmonischen Orchester hier am Theater/Oper fest engagiert ist. Und was bekommt der dafür? Sehr wenig - da kann man auch bei Penny die Regale einräumen, da kommt in etwa das gleiche bei rum. Zudem MUß der jeden Tag einige Stunden üben um sein Level halten zu können.
Und von der anderen Seite: Es gibt viele Weltbekannte Musiker die damals vor ihrer Karriere zu ihren Anfangszeiten auch Studieren wollten und es nicht geschafft haben - und die verdienen heute weit besser als so ein Orchester-Fiedler.

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howdy71
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von howdy71 » 05.03.2011, 19:20

Hier gibt es den Blog eines eines GIT Studenten!

http://www.guitar.de/index.php?id=6914

Da steht ein bisschen was, was vielleicht von Interesse ist!
They say that lifes a carousel, Spinning fast, you've got to ride it well, The world is full of kings and queens, Who blind your eyes and steal your dreams, Its heaven and hell, oh well/Black Sabbath

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Volare
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von Volare » 05.03.2011, 19:52

Also ich spiele nebenbei noch Klavier, zweitinstrument wäre daher kein Problem. Und Saxophon hab ich auch mal gespielt, spiel ich aber nicht mehr wirklich. Ist schon viele Jahre her. War aber sehr gut.
Und zu den Anforderungen, auweia, das hört sich ja nich gut an was man hier hört :( Das heißt, wenn ich mich dort bewerben will, werde ich richtig ackern müssen in den nächsten Jahren? Und selbst wenn ich dann aufgenommen werde werde ich danach wahrscheinlich nicht mehr als ein Pennykassierer verdienen?
Mein Gitarrenlehrer hat in LA studiert, und macht nun beruflich Gitarrenunterricht und spielt in verschiedenen Studiobands. Wurde auch mal in der Zeitschrift Gitarre&Bass als "außergewöhnlicher Countrygitarrist" bezeichnet. Verdient der trotzdem wenig?

Kato
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von Kato » 05.03.2011, 20:38

:P hihi...das mußt Du ihn schon fragen.
Klar, kann man da auch gut verdienen.
Ich nehme mal an, er unterrichtet privat.
D.h. er ist kein Lehrer in eienr Musikschule. Viele Musiker sind, eben WEIL sie ihr Instrument gut beherrschen und dafür leben, ziemlich betriebsblind für praktische Dinge. Die meisten schert es nicht viel, ob und wie sie sich vermarkten, wie man gut Schüler bekommt, wie man sich ein Geschäft aufbaut, eine Steuererklärung so macht und plant, damit man was zurück bekommt usw.

Als Musiker hast du es einfacher Schüler zu bekommen, wenn du Lieder, Auftritte, Mitwirken bei bekannten Bands etc aufweisen kannst. Wenn man einen Namen hat, dann kannst du etwas vorweisen. Die meisten Gitarristen allerdings schlummern in Musikschulen(da müssen sie sich nicth darum kümmern Schüler zu kriegen), haben ihre kleinen und sehr feinen Ensembles oder Bands und schaffen es selten über den regionalen Raum hinaus bekannt zu werden, wenn überhaupt.
Dafür leben sie ihr Hobby und sind vielleicht glücklicher als mancher Banker.
Nicht zu vergessen die Groupies bei den Rockbands.....
:D

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von Volare » 05.03.2011, 20:46

Ne, er ist selber auch bei einer Musikschule angestellt. Aber über Google findet man ziemlich viele Einträge über ihn, deshalb wunderts mich.
Aber ist es nicht immer sehr risikoreich sich als Musiker selbstständig zu machen? Könnte mir vorstellen dass es schwer ist Schüler zu bekommen und die alle am Ball zu halten...

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Ytse Jam
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von Ytse Jam » 05.03.2011, 20:48

John Petrucci, Mike Portnoy und John Myung, alle drei haben im Berklee University angefangen zu studieren :D Dabei blieb es auch. Nach einem Jahr Studium haben sie die Band Dream Theater gegründet. Und verdienen so ihre Geld.
Ein Studium ist heutzutage keine Zusicherung das man Millionär wird. Und Los Angeles ist auch kein Grund mehr Geld zu verdienen.
"Richtig ackern" musst du so oder so dann für dieses Ziel. Es kann aber auch passieren das das ganze vielleicht nach hinten losgeht.
Es ist viel einfacher etwas anderes zu studieren in der Musik wie zB Musikpädagogig. Da hat hast auch sehr viel mit Musik zu tun und kannst auch später als Gitarrenlehrer einsteigen oder auch als Musiklehrer in der Schule =)
Für ein Gitarrenstudium wird 'ne Menge gefordert.

