Die Namen der Akkorde


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don.caruso
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BeitragVerfasst am: 08.02.2010, 20:32    Titel: Die Namen der Akkorde
Hey allerseits,

wie werden die Akkorde benannt?

Wenn ich es richtig verstanden habe, geht es erstmal um den Grundton.

Der Grundton (tiefster Ton der Tonleiter, oder?) gibt dem Namen seinen Akkord, beispielsweise A.

Jetzt werde ich unsicher:
Maj = großer Intervall
Min = kleiner Intervall?

Zum Beispiel wäre Amin eine kleine Terz, Amaj7 eine große Septime?

Jetzt muss ich noch folgendes wissen:

Wie groß ist der Abstand zwischen den Noten?
Nehmen wir die Tonleiter

"cdefgahc"

Ist der Abstand vom 1. c zum d genauso groß wie der vom a zum h?

Außerdem dachte ich bisher, B=H. Von wegen Übersetzungfehler besoffener Mönch etc.
Aber auf dem Griffbrett kommen B und H vor:
http://mannyffm.de/pictures/griffbrett1.jpg

Wie ist das zu erklären?

Vielen Dank schonmal,

Caruso
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almighty667
meint es ernst


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BeitragVerfasst am: 08.02.2010, 21:06    Titel:
Ich muss sagen ich versteh deine Frage nich ganz,
aber wenn du nur wissen willst welche Akkorde es gibt und wie man sie greift

--> Hier klicken
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don.caruso
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BeitragVerfasst am: 08.02.2010, 21:15    Titel:
Da sehe ich doch nur, wie man die Akkorde greift, nicht welches System hinter ihrer Benennung steckt.

Das ist als würde ich das kleine Ein-Mal-Eins auswendig lernen, könnte aber nicht im selbst multiplizieren.

Aber danke für den Versuch Smile
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Walnut_Burl
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BeitragVerfasst am: 08.02.2010, 21:27    Titel:
Der Abstand vom C zum D beträgt 2 Halbtonschritte der Abstand vom A zum H auch!
(Der Abstand wird immer in Halbtonschritten angegeben (manchmal auch in Intervallen)!)

C Cis D Dis E F Fis G Gis A Ais(deutsches B) H(englisches B) C

Die hier aufgeführten Abstände zwischen den Noten sind immer einen Halbtonschritt groß.


MfG

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don.caruso
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BeitragVerfasst am: 08.02.2010, 21:37    Titel:
Gibt es kein E# (Eis?)?
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flo111
meint es ernst


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BeitragVerfasst am: 08.02.2010, 22:10    Titel:
E# gibt es nicht, da zwischen dem E und dem F ein Halbtonschrittdazwischen liegt. Somit wäre E# ein F.

Du kannst du merken, dass zwischen C,H und zwischen E,F jeweils ein Halbtonschritt liegt. Zwischen den Anderen (ohne Vorzeichen, also # und b) liegt immer ein Ganztonschritt.

Ich hoffe das hilft dir weiter
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don.caruso
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BeitragVerfasst am: 08.02.2010, 22:38    Titel:
Definitiv. Jetzt hätten wir die Rahmenbedingungen etabliert und ich bräuchte nur noch Antworten auf das eigentliche Thema.

Wie gelangen die Akkorde zu ihrem Namen? Smile
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Willaberkannnich
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BeitragVerfasst am: 08.02.2010, 22:38    Titel: Re: Die Namen der Akkorde
don.caruso hat Folgendes geschrieben:
Hey allerseits,

wie werden die Akkorde benannt?

Nach Grundton, Geschlecht und/oder weiteren Besonderheiten.
don.caruso hat Folgendes geschrieben:
Wenn ich es richtig verstanden habe, geht es erstmal um den Grundton.

Erstmal ja.
don.caruso hat Folgendes geschrieben:
Der Grundton (tiefster Ton der Tonleiter, oder?) gibt dem Namen seinen Akkord, beispielsweise A.

Jetzt werde ich unsicher:
Maj = großer Intervall
Min = kleiner Intervall?

Zum Beispiel wäre Amin eine kleine Terz, Amaj7 eine große Septime?

Vorweg: Bei Akkorden auf der Gitarre ist nicht immer der Tiefste Ton im Akkord der Grundton des Akkordes.

Maj und Min sind die Englischen Abkürzungen für Major und Minor, was bei uns so viel wie Dur und Moll heißt. Das bezieht sich (u.a.) auf das Geschlecht eines Akkordes. Eine kleine Terz zum Grundton bedeutet das wir es mit einem Moll Akkord zu tun haben - eine große Terz zum Grundton bedeutet das wir es mit einem Dur Akkord zu tun haben. Beispiel:
C-Dur : Grundton = C + große Terz = E + kleine Terz = G // ein C-Dur Dreiklang besteht also aus den Tönen C, E und G.
Beim C-Moll wäre jetzt folgendes: Grundton = C + kleine Terz = Eb + Große Terz = G // der C-Moll Dreiklang besteht also aus den Tönen C, Eb und G.
Wie man sieht ist der einzige unterschied der mittlere Ton.
So baut sich jeder Dur-Dreiklang auf. Zerlege doch mal ein oder zwei Akkorde die du kennst und schlüssel die einzelnen Töne auf - du wirst sehen das es stimmt.

Man muß nur die Tonleiter kennen, dann kann man sich das genz easy selber zurechtbauen:

Dur:

-----1----2---3---4---1---2----3 - Haltonschritte

C - Db - D - Eb - E - F - Gb - G = C-Dur

F - Gb - G - Ab - A - Bb - B - C = F-Dur

Eb - E - F - Gb - G - Ab - A - Bb = Es-Dur


Moll:

-----1----2---3---1---2---3----4 - Haltonschritte

C - Db - D - Eb - E - F - Gb - G = C-Moll

F - Gb - G - Ab - A - Bb - B - C = F-Moll

Eb - E - F - Gb - G - Ab - A - Bb = Es-Moll

Wenn Akkorde jetzt hintendran noch weitere beschreibungen wie z.B. "maj7", "7", "6", "sus4" usw. haben, dann handelt es sich um Akkorderweiterungen (4/5 Klänge) oder besondere Dreiklänge oder Geschlechtslose Akkorde ("Powerchords")
don.caruso hat Folgendes geschrieben:


Außerdem dachte ich bisher, B=H. Von wegen Übersetzungfehler besoffener Mönch etc.
Aber auf dem Griffbrett kommen B und H vor:
http://mannyffm.de/pictures/griffbrett1.jpg

Wie ist das zu erklären?

Vielen Dank schonmal,

Caruso

Das ist so zu erklären, das wir im Deutschen den halbton der zwischen A und H liegt B nennen - wenn schon Wirr, dann richtig Laughing ! Das was wir B nennen nennt der Rest der Welt also Bb. Die TABs im Netz nutzen aber zu 99,999% die Internationalen bezeichnungen (C - Db - D - Eb - E - F - Gb - G - Ab - A - Bb - B - .....)
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don.caruso
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BeitragVerfasst am: 08.02.2010, 22:56    Titel:
Als ich Deinen Namen in der Forenübericht gelesen habe, habe ich mit einer hilfreichen, ausführlichen Antwort gerechnet und meine Erwartungen sind nicht enttäuscht worden.

Vielen Dank dafür!
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rosecamp
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BeitragVerfasst am: 08.02.2010, 23:02    Titel:
Zitat:
Jetzt werde ich unsicher:
Maj = großer Intervall
Min = kleiner Intervall?


Die englische Bezeichnung "Major" steht für Dur, "Minor" für Moll.
Zitat:
Die Bestandteile des Durdreiklanges (siehe auch Akkord) sind Grundton, große Terz und Quinte.

->von C bis E 4 Halbtonschritte, von E bis G 3 Halbtonschritte
Zitat:
Kennzeichnend für den Moll-Charakter ist das Intervall einer kleinen Terz zwischen Grundton und Terz des Tonmaterials. Eine kleine Terz, die vom Grundton aufwärts verläuft, wird auch Mollterz genannt.
(http://de.wikipedia.org/wiki/Akkord#Arten_und_Aufbau_von_Akkorden)
->von A bis C 3 Halbtonschritte, von C bis E 4 Halbtonschritte

Zitat:
Zum Beispiel wäre Amin eine kleine Terz, Amaj7 eine große Septime?