Gruß Ytse Jam =)

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Volare
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von Volare » 05.03.2011, 20:56

Musikpädagogik? Das hört sich gar nicht gut an, hat das was mit Kindern zu tun?

Natürlich ist mir klar dass ein Studium keine Garantie mehr für ein Millionenvermögen ist, aber mir geht es hauptsächlich darum wie groß die Chancen sind dass ich später gut davon leben kann. Ich möchte ja einfach nur mein ganzes Leben lang Gitarre spielen können, und ein Gott werden :D Es geht mir um den Spaß, darum, stunden täglich zu spielen und dafür auch noch Geld zu verdienen... vielleicht selber mal wie mein Gitarrenlehrer in einer Gitarrenzeitschrift vorgestellt zu werden.... Das wird immer mein Traum sein, auch wenn ich nach der Schule Arzt, Pilot werde oder zum Bund gehe... ))==

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galdo
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von galdo » 06.03.2011, 03:44

Ich wollt nur nochmal grundsätzlich einwerfen:

Jedes Studium ist nur (gut) mit viel Engagement, Arbeit und Geduld zu meistern. Auch wenn Anmeldezahlen das Gegenteil behaupten - nur wenige kommen derart durch, um danach wirklich Top Chancen zu haben. Viele gehen einfach in der Masse unter...

Ich will dich nicht entmutigen, aber sei dir sicher - egal bei welcher Wahl des Studienfaches - das du das wirklich willst. Lass dich von niemand anderen dazu überreden! Das hat keinen Wert!

Du wirst schon die richtige Entscheidung treffen. Du hast ja auch noch "etwas" Zeit!

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mjchael
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von mjchael » 08.03.2011, 17:06

Nur um mal eine Vorstellung davon zu bekommen.
In anderen Hochschulen sind andere Vorraussetzungen nötig, aber man bekommt mal eine Idee davon.

http://www.hfmdd.de/studium/aufnahmebedingungen/?sent=1&aufnahme_studiengang_id=1003&aufnahme_studienfach_id=1093
Bachelor of Music (künstlerisch)
E.-Gitarre Jazz/Rock/Pop

Bachelor-Studiengänge (8 Semester - Bachelor of Music) wurden zum Wintersemester 2010/11 eingerichtet.
Bewerber für höhere Semester können in noch bestehende Diplomstudiengänge immatrikuliert werden.

Zugangsvoraussetzung:
Allgemeine Hochschulreife

Anforderungen der Aufnahmeprüfung:

Hauptfach:

* Nachweis spieltechnischer, rhythmischer, melodischer und harmonischer Fähigkeiten und Kenntnisse individuell entsprechend dem Hauptfachinstrument (Tonleitern, Akkordbrechungen, Jazzphrasierung, rhythmische Sicherheit, Sequenzen, Akkordverbindungen z. B. II-V-I, Rhythm Changes, Blues)
* Vortrag von zwei stilistisch unterschiedlichen Stücken aus dem Bereich Jazz/Rock/Pop mit Improvisation und Begleitarbeit dem Hauptfachinstrument entsprechend
* Vortrag einer selbst erstellten Transkription und eines ausnotierten Etüdenwerkes
* nach Möglichkeit eine Eigenkomposition oder eigenständige Bearbeitung eines Stückes freier Wahl
* nach Möglichkeit ein klassisches Stück freier Wahl
* elementares Blattspiel

Das aktuelle Prüfungsprogramm ist der Prüfungskommission in schriftlicher Form vorzulegen.

Eine Rhythmusgruppe (dr, b, p oder g) wird gestellt.
Die Vorspielzeit beträgt max. 15 Minuten.

Neben guter musikalischer und instrumentaltechnischer Vorbildung werden auch genrespezifisches Feeling sowie Flexibilität im Ensemblespiel erwartet.