1. ja
2. das maj bezeichnet auch hier die große Terz, aber die große Septime wird hinzugefügt:
A-Cis-E-Gis

Und hier noch eine Einführung in die Tonleitern:
http://de.wikibooks.org/wiki/Gitarre:_Entstehung_der_Tonleitern
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don.caruso
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BeitragVerfasst am: 08.02.2010, 23:07    Titel: Re: Die Namen der Akkorde
Willaberkannnich hat Folgendes geschrieben:


Man muß nur die Tonleiter kennen, dann kann man sich das genz easy selber zurechtbauen:

Dur:

-----1----2---3---4---1---2----3 - Haltonschritte

C - Db - D - Eb - E - F - Gb - G = C-Dur

F - Gb - G - Ab - A - Bb - B - C = F-Dur

Eb - E - F - Gb - G - Ab - A - Bb = Es-Dur


Moll:

-----1----2---3---1---2---3----4 - Haltonschritte

C - Db - D - Eb - E - F - Gb - G = C-Moll

F - Gb - G - Ab - A - Bb - B - C = F-Moll

Eb - E - F - Gb - G - Ab - A - Bb = Es-Moll



So, hier hast Du mich verloren.

Wie kann ich zwischen Moll und Dur unterscheiden, wenn ich für beides andere Maße (also Tonleitern) zugrunde lege?

So, bevor ich euch weiter mit vielleicht sinnlosen Fragen nerve, lese ich zunächst die gelinkten Seiten und gucke, wie weit ich klarkomme.

Vielen Dank mal wieder Smile
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BeitragVerfasst am: 08.02.2010, 23:38    Titel:
Walnut_Burl hat Folgendes geschrieben:
Der Abstand vom C zum D beträgt 2 Halbtonschritte der Abstand vom A zum H auch!
(Der Abstand wird immer in Halbtonschritten angegeben (manchmal auch in Intervallen)!)

C Cis D Dis E F Fis G Gis A Ais(deutsches B) H(englisches B) C

Die hier aufgeführten Abstände zwischen den Noten sind immer einen Halbtonschritt groß.


MfG


halbtonschritte sind intervalle

ais ist nicht gleich b im deutschen....das hängt von der tonleiter ab...b ist die erniedrigung von h um einen halbtonschritt...ais jedoch ist die erhöhung von a um einen halbtonschritt

es sind nicht immer halbtonschritte... von e auf f ist es ein ganztonschritt, weil man einen ganzen ton vorranschreitet....ebenso von c auf h

ist nich böse gemeint aber wenn du es nicht richtig weisst dann schreib lieber nichts falsches , das kann anfänger nur verunsichern bzw. sie in die irre führen

gruss

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BeitragVerfasst am: 08.02.2010, 23:41    Titel:
Ich wollte das mit dem B und dem H im deutsch und Englischen nur noch einmal klären.

Dass Halbtonschritte Intervalle sind ist mir wohl bewusst Very HappyVery Happy (kleine Sekunden wenn ich mich nicht irre)

Aber egal jeder braucht Kritik also danke Very Happy

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Willaberkannnich
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BeitragVerfasst am: 08.02.2010, 23:42    Titel:
Sinnlos sind die Fragen nicht - Du setzt dich mit dem Thema ausseinander und stellst hier deine fragen, ist doch voll i.O. Man könnt jetzt sagen "Geh doch selbst suchen oder kauf dir ein Buch", aber solange jemand Lust hat dir zu helfen... why not.


Zitat:
Wie kann ich zwischen Moll und Dur unterscheiden, wenn ich für beides andere Maße (also Tonleitern) zugrunde lege?

Genau an diesem kleinen unterschied im Halbton (kleine Terz zum Grundton = Moll, Große Terz zum Grundton = Dur). Akkustisch hört man den Unterschied auch mit etwas übung gut raus / einfache Moll Akkorde klingen immer ein bischen "Depri" im vergleich zu Dur.

Wenn es dir um die Stuffenakkorde innerhalb einer Tonleiter geht, so gibt es da auch theoretische Vorgaben.
http://www.gitarrenlinks.de/workshops/stufenakkorde.htm
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Flow.
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BeitragVerfasst am: 08.02.2010, 23:49    Titel:
Walnut_Burl hat Folgendes geschrieben:
Ich wollte das mit dem B und dem H im deutsch und Englischen nur noch einmal klären.

Dass Halbtonschritte Intervalle sind ist mir wohl bewusst Very HappyVery Happy (kleine Sekunden wenn ich mich nicht irre)

Aber egal jeder braucht Kritik also danke Very Happy


war ja auch nicht böse gemeint Wink

also ja eine kleine sekunde wäre ein halbtonschritt, stimmt

aber bleiben wir am besten dabei das halbtonschritte halt immer schritte im halben tönen sind....in der arabischen musik zb gibt es auch virteltonschritte also immer von zb. d auf e 4 virteltonschritte

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BeitragVerfasst am: 09.02.2010, 12:35    Titel:
Flow. hat Folgendes geschrieben:
ais ist nicht gleich b im deutschen....das hängt von der tonleiter ab...b ist die erniedrigung von h um einen halbtonschritt...ais jedoch ist die erhöhung von a um einen halbtonschritt

das haengt nicht von der tonleiter ab, sondern von der verwendeten stimmung. bei einer reinen stimmung hast du recht, bei einer gleichstufigen stimmung, wie sie jedes instrument mit fester tonhoehe, also auch eine gitarre, verwendet, stimmt das nicht

Flow. hat Folgendes geschrieben:
es sind nicht immer halbtonschritte... von e auf f ist es ein ganztonschritt, weil man einen ganzen ton vorranschreitet....ebenso von c auf h

nein, das ist schlichtweg FALSCH. man schreitet eben von E nach F und von H nach C keinen ganzen ton voran, sondern nur einen halben (wenn man von der ueblichen einteilung einer oktave in 12 gleiche stufen ausgeht)

Flow. hat Folgendes geschrieben:
ist nich böse gemeint aber wenn du es nicht richtig weisst dann schreib lieber nichts falsches , das kann anfänger nur verunsichern bzw. sie in die irre führen
gruss

ist auch nicht boese gemeint, aber dito Wink

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BeitragVerfasst am: 09.02.2010, 14:11    Titel:
Habe gerade ähnliche Sachen zur Musiktheorie mit meinem Gitarrenlehrer in der Stunde besprochen. Da z. B. zwischen E und F auf der Gitarre nichts ist, müsste es auch prinzipiell ein Halbtonschritt sein. Dies zeigt im Prinzip auch die C-Dur-Tonleiter, weil zwischen 3 und 4 ein Halbtonschritt angedacht ist und 3 und 4 in der C-Dur-Tonleiter sind die Töne E und F. Wie auch zwischen H und C keine Zwischentöne auf der Gitarre zu finden sind, dies sind die Töne 7 und 8 und somit ist dies auch wieder ein Halbtonschritt, nach meiner bescheidenen Logik....

Wenn ein Ganztonschritt hier gefragt wäre, würde dies wie in vielen b-Tonarten von Es nach F führen. Oder wie in vielen #-Tonarten von E nach F#.....

Jetzt mag man das von mir gesagte verreissen, ich habe aber gerade aus der Bibliothek was zu dem Thema ausgeliehen und kann dann in ein paar Wochen zurückschlagen....

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BeitragVerfasst am: 09.02.2010, 18:05    Titel:
chris73 hat Folgendes geschrieben:
Flow. hat Folgendes geschrieben:
ais ist nicht gleich b im deutschen....das hängt von der tonleiter ab...b ist die erniedrigung von h um einen halbtonschritt...ais jedoch ist die erhöhung von a um einen halbtonschritt

das haengt nicht von der tonleiter ab, sondern von der verwendeten stimmung. bei einer reinen stimmung hast du recht, bei einer gleichstufigen stimmung, wie sie jedes instrument mit fester tonhoehe, also auch eine gitarre, verwendet, stimmt das nicht


Flow. hat Folgendes geschrieben:
es sind nicht immer halbtonschritte... von e auf f ist es ein ganztonschritt, weil man einen ganzen ton vorranschreitet....ebenso von c auf h

nein, das ist schlichtweg FALSCH. man schreitet eben von E nach F und von H nach C keinen ganzen ton voran, sondern nur einen halben (wenn man von der ueblichen einteilung einer oktave in 12 gleiche stufen ausgeht)

Flow. hat Folgendes geschrieben:
ist nich böse gemeint aber wenn du es nicht richtig weisst dann schreib lieber nichts falsches , das kann anfänger nur verunsichern bzw. sie in die irre führen
gruss

ist auch nicht boese gemeint, aber dito Wink


ok zu den tonleitern mit b und ais..ich meinte tonleitern der ensprechenden tonart...stimmt..hätte ich zu schreiben sollen

und zu h auf c..mist Wink na klar ist es genau anders rum..aber hey! es war abend und ich hatte an dem tag viel um die ohren als ich den beitrag getippst hab Smile

gruss

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BeitragVerfasst am: 10.02.2010, 13:17    Titel:
@Al
noe, da gibts nichts zu verreissen, ist ja voellig richtig was du geschrieben hast.