Klavier:
* Dreiklänge und Tonleitern in Dur und Moll
* zwei bis drei leichte Spielstücke

Musiktheorie/Gehörbildung:
* Intervallbezeichnungen, Dur- und Moll-Dreiklänge, Septakkorde, Quintenzirkel, Parallelklänge, Akkordsymbole, einfache Kadenzen (I-IV-V-I und II-V-I)
* Intervall- und Akkordbestimmungen nach Gehör
* Phrasen nachsingen, -klatschen oder -spielen
* melodische und rhythmische Folgen vom Blatt singen bzw. klatschen

Anmerkungen zur Aufnahmeprüfung Musiktheorie/Gehörbildung („Kennenlerntest“) zum Herunterladen (134 KByte):
http://www.hfmdd.de/fileadmin/hfmdd/pdf/AufnPr_ThGb.pdf

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von San-dee » 08.03.2011, 17:43

Ich sehe das auch eher kritisch. Gerade in Musikstudiengängen muss man SEHR talentiert sein. Eine Bekannte von mir wollte Musik als Lehramtsfach in der Grundschule wählen und hat die Aufnahmeprüfung nicht geschafft, obwohl sie seit 10 Jahren Klarinette spielt und mit Klavier und Saxophon hat sie auch vor 2 Jahren angefangen - man braucht eben auch ein sehr gutes Theoriewissen bei diesen Prüfungen.
Das war bei einem Lehramtsstudiengang, bei speziellen Musikstudiengängen wie Gitarre werden die Aufnahmevoraussetzungen nochmal viel höher sein.

Ich will dir das Studium nicht ausreden aber du bist erst in der 11. Klasse, warte mal noch etwas ab wie es mit deinen Interessen in einiger Zeit aussieht. Mal abgesehen davon würde ich auch einfach mal den Aspekt des Verdienens in den Raum werfen. Mit diesem Studiengang hast du später mal nicht wirklich viele Möglichkeiten....Gitarrenlehrer ist ja schön und gut aber nur die wenigstens können sich damit über Wasser halten, die meisten machen das nur nebenbei und nicht hauptberuflich.

rock75
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von rock75 » 08.03.2011, 18:46

Vielleicht kommt auch soetwas für dich in Frage, entweder als Einstieg in die Profiwelt oder als Vorbereitung für ein Studium. Kostet zwar 3600€, was aber im Gegenzug zu ein bis zwei Jahre studieren und dann abbrechen ein Minimum sein sollte. Abgesehen davon könntest du nebenbei vielleicht noch einen "richtigen" Beruf lernen.

http://www.professional-program.com/guitar/index.php

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Willaberkannnich
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von Willaberkannnich » 08.03.2011, 18:55

In 16 Monaten zum Pro? Na aber ganz bestimmt nicht ohne massivste Vorkenntnisse und Fähigkeiten! Bei solchen Versprechen leuchtet bei mir gleich ein rotes Alarmlämpchen vor der Rubrik Seriösität.

rock75
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von rock75 » 08.03.2011, 19:01

Ich denke auch nicht, dass man nach 16 Monaten ein Profi ist. (Übrigens auch nicht nach einem 3 jährigen Studium)
Persönlich finde ich aber, dass es ein möglicher Einstieg in die Welt sein könnte, ohne dass man gleich Jahre in ein Studium investieren muss und nachher unter Umständen vor dem Nichts steht.

DasHannes
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von DasHannes » 14.08.2014, 00:48

Ich spiele Gitarre viel zu leidenschaftlich als dass ich es studieren wollen würde. Ich folge einem einfachen Grundsatz: Ich nehme mein Instrument nur in die Hand, wenn ich Lust darauf habe und spiele nur Dinge, die mir Spaß machen. Vor 5 Jahren hab ich angefangen und bin dank einem Freund und Lehrer aus dem Flamencobereich und Liedermacherbereich weit gekommen. Das wichtigste ist mir aber, dass ich immer noch sehr viel Freude daran habe zu spielen.