@Flow
nein, das hat nur sekundaer mit der tonart zu tun, im wesentlichen aber damit, ob man eine reine stimmung, oder eine gleichstufige stimmung verwendet.

bei einer reinen stimmung ergeben sich die toene aus den natuerlichen frequenzverhaeltnissen der intervalle zum grundton. daraus folgt, dass eine reine stimmung immer nur im bezug auf einen grundton "richtig" ist und sich bei den halbtoenen eben unterschiede ergeben, d.h. dass eben ein Ais nicht genau dem B entspricht, bzw. sogar ein Ais je nach grundton nicht immer gleich ist.

in der uns im wesentlichen bekannten musik wird aber eine gleichstufige stimmung verwendet, d.h. eine oktave wird in zwoelf gleiche stufen, die haltoene, eingeteilt. und bei dieser gleichstufigen stimmung entspricht eben z.b. ein Ais dem B und das Ais in einer tonart ist auch das gleiche Ais wie in einer anderen tonart.

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BeitragVerfasst am: 10.02.2010, 20:35    Titel:
Noch einmal zusammenfassend:
Lektion 1
Dur- und Moll-Akkorde



Wenn man Akkorde bildet, ist es auch für einen Gitarristen nützlich sich mal am Klavier zu orientieren.

Wenn man beim Klavier die ersten Akkorde übt, dann fängt man üblicherweise mit der C-Dur-Tonleiter an. Bei der C-Dur-Tonleiter muss man nämlich keine "schwarze Taste" berücksichtigen.

Zuerst muss man das C suchen. Dazu verwendet man die 3-2-1-Methode.

Zuerst sucht man die Dreiergruppe von schwarzen Tasten (F# G# A#) dann geht man zurick (nach links) und sucht die Zweiergruppe von schwarzen Tasten (C# D#) und die Taste vor der Zweiergruppe ist das C, also der erste Ton der C-Dur-Tonleiter. (3-2-1)

Wählt mal der Einfachheit halber immer das mittlere C aus der Grafik aus.

Jetzt sagt man, dass man das C anschlägt, und gleichzeitig noch den übernächsen, und dann noch einmal den übernächsten. Wenn also C der erste Ton ist, kommt E als der dritte mit hinzu, und G als fünfter Ton.

1-3-5 ist die Grundform eines Dur- oder Moll-Akkordes.
Wenn ich C-E-G gemeinsam anschlage, erhalte ich einen C-Dur-Akkord.

Gegriffen wird am besten C mit kleinem Finger, E mit dem Mittelfinger und G mit dem Daumen.

C als erster Ton ist der Grundton, E als dritter Ton ist die Terz (vom lateinischen: der dritte) und G ist als der fünfte Ton ist die Quinte (vom lateinischen: der fünfte).

Grundton, Terz, Quinte - 1 3 5 das ist die Grundform von den Akkorden.



Wie man bei der Gitarre den 4/4-Schlag machen kann, lasse ich den Anfänger den Akkord 4 mal anschlagen.

Dann soll er mit allen Fingern so wie die Finger sind jeweils zwei Tasten zurück gehen.

Man landet mit dem Grundton auf das A mit der Terz auf das C und mit der Quinte auf das E. Allerdings brauch man das am Anfang gar nicht so genau zu beachten. Es bleibt bei der 1 3 5 Aufteilung. Der Akkord ist ein A-Moll. Warum A-Moll, das heben wir uns für später auf.

Wir schlagen 4 mal an und gehen wieder mit den Fingern zwei Tasten zurück (nach links) Grundton-Terz-Quinte liegen jetzt auf den Tönen F A C. Das ergibt einen F-Dur-Akkord

4x anschlagen, aber danach gehen wir mit allen Fingern jeweils eine Taste nach vorn (rechts) und landen auf den Tönen G H D und bekommen einen G-Dur-Akkord.

Das ganze spielen wir mehrfach hintereinander, und schon haben wir einen kleinen Schubiduba mit den Akkorden C Am F G



Jetzt müssen wir klären, warum es einmal bei 1-3-5 zu Dur-Akkorden und mal zu Moll-Akkorden kommt.

Schlagen wir den C-Dur-Akkord an. Diesmal starten wir vom ersten C in der Grafik.
Zählt mal wieviele Tasten zwischen dem C und dem E (Grundton und Terz bzw. 1+3) liegen:
C# D D# (die schwarzen Tasten müsst ihr diesmal mitzählen)
zwischen C und E liegen also noch drei Tasten.
Man sagt das zwischen C und E 4 Halbtonschritte bestehen.
von C nach C# = 1; C# nach D = 2, D nach D# = 3, D# nach E = 4.
von C bis nach G (der Quinte) sind es insgesamt 7 Halbtonschritte.

Nun verschiebe jeden Finger des C-Dur-Akkord eine weiße Taste weiter.
Du landest auf den Tönen D F A.
D ist wieder der Grundton
F die Terz
A die Quinte.

Zähle jetzt einmal den Abstand vom Grundton zur Terz
Jetzt sind es auf einmal nur 3 Halbtonschritte und keine 4 wie beim C-Dur.
Rein von den Tönen der C-Dur-Tonleiter bleibt der Ton F immer noch eine Terz, denn es ist ja die dritte weiße Taste (wenn D die erste ist). Aber der Abstand ist um einen Halbtonschritt kleiner als im Vergleich zwischen C und E beim C-Dur-Akkord.

Aus dem Klang des neu angeschlagenen Akkordes hören wir, dass es ein Moll-Akkord sein muss. Aber wir wissen nun, dass die Ursache für den Molligen Klang der kleinere Abstand der Terz sein muss.

Man nennt eine Terz bei Dur-Akkorden eine große Terz, und die Terz bei Moll-Akkorden eine kleine Terz.

Überprüfen wir die Quinte vom D-Moll-Akkord:
Der Abstand von D nach A sind wie beim Dur-Akkord 7 Halbtonschritte. Die Quinte bildet also den Rahmen um einen Dur- oder einen Moll-Akkord, der mit einer kleinen Moll-Terz oder einer großen Dur-Terz aufgefüllt werden muss.



Überprüfe mal den Akkkord, wenn du den D-Moll eine Taste weiter schiebst.

Töne E G H
von E nach G sind 3 Halbtonschritte, also haben wir einen Moll-Akkord.
von E nach H sind wieder 7 Halbtonschritte (also eine Quinte)

Bei F haben wir 4 Halbtonschritte bis zur Terz, also ist es ein F-Dur-Akkord.
Bei G haben wir ebenfalls 4 Halbtonschritte, also haben wir wieder einen Dur-Akkor
Bei A sind es nur noch 3 Halbtonschritte bis zur Terz also ist es ein Moll-Akkord.

Jetzt wissen wir also warum bei unserer Übung ein A-Moll heraus kam.



Bei Dur-Akkorden haben wir eine große Terz. Dur-Akkorde werden im englischen "Major" genannt. "C-Major" meint im englischen "C-Dur".

Als Akkordsymbol taucht aber nur ein Großbuchstabe auf! Weder die Terz und erst recht nicht die Quinte werden bei einem Dur-Akkord irgendwie mit angegeben. Also komme bitte keiner auf die Idee C-Major hier ins Forum zu schreiben, wenn er einen C-Dur-Akkord meint.

C-Dur oder einfach nur C

Bei Moll-Akkorden wird die Mollterz mit angegeben. Man schreibt hinter den Grundton ein kleines "m". Also Dm, Em und Am für D-Moll, E-Moll und A-Moll.

Auch wenn man im englischen einen Moll-Akkord "Minor" nennt, komme bitte keiner auf die Idee einen Amin oder Aminor für einen Am aufzuschreiben. Es mag euch mal bei irgendwelchen russischen Homepages begegnen, aber selbst in englischsprachigen Ländern ist es Standard, einfach nur ein "m" anzuhängen.


Wenn ihr aufgepasst habt, fehlt noch ein Akkord aus der C-Dur-Tonleiter.

Wir haben das H noch nicht untersucht.

Töne H D F
Von H nach D ist eine kleine Moll-Terz, also muss es ein Moll-Akkord sein.
Schlagen wir den aber an, dann klingt der ganz schön schräg.
Es kann nicht am H oder am D liegen. Also schauen wir uns mal die Quinte genauer an! Was zählen wir? 6 Halbtonschritte.
Alle vorherigen Akkorde hatten bei der Quinte 7 Halbtonschritte, aber beim H gibt es eine Ausnahme. Die Quinte ist um einen Halbton kleiner. Das müssen wir irgendwie kenntlich machen. Da die Quinte (5) kleiner ist, wird der Quinte ein "b" vorangestellt (= Versetzungszeichen für eine Erniedrigung des Tones).