[Schwarzmalerische Warnung] Ich kenne eine Reihe von Gitarristen, die abgedriftet sind vom Gefühl, vom Ausdruck und von der Freude hin zu Arbeit, Disziplin, Ehrgeiz und einfach gesagt eine gewisse Kühle gegenüber ihrer Musik aufgebaut haben. Mehrere Freunde/Bekannte sind diesen Weg gegangen, sie üben Tonleitern, Rhythmustheorie und spielen technisch besser als ich, aber mit wenig Herz und Freunde hören mir lieber zu als ihnen, weil sie spüren, dass ich mehr Spaß am Spielen habe.
Das ist selbstverständlich nicht allgemeingültig, ich will nur dafür sensibilisieren, dass man für den Weg des Studierens mehr darin sehen sollte als dauerhaft Freude daran zu haben. Da geht es darum einen Haufen anderer Dinge "drum rum" zu lernen und in wirtschaftlicher Weise zu nutzen, da spielt plötzlich finanzieller Druck und Erwartungen bzgl. dem was man spielt eine Rolle. Das ist mitunter etwas sehr anderes als die Freude, die du mit dem Instrument gerade empfindest.

Und nichts für ungut, emotional wird sich in den nächsten Jahren wahrscheinlich viel Wandeln in deinem Leben, du bist sehr jung. Ich würde dir empfehlen privat Unterricht zu nehmen und Spaß am Instrument zu haben, die Schule zu beenden, 1-2 Jahre etwas rum zu reisen und dann ein Studium zu beginnen. Bis dahin wirst du dir sehr viel sicherer sein was du langfristig machen möchtest. Ich bin jetzt 25 und wenn ich mir ansehe wie sicher ich mir über meine Zukunftsvorstellungen vor 10 Jahre war und wie oft und wie viel sich daran verändert hat.. da kann ich nur empfehlen den Veränderungen mit offenen Augen und Armen entgegen zu treten und zu sehen wohin das Leben einen führt.

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Hendock
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von Hendock » 14.08.2014, 08:27

@DasHannes: Der Thread ist über 3 Jahre alt und der TE war vor 2 Jahren das letze Mal hier aktiv. Nix für ungut aber ich fürchte du verschwendest deine Zeit.

DasHannes
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von DasHannes » 14.08.2014, 16:13

nanu :D jetzt frage ich mich wie ich zu dem thread gekommen bin, eigentlich schau ich in jedem forum nur auf seite 1 ^^ mysteriös

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Phuehue
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von Phuehue » 14.08.2014, 17:28

...hehe...

Nun, wir könnten ja die Gelegenheit nutzen, bei Volare mal nachzufragen, wie denn nun seine Profi-Karriere zwischenzeitlich steht?
:D

ES335
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von ES335 » 14.08.2014, 17:57

Volare hat geschrieben:...Es wäre halt super cool sein Hobby zum Beruf zu machen....


Auch wenn diese Aussage schon etwas älter ist möchte ich dennoch kurz darauf eingehen.

Es gibt nichts schlimmeres als sein Hobby zum Beruf zu haben! Denn was soll dann nach dem Beruf das Hobby sein, welches einem Entspannung und Ablenkung gibt? Der Beruf wird es nicht sein, denn der wird mit Zeitdruck, Stress und Leistung verbunden, und somit wird deine Gitarre diese Attribute erben.

Spaß macht "Gitarre als Beruf" bestimmt eine zeitlang, aber viele werden die Liebe dazu verlieren und es wird wie eine Ehe werden, aus der man nicht mehr herauskommt :shock:

Kato
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von Kato » 14.08.2014, 21:08

Ach...das kann man nie sagen. Kommt darauf an, was man erreichen möchte und wie die eigene Einstellung ist. Fakt ist, dass die Leute, die am Ende ihres Lebens alle hart gearbeitet haben, die sagen können, sie würden es nicht anders machen, meistens glücklich sind.
Ich kenne keinen, der rumgeschlumpft hat, nichts erreicht, in den Tag hineingelebt hat und zufrieden ist. Egal, ob Musiker oder nicht.
Und ich kenne verschiedene Berufmusiker.....zwei arbeiten in einem anderen Job, um ihre Brötchen zu verdienen. Einer war im Staatsorchester und zufrieden.....sein Hobby.....jetzt dürft ihr lachen.....Alphorn-Blasen....ungelogen.

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