Beachte: Man fügt dem Akkord-Intervall ein Versetzungszeichen (b) hinzu, obwohl der eigentliche Ton um den es geht (F bei H-D-F) gar kein Vorzeichen besitzt. Das Vorzeichen bei Akkordintervallen sagt nur, dass der Intervall kleiner ist, als bei einem einfachen Dur-Akkord.

Der Akkord heißt also Hmb5 oder Hm5b. Die b5 ist (im Gegensatz zur Terz) keine kleine Quinte, sondern man unterscheidet hier von einer reinen Quinte (5) und einer "verminderten" Quinge (b5). Auf Englisch heißt "vermindert" "diminished". Daher kürzt man den Akkord meist als Hdim ab.

In der Volksmusik, Pop- und Rockmusik kommen verminderte Akkorde so gut wie nie vor. Daher betrachtet man verminderte Akkorde anfangs etwas stiefmütterlich, und kümmert sich erst wesentlich später (wenn man mal so weit ist, Jazz-Akkorde zu spielen) darum. Das kann bei einigen Gitarristen schon mal 3 bis 5 Jahre dauern, bis sie mal über den Akkord stolpern.

Es lohnt sich die Töne der Akkorde einer C-Dur-Tonleiter auswendig zu lernen.

Code:

1. Stufe: C - E - G = C-Dur
2. Stufe: D - F - A = D-Moll
3. Stufe: E - G - H = E-Mol
4. Stufe: F - A - C = F-Dur
5. Stufe: G - H - D = G-Dur
6. Stufe: A - C - E = A-Moll
7. Stufe: H - D - F = Hdim (den man seltener braucht)


Aufgabe:
Bestimme die Töne von C Dm Em F G und Am auf der Gitarre!

Auch wenn ich die Lösung schon hier aufschreibe, überprüfe sie ohne Spickzettel auf deiner Gitarre
Code:

 E ||---|---|---|-       ||-F-|---|---|-     E ||---|---|---|-
   ||<C>|---|---|-       ||---|---|<D>|-     H ||---|---|---|-
 G ||---|---|---|-       ||---|-A-|---|-     G ||---|---|---|-
   ||---|-E-|---|-    <D>||---|---|---|-       ||---|<E>|---|-
   ||---|---|<C>|-    (A)||---|---|---|-       ||---|-H-|---|-
(E)||---|---|---|-     x ||---|---|---|-    <E>||---|---|---|-

   ||<F>|---|---|-       ||---|---|<G>|-     E ||---|---|---|-
   ||-C-|---|---|-     H ||---|---|---|-       ||-C-|---|---|-
   ||---|-A-|---|-    <G>||---|---|---|-       ||---|<A>|---|-
   ||---|---|<F>|-     D ||---|---|---|-       ||---|-E-|---|-
(A)||---|---|---|-       ||---|-H-|---|-    <A>||---|---|---|-
 x ||---|---|---|-       ||---|---|<G>|-    (E)||---|---|---|-


Töne in <eckigen Klammern> sind Grundtöne
Töne in (runden Klammern) kann man spielen (z.B. beim Wechselbass), muss man aber nicht.

Lernt die Töne tatsächlich auswendig, denn mit von den 6 Akkorden könnt ihr euch viele andere Akkorde leicht ableiten. Doch davon in der nächsten Lektion mehr

C-E-G
D-F-A
E-G-H
F-A-C
G-H-D
A-C-E
H-D-F

Ich weiß, es gab wieder viel zu lesen, aber ich denke, einige Missverständnisse und Irrtümer die ich oben gelesen habe wurden so ausgeräumt.

Schlagwörter:
- Akkord = Grundton - Terz - Quinte (1-3-5)
- Dur-Akkord = große (Dur-)Terz (3)
- Moll-Akkord = kleine (Moll-)Terz (3b)
- Rahmenintervall aller Dur- und Moll-Akkorde ist der Grundton und die die reine Quinte (1-5)
- Verminderter Akkord ist mit einer verminderter Quinte (5b)

Gruß Mjchael

_________________
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Zuletzt bearbeitet von mjchael am 11.02.2010, 17:16, insgesamt einmal bearbeitet
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